Das lange teuerste MMO aus Korea scheitert grandios – Schließt nach 2 Jahren auf Steam

Die Mischung aus RTS und MMORPG klingt erstmal ziemlich gut. Doch trotz positiver Kritiken schließt das MMO Kingdom Under Fire 2 schon im Oktober seine Server. Auf Steam spielten zuletzt noch 14 Spieler im Schnitt. Was lief schief?

Das ist die schlechte Nachricht: In einem Newsletter des Publishers Gameforge kündigt das Team hinter Kingdom Under Fire 2 an, dass das MMORTS seine Server für immer schließen wird. Bereits jetzt können keine Ingame-Käufe mehr getätigt werden und auch auf Steam kann man den Titel nicht mehr erwerben.

Wenn ihr das Spiel besitzt, könnt ihr noch bis zum 26. Oktober weiter spielen. An diesem Tag wird dann der Betrieb von Kingdom Under Fire 2 eingestellt und das MMO ist tot.

Im Newsletter schreibt Gameforge außerdem, dass man dankbar sei für die gute Zeit mit dem Spiel und sie immer liebevoll in Erinnerung halten wird. „Wir können zurückschauen auf epische Massenschlachten, Horden von Feinden und ganz besonders auf eine einzigartige Community“, heißt es im Brief weiter.

Woran liegt es? Den genauen Grund kennen wir nicht, aber die sehr geringe Anzahl von Spielern wird aufjedenfall zu der Entscheidung beigetragen haben. Das MMO besitzt zwar auch einen eigenen Launcher, dessen Zahlen wir nicht kennen, aber auf Steam spielten zuletzt im Durchschnitt nur noch 14 Menschen das Game.

Selbst diese 14 aktiven Fans bedeuteten einen Anstieg von 29,42 % gegenüber des Vormonats (via steamcharts.com). Das legt nah, dass sich das Betreiben des Titels für den Publisher nicht mehr lohnt.

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Der Trailer des Games aus 2015 weckt schon fast Nostalgie

Spieler kritisieren die schwache Weiterentwicklung von Kingdom under Fire 2

Wie reagiert die Community? Seit der Ankündigung der Server-Schließung erfährt das Game auf Steam viele negative Kritiken. Obwohl es eigentlich ein gutes Spiel sei, sind sich viele User einig, dass es „zum Sterben zurückgelassen“ wurde.

Der Titel kam erst 2019 auf Steam und wurde bereits nach wenigen Monaten nicht mehr mit neuen Inhalten versorgt, was einige Fans anprangern und als Grund für den Schwund der Spielerschaft halten.

Einige andere Fans hinterlassen aber auch jetzt noch neue, positive Bewertungen und bekunden darin ihre Trauer über das Ende eines „eigentlich guten MMOs“.

Kingdom Under Fire 2: Wir konnten das letzte neue PC-MMORPG von 2019 anspielen

Der User Rob schreibt nach 62 Stunden Spielzeit (via Steam): „Ein gutes Spiel, dass die Qualitäten und das Gefühl der Vorgänger einfangen konnte. […] Es ist traurig zu sehen, dass das Spiel verschwindet und die Server ausgehen. Ich kann nur hoffen, dass es irgendwann einen Nachfolger geben wird, der sich auf den Single-Player konzentriert.“

Fans sind enttäuscht und sauer

Das sorgt für Ärger: Das Geschäftsmodell des Spiels hat sich geändert, so war es ursprünglich als Free2Play-Spiel angekündigt worden, doch erschien dann als Buy2Play-Titel. Das Spiel war seit April 2020 deutlich reduziert worden (via steampricehistory). Der günstige Preis stößt jetzt etwa einem Verfasser eines negativen Steam-Reviews auf, der den niedrigere Preis wohl erst zu einem späteren Zeitpunkt entdeckte und für einen Sale hielt.

