Final Fantasy XIV wird immer mehr casual und ihr könnt nichts dagegen tun

Die Fans von Final Fantasy XIV konnten sich am Wochenende über richtig dicke Infos zu dem neuen Addon Endwalker freuen. MeinMMO-Autorin Irina Moritz ist allerdings der Meinung, dass die Hardcore-Spieler des MMORPGs ihre Vorfreude auf Endwalker zügeln sollten. Denn das MMORPG wird immer mehr casual. 

Jeder MMORPG-Spieler wird es kennen: Jedes große Addons bringt große Hoffnungen für die Spieler. Man hofft, dass das Spiel besser wird, coole neue Inhalte bekommt und einen langfristig fesseln kann. 

So ist es aktuell auch bei dem neuen FFXIV-Addon Endwalker. Doch für die Hardcore-Spieler wird die Erweiterung keine allzu großen Geschenke mit sich bringen. Seit Jahren schon pumpt das MMORPG von Square Enix immer mehr leichten und lockeren Content wie neue Features für den Foto-Modus oder die Relikt-Waffen raus, um die Mehrheit seiner Spieler glücklich zu stimmen. 

Ich erwarte daher, dass auch in Endwalker die Hardcore-Spieler keine oder nur wenige Inhalte bekommen werden, die auf sie zugeschnitten sind. Die Gelegenheits-Spieler werden hingegen weiterhin den größeren Teil vom Kuchen erhalten. 

Wie alles begann: Die ersten Nerfs

An den ersten Nerf des Pflicht-Contents kann ich mich noch gut erinnern. Jeder, der in der Story von FFXIV bis zum Endgame vorankommen will, muss auf Level 15 an einem Solo-Kampf teilnehmen. 

Darin kämpft man gegen einen Dämon, der die Spieler mit Gift belegt. Zum Release von “A Realm Reborn” 2013 hat dieses Gift richtig reingehauen. Der Trick in dem Kampf war, ein Antidot zu nutzen und den Status zu entfernen. Die Tränke konnte man beim NPC für paar Gil kaufen oder in einer Quest erhalten. 

Spieler sind in dem Kampf gestorben wie die Fliegen. In Foren gab es Fragen, wie man den Kampf schaffen soll und Beschwerden über den Schwierigkeitsgrad, der für eine Pflichtquest zu hoch sei. Als Reaktion darauf nerften die Entwickler den DoT-Tick, der nun sehr gering ist. 

Weitere Beispiele solcher Nerfs und Änderungen sind außerdem:

  • In dem Level-35-Dungeon Versunkener Tempel von Qarn und den Level-50-Dungeon Ampdapor-Festung und Pharos Sirius wurden diverse Bosse generft und die Menge der Gegner reduziert.
  • Der Bosskampf gegen Vishap in Steps of Faith wurde stark generft
  • Der Level-57-Dungeon Vault wurde ebenfalls aufgrund von Beschwerden generft 
  • Der Echo-Buff wurde für ältere Inhalte wie normale Raids eingeführt, um sie leichter und für mehr Spieler zugänglich zu machen, was ein indirekter Nerf ist. 
FFXIV_Vishap
Vishap ist ein riesiger Drache, den die Spieler auf ihrem Weg zum Endgame bekämpfen müssen. Zum Release galt er bei vielen FFXIV-Spielern als viel zu schwer.

In den Addons nach Heavensward, also ab etwa 2017, waren diese Nerfs allerdings seltener geworden. Die Entwickler haben zu dem Zeitpunkt wohl ihre “goldene Mitte” gefunden. Dank mehr Erfahrung konnten sie besser einschätzen, was für den durchschnittlichen FFXIV-Spieler als “schwer” gilt. 

Einige Stolpersteine gab es aber dennoch. So hat im Addon Stormblood der Boss Donnergott im 24-Mann-Raid Orbonne die Spieler Reihenweise zerlegt. 

Was bedeuten diese Nerfs? Wenn man sich nun die sehr lange Liste an Content-Nerfs anschaut, die in FFXIV im Laufe der Zeit umgesetzt wurden, ergibt sich ein Muster. Es sind so gut wie nie schwere epische oder gar ultimative Raids dabei. Stattdessen wurden fast ausschließlich Inhalte für Gelegenheitsspieler oder Pflicht-Content generft. 

Es sind Dungeons, die die Spieler für ihre Dailies oder zum Leveln laufen und die normalerweise zwischen 15 und 30 Minuten benötigen. Was man hier sieht, ist also eine weitere Reduzierung des Schwierigkeitgrads jenes Contents, der eigentlich bereits als einfach designt wurde.

Die Entwickler versuchten damit dem großen Teil ihrer Spielerschaft entgegenzukommen und das Spielen für sie so angenehm und barrierenlos zu gestalten, wie es nur geht. Es ist ein Trend, der sich sichtbar seit dem Release von “A Realm Reborn” wie ein roter Faden durch die Patch Notes zieht. 

Das steht in einem Kontrast zu etwa WoW, wo Nerfs in mythischen Raids normal und gängig sind (via WoWhead). Es wird am Scaling und den Zahlen gedreht und geschraubt. Es ist etwas, das vielen FFXIV-Raidern völlig fremd ist. Im Gegenteil: sie schwärmen davon, wenn ein Boss sie an der Nase herumführt.

Wenn epische und ultimative Raids in FFXIV, die mit Abstand schwierigsten Inhalte, erscheinen, bleiben sie meistens so, wie sie sind. Sogar bei den Prüfungskämpfen gegen Primae und andere Bosse, die mittlerweile eigentlich als “midcore Content” gelten, wird so gut wie nie etwas geändert. 

final fantasy xiv alexander ultimate header
Ultimative Raids wie etwa Alexander sind ein Highlight in FFXIV, bei dessen Release die Zuschauerzahlen des MMORPGs auf Twitch drastisch steigen. Die Prozentzahl der Spieler, die sie meistern, liegt allerdings im einstelligen Bereich.

Der “Jetzt”-Stand der Inhalte

Der Status quo des MMORPGs setzt sich daher zusammen aus den Änderungen in der Vergangenheit und der grundlegenden Philosophie des Spiels. FFXIV ist ein Live-Service-Game, das in sehr regelmäßigen Abständen neuen Content erhält. Die Zusammensetzung dieses Contents ist fast immer gleich, wobei die Casual-Inhalte stark überwiegen. 

Es sind Inhalte, die keinen hohen Skill-Level benötigen. Man muss keine Rotationen oder Opener lernen und hohe Zahlen fahren, um durch diesen Content zu kommen. Dazu gehören zum Beispiel die Schatz-Dungeons Lyhe Ghia, wo Spieler pro Raum gegen eine Handvoll von Gegnern oder einen schwächeren Boss kämpfen und Belohnungen erhalten. 

