Hearthstone: Dreamhack-Sieger Rdu knabbert noch an Cheat-Vorwürfen

Der Sieger des Hearthstone-Turniers auf der Dremhack, Rdu, knabbert noch immer an den Schummel-Vorwürfen im Zuge seines Sieges gegen den Publikumsliebling Amaz. Rdu versucht nun, diese Kritik als Motivation zu nutzen.

Wenn Hearthstone-Märchen ziemlich banal enden, hat das seltsame Folgen

Bei der Dreamhack in Schweden gab es eigentlich nur eine große Story. Der Publikumsliebling Amaz, vom subreddit Hearthstone und seinen Youtube-Fans verehrt, wählte als eines seiner drei Turnier-Decks ein Priester-Deck, die eigentlich schwächste Klasse im Spiel. Damit besiegte er Miracle-Rogue um Miracle-Rogue, Superdeck um Superdeck.
Dabei gelangen ihm die abstrusesten Kombinationen, immer hatte er einen „huge draw“, versetzte die Fans in Aufregung und die Kommentatoren in Verzückung.

Derweil spielte in seinem Schatten der Rumäne Rdu unter anderem mit einem Frostmage-Deck ein ebenso starkes Turnier. Als im Finale Amaz und Rdu aufeinander trafen, ging Rdu schnell mit 2:0 in Führung und konnte – obwohl die Amaz-Fans an eine Hollywood-Wendung und einen Comeback-Sieg glaubten – das Finale klar für sich mit 3:0 entscheiden.

HearthStone Esports: Dreamhack Finale

Doch während der zweiten Partie erhielt er über die Chat-Funktion von Hearthstone Tipps und Kommentare von Leuten auf seiner Friend-Liste. Er gewann das Match danach. Der Vorfall wurde untersucht und für nichtig erklärt: Die Experten urteilten, das Match sei zu diesem Zeitpunkt schon entschieden gewesen, Rdu trage keine Verantwortung für das schlechte Benehmen einiger Fans.

Diese Entscheidung sorgte für eine Verschwörungstheorie. Viele im subreddit forderten ein Rematch oder einen Sieg für Amaz. In der Folge berichteten Medien kaum über das eigentliche Turnier, sondern nur über den alles überschattenden Schummel-Vorwurf. Der erst 17-jährige Dima Rada, genannt RDU, war am Ziel seiner Träume, die ganze Hearthstone-Welt sprach über ihn – nur in einem äußerst negativen Zusammenhang.

Wie in einem Interview mit gamersgosu nun klar wird, hat Rdu noch immer an den Vorfällen zu knabbern, die jetzt über zwei Monate her sind.

Rdu will Kritiker Lügen strafen, einfach alles gewinnen

Im Nachhinein habe Rdu sich gewünscht, sagt er, die Veranstalter hätten das zweite Match einfach wiederholt. Er sei sich ohnehin relativ sicher gewesen, dass er mit seinem Miracle-Rogue-Deck alles, was Amaz ihm hätte entgegenschleudern können, besiegt hätte. Eigentlich wollte er nur mit dem Freeze-Mage beginnen, weil es das schwächste seiner Decks gegen Amaz gewesen sei. Gerade mit diesem Deck dann alle 3 Partien zu gewinnen, habe auch Rdu selbst überrascht.

HearthstoneNach dem Finale habe Rdu mit vielen Anfeindungen zu kämpfen gehabt. Die Leute hätten ihm die Fähigkeit abgesprochen, überhaupt spielen zu können. Daher habe er sich noch mehr darum bemüht, seine Zweifler Lügen zu strafen und hart daran gearbeitet, seinen Ruf wiederherzustellen. Vollends sei ihm das in der Hearthstone-Szene noch immer nicht gelungen:

[pull_quote_center]Ich versuche einfach, die Hater zu ignorieren und sie zu widerlegen, indem ich alles gewinne, was es zu gewinnen gibt.[/pull_quote_center]

Im Nachhall der Dreamhack kam es zu zahlreichen Konfrontationen und Provokationen. So sei Rdu zum Beispiel vom Pro-Gamer „Reynad“ zu einem 1-gegen-1 um die Trophäe aufgefordert worden. Für Rdu lediglich ein Versuch Reynads, aus der Situation Gewinn zu schlagen und die eigene Popularität zu erhöhen.

Mit Amaz hingegen hat Rdu keinerlei Probleme. Er sieht in ihm einen verwandten Geist, der bei Sieg oder Niederlage nicht alles auf den Zufall schiebt, sondern versucht den Random-Faktor in Hearthstone möglichst niedrig zu halten.

Das komplette Interview in englischer Sprache findet Ihr in den Quellen.

Autor(in)
Quelle(n): Interview mit Rdu
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