Noch im Oktober 2020 hat uns der Entwickler in einem Interview bestätigt, dass man nicht plant, Kingdom Under Fire 2 einzustellen. Wie kurzfristig die Entscheidung das MMORTS einzustellen letzten Endes gefallen ist, können wir aber nicht sagen.

Auch wie es weitergeht, ist derzeit noch ungewiss, oder ob ein neues Kingdom Under Fire in Entwicklung sein könnte. Das Spiel hatte durchaus seine Nische, doch konnte langfristig nicht genug Fans an sich binden.

Wie lief die Entwicklung ab? Kingdom under Fire 2 hat eine sehr lange und aufregende Entwicklungsgeschichte, die wir schon einmal komplett für euch zusammengefasst haben. Schon 2017 hat das Game in der Entwicklung 78 Millionen Dollar gekostet und es ist davon auszugehen, dass diese Kosten bis 2019 noch gestiegen sind. Laut dem Game-Director machte es lange zum teuersten Korea-MMO aller Zeiten. Hier die Eckdaten:

  • 2009 wurde Kingdom under Fire 2 ursprünglich für die PS3 und die Xbox 360 angekündigt. Dann gab es lange keine Informationen mehr
  • 2016 gab es Neuigkeiten zu dem Spiel und es meldete sich zurück, zu einem Zeitpunkt, an dem viele Fans den Titel schon fast vergessen hatten
  • Bereits 2017 soll der Titel über 78 Millionen US-Dollar in der Entwicklung gekostet haben, was es 2017 zum teuersten Korea-MMO aller Zeiten machte, laut dem Game-Director
  • 2019 erschien das Spiel dann, nach insgesamt 12 Jahren Entwicklungszeit, aber nur für den PC
  • Bereits im Januar 2021 wurden dann die Arbeiten an der PS4-Version des Titels eingestellt
  • Schließlich entschied sich Gameforge dafür, den Betrieb des Spiels im Oktober 2021 nicht mehr fortzuführen

Habt ihr Kingdom Under Fire 2 gespielt? Wie seht ihr dem Ende des Titels entgegen? Findet ihr es schade, dass das Game schließen muss? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.

Mit KuF2 hat er sich geirrt aber noch sind 3 Monate Zeit – MeinMMO Redakteur Alexander Leitsch sagt: „Diese 6 MMOs sterben noch 2021“

In einer früheren Version des Artikels wurde die Kritik eines Steam-Nutzers wiedergegeben: Kingdom under Fire 2 sei 2 Monate vor der Einstellung in einem Steam-Sale gewesen. Das ist nicht richtig. Der Preis war bereits im April 2020 dauerhaft reduziert worden.
Quelle(n): Steam, mmorpg.org.pl, Steampricehistory
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Marius

Die Performance war für so ein altes Spiel einfach unterirdisch. Das Kampfsystem fühlte sich auch recht träge an. Das Spiel hätte richtig gut werden können. Aber für den damaligen Stand der Technik war so ein Projekt einfach zu früh.

Oh Long Johnson

Komisch, dass sich die Fans erst jetzt melden wo es zu spät ist.
Habe übrigens noch nie von dem Spiel gehört, kann mir vorstellen daß es an vielen vorbeigegangen ist und das vielleicht mit ein Grund für die geringe Spielerzahl ist?
Das Bild sieht im übrigen aus wie von nem mobile game, also auch nicht wirklich einladend

Gunthar

Ich hatte das gespielt und irgendwie war alles undurchsichtig und zäh. Hätte man das eher wie ein Fantasy-Dynasty-Warrior gemacht, hätte das eher Leute angezogen. Und auch die fehlenden Updates und Quality of Life Sachen schreckten die Leute ab. Die Steuerung der Einheiten hätte man vereinfachen können.

Blacksala

Ich gebe new world auch maximal 1-2 jahre dann wird es wieder weg sein wenn sie nicht einige Dinge wie das furchtbar langweilig kampfsystem überarbeiten und noch ein paar andere Sachen. Aber grade das kampfsystem was anfangs echt Spass macht aber nach 5-6 Stunden immer langweiliger wird.

