Profi-Spieler beschwert sich auf Twitch, wie Riot Games mit seinem Spiel umgeht

Der Twitch-Streamer k3soju hat sich in einem Livestream darüber ausgelassen, wie Riot Games mit Teamfight Tactics, dem LoL-Auto Chess, umgeht. Dabei beschwert er sich über das aktuelle Champion-Set, aber auch über ein kommendes Turnier.

Worüber beschwert sich k3soju? In seinem „Rant“ auf Twitch meckert der Streamer k3soju vor allem über Entscheidungen, die von Riot Games in letzter Zeit im Zusammenhang mit TFT getroffen wurden.

Zwei Dinge stören ihn besonders:

  • der Umgang mit der kompetitiven Szene von Teamfight Tactics
  • das gesamte Champion-Set 2

Er kritisiert dabei, dass Riot Games kaum Turniere veranstaltet und die kompetitive Szene nicht fördert. Sein Livestream sorgt im reddit aktuell für viel Gesprächsstoff.

Viele Profi-Spieler springen ihm zur Seite, besonders bei dem Thema Turniere, während andere zumindest das Set 2 noch verteidigen.

Nami Legendärer Champion Set 2 TFT
Name, einer der stärksten und meistgehassten Champions aus Set 2

Wer ist k3soju? Michael „k3soju“ Zhang ist ein ehemaliger LoL-Spieler und vertritt die Organisation Cloud9 in TFT. Aktuell befindet er sich auf Platz 15 aller TFT-Spieler in Amerika (via LoLChess), wobei vor ihm Spieler mit mehreren Accounts liegen.

Auf Twitch hat er derzeit mehr als 30.000 Follower und streamte in den letzten 90 Tagen 556 Stunden Teamfight Tactics und 2 Stunden LoL und kam dabei auf durchschnittlich etwas über 1.000 Zuschauer (via Sullygnome).

Teamfight Tactics kommt im März auf Mobile – So wie es verdammt noch mal sein muss

k3soju fordert mehr Liebe für echte Spieler

Was kritisiert er im Umgang mit der kompetitiven Szene? Zum Start von Set 3 wird es ein Turnier von Riot Games geben, an denen bekannte Streamer und Persönlichkeiten rund um TFT teilnehmen werden.

k3soju ist jedoch nicht eingeladen worden, genauso wenig wie viele erfolgreiche und bekannte TFT-Spieler. Zwar ist die Liste mit den Teilnehmern offiziell noch nicht bekannt, doch der Streamer scheint sie zu kennen und sich an ihr zu stören.

Ein Clip aus dem Stream verdeutlicht, dass es k3soju nicht nur um sich, sondern um allgemein erfolgreiche TFT-Spieler wie Kurum geht:

[Kurum hat den] Meist geschauten TFT-Kanal und er ist konstant hoch im Ranking. Er schafft durchschnittlich 1.700 Zuschauer. Er streamt jeden einzelnen Tag für 8 Stunden.

Wo zur Hölle ist seine [Kurum] Einladung? Er ist der einzige, der Set 2 streamt!

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Was ist das Problem? Bereits bei dem Turnier zum Start von Set 2 wurden viele „Promis“ eingeladen, anstatt auf die erfolgreichen Spieler zu setzen. Riot Mortdog, der Lead-Designer von TFT, versprach daraufhin Verbesserungen für die kompetitive Szene.

Doch es wurde kein einziges Turnier mehr von offizieller Seite veranstaltet, obwohl einige Spieler sogar bei bekannten Organisationen unter Vertrag stehen.

Auch ein Spectator-Mode, über dessen Fehlen sich schon im August 2019 geklagt wurde, ist bis heute nicht erschienen. Das stört den Streamer ungemein.

Ähnliche Vorwürfe gab es gegen Riot Games schon beim LoL All-Star-Event 2019: Das lief nicht so gut. Spieler waren Riot Games vor, zu viele LoL-Streamer und Influencer und zu wenige Profi-Spieler einzuladen.

