KI kann beim Lernen helfen, aber sie vermag auch für Ärger zwischen Eltern und Lehrern zu sorgen. Ein Schummel-Fall landete vor Gericht.
Wofür haben die Schüler KI verwendet? Zwei Schüler an einer Highschool in den USA haben im Dezember 2023 für eine Geschichts-Hausaufgabe künstliche Intelligenz (KI) genutzt, um sie zu schreiben. Sie gaben von der KI erstellten Text ab. Dies entdeckte die Schule und bestrafte sie, mit einem Verweis in der Akte und mit dem Durchfallen (via Arstechnica).
Die Eltern eines Schülers zogen vor Gericht, um dagegen vorzugehen. Sie gingen sowohl gegen den Vorwurf als auch gegen den Eintrag in der Strafakte vor. Beides wirke zukunftsgefährdend. Die Eltern wollten das Verfahren beschleunigen und sogenannten vorläufigen Rechtsschutz erhalten. Das dient dazu, Schaden vom Kläger abzuwenden, bis ein Gerichtsurteil vorliegt (via Bloomberglaw). In diesem Fall wollten die Eltern verhindern, dass der Strafvermerk und die schlechten Noten Bewerbungen ihres Sohnes gefährden.
Wie ging die Sache für die Schüler aus? Der Richter entschied für die Schule, die Schüler mussten den Aufsatz jeder für sich allein erneut schreiben. Der Strafeintrag bleibt aber in ihrer Akte. Ein endgültiges Urteil gibt es noch nicht. Aber das Urteil des Richters zeigt, wie wenig er für die Position der Eltern übrig hat.
Spannend ist dabei allerdings, worum im Detail gestritten wird. Denn die Schüler dürfen an sich KI im Schulalltag benutzen – nur nicht für abzugebenden Fließtext.
Wollt ihr euch mit deutschem oder US-Recht befassen, dann wendet euch an den Rechtsanwalt eures Vertrauens. Mehr Informationen findet ihr direkt beim Bundesjustizministerium.
Studenten haben eine Spionagebrille gebastelt, die auch über eine KI verfügt. Wir stellen euch das Projekt, was auf die Gefahren der Technik hinweisen möchte, in Artikelform vor. Das zugehörige Video könnt ihr direkt anschauen:
KI erlaubt, aber nicht so
Erlaubt die Schule den Einsatz von KI? Die Highschool erlaubt den Schülern KI zur Recherche, zum Brainstormen oder für die Gliederung zu benutzen; aber nicht um Text zur Abgabe zu produzieren. Die Eltern beriefen sich vor Gericht allerdings darauf, dass dies nicht ausdrücklich in Schuldokumenten verboten werde. In einem Handbuch untersagt die Schule laut Arstechnica aber ausdrücklich den Einsatz von KI in folgenden Fällen (via Website für Gerichtsdokumente: courtlistener):
[Schüler] dürfen bei Prüfungen im Unterricht, bei der Bearbeitung von Hausaufgaben oder im Zuge von Unterrichtsarbeiten keine KI-Tools verwenden, es sei denn, dies ist ausdrücklich gestattet.
Die Eltern sahen dies aber nicht als auf den Fall zutreffend an.
Wie flogen die Schüler überhaupt auf? Das Onlineportal, das für die digitale Abgabe verwendet worden ist, erkannte die KI-Passagen in der Hausaufgabe direkt. Weitere Untersuchungen bestätigten den Verdacht.
Die Schule deckte ebenfalls auf, wie kurz der Schüler aktiv an dem Online-Dokument gearbeitet haben: kaum eine Stunde. Wohingegen ihre Mitschüler sieben bis neun für die Aufgabe benötigten. Zudem erfand die KI Bücher als Quellen.
Auch an Universitäten ist der Einsatz von KI ein viel diskutiertes Thema. Hier vermag sie bei der Lehre und Forschung zu helfen, aber sie kann auch missbräuchlich genutzt werden. Eine Lehrende sah sich nun mit einer Situation konfrontiert, die ihre schlimmsten Befürchtungen übertraf: Professorin stellt Studenten simple Aufgabe – Doch die nutzen trotzdem ein dreistes Hilfsmittel
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Sowas von traurig, das einige Personen überhaupt kein Interesse mehr haben und Ihr Wissen nicht selber erarbeiten wollen. Arme Gesellschaft, ich bekomme es auch leider jeden Tag aufs neue im Unterricht mit….
puh also ich hätte wohl eher Ohrfeigen bekommen fürs schummeln..