„Streng geheime“ Funktion von GTA 6 geleakt: Gerichtsprozess zwingt Rockstar zu etwas, das sie wie die Pest hassen

„Streng geheime“ Funktion von GTA 6 geleakt: Gerichtsprozess zwingt Rockstar zu etwas, das sie wie die Pest hassen

Im Prozess zwischen den entlassenen Mitarbeitern zu GTA 6 und Rockstar klagt das Studio, dass „hochsensible Materialien“ besprochen wurden, die man noch nicht ankündigen wollte. Da man dafür jedoch Beweise liefern musste, leakte Rockstar selbst genau das Feature, das man schützen wollte.

Was musste Rockstar nachweisen? Bei einer vorläufigen Anhörung bezüglich des Streits zwischen Rockstar Games und den entlassenen Mitarbeitern brachten beide Seiten eigene Beweise mit, um ihren Standpunkt zu festigen. Dabei ging es hauptsächlich um die Entscheidung, ob die entlassenen Mitarbeiter Anspruch auf eine vorläufige Entschädigung haben. Das würde bedeuten, dass Rockstar ihnen bis zur endgültigen Verhandlung weiterhin ihre Gehälter zahlen muss.

Rockstar argumentiert mit verschiedenen Vorwürfen, darunter auch die Verbreitung „hochsensibler Materialien“ auf einem unternehmensinternen Discord-Channel. Diese seien so „streng geheim“, dass sie vor Gericht nicht laut vorgelesen werden sollten. Allerdings stand das Beweismaterial für diese Anklage anschließend der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Das Team von „People Make Games“ schaute sich die ausgedruckten Beweise besonders genau an und es fand dort tatsächlich das „streng geheime“ Feature, das Rockstar eigentlich so sehr vor der Öffentlichkeit schützen wollten.

Gesammeltes Beweismaterial beläuft sich auf über 2.000 Seiten

Von welchem Feature ist die Rede? Das Team von People Make Games hat sich die eingereichten Beweise von Rockstar Games angeschaut, wobei es sich um drei dicke Aktenordner mit insgesamt über 2.000 Seiten an Material handelt.

In ihrem Video auf YouTube betonen sie, dass es nur physisches Beweismaterial gibt, weshalb sie in den wenigen Stunden, die ihnen zur Verfügung standen, viele der Seiten nur überfliegen konnten. Dabei suchten sie nach interessanten Inhalten, die bei der Anhörung relevant waren.

Rockstar und die Strategie der Abschottung
Die Rockstar-Verantwortlichen rund um die Housers (Dan und Sam) dürften gar nicht glücklich darüber sein, dass sie Interna im Zuge des Gerichtsverfahrens veröffentlichen müssen. Rockstar Games ist seit vielen Jahren für eine Strategie der Abschottung bekannt. Gegen Leaks gehen sie mit aller Macht vor. Offizielle Interviews sind selten. Die Kündigungen der Mitarbeiter, um die es im aktuellen Gerichtsverfahren geht, unterstreichen das.

Zudem stellen sie heraus, dass es sich bei dem streng geheimen Feature um Multiplayer-Sessions mit bis zu 32 Spielern handeln soll. Das wurde von Rockstar bislang nicht offiziell angekündigt, machte aber auf dem unternehmensinternen Discord-Kanal die Runde, als dort die genaue Spieleranzahl schriftlich erwähnt wurde.

Die Unterhaltung auf Discord, und das aus Sicht von Rockstar falsche Verhalten der Mitarbeiter, bezieht sich darauf, dass das QA-Team von Rockstar Urlaub genommen hatte und man aus diesem Grund keine 32 Spieler zusammentrommeln konnte. Die genaue Nachricht, die als Beweis für den Verstoß genutzt wurde, lautet wie folgt:

„Keine Ahnung, sie sagten, die große Sitzung von heute sei ‚schwierig gewesen‘, aber das waren 32 Spieler, ich weiß nicht, warum das schwierig gewesen sein soll.“ (Quelle: YouTube)

Welche weiteren Nachrichten galten laut Rockstar Games als „Fehlverhalten“? Unterhaltungen zwischen Mitarbeitern beinhalteten Sorgen bezüglich möglicher Crunch-Zeiten, möglicher Streichung von Kantinenvergünstigungen sowie Sorgen über den Einsatz generativer KI. Im Chat ging es außerdem um Druck über An- und Abreise vom Büro bei gefährlichem Wetter.

Zudem sollen einige „derbere“ Worte und Beleidigungen gefallen sein. „Feiger Unternehmerarsch“ und „F*tze“ sind wohl zwei genannte Bezeichnungen für Manager und Vorgesetzte.

Besonders überraschend ist die Entlassung eines Mitarbeiters, der nur einen Satz in der betroffenen Discord-Unterhaltung formulierte. Und der rückt das Unternehmen nicht einmal in ein schlechtes Licht. Bezüglich der Crunch-Zeiten schrieb er nur: „Nichts, was ich in North QA gehört habe! Ich halte euch auf dem Laufenden, wenn sich das ändert.“

Auch wenn es sich bei der vorläufigen Anhörung bisher nicht um die offizielle Verhandlung handelt, war sie der erste Schritt für beide Seiten, ihre jeweiligen Anliegen zu präsentieren und Beweise zu liefern. Wie der Prozess weitergeht und wie sich das Gericht letztlich entscheiden wird, steht bislang nicht fest.

Trotz des Ärgers rund um das Thema und der Verschiebungen von GTA 6, soll dessen Veröffentlichung trotzdem weiterhin zum „Gaming-Event des Jahrzehnts“ werden. Das sagt zumindest ein Experte, der sich sicher ist, dass dem Ausgang nichts im Weg stünde: Experten sagen: Selbst wütende Mitarbeiter und Verschiebungen können nicht verhindern, dass GTA 6 zum „Gaming-Event des Jahrzehnts“ wird

Quelle(n): Patreon (People Make Games)
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daxter

Das geheime Feature ist also ein neuer GTA Online Modus……wow, nicht

evilsohn

Naja, man kann schon verstehen, dass Rockstar das geheimhalten will. Hat es doch das potential Spieler dazu zu bewegen sich ihre Game-Bucks in GTA V für die nächsten Monate nicht mehr zu kaufen und das Echtgeld für den nächsten Teil aufzuheben.
Was schlecht für Schlechte Zahlen für die Aktionärsmeetings als Folge hätte.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von evilsohn
daxter

Ja gut von der Sicht kann man es verstehen, mir ging es aber da Geheime Feature und ein Onlinemodus ist für mich jetzt nix besonderes eher was nerviges.

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