Hearthstone: Dreckige Ratte ruiniert Meisterschaft

Die Dreckige Ratte aus Hearthstone ruinierte ein komplettes Turnier. Schuld daran haben die Zuschauer und die Veranstalter.

Am vergangenen Wochenende fand die Hearthstone-Meisterschaft zwischen China und Nordamerika ihren Höhepunkt. Bei einem Preisgeld von knapp 87.000$ stand für beide Seiten viel auf dem Spiel.

Doch es sah von Anfang an nicht gut aus für die Amerikaner: China ging schon früh in Führung. Es wurde nach dem „Elimination“-Verfahren gespielt, bei dem beide Teams gegeneinander antreten, bis einer Seite die Spieler ausgehen. China war bereits 3 Matches im Voraus, sodass am Ende nur noch Chakki gegen Lovelychook und zwei seiner Teamkollegen antreten musste. Chakki besiegte Lovelychook und trat als nächstes gegen Lvge an. Es wurde richtig spannend, denn das Match ging sogar bis in die entscheidende, 7. Partie.

Dann kam es zu einem besonders kritischen Spielzeug: Lvge entschied sich dazu, die Dreckige Ratte früh zu spielen – eine Karte, die dem Gegner einen Diener aus der Hand nimmt und diesen direkt ausspielt. Das Wunder gelingt: VanCleef betritt das Schlachtfeld als schwächliche 2/2-Kreatur.

Der Haken an der Sache: Wie mehrere Spieler berichten, war es während des Matches möglich, Publikum und Teamkollegen als Hintergrundgeräusche wahrzunehmen. Eigentlich werden Geräusche komplett ausgeblendet, damit die Spieler „isoliert“ sind. Der Vorwurf: Kaum wählte Lvge mit der Maus sie Dreckige Ratte aus, reagierten Publikum, die Caster und Team hörbar begeistert. Lvge ist diesen Geräuschen gefolgt und hat die Dreckige Ratte ausgespielt und Chakki somit eine seiner Siegbedingungen genommen.

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Die Hearthstone-Profis sind sich einig, dass das Spielen der Dreckigen Ratte hier nur Sinn ergibt, wenn man diese Information hat – sonst wäre es schlicht und ergreifend ein schlechter Spielzug.

Lvge gab später dazu ein eigenes Statement ab, indem er bestätigt, dass die Reaktionen der Umgebung sein Verhalten beeinflusst haben:

„Ich muss zugeben. Während dieser Runde 2 hörte ich, wie die Stimmen der Masse höher wurden, aber es war nicht so, wie unsere Gegner sagen, dass mein Team mir zugeschrien hätte, ich sollte die Dreckige Ratte spielen. Ich habe gesehen, dass Chakki eine Karte behalten hat und, aus meiner eigenen Erfahrung mit dem Deck vermutete ich, weil er drei Karten zurückgab, dass das kein Zauber war. Weil er in Runde 1 keinen Piraten ausgespielt hatte, war die Auswahl im Grunde: VanCleef, Abenteuer oder Plünderer.“

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Der Spieler Reynad sieht es noch relativ gelassen und erklärte über Twitter: „Ehrlich, es ist ein großartiges Format, eine großartige Produktion und wir hätten vermutlich sowieso nicht gewonnen. Es ist aber frustrierend, auf diese Weise auszuscheiden.“

NetEase, der chinesische Partner von Blizzard, will sich den Fall noch genauer anschauen und erst dann zu einem Urteil kommen.


Mehr zu dieser dreckigen Ratte lest Ihr hier:

Hearthstone: Die Dreckige Ratte – die fieseste Karte im Spiel?

Quelle(n): pcgamer.com
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Abenteuerliche Ausrede.

Capscreen

Fakt ist, dass Blizzard sich keinen Gefallen damit tut, immer mehr diese RNG-Schiene zu fahren.

Alastor Lakiska Lines

Eigentlich ist das aber das Erfolgsrezept von Hearthstone, wobei die „Dreckige Ratte“ weniger RNG ist als fast alle „Discover“-Karten, bzw. Karten die rein zufällige nicht im Deck vorhandene Karten hervorzaubern. Das sind Effekte die in traditionellen TCG-Modellen nicht möglich sind und deshalb das Spiel von der Masse abhebt.

Capscreen

Wahrscheinlich schon, aber es schadet auf der anderen Seite auch dem esport. Vielleicht ist es noch nicht ersichtlich, aber bei einem Glücksspiel kann man keine ordentliche kompetitive Szene erwarten.
Wobei es stimmt, dass das Game wegen dem RNG auch casually Erfolg hat, der überhaupt diesen esport Erfolg ermöglicht.

Commander Duff

Mit dem Glückspiel stimme ich dir NICHT zu!

Schau dir doch mal Texas Holdem Poker an:
– Ist dort der Zufalls-Anteil höher als bei HS? Ja!
– Hat es einen hohen „casually Erfolg“, weil jeder mal eine Hand oder sogar ein Turnier gewinnen kann? Ja!
– Gibt es Poker Profis die trotzdem regelmässig die grossen Turniere gewinnen? JA!

Nur weil ein Spiel „Zufalls-Elemente“ enthält, heisst das nicht das es weniger eSports tauglich ist…

Mit der „Dreckigen Ratte“ muss man eben gut „pokern“: den Gegner lesen, Wahrscheinlichkeiten abschätzen, etc.

Capscreen

Im Prinzip hättest du recht, wenn es hierbei tatsächlich um ein Spiel wie Poker gehen würde. Allerdings fällt Hearthstone in eine andere Schiene. Die esport Szene ist sehr schnelllebig und wird gerade in erfolgreicheren Reihen von großen Influencern beherrscht, die sich Spieler ranholen und/oder nicht. In ein Spiel wie Hearthstone, in dem beispielsweise ein entscheidenes Spiel gewonnen wird, weil ein Spieler Luck hatte, ist einfach nicht gut für die Spieler an sich. Vielleicht lustig für die Leute in Streams, aber nicht für die Spieler, für die es um ein Preisgeld geht. Dieses Preisgeld ist für viele Organisationen wichtig und entscheidend, ob sie Spieler weiterhin unterstützen oder überhaupt weiter in dieses Spiel an sich investieren wollen.
Im Grund kann man sagen, diese Spieler wären ja dann auch nicht so weit gekommen, da sich das mit dem Zufall ja immer ausgleicht und es immer noch strategische Grundelement gibt. Das jedoch diese Elemente immer mehr abnehmen und so das Glück der Spieler immer öfter herausfordern, ist schlicht und ergreifend nicht gut für die Spieler, für die oft ein Spiel oder zwei sehr entscheidend sind, was ihre gesamt Karriere betreffen kann.

Psycheater

So eine dreckige Ratte ;-P

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