Als Opener bezeichnen man in FFXIV eine festgelegt Abfolge von Fähigkeiten, die zu Beginn eines Kampfes eingesetzt wird. Opener sind oft darauf ausgelegt, möglichst viel Schaden innerhalb kurzer Zeit rauszufeuern und sind vor allem für die DDs extrem wichtig.

Auch die 24-Mann-Raids sind keine große Herausforderung, da die Bosse darin zum Beispiel meistens keinen Enrage-Timer haben. Es spielt daher keine Rolle, wie niedrig der Schaden der Raid-Gruppen ist. Diese Art von Raids dient primär dazu, dass die Gelegenheitsspieler ihre Ausrüstung auf die höchste Gear-Stufe aufwerten können. So bleiben sie nicht hinter den Raidern hängen und müssen keine schweren Raids erledigen, um gute Ausrüstung zu erhalten. 

Oft ist beim Casual-Conten das Kämpfen auch gar nicht involviert. Gerade bei den kreativen Features von FFXIV können Spieler Unmengen von Stunden verbringen. Um den beliebten Screenshot-Modus /gpose hat sich im Laufe der Zeit eine riesige Community gebildet. 

Entsprechend bekommt /gpose auch mit fast jedem großen Update neue Features. Eins der neuesten ist der Dungeon-Erkundungs-Modus, der das Betreten von Dungeons und Einsatz von spektakulären Skills wie Limitbreak für Screenshots ermöglicht. 

ffxiv gposers
Gposers sind eine Community, die sich auf das Schießen von coolen Screenshots spezialisiert hat

Selbses gilt für das Housing. Die Inneneinrichtung der Häuser nimmt in FFXIV manchmal richtig unglaubliche Ausmaße an. Spieler moderieren ihre Heime wie moderne Wohnungen, Bars, Boutiquen oder bauen sich Riesenroboter aus Möbel.

Es ist die Art von Content, auf der in FFXIV der Fokus liegt. Er kann natürlich auch von den Hardcore-Spielern erledigt werden und ich bin mir sicher, viele von ihnen haben Spaß daran. Wenn man in dem MMORPG aber Herausforderung sucht, sieht die Situation eher ernüchternd aus: 

  • Alle 6 Monate ein epischer Raid mit 4 Bossen
  • 2 Mal pro Addon ein ultimativer Raid mit einem Bosskampf
  • Ein extremer Prüfungskampf pro Patch (also alle 3-4 Monate)
  • Besondere Dungeons wie Delubrum Reginae (episch) ein mal pro Addon.

Die 4 Bosse der epischen Raids werden von den Top-Spielern in weniger als einer Woche besiegt und danach gefarmt. Midcore-Spieler wie ich brauchen bei langsamem Tempo 1-3 Monate, um das komplette Tier zu legen. 

Der Progress in Ultimate, die schwersten Art von Kämpfen in FFXIV, benötigt im Schnitt etwa eine Woche Dauerzocken bei den Top-Gilden. Extrem-Bosse brauchen selten länger als einige Stunden und sind für viele Top-Spieler eigentlich auch gar nicht der Rede wert.

Zahlen bitte 

Darum ist die Player-Base von FFXIV casual: Wenn man sich die Entwicklung der Nerfs und den Jetzt-Zustand in FFXIV anschaut, dann wird der Kurs des Direktors Naoki Yoshida sehr klar sichtbar. Er tut sein Bestes, um die Zielgruppe der Gelegenheits-Spieler für sein MMORPG zu gewinnen. 

Und aus gutem Grund. Sie sind die absolute Mehrheit in Final Fantasy XIV. Es gibt zwar keine offiziellen Zahlen für die Raid-Clears innerhalb des Spiels, man kann es aber anhand vom inoffiziellen Spieler-Census abschätzen. 

Der japanische Spieler Lucky Bancho (via Lodestone) ist in der FFXIV-Community für seine Statistiken bekannt. Basierend auf den Charakter-Daten der offiziellen Seite Lodestone erstellt er regelmäßig Census-Statistiken, die verzeichnen, wie viele Spieler bestimmte Meilensteine innerhalb des Spiels erreicht haben. Zum Beispiel viele Level-80-Charaktere es gibt oder wie viele von ihnen den aktuellsten Patch erreicht haben.

Diese Schätzung wurde mithilfe der FFXIV-Seite Lodestone gemacht. Jeder registrierte Charakter aus dem Spiel kann dort in der Datenbank gefunden werden. Sichtbar sind auch seine Gildenzugehörigkeit, seine Begleiter und vor allem seine Mounts. 

Anhand der Mounts hat Lucky Bancho seine Schätzung erstellt. Epische Raid-Tiers haben als Belohnung für den letzten Bosskampf seit einigen Addons immer ein Mount. Bancho zählte die Menge der Mounts bei allen Lodestone-Charakteren und erstellte daraus seine Statistik. 

Den Besitz der Mounts wurde in einer Grafik so dargestellt, dass es auf die verschiedenen Datenzentren des MMORPGs verteilt ist (Stand: 7. Februar 2021). Demnach haben auf den Datezentren mindestens folgende Prozentzahl an Spielern den letzten Kampf des epischen Eden-Raids gelegt: 

  • Mana: 30,1 % (japanische Region)
  • Gaia: 26,0 % (japanische Region)
  • Elemental: 24,3 % (japanische Region)
  • Aether: 15,4 %  (US-Region)
  • Chaos: 14,8 % (europäische Region)
  • Primal: 12,6 %  (US-Region)
  • Light: 11,4 % (europäische Region)
  • Crystal: 7,8 % (US-Region)

Die eigentliche Ziffer wird etwas höher liegen. Einerseits, weil bei einem Kill nur ein Spieler aus der Gruppe das Mount bekommt und andere müssen eine Woche warten. Andererseits weil seine Statistik bereits 3 Monate alt ist. Aber die Ziffer wird nicht so hoch, um einen großen Unterschied zu machen. 

Grundsätzlich sieht man deutlich, dass selbst auf den vergleichsweise sehr erfolgreichen japanischen Servern höchstens ein Drittel der Spieler den Hardcore-Content legen. In USA und Europa fällt diese Zahl noch ein gutes Stück. 

Die Zukunft: Verschiebungen und Ankündigungen

Auch in den News zum MMORPG und dem neuen Addon Endwalker zeichnet sich dieser Kurs ab. So sollte mit dem Patch 5.5 am 13. April der von den Hardcore-Spielern heiß erwartete ultimative Raid gegen die Ritter der Runde kommen. 

Die Enttäuschung war entsprechend groß, als eine Verschiebung des Raids angekündigt wurde. Und zwar nicht nur um einige Monate, sondern direkt bis zum Patch 6.1. Also nach dem Release des Addons Endwalker, der am 23. November 2021 erscheinen wird. Frühestens können die Spieler als erst im Februar 2022 mit dem Raid rechnen. Das ist ein Jahr ohne neuen Hardcore-Content.

