Raider schwärmen von raffiniertem, neuen Boss in Final Fantasy XIV

Der neue härteste Kampf von Final Fantasy XIV gegen die Ultima-Waffe wurde als erstes von der europäischen Freien Gesellschaft Entropy gemeistert. Dabei wurden sie und die anderen Raider von den Entwicklern fast einen Tag lang an der Nase herum geführt. Denn der Kampf ist raffiniert.

Sechs Tage sind nun vergangen, seit dem der fatale Kampf gegen die Ultima-Waffe online gegangen ist. Genau wie ihr Vorgänger Bahamut sollte die Ultima-Waffe eine Herausforderung für die Besten der Besten aus der Raid-Community von Final Fantasy XIV sein.

final fantasy xiv endlose schatten von bahamut

Wenn die Gewohnheiten zum Problem werden

Wie ging es los? Es war bereits bekannt, dass die Spieler in dem fatalen Kampf zunächst Ifrit, Garuda und Titan besiegen mussten, um am Ende gegen Ultima antreten zu können.

Einen halben Tag lang haben die Raider damit verbracht, in dem Kampf zügig und ohne allzu große Schwierigkeiten voranzukommen und die Primae nacheinander zu erledigen.

final fantasy xiv ifrit titan garuda

Doch dann stießen sie auf Kampf-Mechaniken, die sie nicht überwinden konnten. Es kamen mehrere Angriffe, die alle den sofortigen Wipe für die Gruppe bedeuteten. Niemand wusste, wie man den vermeiden konnte.

Ultima-Raid verstößt gegen die Gepflogenheit

Die Gamer-Reflexe sind nicht immer hilfreich: Dabei hatten die Entwickler die Gewohnheiten der Raider gegen sie genutzt.

Bis jetzt war es in den schweren epischen Raid-Kämpfen von Final Fantasy XIV immer die Regel, dass jede Art von Buff auf dem Gegner etwas grundlegend Schlechtes war. Die Spieler waren darauf trainiert zu verhindern, dass Bosse in Kämpfen irgendwelche Buffs oder Stacks erhalten.

final fantasy xiv ultima

Diese Regel war absolut selbstverständlich. Doch genau das war der Haken. Denn bei Ultima liegt der Trick darin, bestimmte Kampf-Mechaniken zu bestimmten Zeitpunkten gezielt zu „vermasseln“:

  • Durch das Vermasseln bestimmter Boss-Mechaniken wurde bei den Primae Garuda, Ifrit und Titan der Buff „Ätherüberladung“ hervorgerufen.
  • Sobald ein Primae mehr als 4 Stacks der Ladung hatte, wurden ihre Angriffe gefährlicher und er erhielt neue Fähigkeiten.
  • Die einzelnen Bossen muss man aber überladen, um dadurch später Vorteile zu haben
  • Die Raider mussten den Kampf also komplett neu lernen und herausfinden, welche Bedingungen es sind, die den Primae Überladung geben.

Einer der Elysium-Raider mit dem Ingame-Namen Aria Ebenfalls sagte in einem Tweet dazu: „Der Entwickler [von Ultima] kannte alle unsere Gewohnheiten und Gedankenvorgänge als Raider und designte den gesamten Kampf mit dem Ziel sie gegen uns einzusetzen.“

Und es war auch nicht die einzige Mechanik, die kontraintuitiv designed war.

4 Limit-Breaks der Stufe 3 innerhalb einer halben Minute!

Die Ätherüberladung-Mechanik zielte darauf ab, den ersten Teil des Kampfes schwerer zu gestalten, indem sie zum Beispiel einen DPS-Check härter machte und den Primae neue Fähigkeiten verlieh.

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Man musste aber, die Bosse überladen, denn nur so konnten die Raider das erste Erscheinen von Ultima unbeschadet zu überstehen:

  • Jeder Primae, der in dem überladenen Zustand getötet wurde, hinterließ eine kleine Boden-AOE
  • Je ein Heiler, Magier und Nahkämpfer mussten diesen AoE betreten und erhielten einen Buff, der erst viel später im Kampf benötigt wurde
  • Wenn einer dieser Spieler den Stufe 3 Limitrausch einsetzte, bewirkte sein Buff, dass der Limit-Balken sich danach sofort wieder füllte.
  • Benötigt wurden je ein Magier-, Heiler, Nahkämpfer- und Tank-Stufe-3-Limit, um die tödlichen Angriffe von Ultima nacheinander zu überleben.

Und wenn einer der Spieler diesen Buff nicht hatte, musste die gesamte Gruppe wieder von vorne anfangen.

Die Raider-Community von Final Fantasy XIV ist sehr zufrieden

Bereits schon während der Progression konnte man auf den Social Media die begeisterte Reaktion der Hardcore-Raiding-Community von Final Fantasy XIV zu dem Kampf beobachten.

Nachdem der Trick mit der Ätherüberladung bekannt wurde, veröffentlichte Elysium Chatlogs mit der Reaktion ihrer Raider auf diese Mechanik:

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Aber auch die Spieler von Entropy hatten ihren Spaß. Elia Sand, der Weißmagier der Siegergruppe, ist der Meinung, dass Ultima von den Mechaniken und dem allgemeinen Design her besser ist als Bahamut.

Kiona Lynaer, der Gelehrte der Elysium-Gruppe, teilt seine Meinung. Der Bahamut-Kampf war laut ihnen durch die übertriebene Länge etwas zu anti-klimatisch.

Ultima fiel nach insgesamt 86 Stunden Raid-Zeit

Die Entropy-Gruppe lieferte außerdem noch einige Zahlen zu ihrem Progress:

  • Vom Anfang bis Ende haben die Raider den Kampf ingesamt 495 Mal von vorn anfangen müssen.
  • Sie haben innerhalb der 5 Tage ungefähr 86 Stunden mit dem Raiden verbracht, inklusive Pausen zwischendurch.
  • Davon wurde an einem Tag ganze 21 Stunden am Stück gespielt, weil die Gruppe den 3% Enrage unbedingt überwinden wollte.

Es war eine knappe Sache: Die Jungs von Entropy hatten bereits einige World First-Kills während des Alexander-Raids in Heavensward abgestaubt und galten in dem Rennen daher neben Elysium aus USA und Lucrezia aus Japan als einer der Favoriten.

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Und tatsächlich, knapp einen halben Tag später hatte auch Elysium ihren Sieg und den zweiten Platz in der Tasche.

Die Konkurrenz war hart und die Freude über den Sieg entsprechend groß, wie man am Ende eines der Kill-Videos hören kann:


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Quelle(n): RedditElysiumTwitter
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