Twitch-Streamerin spricht darüber, wie sie fast einen wichtigen Job verloren hätte, weil andere widerliche Inhalte über sie erstellen

Twitch-Streamerin spricht darüber, wie sie fast einen wichtigen Job verloren hätte, weil andere widerliche Inhalte über sie erstellen

Die Twitch-Streamerin und YouTuberin Jasmin Gnu hätte fast einen Auftrag nicht bekommen, weil andere Leute Videos mit ihr erstellen.

Um wen geht es? Die Twitch-Streamerin und YouTuberin Jasmin Gnu ist eine der erfolgreichsten deutschen Content Creator. Sie wurde mit Gaming auf ihrem Twitch-Kanal und ihrem YouTube-Hauptkanal bekannt und wendet auf einem ihrer Neben-YouTube-Kanäle, Jasmin Gnu, gesellschaftskritischen Themen zu.

Sie besprach vor kurzem in einem Livestream auf Twitch den aktuellen Fall von Collien Fernandes, deren Ex-Mann Christian Ulmen pornografisches Material von ihr mittels KI erstellt und verbreitet haben soll. Auch Gnu berichtet, dass Inhalte über sie erstellt werden, denen sie nie zugestimmt hat. Menschen erstellen sogenannte Deepfakes in erotischem Kontext von ihr. Das bedeutet, das Gesicht der YouTuberin wird auf Frauenkörper in freizügigen Videos gesetzt, um zu suggerieren, dass Jasmin Gnu in dem Video zu sehen ist.

Schon in der Vergangenheit beschäftigte sich die Twitch-Streamerin und YouTuberin mit dem Thema. Sie prangerte dieses Verhalten der Menschen öffentlich an: Gnu ist angewidert von Inhalten über sie auf reddit – „Es werden keine Grenzen gesetzt“

Jetzt erzählt die Influencerin davon, wie sie dieses Deepfake-Material fast auch beruflich eingeschränkt hätte.

Finde es absurd, dass wir immer noch darüber diskutieren

Wozu hat das geführt? Laut Jasmin Gnu ist dieses Material mittlerweile so präsent im Internet, dass es sich auf ihre Arbeit auswirkt. Das hätte laut ihr fast dazu geführt, dass sie diesen Job auf einem Event verloren hätte. Das Event sei für sie sehr wichtig gewesen.

Während ihrer Recherche über Jasmin Gnu stießen die Veranstalter wohl auf so viel pornografisches Deepfake-Material, dass sie dachten, die YouTuberin sei eine Erotikdarstellerin. Aufgrund dessen wollten sie sie wieder ausladen. Schließlich konnte eine Kollegin das Missverständnis jedoch aufklären und für die Influencerin bürgen.

In einem separaten Short-Video führt Jasmin Gnu weiter aus:

Das zeigt auch wieder, dass es neben dem natürlich sehr, sehr schlimmen körperlichen, virtuellen Missbrauch auch solche Folgen haben kann. Ich finde es so absurd, dass es so viele Jahre gebraucht hat, und wir immer noch darüber diskutieren, dass wenn ich mich als Frau dagegen entscheide, mich auszuziehen, mir diese Entscheidung genommen wird. […]

Jasmin Gnu via YouTube

Im Zuge dessen fordert Jasmin Gnu härtere deutsche Gesetze, die eine solche Erstellung von Deepfake-Inhalten ohne Zustimmung angemessen bestrafen.

Wie ist die rechtliche Lage? Die Erstellung solcher Deepfakes in Deutschland mit den aktuellen Gesetzen bestrafen zu lassen, stellt sich allerdings als sehr schwierig heraus. Es gibt keine spezifischen deutschen Gesetze, die das Erstellen von Deepfakes bestrafen (Quelle: bundestag.de).

Bislang muss bei solchen Fällen geprüft werden, ob bestehende Gesetze Anwendung finden können. Die Tagesschau bildet die Einschätzung des Fachanwalts für Strafrecht Udo Vetter ab: Er ist der Meinung, der Stalking-Paragraph (§ 238 StGB) könnte hier greifen. Demnach ist es strafbar, Inhalte über eine andere Person zu veröffentlichen, die diese Person herabwürdigen.

Wie die Tagesschau ebenfalls berichtet, ist der öffentliche Druck auf die aktuelle Gesetzeslage in Sachen digitale Gewalt größer geworden und führte schon zu einem Gesetzesentwurf. Es bleibt abzuwarten, wie sich die rechtliche Lage entwickelt.

Tatsächlich soll heute, am 26.03.2026, über einen neuen Gesetzesentwurf beraten werden (Quelle: Bundestag).

Nicht nur um ihr eigenes Wohlbefinden sorgt sich die YouTuberin Jasmin Gnu, sondern auch um die einer Twitch-Kollegin. In einem YouTube-Video prangerte Jasmin Gnu das Verhalten von deutschen Content Creatorn an: Das deutsche Twitch feuert einen Mann an, der eine Streamerin belästigt – Eine YouTuberin sagt: Es reicht

Quelle(n): Jasmin Gnu auf Instagram, Jasmin Gnu auf YouTube
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