Begründet wurde die Entscheidung vom Direktor Yoshida damit, dass die Entwicklung aufgrund von Corona verzögert wurde. Bei der Priorisierung, an welchem Content gearbeitet wird, entschied man sich gegen den Raid. Wohl deswegen, weil er von einem nur sehr geringen Teil der Spieler genutzt wird. 

Parallel dazu wurde für das Addon Endwalker neuer besonderer Content namens Sanctuary Island angekündigt. Es soll laut Yoshida entspannter und ruhiger Solo-Inhalt sein, der an Anima Crossing oder Stardew Valley erinnert. 

Die Spieler werden sich dort um Tiere kümmern und Pflanzen anbauen können. Begleiter und Mounts, die sie beim Spielen ergattern konnten, werden auf der Insel frei laufen. Yoshida sagte dazu im Interview mit MeinMMO:

Auch wenn dieser Content für ein MMORPG designed wurde, ist die Absicht dahinter, dass die Spieler sich die Zeit vertreiben, während sie Solo-Aktivitäten ausleben. Sie müssen dabei nicht auf den Progress anderer Spieler achten.

Es gibt keinen Grund, sich zu beeilen und es gibt auch keine Elemente, die die Spieler unter Druck setzen würden. Unser Ziel hier ist es, dass die Spieler das langsame Leben genießen, indem sie sorglos mit ihren Begleitern spielen, Screenshots in ihren Lieblings-Locations machen und so weiter.

Direktor Naoki Yoshida
ffxiv island sanctuary insel artwork
Das Key Artwork zu Sanctuary Island hätte auch aus einem Farming-Game stammen können

Sanctuary Island ist das erste völlig neue Feature, das für das Addon Endwalker angekündigt wurde. Mit anderen Ankündigungen wie neue Jobs oder neue Dungeons und Raids haben die Spieler bereits gerechnet. Auch hier zeigt sich, dass die Prioritäten der Entwickler auf Casual-Content liegen. 

Zudem betonte Yoshida in der Vergangenheit, dass FFXIV nicht nur mit anderen MMORPGs konkurriert, sondern mit allen Arten von Entertainment. Die Spieler haben wenig Zeit und müssen sie gut einplanen, so Yoshida. 

Ich denke, dass alle Formen der Unterhaltung als Konkurrenz betrachtet werden sollten. Die modernen Gamer sind sehr beschäftigt – Sie müssen ihre begrenzte Zeit auf die verschiedenen Arten der Unterhaltung aufteilen, die sie neben dem Gaming konsumieren.

Direktor Naoki Yoshida

Der Direktor glaubt, dass es der Grund ist, wieso MMORPGs es schwer haben, in unserer Zeit Fuß zu fassen. Und er passt den Content seines Spiels entsprechend an. Viele Inhalte in Final Fantasy XIV kommen in schnellen leicht verdaulichen Häppchen oder in Form von ausgedehnten Aufgaben, die man über längere Zeit entspannt erledigen kann wie etwa die Relikt-Waffen. 

Ich denke daher, dass Yoshida und sein Team den aktuellen Kurs weiterhin halten werden. Das bedeutet nicht, dass Hardcore-Inhalte irgendwann mal völlig aus FFXIV verschwinden werden, ihre Priorität liegt allerdings deutlich unter den Inhalten, die von dem größeren Teil der Spieler bevorzugt wird. 

Ist es gut? Ist es schlecht?

Ich möchte an dieser Stelle übrigens anmerken, dass ich den Begriff “Casual-Spieler” nicht negativ verwende. Das Wort “Casual”, also Englisch für sorglos oder zwanglos, wird im Gaming-Kontext oft mit “schlecht” gleichgesetzt. Gerade Gamer der älteren Generation schauen auf die Gelegenheitsspieler häufig herab, weil sie eben nicht “harcore” genug sind. Sie würden für ihr Hobby nicht brennen, stecken keine Mühe rein und wollen, dass ihnen alles vorgekaut wird. 

Für mich ist es lediglich eine Beschreibung für Spieler, die entweder nicht viel Zeit ins Gaming investieren oder nur entspannt spielen wollen, ohne dabei viel Wert auf Leistung zu legen.  

Was Final Fantasy XIV angeht: Das Spiel wird durch den Fokus auf leichten Content für Gelegenheitsspieler definitiv weiter wachsen und mehr Einnahmen generieren. Es ist eine Strategie, die bis jetzt aus rein finanzieller Sicht gut funktioniert hat. Die Finanzberichte der Investoren von Square Enix verzeichnen seit Jahren ein stetiges Wachstum der MMO-Abteilung, was größtenteils den Verkäufen und Abos von FFXIV zu verdanken ist (via cogconnected).

Für casual Spieler, die FFXIV in ihrem eigenen Tempo spielen und keinen Gameplay-Druck erleben wollen, sind das wohl gute Nachrichten. Sie werden in Zukunft weiterhin viel Content erhalten, der auf ihre Zielgruppe zugeschnitten ist und den sie entspannt spielen können. 

Die hardcore und vielleicht auch midcore Spieler werden davon wenig begeistert sein. Beschwerden darüber, dass Final Fantasy XIV immer mehr casual wird, die Jobs keine Vielfalt an Skillungen bieten und der Hardcore-Content generell eher dünn ist, lese ich auf Social Media regelmäßig.

Allerdings ist es ein Kurs, der sich so bald nicht ändern wird.

Der Boss von Final Fantasy XIV erklärt, wie eines der besten MMORPGs der Welt entsteht.

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Shiekabua

leider muss ich den artikel recht geben.. derzeit kann man halt mit casual content viel mehr geld verdienen, zeigt ja so ziemlich jedes MMO… hoffe aber das sich das rad der zeit weiterdreht und es in 2-3 Jahren ein umdenken in der branche gibt… vorallem dungeons in ff14 sind vom Spaßfaktor das langweiligste was ich je in einem MMO gesehn hab…. einfach ein langer schlauch ohne mechanics und man pullt einfach alles und spamt seine 2-3 AoE skills für 20min… und auch die vereinfachung der tank rolle finde ich sehr schade, man kann im prinzip nichts falsch machen.. nja hoffen wir mal auf eine bessere zukunft^^

WaifuJanna

Casual is immer gut.
Ein spiel sollte so einen schwierigkeits haben, das man OHNE GUIDE LESEN, wenn man Blind reingeht Ohne Meta Build, seine klasse einigermaßen kennt (man weis, welcher skill heilt, cced, dmg macht) schaffbar ist….
Kein mensch brauch kontent wo man Meta build spielen muss oder ers dutzende youtube video guides studieren muss…. und das is nicht nur meine meinung in Final Fantasy sondern in allen mmorpgs. RPG is das stichwort 🙂

Shino

im Grunde hast du damit auch recht, aber das Problem was ich so in final vermehrt sehe sind Tanks die null plan von ihren Cooldowns haben, Healer die in einer 8 Mann gruppe Singletarget healen obwohl alle Heilung benötigen. Genauso das man (in meinem fall zb) durch Casual Spieler Toxic wird. Wie oft wurde mir ein Bann angedroht weil ich Tipps geben wollte. Immer mehr Spieler fühlen sich sofort angegriffen wenn man in Höfflichster form sagt das er in einer Situation wie oben mit dem Healer beschrieben ohne weiteres einen Aoe Heal benutzen kann oder das Heilung immer Vorrang über einen Hardcast Rez hat.

