LoL: Berliner Team fliegt per Zwangsabstieg aus der Prime League – Chef spricht von „schwarzem Loch“, das mehr als 100.000 € schluckte

LoL: Berliner Team fliegt per Zwangsabstieg aus der Prime League – Chef spricht von „schwarzem Loch“, das mehr als 100.000 € schluckte

In League of Legends wurde die Berliner E-Sport-Organisation “Penta 1860” am 2. September aus der deutschen Prime League geworfen. Das Team hätte sportlich die Relegation spielen müssen, um seinen Platz in der 1. Liga zu behalten. Jetzt aber wurde das Team wegen finanziellen Schwierigkeiten disqualifiziert und erhält nicht mal einen Platz in der 2. Liga. Ihr Partner, der Fußballverein 1860 München, zeigt sich „überrascht“.

So sah es sportlich für das Team aus:

  • Das Team Penta war am 21. Januar 2019 eine Partnerschaft mit dem Fußballverein „TSV 1860 München“ eingegangen und trägt seitdem den Namen „Penta 1860“
  • 2022 spielte man in der 1. deutschen Liga von LoL, der Prime League Division 1, mit 3 deutschen Spielern im Team
  • Es lief aber überhaupt nicht. Mit 2-16 landete man auf dem letzten Platz der Liga und hätte jetzt eigentlich gegen 3 andere Teams in der Relegation spielen müssen, um den Abstieg in die 2. Liga zu verhindern. Zu den Gegnern zählt das gerade populäre Team NNO.

Das Team NNO besteht aus 5 deutschen Streamer, die gerade spektakulär die 2. Liga in Lol gewonnen haben:

LoL: 5 deutsche Twitch-Streamer schaffen den Miracle Run, gewinnen die Liga, brechen den Zuschauer-Rekord

Spieler und Angestellte nicht bezahlt

Das war jetzt die Entscheidung: Die Prime League hat am 2. September verkündet, dass das Team mit sofortiger Wirkung aus der Liga disqualifiziert wird. Grund dafür sei das „wiederholte Versäumen finanzieller Verpflichtungen“:

  • Das Team fliegt aus der Relegation
  • Das Team kommt nicht in die 2. Liga – dorthin steigt die E-Sport-Organisation „TeamOrangeGaming“ aus Ulm auf

Das Aushängeschild der Prime League ist 2022 das Team „Eintracht Spandau“ von YouTuber HandOfBlood:

Probleme durch Pandemie: Wachstumsmöglichkeit eines E-Sport-Clubs stark limitiert

Das sagt das Team: In einem Statement räumt Penta 1860 ein, Spieler und Mitarbeiter seien nicht bezahlt worden:

Die Gründe sind finanzielle Probleme im Hause Penta, welche wir nicht schnell genug lösen könnten.

Die Schuld liegt natürlich hier voll bei uns – aber es ist auch wichtig, auf die Gründe einzugehen.

Andreas Schetzke, Geschäftsführer und Eigentümer von Penta

Es heiß, es gab Probleme , welche durch die Pandemie entstanden seien, zudem seien Wachstumsmöglichkeiten für einen E-Sport-Club weiterhin stark limitiert.

„Schwarzes Loch“ schluckte sechsstellige Summen

Laut den Eigentümern hätten sie in 6 Monaten über 100.000 € in den Club stecken müssen, um die laufenden Kosten zu decken. Diese „schwarze Loch“ habe man nicht immer rechtzeitigen bedienen können.

Den finanziellen Verpflichtungen wolle man nachkommen.

lol-penta
Das Statement des Clubs.

Was heißt das für die Relegation? An der Relegation sind 4 Teams beteiligt: die 2 besten der 2. Liga und die 2 schlechtesten der 1. Liga.

Weil Penta 1860 jetzt aus der Relegation rausfliegt, heißt es, dass sich jetzt nur noch 3 Teams um 2 Plätze in der 1. Liga streiten. Aber „sicher“ aufgestiegen ist im Moment noch kein Team.

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Twitch-Streamer „NoWay“ hätte eigentlich am Wochenende gegen Penta um den aufstieg in die 1. Liga spielen müssen. Er zollt mit dem „F“ Respekt.

Münchner sagen: Wirtschaftliche Verantwortung lag in Berlin

Was sagen die Münchner Löwen? Die Partner des Teams sagen in einem Statement, man sei zwar Kooperationspartner, aber die wirtschaftliche Verantwortung lag in Berlin. Man sei als Verein von der Entwicklung „überrascht“. Es sei noch nicht absehbar, ob man die Zusammenarbeit fortsetzt.

E-Sport-Teams weltweit geraten immer wieder in finanzielle Schwierigkeiten. Wir haben im Juli 2022 auf MeinMMO über einen Fall berichtet, in dem sich die prekäre Lage der E-Sport-Teams besonders drastisch auf die Gesundheit eines Spielers ausgewirkt hat:

Profi-Spieler von CS:GO stirbt mit 19 Jahren – Team muss jetzt 72.000 € an seine Familie zahlen

Quelle(n): sportschau, Loewenmagazin
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