Prim

Bist du aber Positive 😀
Es ist und bleibt ein Konsumer MMO und da kommen die Spieler und gehen noch schneller…..
Urpsünglich war das MMO auch für mich eine Hoffnungs schimmer hörte sich gut an.
Ich frage mich nur ab wann Spiele Hersteller lernen udn sich dem Evolutions- Prozess hingeben und nicht glauben sie wären die Evolution und bestimmen was man zu Spielen hat.

Chitanda

Es geht um kuf2 und er kommt mit nw um die Ecke… Schon lustig

Hisuinoi

Das Spielkonzept hatte mich nie wirklich begeistert.
Ich spiele nur ein Online Game wenn zum einen es mir optisch gefällt und ich mir vorstellen kann das es länger Spaß macht.

Vallo

Ich war von der ersten Ankündigung begeistert. Dann war es wie tot und plötzlich ohne viel Tam-Tam war es da. Da wollte ich es dann auch nicht mehr spielen. Hatte genug andere Sachen

Aldalindo

also so langsam versteh ich die Vorbehalte der Leutz hier gegen Gameforge😛

Prim

mit Tera ist Gameforge Untergang besiedelt worden…….
Die haben kräftig abgebaut man muss auch verschenken können und etwas gewinenn zu können aber Gameforge fühlt sich immer verletzt wenn man auch mal was verschenkt.

Jue

SOLO next….

Aldalindo

ja denk ich auch , wenns mal 2 Jahre durchhält…

Shayuna

Vielleicht liegt es daran, dass die alte kartoffel über 10 Jahre alt ist und kein Hahn danach mehr kräht

Leyaa

78 Millionen € ist das teuerste Korea-MMO aller Zeiten?! Haben die so geringe Produktionskosten? Ich erinnere mich dunkel, dass SW:TOR damals angeblich so um die 100 Millionen € verschlungen hätte, wenn nicht mehr (bin mir bei der Höhe aber nicht mehr sicher).

Gameforge… Ich bin nicht überrascht. Ich kenne kein Spiel von denen, dass nicht wegstirbt wegen fehlender Zuwendung. Wenn man denkt was aus Runes of Magic geworden ist… Einfach nur traurig. Da wird einfach alles auf Sparflamme betrieben. Es grenzt an ein Wunder, dass RoM noch existiert.
Ähnlich ist es bei TERA. Oder Aion. Beides MMOs, die viel Potenzial hatten. TERA hat man mit pay2win verseucht, bei Aion sieht es ähnlich aus. Aion’s Privatserver haben mehr Spieler, als die offizielle Version.

Da wird mir Angst und Bang, wenn ich an die Zukunft von Swords of Legends Online denke. Sie haben sich ja bei der Lokalisation schon nicht besonders viel Mühe gegeben. Mal sehen, was passiert, wenn das Interesse merklich abflaumt, ob dann irgendwann auch die Content-Schübe ins Straucheln kommen.

Skyzi

Swtor war noch extremer bis 200mio wegen viel Kampagne und Marketing zum Thema swtor.

Prim

SWTOR hat in der ersten endwicklung 330 Mil gekostet war ursprünglich anders geplant war leider mit mehrerer Älteren Online Bekannten zeitlang dort aktive.
Mein Vermögen hat dann ein schwer Arbeitender Online bekannter bekommen der zwar Geld hat aber keine Zeit aber warf wegen mangels endwicklung dann auch nach 6 Monaten das Handtuch und er hat Geld ausgegeben 😀

Phoesias

Es ist ein Rattenschwanz, wenig Spieler führen zu weniger Updates und Pflege, wenig Pflege zu weniger Spieler usw. und so fort.

Das Game war zu lang in Entwicklung, ich erinnere mich noch an KuF damals auf der PS3, schon dort wurde von einem Nachfolger berichtet, der dann irgendwann ein MMO werden sollte.