Casual ist gut besonders wenn man mal gemütlich spielen mag ohne viel nachzudenken aber viele Casual Spieler in Final sind so Hardcore Casuals das sie es nicht einmal einsehen ihre eigenen Skills durchzulesen und gurken auf 80 ohne plan von ihren Klassen und sind Lernresistent wenn man helfen mag und ihnen Tipps geben möchte. Ab einem bestimmten punkt wird man da echt Toxic (nicht nach öffentlich und ohne das ich den Spieler angehe aber ich rege mich dennoch über diese Leute extrem auf^^”)

Shino

Hmmm also ich finde den Titel des Artikels ein wenig irreführend gewählt. Ja Casual content wir leichter und der Ultimate wurde verzögert.

Erstens es gab seit Release Änderungen für die hardcore Spieler, immerhin gibt es die ultimates erst seit Stormblood.

Zweitens der Release vom neuen Ultimate wurde verschoben und dass das addon da vorgezogen wurde hat denke ich weniger damit zutun das wenige spieler den Ultimate spielen sondern eher das sie Termine einhalten müssen. Wenn von oben kommt das addon soll noch dieses Jahr rauskommen muss man eben abstriche machen.

Drittens kleine persönliche Anmerkungen, es ist in meinen Augen blöd wenn man bei den Dungeon Namen zwischen englisch und deutsch wechselt und die Anmerkung wegen dem neuen Ultimate das es gegen die Ritter der runde geht würde ich so noch nicht vermerken denn dies ist nicht bestätigt wir wissen nur den Namen und der lautet “Dragonwar song” da werden finde ich Hoffnungen geweckt die vielleicht nicht erfüllt werden.

Im großen und ganzen ändert sich wenig es bleibt wie es bleibt es kommt Casual content und raid content.

Shino

Natürlich wurde es bestätigt. Es gab schon Screenshots von der Arena mit den Rittern der Runde. Sie wurden während der Streams zum Patch 5.5 vorgestellt.

Ok dann entschuldige ich mir hier und will da nichts gesagt haben hab ich wohl nicht mitbekommen.

aber zurück zum Thema: ich teile die Meinung von vielen das die Klassen zu einfach werden und auch einige viel eigenes verlieren wie die Tanks zb. Dies ist aber teils die schuld der Hardcore Com^^ Yoshida sagte mal bei einem liveletter das sie dieses Metadenken abschaffen wollen nun, das haben wir davon.

Yo, das hat Yoshida auch gesagt. Sie haben es wegen Corona und dem Addon verschoben. Der Punkt hier ist die Priorisierung. Es hätte auch anderer Content verschoben werden können. Aber man entschied sich für Ultimate, unter anderem weil es nur eine geringere Spielergruppe anspricht.

Was für Content hätte denn da gewählt sein sollen? Die Relic? Story Content oder doch Ishgard? Diese drei brocken Müssen bis zum Addon durch sein. Ebenfalls kann ich mir vorstellen das sie wegen dem ACT Vorfall vom Tea Release beim neuen noch Sachen implementieren wollen die eben noch nicht fertig sind dank Corona. Man kann da nur Spekulieren aber man kann sich sicher sein das sie ihre gründe haben werden.

Jey

Natürlich gibt es immer da Probleme, wo zwei oder mehr unterschiedliche Interessensgruppen aufeinander treffen. Dass FFXIV viel zu viel generft wurde, kann ich absolut bestätigen, leider aber als langjähriger Spieler kaum nachvollziehen. Die Probleme, die u.a. daraus resultieren, sind mittlerweile vielfältiger Natur.

Zum einen entsteht durch die Leichtigkeit bis 80 eine Mehr-Klassen-Gesellschaft. Alteingesessene, die noch aus ARR oder Legacy-Zeiten stammen, wissen um die Schwierigkeiten, die es gab (was war Titan HM damals eine Relic-Hürde oder der Drache in CT1 am Patch Day eine Herausforderung) und gehen daher an schweren Content mit einer gewissen Ernsthaftigkeit heran.
Neue Spieler – und das habe ich oft selbst genug erlebt – denken sich eher etwas wie “Ich habe da noch eine Quest, da soll ich Hades EX machen, die muss ich noch erledigen” und verstehen nicht, dass die Hürde eine ganz andere im Vergleich zu dem ist, was man sonst kennt. Da muss man aber auch die Entwickler in die Pflicht nehmen, hier einfach bessere Erklärungen und Kennzeichnungen zu bieten, denn die Tutorials sind im Spiel schlichtweg ungenügend.

Dazu kommt, dass viele neue Spieler – auch durch den leichten Einstieg – eine gewisse Beratungsresistenz aufgebaut haben. “Hat doch bis 80 so funktioniert, dass ich die DoTs weglasse, also warum jetzt benutzen? Bei denen leuchten ja eh nur kleinere Schadenszahlen auf.”
Paart man das mit der von vielen gelebten Von-oben-herab-Attitude, oft und gerade auch von Mentoren (das System ist eh unnötig), dann hat man schnell Stress, Frustration und beide Seiten denken schlecht voneinander – teilweise aber eben auch zurecht.

Dazu kommt, dass überall Spieler neue Leute damit werben, wie überaus perfekt die Community doch ist. Das mag im kleinen Kreis, also einer FG, einem KK usw. stimmen, aber eben nicht unbedingt dann, wenn man “oben” angekommen ist. Das sieht niemand und das will auch keiner sehen – vielleicht aber auch, weil diese Spieler selbst eher casual sind und sich damit nicht beschäftigen.

Der nächste Punkt betrifft das Crafting und Gathering. Es ist okay, Dinge leichter zu machen und verschiedenen Content einzuführen. Aber warum muss es so extrem leicht gemacht werden. Die Ixal waren damals eine sehr gute Erweiterung, die Idee (mit den Einschränkungen je Rezept) aber dann bei zukünftigen Crafting/Gathering-Stämmen komplett verworfen worden – war ja zu schwer.
Mittlerweile kosten viele Items am Markt nur noch gerade den Marktwert ihrer Waren, weil jeder es dank Übungsdurchlauf und Ingame-Kalkulation perfekt hinbekommen kann – nur die Expertenrezepte sind noch eine Herausforderung – über die dann aber auch wieder gemeckert werden wird.

