Overwatch: FU ist zu gut für US-Nachwuchsliga, steigert Schwierigkeitsgrad auf „Korea“

Das Overwatch-Nachwuchsteam Fusion University wird in der nächsten Season der Overwatch Contenders die Region wechseln. Nachdem sie bereits vier Mal in Folge die Contenders in den USA gewannen, suchen sie nun neue Herausforderungen – in Korea.

Wer ist „Fusion University“? Fusion University ist das Nachwuchs-Team von Philadelphia Fuision, einem der Teams aus der Overwatch League. Philadelphia Fusion spielte in der ersten Season der Liga bereits in den Finalspielen und stand auch zu Beginn der Season 2 recht gut da.

Ihr Nachwuchs-Team, Fusion University, räumt derweil bei den Overwatch Contenders auf. Seit Mai 2018 haben sie viele wichtige Major-Turniere gewonnen:

  • Die Contenders 2018 Seasons 1-3 in Nordamerika
  • Die Contenders 2019 Season 1 in Nordamerika-Ost
  • Den Atlantic Showdown der Contenders 2019 am 2. Juni in Krefeld
Overwatch: Trikots der Fusion University gebannt, weil … FU

Lediglich in der nordamerikanischen Season 3 des Minor-Turniers „Pit Championship“ konnte Fusion University nur einen vierten statt eines ersten Platzes belegen.

Die Aufstellung der Fusion University.

Fusion University wechselt nach Korea

Warum wechselt das Team nach Korea? Nachdem Fusion University sämtliche wichtigen Turniere der Nachwuchs-Liga von Overwatch in Folge gewinnen konnte, kommt nun ein Wechsel nach Südkorea. Südkorea gilt als Hochburg des Overwatch-eSports und Koreaner als die besten Spieler.

Im Moment kursieren zwei Gründe, aus denen das Team nach Südkorea wechseln will.

Zum einen besteht das Team bereits aus vielen Spielern aus Südkorea. Durch eine neue Regel will Blizzard jedoch den Anteil an „ausländischen Spielern“ in den Contenders eingrenzen und höchstens drei Spieler dürften „nicht-regional“ sein. Statt also das Roster zu wechseln, wechseln Fusion einfach die Region.

Zum anderen hat das Team in westlichen Turnieren so gut wie alles erreicht. Seinen Wechsel gab das Team auf Twitter mit dem Kommentar bekannt, dass man ohnehin „die Besten im Westen“ wäre und nun nach neuen Herausforderungen suche.

Das erwartet das Team in Korea: Nach dem Wechsel müssen Fusion University sich erst beweisen. Sie müssen in den koreanischen Contenders zunächst das „Trial“ bestehen. Dort treten sie gegen fünf Teams aus Korea an, um sich zu qualifizieren.

Nach der Qualifikation im Spießrutenlauf dürfte Fusion University dann in der zweiten Season der Contenders in Korea antreten und um ein Preisgeld von 40.000$ für den ersten Platz spielen.

Overwatch Contenders Korea 2019 Season 2 Teams
Die bisher antretenden Teams der Season 2. Fusion hat eine Chance auf einen der Trials-Plätze. Bildquelle: Liquipedia.

Was sind die Contenders?

Die Overwatch Contenders sind eine Art eSports-Akademie für die Overwatch League. Sie bietet seit 2017 einen Einstieg in den Overwatch-eSports. Unter anderem können hier die Teams der Overwatch League eigene Spieler antreten lassen, um sie für den eSports vorzubereiten, sie zu „trainieren“ oder wenn sie schlicht noch zu jung für die League sind.

Einige Spieler der Contenders wurden von ihren Teams – oder anderen Teams der Liga – bereits in die Overwatch League eingeladen, um dort zu spielen.

Overwatch League London Spitfire Champions
Erfolg in der OWL ist das große Ziel.

Die Contenders sind allerdings, anders als die Overwatch League, in verschiedene Regionen eingeteilt. In jeder Region spielen regionale Teams, weswegen das Regelwerk auch auf eine begrenzte Anzahl „Ausländer“ ausgeweitet wurde.

Die Overwatch League und Contenders haben aber auch eine andere, große Veränderung zu spüren bekommen:

Chef der Overwatch League verlässt Activision Blizzard – Geht zu Fortnite
Quelle(n): dotesports
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Dennis
Dennis
11 Monate zuvor

Ist traurig das Na Team es immer nur mit Imports versuchen so wie in LOL

DDuck
DDuck
11 Monate zuvor

Findest du?!
Ich sehe das ehrlich gesagt nicht so dramatisch. Das Team von Fusion University besteht aus vier Koreanern und vier westlichen Spielern (drei Amis + snillo der aus Schweden kommt). Das finde ich jetzt nicht großartig dramatisch und auch den Zustand in der LCS sehe ich keineswegs so kritisch wie du: Laut Liquipedia spielen in der LCS zu 58% Spieler aus der nordamerikanischen Region (USA + Kanada). Der Rest kommt aus Südkorea, Dänemark, Deutschland, Belgien, Brasilien und Neuseeland. Dabei ist der Anteil an Koreanern (22%) finde ich noch vergleichsweise gering. Es ist also nicht so, als würden sich die LCS-Teams ganze regionsfremde Kader aus Koreanern bauen, so wie es bspw. in der OWL bei London Spitfire oder den Shanghai Dragons der Fall ist.
Grundsätzlich sehe ich da kein Problem drin, den Kader mit ein paar Koreanern zu ergänzen, auch wenn 50% natürlich schon etwas viel ist…aber Spieler aus anderen Regionen bringen einfach neue Taktiken und Impulse mit, da sich der Spielstil in den unterschiedlichen Regionen einfach stark unterscheiden (zumindest ist das in den verschiedenen Contenders-Regionen bei Overwatch der Fall). Außerdem kommt das Ganze auch den Spielern zu tun, in gewisser Weise ist das Nachwuchsförderung, was Teams wie Fusion University da betreiben: Die Spieler kommen in eine ganz andere Gesellschaft, eine andere Kultur mit einer eventuell gänzlich oder fast unbekannten Sprache. Ich kann mich noch erinnern, wie viele koreanische Spieler zum Start der OWL Probleme in Teams hatten die nicht rein koreanisch waren, weil sie einfach keine oder nur mangelhafte Englischkenntnisse hatten. Wenn man das Ganze in den Contenders bereits etwas vorwegnehmen kann ist es ein Vorteil für die Spieler bei einem potenziellen Wechsel zu einem OWL-Team.

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