Alles selbstverschuldet imho

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Phoesias
schaican

Sorry aber es war genau anders rum wenig neuer Inhalt, Updates und Pflege also so wie man es von money äh gameforge gewohnt ist dass dann die Spieler abwandern ist kein wunder
BTW
Wenn sich ein Spiel nicht mehr lohnt warum es nicht zu einem Single Player offline spiel patchen ?

Leyaa

Zu hoher Aufwand für ein Spiel, dass eh nicht mehr viele interessiert. Es gibt wenige Ausnahmen wo das klappen kann, weil das Coding dafür gemacht ist (hat bei Pagan Online z.B. ganz gut funktioniert), aber im Allgemeinen ist das für ein MMO vermutlich zu kompliziert, um das zu umzuprogrammieren.

Zaron

Hab noch nie von dem MMO gehört😅
Immer wieder krass was da Geld verpulvert wird.

Bodicore

Hey Amazon… Schau mal… So machen wir das nicht…

lIIIllIIlllIIlII

Ach Amazon wird den Weg auch noch gehen. Bisher nicht einen Titel raus gebracht, der nicht kurzerhand wieder abgerissen wurde. Trotz des ganzen Geldes, dass reingepumpt wurde.

Und ob NW erfolgreich sein wird und nicht nach 12 Monaten wieder eingestellt wird…. das wird sich noch zeigen.

Wenn das allerdings passiert, stehen die Chancen gut, dass das Studio wieder geschlossen wird ohne jemals ein erfolgreiches Spiel produziert zu haben.

Nicht alle Probleme lassen sich lösen, in dem man sie mit Geld bewirft.

Aldalindo

naja aber im Gegensatz zu Gameforge scheint Amazon das zu wissen und versucht nun wirklich was zustande zu bringen…
und noch ein Unterschied Amazone hört wenigstens seinen kunden zu…

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Aldalindo
lIIIllIIlllIIlII

und noch ein Unterschied Amazone hört wenigstens seinen kunden zu…

Was sich durchaus als Fehler herausstellen kann.

Zord

Wobei ich hier Amazon auch nicht unterschätzen würde. Sollte New World das erste Jahr passabel überstehen (was zugegebener masen nicht sehr wahrscheinlich ist) denke ich schon das die Erfahrung von Amazon mit der Analyse des Kundenverhalten sich auch durchaus positiv auf New World auswirken kann. Die haben es einfach drauf ihre Kunden so über den Tisch zu ziehen das sie die Reibungshitze als Nestwärme empfinden.

Bodicore

Ich bin auch im höchsten Masse gewillt mich über den Tisch ziehen zu lassen 😆

Nur hängenlassen fänd ich nicht so gut…

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Bodicore
Bodicore

Wenn man die guten von den schlechten Kundenwünschen trennen kann nicht…

Prim

Die Hoffnung stirbt immer zuletzt udn im Weltraum hört man keinen Rufen.
Seltsam wieso gabs mein Zuhören letztens solche Probleme ?

Zuletzt bearbeitet vor 29 Tagen von Prim
Hamurator

Selbst wenn New World nach 3 Monaten keinen Spaß mehr macht, war der Kaufpreis von 40 Euro dennoch nicht tragisch. Da hatten andere Spiele schon kürzere Halbwertszeiten.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Hamurator
Prim

nur wenn viele nach 2-3 Monate aufhören ist das sehr schlecht für Amazon.

Hamurator

Da ich keine Amazon-Aktien habe, ist mir das einerlei. 😉

Prim

es hat aber auswirkung auf MMO/Spiele Endwicklung und ich habe auch zum Glück keine Amazon-Aktien 😛
EinSpiel zu endwickeln gehört mehr als nur Massig Geld rein zu Powern das zeigte schon SWTOR aber Amazon hat das bei ihren Spiel Erzeugnis Desaster nichts dazu gelernt.

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