Der Großteil möchte einfach sehr viel haben, sehr wenig leisten und nicht ausgeschlossen werden. Was war der Aufschrei teils da, als die besten PvP-Season Spieler ein eigenes Mount bekamen. Das wäre unerhört, solle dann für andere bald kaufbar sein usw.
Nein, dafür wurde etwas geleistet, dafür haben Spieler trainiert, ihre Klassen und ihre Rolle verinnerlicht und dann abgeliefert. Wer das nicht möchte, kann sich gerne um sein Haus, seine zukünftige Insel usw. kümmern, sollte aber keine Ansprüche nach oben stellen – dann blieben vielleicht auch die unnötigen Nerfs mal aus. Ein bisschen Schwierigkeit sollte noch dabei sein.

EDIT:
Ich muss noch hinzufügen, dass ich es auch als großes Problem erachte, dass in vielen Bereichen an diesem Spiel keine Kritik geäußert werden darf, da darauf sofort mit viel Verachtung oder sogar Hass reagiert wird. Das empfinde ich, als jemand der Jahre auf EU und NA gespielt hat, gerade in Europa und bei Deutschen extremer als auf der anderen Seite des großen Teichs. Hier sollte man auch mal in der Lage sein, die Fanbrille abzulegen. Früher dachte ich auch, ich könnte nie einen Monat ohne Sub leben, heute kann ich auch 3 Monate Pause machen und mir fehlt nichts.

Zuletzt bearbeitet vor 5 Monaten von Jey
Sphero

Wow – Dieser Artikel hätte auch von Blizzard geschrieben werden können, da schwingt zwischen den Zeilen aber eine MENGE “saltyness” mit, so nach dem Motto “Och Menno, warum ist FF XIV so erfolgreich und alle anderen nicht”.

Die Antwort ist einfach: Das Spiel wird für die “normalen” Spieler interessant gemacht und nicht für die Hardcore Zocker. Wohin das nämlich führt, das erlebt grade WoW am eigenen Leibe, die Leute rennen in Scharen davon und wohin rennen sie? Nicht wenige zu FFXIV … und das zurecht!

Hinzu kommt, dass auch FFXIV durchaus seinen Hardcore Content hat, nur ist der weniger Relevant als in anderen MMOs und auch das ist vollkommen in Ordnung. Der Erfolg des ganzen gibt Square Enix hier Recht!

Dann noch ein Punkt: Die Square Enix Entwickler (Yoshi-P, Soken und und und) und die Community bilden eine Einheit, die Entwickler liefern was die Community sich wünscht und versuchen nicht der Community den Willen der Entwickler aufzudrücken, wie man den Eindruck bei Blzzard z.b. inzwischen gewonnen haben dürfte “Don’t you guys have phones…?” Blizzard und die Entwickler gebärden sich der Community gegenüber beinahe schon toxisch, als wüssten nur sie alleine was Spaß macht – und was Spaß ist entscheidet Blizzard anhand von Spreadsheets…ein Problem das andere große Spieleschmieden ebenfalls haben (WarGaming z.b.).

Man hat als Spieler von WoW (z.b.), selbst wenn man den Entwickler-Blogs und News nicht folgt, stets den Eindruck, man würde Ihnen dauernd Steine in den Weg legen und alles heraus Patchen das irgendwie mal Spaß machen könnte…
Und genau das macht Square Enix nicht! Im Gegenteil – Sie liefern noch mehr Spaß, wie bestellt.

Das kann man “casual” nennen und sich dann versuchen zu Rechtfertigen, dass man es ja nicht negativ meint, aber glaubwürdig ist das nicht. Denn ich wage zu widersprechen: Selbst “midcore” und “hardcore” Spieler können und werden in FFXIV ebenfalls glücklich werden – es warten eine Fülle von Herausforderungen und sogar PVP (in kleinem Kreis).

Der MMO Markt ist grade dabei sich zu konsolidieren und, so leid es mir tut, Activision/Blizzard wird wohl hinten runter fallen und nur noch unter ferner liefen mitmischen, selbst MMO’s die jetzt neu dazu kommen und noch auf Season Pässe, Loot Boxen und Boost Services bauen wie das neue amazon MMO, werden sich am Markt nicht lange halten können wenn sie nicht anfangen umzudenken. Es sei denn sie wollen Unmengen an Geld versenken. QoL im Cash-Shop anbieten, in einem Spiel das noch nicht mal Released wurde ist, mit Verlaub, der größte Quark von dem ich je gehört habe…warum nicht gleich implementieren? Weil man es so gemacht hat um es im Shop verkaufen zu können…So will man es machen aber diese Zeiten sind rum, die Spieler sind nicht dumm, jedenfalls nicht alle 🙂

Lange Rede, kurzer Sinn: FFXIV hat etwas geschafft, was ich nicht erwartet hätte, ein MMO das wirklich für jedermann etwas bietet, wenn man dem Spiel eine faire Chance gibt. Inzwischen sind es 22 Mio. Abonnenten – und es sieht nicht danach aus, als ob es irgendwann weniger werden würden, im Gegenteil… Das alleine ist sicher noch kein Garant dafür das es auch wirklich jedem Gefällt, aber ein verdammt gutes Indiz und ein Argument wenigstens die Kostenlose Trialversion bis lvl 60 ausgiebig zu testen.

Und wer noch visuelle Bestätigung benötigt: FFXIV FanFest 2021, einfach mal angucken (bei YT), da sieht man Devs und Produzenten auf einem GANZ anderen Level in Punkto Kommunikation sowie Identifikation mit Ihrer Kundschaft als man das zuletzt (seit Jahren) von Blizzard gewohnt ist inzwischen.

Alexander Benz

Hallo, ich bin seit der Beta zu 2.0 bei FF XIV dabei. Manche Nerfs kann ich verstehen andere wiederum nicht. Die Neu – oder Wiedereinsteiger wollen nur so schnell wie möglich zum Endkontend, sich eine Klasse zu erspielen, ist nicht vorgesehen. Dann stehen sie in einem 24 “Mann” RAID der Stufe 80 und können ihre Klasse nicht spielen, Schuld sind dann immer die Anderen. Das finde ich eher schade, wird aber zunehmend mehr. Mich als “alter” Spieler nervt es zunehmen, aber ändern wird sich wohl nichts. Zum Glück bietet das Spiel auch noch eine Menge anderer Dinge, die man angehen kann. Schwere Inhalte mache ich nicht. Würde ich gerne, aber meine freie Zeit ist nicht planbar, somit geht eine feste Raidgruppe nicht. Und mit Casuals schwere Inhalte angehen, habe ich probiert, funktioniert in der Regel nicht. Die Leute haben keine Geduld sich das zu erspielen. Learning bei doing, kostet ja Zeit und Geduld, beides ist wenig bis gar nicht vorhanden.?

Minus

Daran sind leider die Abenteuergeschichten schuld. Da erkauft man sich für eine beliebige Klasse Stufe 70. Gerade bei Tanks fällt das enorm auf. Sie können die Klasse nicht spielen und wissen oft banale Dinge nicht, wie z.B. das man das Gesicht der Mobs nicht in die Gruppe drehen sollte. Auch Heilern merkt man das schnell an. Ich habe nichts gegen Fragen, aber es kann nicht sein das man diesen Spielern im Stufe 67 Inhalt die Basics ihrer Klasse erklären muss.

