Critical Role ändern für ihre neue Kampagne die Klassen aus D&D, damit die Regeln der Story nicht im Weg stehen

Critical Role ändern für ihre neue Kampagne die Klassen aus D&D, damit die Regeln der Story nicht im Weg stehen

Dass Critical Role für ihre Kampagne einige Änderungen an den Regeln von Dungeons & Dragons vornehmen würde, stand bereits seit der ersten Ankündigung fest. Bereits nach wenigen Episoden folgten jedoch weitere Anpassungen, die das traditionelle Regelwerk eher zweitrangig machen, aber dafür eine spannende Story einleiten.

Wie geht Critical Role in der neusten Kampagne mit den Klassen um? Auch wenn bereits früh feststand, dass Critical Role mit der neusten Kampagne im Vergleich zu den vorherigen vieles anders machen will, richten sie sich trotzdem weiterhin – zumindest größtenteils – nach den offiziellen Regeln von Dungeons & Dragons. Das betraf auch die Klassen, die in den ersten Folgen aus den altbekannten Kandidaten wie beispielsweise Hexenmeister, Magier oder Kleriker bestanden. Die Betonung liegt hier jedoch auf „bestanden“.

Nach einigen frühen, aber dennoch ziemlich wirkungsvollen Plottwists der ersten Episoden (die wir hier nicht spoilern wollen), stand fest, dass einige Zuordnungen von Charakter und Klasse eher fragwürdig waren. Bereits bei den Attributswerten mancher Charaktere wurden Fans misstrauisch – Ein Kleriker mit einer Weisheit von 10? Ist klar.

Nun hat Critical Role auf ihrer Seite einige Klassen komplett überschrieben und neue Namen zugeordnet, die in der neuen Welt viel mehr Sinn ergeben und auf zukünftige Entwicklungen gespannt machen.

Hier seht ihr den Trailer zur vierten Kampagne von Critical Role:

Die Götter sind tot – die Magie jedoch noch nicht

Welche Änderungen wurden an den Klassen vorgenommen? Nach der ersten Bekanntgabe, dass die Götter in der Welt von Aramán nicht mehr existieren und die Kampagne in einer Welt ohne kraftverleihende Gottheiten stattfindet, fragten sich manche Fans, wie trotzdem ein Kleriker wie Wicander Halovar (gespielt von Sam Riegel) zustande kommen könne. Nach einem recht besonderen Ereignis der dritten Folge, deuteten jedoch mehrere Hinweise darauf hin, dass Wick gar kein Kleriker ist, sondern eine Art von Zauberer (was auch viel mehr zu seinen Attributswerten passt).

Als die Klasse von Wick jedoch angepasst wurde, stand dort nicht Sorcerer (also Zauberer), sondern „Prodigy Mage“, was sich in etwa als „Wunderkind-Magier“ übersetzen lässt. Das passt jedoch weiterhin zu der Definition eines Zauberers, wie man sie im Spielerhandbuch von D&D (2024) finden kann:

Zauberer gebieten über Magie, die ihrem Wesen eingeprägt ist. Manche Zauberer kennen die Herkunft ihrer Kräfte nicht. Andere führen sie auf merkwürdige Ereignisse in ihrer Biografie oder ihrer Familiengeschichte zurück.

Quelle: Spielerhandbuch (2024) Seite 162

Doch mit der neuen Benennung eines Zauberers hörten die Änderungen nicht auf. Magie wird in Aramán nämlich anders angesehen als in vorherigen Kampagnen oder dem regulären Multiversum von D&D. Nach dem Tod der Götter funktionierte sie nicht mehr wie zuvor, sondern wurde wild und unberechenbar.

Welche Klassen erhielten eine neue Definition? Der Zauberer ist nicht die einzige Klasse, die in der Welt von Aramán anders definiert wird. Auch folgende Klassen erhielten einen namentlichen Neuanstrich:

  • Warlock/Hexenmeister = Pact Magus
  • Wizard/Magier = Arcanist
  • Paladin = Exemplar
  • Druid/Druide = Wild Mage
  • Ranger/Waldläufer = Tracker
  • Sorcerer/Zauberer = Prodigy Mage

Da der Charakter Azune, der jetzt wie Wick als Prodigy Mage bezeichnet wird, zuerst auch als Zauberer/Sorcerer aufgelistet war, bestätigt dies die Vermutung, dass Wick auch in diese Klasse fällt.

Es bleibt spannend, ob Critical Role bei den Unterklassen der Charaktere ähnliche Ideen und Umschreibungen einbauen will, doch da muss man weiterhin aufmerksam bleiben.

