Kann man zu viele Waifus haben? Ein Gacha-Spiel hat durch einen Hacker die Antwort gefunden. Die klare Lösung: Nein, aber auch ja.
Gacha-Spiele mit jeder Menge Anime-Waifus gibt es zu Hauf. Doch die perfekte Waifu gibt es nur ein einziges Mal – zumindest, wenn man nicht selbst Hand anlegt und die ganze Welt mit Abbildern des Charakters flutet. Genau das hat ein „Fan“ des Gacha-Spiels Blue Archive offenbar getan.
Eines der aktuell bekanntesten Gacha-Spiele ist Genshin Impact:
Was ist in Blue Archive vorgefallen? Für die Spielerinnen und Spieler von Blue Archive war es ein kurioser Vorfall. Denn auch wenn die Anime-Damen in Blue Archive gerne mal ein wenig Chaos anrichten, so viel Verwirrung ist dann doch eher ungewöhnlich. Viele berichteten davon, dass der Charakter „Kurosaki Koyuki“ auf den globalen Servern das Spiel übernommen hatte.
Nicht nur wurden alle Banner im Spiel (die Gacha-Mechanik) durch das 3D-Modell von Koyuki ersetzt, sondern auch das Café, einer der Orte des Spiels, von zahllosen Kopien dieses Charakters geflutet. Außerdem hatte jemand den Titel des Spiels auf der Info-Seite von „Blue Archive“ in „Nihahaha“ umgewandelt – ein Ausruf des Charakters, wenn Koyuki im Spiel mal wieder Chaos anrichtet.
Was manche erst als kurioses Ingame-Event ansahen, stellte sich dann jedoch rasch als Angriff heraus, der durch Notfall-Wartungsarbeiten eingedämmt werden musste. Auf X haben einige Screenshots veröffentlicht, wie das im Spiel aussah:
Hacker treibt Schabernack, klaut aber keine wichtigen Daten
Wurden dabei auch sensible Daten gestohlen? Nein. Wie Nexon im Forum des Spiels berichtet, wurden bei den Angriff keine Accountdaten oder andere Nutzerdaten gestohlen. Diese werden anders gespeichert und darauf hatte der Angreifer keinen Zugriff. Daher könnte man den ganzen Vorfall gut und gerne als Streich abtun.
Der Angriff konnte inzwischen auf eine IP-Adresse in den Niederlanden zurückgeführt werden. Angeblich steckt dahinter ein Fan des Spiels und des Charakters Koyuki– das würde zumindest erklären, warum sich jemand die Mühe macht, sich so tief in die Spieldaten zu graben und dann doch nur einen eigentlich so harmlosen Fehler auszulösen.
Auch wenn bei dem Vorfall nichts wirklich Bedeutsames vorgefallen ist, dürfte das Ganze als Cyber-Angriff zählen. Der Betreiber Nexon hat den Vorfall zumindest an die koreanischen Behören weitergeleitet, die gerade eine Untersuchung einleiten.
Auf der gamescom 2025 konnte unsere Autorin Jasmin Beverungen ein komplett neues Anime-Gacha-Spiel ausprobieren. Das ist eine ziemlich wilde Mischung, denn es sieht ein bisschen aus wie GTA in der Anime-Welt – nur mit dem Unterschied, dass die Autos manchmal auch Tentakel-Arme haben. Fragt nicht.
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