Drahn

Das ist so nicht ganz richtig. Die Abenteuergeschichten sind nicht schuld.

Das Problem ist, dass es bei der Level-Phase keine Herausforderungen mehr gibt. Man levelt sich stumpf von 1-80 und hat auch nix gelernt. Bei ARR war das nicht das Problem gewesen. Aber seitdem alles tot generft wurde, gibt es immer mehr Spieler die noch nicht mal die Basics kennen.

Ob man jetzt stumpf Fates oder Dungeons farmt oder sich ne Skip-Potion kauft, macht keinen Unterschied.

Minus

Gut, dass stimmt auch wieder. Zusätzlich kann man noch stumpf im Palast leveln. Ich hatte zu ARR Zeiten tatsächlich noch Makros um Mobs von 1 bis 5 durch zu markieren. Heute gar nicht mehr dran zu denken. Ja, leider hat SE global alles kaputt genervt. Ich spiels ja immer noch, aber einfach aus Gewohnheit und weil manche Roulettes und Bosse immer noch etwas Spaß machen.

Bei ARR war es auch eher selten das man mehr als 2, 3 Klassen auf 50 hatte. Da war es halt noch richtig Aufwand. Mittlerweile hat doch jeder zweite alles auf 80 inkl. Handwerker/Sammler.

Zuletzt bearbeitet vor 5 Monaten von Minus
Fire112

Die Ausnahmegruppe der Hardcore Spieler hat eh schon zuviel Einfluss auf die Gamerbranche. Zielgruppe können und dürfen sie nicht sein, dann schließe ich mehr als 90% der Spieler aus und Gaming wird zum Elitehobby. Ich stelle mir gerade vor, Outriders, eh schon recht schwer, wäre auf die Bedürfnisse eines Rammbob oder Nick Tew zugeschnitten, dann hätte die meisten Spieler schon in der Questreihe aufhören können. Eigenartigerweise fordern solche renomierten Ausnahmespieler das auch mit keinem Wort, sondern zeigen, was möglich ist und geben dir nie das Gefühl, ein unfähiger Casual zu sein.
Content muss nicht abartig schwer, sondern abwechslungsreich und unterhaltsam sein.
Ferner muss sich die Spielindustrie ihrer sozialen Verantwortung bewusst sein, als jahrelanger ESO Spieler mit mehreren tausend Spielstunden und immernoch ohne einen dieser Tophardcoretitel, sind mir Spieler bekannt, die ihre letzten Ersparnisse für einem Carry ausgeben oder, und nicht erfunden, ihren Beruf aufgeben, um mehr Zeit für ESO zu haben, erfolgreicher zu sein.
Aber das ist ein anderes Thema…
Und, lieber Autor, allein die Überschrift dieses Artikel hat einen faden Beigeschmack, wer ist den mit ” ihr” gemeint

Zuletzt bearbeitet vor 5 Monaten von Fire112
Fire112

Liebe Autorin, ich wollte dir keinesfalls zu nahe treten, wenn ja, entschuldige ich mich.
Ich verstehe die Top Spieler ja sogar ein wenig, Unterforderung kann langweilig und frustrierend sein. Aber aus wirtschaftlicher Sicht haben sie für die Entwicklerbranche wenig Bedeutung, die Masse machst und Geld zur Entwicklung neuer Spiele kannst du nur da generieren.

Minus

FFXIV nutzt keine Skillbäume, dadurch ist jede Klasse nur in eine Richtung zu spielen und das trifft auf jeden zu. Die Einschnitte sind schon so gravierend geworden, dass man durchaus hinterfragen darf, welche Altersgruppe denn auch die Zielgruppe ist. SE ändert ja auch dort wo es unerheblich ist, ob man Hardcore oder Causal ist. Man könnte schon teilweise annehmen, den Spielern gar nichts mehr zu zutrauen.

Minus

Ich spiele FFXIV nun schon ewig und es stimmt, dass Spiel wird in jeder Hinsicht nur noch vereinfacht. Das schlimme ist, dass es selbst die Causals bei mir in der FG stark kritisieren, z.B. was Handwerken und Sammeln betrifft. Mit Shadowbringers wurde das Kampfsystem extrem vereinfacht. Was soll das denn das man als Tank nur mit 2 Skills um sich haut in Gegnergruppen. Das ganze Aggrosystem ist nur noch ein Witz. Leider ist es so, dass sowohl ich als auch die Causals in meiner FG nur wenig Spaß am Content haben. Da reduziert sich der Spaß fast nur noch auf Housing.

Minus

Entspannen ja, nur wenn man für viele Dinge nur noch simple Skills ausführen kann und auch der Causal unterfordert wird, dann führt das schnell zu monotoner Langeweile. Vor längerer Zeit haben sie z.B. geändert, dass nur noch ein Handwerker auf max. Stufe zum Reparieren aller Rüstungsteile genügt, wohingegen früher die Teile noch ihre spezifische Handwerkerklasse vorausgesetzt haben. Beim Kämpfen und was die Aggro betrifft, so ist es heute nicht mehr möglich als DD einem Tank die Aggro zu entreißen. Bedeutet, weder der Tank muss sich nennenswert Mühe geben, noch der DD muss acht geben und bestimmte Skills zum Aggro reduzieren (gibt es nicht mehr) zünden. Schwäche Effekt durch Tod wird auch nicht mehr mit weniger Leben über die Dauer bestraft. Man ist heute grundsätzlich bei jedem älteren Bosskampf Oberpowered und das noch bevor der stapelnde Buff ansetzt. Klar, mit Traumprüfung holt man ein bisschen was wieder zurück, aber alles in allem verliert FFXIV an Boden. Wenn man alle drei Addons mitgemacht hat und die Formel kennt, gähnt man mit jeder neuen Ankündigung nur vor sich hin. Ich hab die Raids und Runs auf beste Ausrüstung aufgegeben, denn die höchste Gegenstandsstufe zu haben nutzt halt nichts, wenn man überall sonst runtergestuft wird. Da spiele ich für den Zeitaufwand lieber was anderes.

PerryCox

Ich finde den aktuellen Stand des Spiels letztlich okey. Das die HC Leute jammern und meckern kann ich verstehen. Andererseits denke ich mir halt einfach, ggf. sollten diese sich doch mal öffnen für den Casaul Content. Denke mal die haben sich zu sehr versteift auf ihre Sichtweise und klar wenn man nur Raidet ist das Game halt unglaublich langweilig. Diese Situation hatte ich in zur Stormblood Zeit. Nun spiele ich selber akutell das Game mehr Casual und muss sagen ich genieße es. Kann entspannt meine Dinge nachgehen ohne mich zu stressen. Hab sogar ein Ultimate geschafft wobei ich mich persönlich als midcore/Causal Raider ansehe. Außerdem ist halt von Unternehmensicht die Casual Zielgruppe wichtiger als die 1% die einen Ultimate Raiden. Somit wundert es mich nicht das, dass Spiel einfacher wird. Aber stören tut es mich nicht. Spiele das Game wegen dem Sozialen Aspekt, Nette Leute= Spaß zumindest für mich und ich liebe die Story. Raiden ist für mich ein coole Nebentätigkeit. ?