Neben der frisch angelaufenen vierten Kampagne von Critical Role startet in genau einer Woche ein weiteres Projekt der Streaming-Truppe. Die animierte Serienadaption ihrer zweiten Kampagne „The Mighty Nein“ erscheint am 19. November 2025 auf Amazon Prime und Fans freuen sich auf die Pläne, die Critical Role mit der Serie umsetzen will: Critical Role verrät, welchen Fehler sie bei ihrer zweiten animierten Kampagne nach ihrem Amazon-Hit nicht wiederholen wollen

Quelle(n): Titelbild: Reddit (Travis_Blossom)
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Yoma

Die können natürlich spielen was sie wollen, aber dann ists kein D&D mehr. Ich passe auch ein paar Regeln an, aber das geht mMn über Homebrew hinaus.

diesdasverschiedenedinge

Aus dem Playerhandbook.

“The Dungeon Master is the final authority on how the rules work in play.”

“The rules are a tool to facilitate play, not to constrain it.”

“The D&D rules help you and the other players have a good time, but the rules aren’t in charge. You are.”

“The DM can change the rules, ignore them, or create new ones.”

“Feel free to change anything about the game to suit your needs.”

Du kannst DnD spielen wie immer du willst.

Yoma

Ich kennen das PHB und auch den DMG musst du nicht zitieren.
Wieder eine aus der Reihe sinnfreie Antworten. Leute, schreibt bitte eure Meinung und nicht irgendwelche Zitate, KI oder Links ins Internet.

Ich hatte bereits “das geht mMn über Homebrew hinaus.” geschrieben. Wers nicht weiß mMn steht für “meiner Meinung nach”. 😶 Wobei eigentlich überflüssig zu sagen, weil alle Kommentare eine Meinung sind, aber für die ganz schlauen hatte ichs schon extra eingefügt.

Aber trotzdem noch eins zur Sache – “The DM can change the rules, ignore them, or create new ones.” – ist bekannt, aber irgendwann ist es eben kein DnD mehr, spätestes wenn ich alle DSA Regeln übernehme, übertrieben gesagt. Zudem, was man selbst macht ist nochmal das eine, wenn ich damit in die Öffentlichkeit gehe mit dem Label, was anderes. mMn 😉

Zuletzt bearbeitet vor 4 Monaten von N0ma
diesdasverschiedenedinge

Du kannst gerne jede Meinung haben die du möchtest zum einen ist DnD auch einfach ein Gattungsbegriff so wie Tempos etc.

Und das Playerbook sagt im Grunde alles was du DnD nennen möchtest ist es dann eben auch.

Wir können das gut oder Blöd finden juckt aber auch einfach keinen und jeder soll an seinem Tisch spielen wir er will.

Bestes Beispiel ist THAC0 das wird bzw. würde mehrheitlich scheisse gefunden und auch gerne ignoriert und ersetzt etc.
Und das obwohl es einer der DnD Grundpfeiler war.

Zuletzt bearbeitet vor 4 Monaten von
Yoma

“DnD auch einfach ein Gattungsbegriff so wie Tempos etc.”

Nein es ist ein festes Regelwerk,
in verschiedenen Versionen. 😉

“Und das Playerbook sagt im Grunde alles was du DnD nennen möchtest ist es dann eben auch.”

Damit will man aussagen, du kannst dir die Regeln anpassen. Das mach ich auch btw, aber irgendwann ists eben kein DnD mehr. Wenn ich in DnD die DSA Regeln spiele wäre es DSA. 😉 Deshalb passt deine Verallgemeinerung nicht.

Und im vorliegenden Falle halte ichs wie gesagt zusätzlich für problematisch wenn mans als DnD verkauft. Wenn man nicht DnD dranschreibt kann jeder spielen was er möchte.

Natürlich kann man diskutieren wo man genau die Grenze zieht. Das meinte ich mit ein Zitat aus dem Handbuch hilft hier nicht weiter. Sondern da gehts um Meinungen. Und um das auch mal zu sagen, meine Meinung ist da schon sehr flexibel. Kenne diverse Spieler die nehmen das richtig streng.

“Bestes Beispiel ist THAC0 das wird bzw. würde mehrheitlich scheisse
gefunden und auch gerne ignoriert und ersetzt etc.”

In ADnD 2 wars Bestandteil der offiziellen Regeln, in 3 ersetzt. Habe nie behauptet das sich die Regeln von Version zu Version nicht ändern. Aber wenn ich v5e spiele dann sollte ich die auch spielen, wenn ich Thaco möchte spiel ich ADnD2. Thaco aus oder einzubauen wäre für mich aber auch eine Änderung die den offiziellen Pfad der jeweiligen Version verlassen würde.

Auch den Wegfall der Götter halte ich für problematisch. ist zwar ne interessante Idee, aber steckt imo auch zu tief im Regelwerk drin. Kann man mal unter Freunden spielen just4fun.

Zuletzt bearbeitet vor 4 Monaten von N0ma
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