TFT zwei kleine Legenden

„Ich streame nur noch, weil ich eine kompetitive Person bin“

Was stört k3soju am Spiel allgemein? Der Twitch-Streamer kritisiert Riot jedoch nicht nur für den Umgang mit der kompetitiven Szene, sondern für das Set 2, das im November 2019 erschien.

Dies sei in seinen Augen zwar deutlich besser gebalanced als das Set 1, aber die Mechaniken sollen deutlich langweiliger und abgenutzter sein. Zudem gäbe es einige Legendaries, die zu stark sind und die dafür sorgen, dass Skill keine so große Rolle mehr spielt.

Außerdem fehlen angeblich ordentliche Belohnungen zum Abschluss einer Season. Das wurde schon am Ende von Set 1 beklagt. Laut k3soju hätten kompetitive Spieler einfach keinen Grund TFT zu spielen. Dabei vergleicht er die Situation mit Fortnite und Escape from Tarkov.

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Wieso spielt k3soju noch TFT? In seinem Livestream erklärt der Streamer auch, warum er überhaupt noch TFT spielt:

Der einzige Grund, warum ich streame, ist, weil ich meine Community mag und gerne mit meinen Zuschauern chatte. Ich streame den Scheiß nicht, weil ich das Spiel gerade mag, ich streame nur noch, weil ich eine kompetitive Person bin und gerne mit dem Chat interagiere.

Teamfight Tactics hingegen scheint ihn gerade nicht glücklich zu machen.

Mortdog gesteht einige Fehler ein

Was sagt Riot Games? Lead Designer Mortdog hat sich ebenfalls in einem Livestream zur Kritik von k3soju geäußert. Dabei betont er jedoch, dass es seine eigene Meinung und nicht zwingend die von Riot sei.

Er stimmt dem Profi-Spieler in einigen Punkten zu und verstehe die Frustration:

  • Fehlende Turniere während des Sets 2 sind ein Problem
  • Es fehlt der Spectator Mode, der unbedingt gebraucht wird
  • Er versteht den Frust, dass es für Profi-Spieler aktuell nicht viel gibt, um das gekämpft werden kann
Riot Mortdog Lead Design TFT
Mortdog – Lead Designer von TFT (Quelle: YouTube)

Er betrachtet das ganze aus der Designer-Perspektive. Für sie sei es etwas Neues, dass Streamer versuchen, von ihren Spielen zu leben. Das sei eine ganz andere Design-Philosophie. Früher hätte sich niemand Gedanken darüber gemacht, wie ein Spiel funktioniert, wenn es jemand 8 Stunden täglich spielt.

Mortdog kritisiert k3soju jedoch für seine Kritik an den eingeladenen Gästen und für die falsche Interpretation des Turniers. Das Invitational ist mehr ein Showmatch, als ein wirklich kompetitives Turnier.

Zu der Kritik am Set äußert sich der Riot-Mitarbeiter jedoch nicht. Eine große Rolle spielt dieses Set aber nicht mehr, da es im März komplett ausgetauscht wird:

Riot verändert das LoL Auto-Chess TFT im März komplett – Bringt Set 3 und Mobile
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3 Kommentare
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Saigun

*Für sie sei es etwas Neues, dass Streamer versuchen, von ihren Spielen zu leben.*

Das ist in der Tat eine seltsame Sache. Im Prinzip agieren hier die Entwickler ähnlich wie ein Vorgesetzter. Sie geben den Streamern halt was zu tun. Auf der anderen Seite halt auch nicht, weil Geld Zahlen sie den Streamern ja nicht und können auch nicht verhindern, das irgendwann Tag X kommt wo die Streamer halt wieder gehn.

Ist aber auch eine Problematische Sache. Wenn du den Streamern, bzw. den Profis Content gibst, ist das halt nicht zwingend für die Gelegenheitsspieler toll. Gutes Beispiel ist dafür Fortnite, das nun seit Release dauernd versucht beide Seiten zufrieden zu stellen. Klapt halt nur eher selten. Normalerweise meckert eine Seite. Evtl. hat halt Riot für sich entschieden, das tft sich einfach nicht lohnt als kompetitives Spiel.

Meinmmouser

„Mimimi, die bezahlen mich nicht fürs Spielen…“

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