Prim

Hat nichts mit Jammern zu tun und bin kein Elite Spieler aber ein MMO wo man Zeit und Geld Investiert sollte vielfältig und Interessant ein….
Bei erleichterungen gehen oft auch eine Menge Content drauf die keinen Sinn mehr ergeben udn man schläft dann nur noch ein,wenn man solche stark erleichterte MMOs spielt.
Solche MMOs sind nur noch Beschäftigung Therapie für Menschen die nicht schlafen können 😛

Drahn

FFXIV war noch gut bis Stormblood kam. Es gab nicht zu viel und nicht zu wenig. Es gab schwere Inhalte und auch ein paar Grind-lastige Inhalte. Doch seit Stormblood wird immer mehr und mehr vereinfacht, vereinheitlicht und verschlimmbessert. Die Devs haben aufgehört mal was zu riskieren und liefern stattdessen den gleichen Content in neuer Verpackung (z.B. Diadem -> Eureka -> Bozja). Schlimmer noch, wird der Content immer mehr gestreckt und in Unter-Patches verpackt. Das Housing-Gebiet in Ishgard ist immer noch nicht fertig… das kommt wohl mit 6.0 oder 6.1… . PvP ist ohnehin tot.

FFXIV war zu Beginn (nicht 1.0, sondern ARR) ein forderndes und dennoch ausgewogenes MMORPG. Doch jetzt ist es ein MMORPG geworden, dass jedem seinen Wunsch erfüllt, solange man nur laut genug schreit (siehe männliche Viera). Im Grunde sehe ich nur dabei zu, wie FFXIV das gleiche Schicksal erleidet wie WoW: Die Devs arbeiten nur noch lieblos an dem Spiel und die Community leistet ihren Beitrag indem sie es immer mehr kaputt machen.

Wenn ich jetzt aufzählen müsste, was alles in FFXIV schief läuft, müsste ich nen ganzen Artikel schreiben (Stichworte: Verschenktes Potenzial, Unfertige Ideen und Systeme, viele alte Baustellen oder Yoshi-Ps FF16). Schon allein der Endwalker-Trailer spiegelt FFXIV ziemlich gut wieder: als ein Ansammlung zusammengestückelter Dinge.

Kurz gesagt, ist FFXIV weder was für Neulinge, Hardcore- oder Casual-Spieler. Neulinge haben zu viel Content aufzuholen, vor allem was die Story angeht. Hardcore-Spieler haben im Grunde nur Savage- und Ultimate-Raids (die Primae sind längst keine Herausforderung mehr). Und für Gelegenheitsspieler ist der Zeitaufwand viel zu hoch geworden. Nahezu alles frisst unheimlich viel Zeit und macht dabei keinen Spaß. Dennoch halten die Devs an ihren 6-Jahre alten FATEs fest.

Am Ende ist es ein Game für Leute ohne Leben geworden. Schade, denn ich hatte gehofft, dass FFXIV mit Shadowbringers noch die Wende schaffen könnte. Stattdessen wird Content nur noch künstlich in die Länge gestreckt und vereinfacht. Und das macht keinen Spaß mehr… .

Zuletzt bearbeitet vor 5 Monaten von Drahn
Tupla

Nur ein paar kleine Bemerkungen am Rande:
PvP ist ziemlich aktiv, man muss sich nur mal die “Mühe” machen, Anschluss an der Community zu finden und den Discord Servern beizutreten, die auch ingame vermehrt Werbung für sich machen. Diadem, Eureka, Bozja haben lediglich den Instanz-Aspekt gemein, unterscheiden sich vom Ablauf jedoch. Hast du die Inhalte aktiv gespielt? Artworks zu männlichen Viera sind damals zeitgleich mit den ersten Anspielungen auf weibliche Viera gekommen, das war nur eine Frage der Zeit, bis die vorgestellt werden. Primae finde ich persönlich zudem fordernder als damals. Titan Ex hatte nur ein paar Mechaniken, die man alle an einer Hand abzählen konnte, die neuen Primae (Warrior of Light mal als extremes Beispiel) haben doch eher komplexe Abläufe. Im Endeffekt finde ich es nicht schlecht, dass der Content so zwischen allen Spielerschichten aufgeteilt wurde und mehr in Richtung Casual geht, denn vor allem auf den EU Servern ist die Raid Community sehr toxisch (was für mich den Spielspaß gewaltig eindämmt). Ich habe all meine Ultimate Waffen Glamours / Transmogs von den Waffen genommen, weil die meisten Spieler, die damit rumrennen, absolute Dullis und charakterlich im Minusbereich sind. Man schämt sich richtig mit einem Ultimate Titel.

Wanderer

Ich wipe lieber noch 10.000x in epischen Raids mit Casual-Spielern, als auch nur noch 1x mit den toxischen (EU) HC-Raidern loszuziehen, die sich für die Krone der Schöpfung halten. Komischerweise ist das nur auf den EU-Servern so. Im asiatischen und im US-Amerikanischen Raum sind die Raider größtenteils komplett anders eingestellt. Schade, aber dieses Bild zeigte sich ja auch schon in anderen Games.

Drahn

Ich war seit der Beta von ARR dabei und hatte 6 Jahre lang ein ununterbrochenes Abo gehabt. Mit 5.4 habe ich dann die Reißleine gezogen. Ich habe nahezu jeden Inhalt gemacht (Diadem, Eureka und Bozja eingeschlossen) und weiß wie es im Spiel läuft.

