Wer sich gerade einen Gaming-PC kaufen oder seine alte Maschine aufrüsten will, muss tief in die Tasche greifen. Vor allem Arbeitsspeicher, der früher zu den günstigsten Bauteilen gehört hat, ist im Moment absurd teuer. Und das wird er wohl auch noch eine Weile bleiben, meinen Experten.
Im Verlauf des letzten halben Jahres hat der Preis für Arbeitsspeicher einen enormen Sprung gemacht. Eine Stichprobe anhand vom 32-GB-Kit DDR5-RAM von Corsair zeigt: von damals rund 125 Euro ist der Preis auf mittlerweile 450 Euro gestiegen (laut Geizhals.de).
Grund ist der wachsende offenbar der Hunger nach RAM von Firmen, die künstliche Intelligenzen trainieren wollen. Hersteller können die Nachfrage nicht mit ihrem Angebot decken oder entscheiden sich, nur noch für Großabnehmer zu produzieren. Entsprechend steigen die Preise für Verbraucher.
Der Engpass und die hohen Preise führen sogar zu fragwürdigen Methoden, um an Arbeitsspeicher zu kommen und sogar zu dreistem Diebstahl direkt aus PCs im Laden. Ein paar Firmen steuern bereits gegen, aber die Wirkung wird noch auf sich warten lassen, meinen Experten.
Ihr könnt die aktuellen Preise für Arbeitsspeicher in unserem RAM-Preisticker live mitverfolgen.
Vor Ende 2027 ist nicht mit einer Besserung zu rechnen
Marktforscher von Counterpoint(Paywall) haben analysiert, wie sich der Preis von Arbeitsspeicher in den letzten Monaten entwickelt hat. Allein im Vergleich zum letzten Quartal 2025 sei RAM demnach zwischen 130 % und 180 % im Preis gestiegen, sogar ältere Modelle (via The Korea Herald, übersetzt mit Google).
Firmen wie Samsung Eletronics, SK Hynix, Micron und andere seien bereits dabei, die Produktion von DRAM im Laufe des Jahres zu erhöhen. Allerdings würde das noch nicht ausreichen, um die Knappheit auszugleichen.
Frühstens bis in die zweite Hälfte des Jahres 2027 bliebe Arbeitsspeicher laut Counterpoint knapp. Vorher ist also nicht wirklich mit einer Preisentlastung zu rechnen.
Die hohen Preise sorgen nicht nur, aber insbesondere bei Gamern für Unmut und Frust, dem sich einige Nutzer Luft verschaffen. Einige fordern sogar dazu auf, ein Zeichen zu setzen, und RAM zu boykottieren, auch wenn das angesichts der Größe der KI-Firmen vermutlich kaum auffallen wird.
Selbst auf alten Arbeitsspeicher zu setzen, wird in den meisten Fällen nicht viel bringen, da sogar hier die Preise gestiegen sind. Was jedoch hilft ist, Glück zu haben, so kommt man einfach und mit wenig Geld an mehr RAM, die Wahrscheinlichkeit ist nur nahe null: Nutzer kauft spontan 25 Kilo Müll für 80 Euro von Amazon, hat Glück und erhält 40 Stück Arbeitsspeicher
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Wenn bedenkt wieviel nutzloses mit ki erzeugt wird und ki braucht verdammt viel energie wundert mich garnichts.
Das einzige was man machen kann ist ddr 4 ram zu kaufen die gehen
Öhm, ich weiß ja die KI-Bubble betrifft auch SSDs aber der Artikel bezieht sich durchweg auf Arbeitsspeicher, wäre es da nicht angebrachter auch einen RAM-Riegel im Headerbild zu zeigen? Oder wollte die KI kein Ram-Bild generieren 😉