Daher folgendes:

  • Warum war es nötig, die Reliktwaffen-Questreihe in einen instanziierten Masseninhalt zu verfrachten? Was war mit den Reliktwaffen aus ARR und HW so falsch gewesen? Wenn man die rosa Brille abzieht, ist Bozja im Kern nichts anderes als Eureka/Diadem.
  • Warum muss man sich erst die Mühe machen, selbst nach Spielern fürs PvP zu suchen? Der Inhalt ist so ausgestorben, dass man über den regulären Duty Finder einfach nichts findet. Abgesehen davon ist das PvP absolut broken, allein schon wenn ein Astrologe (Healer) es locker mit 3 DDs aufnehmen kann. Das PvP wurde nur noch auf eine paar Buttons tot generft. Wie soll das Spaß machen?
  • Die Raid-Community ist nicht toxisch. Sie wird nur als solche empfunden, weil die Schneeflöckchen einfach nicht kritikfähig sind. Es gibt mittlerweile unheimlich viele Spieler, die nicht mal ihre Basics auf die Reihe kriegen und sich dann in Primaes oder Raids schmuggeln. Ich habe noch bis Ende Stormblood über den Partyfinder geraidet. Und da sind Leute beigetreten, die weder ihre Rota konnten, noch überhaupt Food oder Pots mit brachten. Durch all die Vereinfachungen verblöden die meisten Spieler bis zum Max-Level einfach. Selbst Leviathan oder Titan Unreal (beide 6 Jahre alter Inhalte) überfordern solche Spieler.
  • Der Warrior of Light ist ein Witz und kein Vergleich zu den 13 Phasen von Thordan Ex. Oder Shinryu. Sophia. Es gibt unzählige bessere Primae. Der letzte gute (wenn auch etwas zu einfache) Primae war Innocence. Selbst der letzte Teil von Eden war langweilig und uninspiriert. Aber selbst die alten Primaes wie Titan Ex sind (trotz ihren aus heutiger Sicht einfachen Mechaniken) dennoch etwas, woran sich viele Spieler die Zähne ausbeißen (siehe das Gejammer im Forum zu den Unreal-Inhalten).
  • Es gab auch Artworks zu Au Ra, die wesentlich dämonischer oder drachenähnlicher aussahen. Dennoch haben sie es so nicht ins Spiel geschafft. Nur weil ein Artwork existiert, heißt das nicht, dass es auch kommen muss. Im Grunde haben es die männlichen Viera nur ins Spiel geschafft, weil genug Leute danach geschrien haben. Und jetzt: die männlichen Viera sehen aus wie die weiblichen, nur ohne Brüste. Frag mal die Viera-Fans, ob SE nicht doch lieber daran gearbeitet hätte, dass mehr Frisuren oder Klamotten den Viera zur Verfügung stehen.
  • Was wurde aus den großen Gildenaktivitäten die damals angekündigt worden sind (z.B. Primae-Beschwörungen). Oder Limited Jobs, von denen aktuell nur der Bluemage existiert. Oder mal ein neuer und besserer Deep Dungeon? Veteranenbelohnungen? Oder wie wäre es mal mit einem Rework vom Glamour, Housing, Inventar, Gehilfen, Seite-an-Seite, Level-Sync, Dungeons allgemein, Sammeln, Craften, Levelphase oder Charakteranpassung? Stattdessen wandern die Resourcen in den Mog-Shop oder in die Inhalte, die voll mit ewig langem Grind und RNG sind.

Ich bin selbst vom Raider zum Gelegenheitsspieler geworden. Und die Entwicklung von FFXIV hat nix mehr mit Casual oder sonst was zu tun. Yoshi-P sagte ja selbst, dass die Leute weniger Zeit haben und man FFXIV auch in diese Richtung entwickeln wollte. Davon merke ich aber nichts. Eher im Gegenteil, denn alles im Spiel erfordert mehr und mehr Zeit und gleichzeitig fast gar keine Mühe. Selbst Experten-Dungeons sind nahezu wipe-resistent geworden. Das sind Max-Level-Inhalte!

FFXIV wurde zu einem Spiel, dass einen nur noch dazu verleitet nebenbei Netflix zu schauen, während man seine Weeklies farmt oder Reliktwaffe grindet.

Zuletzt bearbeitet vor 5 Monaten von Drahn
Prim

Ich habe bis Ende vor Blood gespielt dann waren die Instanzen nur noch zum einschlafen und ab-grinden.
Viele haben da aufgehört und habe noch nie ein MMO gesehen wo in meiner Freund liste so viele Spieler ihren kompletten Acc gelöscht haben.
Seitdem nicht mehr Aktiviert.
Die Spieler von FF14 Blood Erweiterungen haben sich zumindest bei mir größtenteils Negative über Blood geäußert.
Alles hat mal ein Ende nur die Wurst hat 2 Enden 🙂
FF14 wird es genauso ergehen wie damals F11 Online…….
Es werden nur noch Spieler abgefarmt je leichter man ein MMO macht.

Gekkosera

Der Content für die “Harcore” Fans ist immer noch da. Für Casuals ist der Savage Content und die Ultima Kämpfe immer noch ein Happen zu anspruchsvoll und leveling Dungeons etc. sehe ich in keinem Spiel als “nicht für Casuals” geeignet. Da FF zusätzlich noch mit einem Ausrüstungs-Synchronisierungssystem arbeitet ist das höhere Gear in der Regel sowieso auch eher für den höheren Content gedacht. Jeder, der nur die normalen Raids und Dungeons läuft benötigt das eh nicht.
Ich finde es gut, so wie es aktuell ist, da ist für jeden was dabei!

Eisbaerf

Ich finde es toll. Ich finde in FF 14 ist alles richtig. Schwerer Content wird damit belohnt, dass man früher die Items bekommt und Mounts. Die Items bekommen Causal Spieler halt später. Ich hätte zwar die Zeit für mich ist das Spiel aber kein Job sondern ein Spiel.

Ich habe in WoW früher auch Guides gelesen und Bosse gelernt. Da hatte ich aber Schule oder war Arbeitslos. Jetzt habe ich einen Job und ein Kind und möchte einfach abschalten und ein bisschen gefordert werden. Genau das tut FF 14 für mich perfekt.

Resal

Ganz ehrlich? Finde ich vollkommen okay so.

SE spricht mit FF14 eben eine andere Zielgruppe an und das sollten sie auch, denn damit haben sie gezeigt, dass sie erfolgreich sind.

Ich habe lange WoW gespielt, aber mit der Zeit immer mehr das Interesse verloren. Der ständige Druck, immer Höchstleistung geben zu müssen um mithalten zu können, ging mir irgendwann tierisch auf die Nerven. Wenn du dein Gear auf aktuellem Stand halten wolltest, musstest du gut sein – und manch einer kann / will sich eben nicht mehrere Stunden pro Woche da reinhängen, um das notwendige Know-How zu erlernen.

FF14 hat seinen eigenen Anspruch – es ist einfacher gestaltet. Es gibt keinen Druck unbedingt den neusten Raid auf Extreme abschließen zu müssen, durch den Verbot von Third-Party-Apps wie z.b. Damagemeter etc kann dir sowieso niemand was. Den Content kannst du dennoch bestreiten.

Und niemand kann sagen, dass die Extreme Raids einfach sind – wer also wirklich eine Herausforderung will, kann sie also finden. Aber niemand wird dazu gezwungen, weil es neben Endgame-Raiding nichts anderes mehr gibt.

Yoshi P. hat selbst gesagt: Wenn man spielen will, soll man spielen. Niemand soll sich gezwungen fühlen, das Abo aufrecht zu erhalten, wenn er keine Lust hat. Und diese Einstellung finde ich echt super.

Prim

ich habe kein Problem damit das du es OK findest hab deinen Spaß…….
Nur für mich hat der Spaß schon kurz vor Blood aufgehört……
Dann geht man und war nicht der einzige……

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