Chef des Deutschen Olympischen Sportbunds: „E-Sport existiert nicht“

Ist eSport ein Sport? Hier scheiden sich die Geister. Für viele ist Sport mit einer körperlichen Betätigung verbunden. Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds und der hessische Innen- und Sportminister meinen aber, dass E-Sport hier nicht dazu gehört.

Was ist passiert? Vergangenes Jahr meinte Thomas Bach, Präsident des internationalen olympischen Komitees (IOC), dass eSport aufgrund vieler gewalthaltiger Spiele nicht den olympischen Gedanken von Frieden und Völkerverständigung entspräche.

Damit standen die Chancen für eine Aufnahme des eSports als olympische Disziplin schon sehr schlecht.

esports summer hinter den kulissen

Welche Meinung vertritt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB)? Beim Neujahres-Empfang des Deutschen Olympischen Sportbundes erklärte Alfons Hörmann, Präsident der Dachorganisation der DOSB, dass es E-Sport nicht gibt.

Es wird auf keinen Fall als olympische Disziplin aufgenommen.

Es handle sich hier nicht um E-Sport, sondern um E-Gaming.

Das sagt der hessische Innenminister: Vorher hatte der hessische Innen- und Sportminister Peter Beuth erklärt, dass E-Sport „so wenig Sport wie Stricken und Blockflöte spielen“ ist.

Werte wie Fair Play und die Achtung vor den Menschen würden bei Videospielen nicht vermittelt. „Wir dürfen es der E-Gaming-Industrie nicht erlauben, diese Sportwerte zu vereinnahmen“, erklärte er weiter.

Er möchte weiterhin nicht, dass die „E-Gaming-Industrie um Fördermittel buhlt“.

eSportler schlägt Formel-1-Fahrer auf echter Rennstrecke, überrascht alle

Warum ist dies ein Reizthema für Gamer? Der eSport dreht sich vielen Spielern zufolge nicht um „brutale“ Spiele, sondern darum, im Team etwas zu erreichen, auf einen Sieg hinzuarbeiten und hart dafür zu arbeiten. Fair Play ist beim E-Sport ebenso wichtig wie die Achtung vor den Menschen, genau, wie das beim „echten“ Sport der Fall ist.

Auch Schach wird immer wieder erwähnt. Ob Schach Sport ist, wird seit Längerem kontrovers diskutiert. Besonders, seit 2014 die Fördermittel gestrichen wurden.

Denn im Dezember 2013 trat eine Richtlinie des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Kraft, der zufolge Sportarten ohne „eigenmotorische Aktivität des Sportlers“ nicht mehr gefördert werden. Dies zog schwere Konsequenzen für den Schach nach sich.

Eine ähnliche Diskussion wird um Dart geführt.

Bei Schach und Dart kommt allerdings das Argument auf, es handle sich um Mentalsport. Konzentration, Überlegung, Taktik, all das ist wichtig. Das trifft aber auch auf Computerspiele zu.

ESWC esports summer

Gamer fühlen sich unfair behandelt, da der eSport mit seinen hohen Preisgeldern schon seit Jahren ein so großer Teil der Gesellschaft ist, aber einfach nicht offiziell anerkannt wird.

Ist dies das Ende des eSports als olympische Disziplin? Mit den Aussagen des Sportministers Beuth und des DOSB-Präsidenten Hörmann scheint dieses Kapitel wohl vorerst abgeschlossen zu sein. Zumindest vorerst wird es wohl keine olympische Disziplin „E-Sport“ geben. Allerdings gibt es in der Politik Personen, die sich für eine Anerkennung des eSports als offizielle Sportart aussprechen.

Hierzu gehört Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung. Im Herbst 2018 meinte sie kurz und knapp: „eSport ist Sport. So einfach ist das.“ Die Diskussion wird also weitergeführt. Und vielleicht können wir irgendwann erreichen, dass der eSport wirklich als olympische Disziplin gilt.

Kein Scherz: Landwirtschafts-Simulator bekommt eigene eSport-Liga
Quelle(n): PCGamer
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Marius Kraus

Was in dem Artikel leider nicht erwähnt wird ist, dass der DOSB zwar eSport als solchen nicht als Sportart anerkannt hat und dies auch nicht tun wird, sportartbezogene Spiele wie FIFA oder NB2K mittlerweile aber als eingenständige Sparten der „echten“ Sportarten akzeptiert hat. So ist FIFA in Deutschland mittlerweile ein Teil des DFB und hat so die Möglichkeit auch Fördergelder zu erhalten.

ParaDox

Die Disskusion ob eSport ein „richtiger“ Sport ist oder nicht, finde ich recht ermüdend.

Viel interessanter ist die Frage ob der eSport, auch auch professionellem Niveau, alleine stehen kann, oder ob eSport nur Aufgrund von großen Marketingbudgets der Spielehersteller/Publisher seine derzeitige Dimension erreicht hat.

Wenn Valve und Riot ihre Zuzahlungen an die CS:GO und Dota2 Mayors bzw. LEC, LCS, LCK einstellen würden, denke ich würden diese Ligen bzw. Turniere nicht mehr in dieser Form existieren können.
Am Ende der HGC kann man gut sehen was Passiert wenn ein Publisher den Geldhahn zudreht, in diesem Fall Blizzard.
Es gibt zwar einige Enthusiasten die den HotS eSport weiter am Leben halten, ein richtig professionelles Niveau werden die nie erreichen, schon alleine aus finanziellen Gründen.

Wenn der eSport alleine und unabhängig für sich stehen kann, denke ich werden sich alle anderen Diskussionen von alleine geben, da das größte Argument gegen den eSport immer noch das:“ eSport ist nur gut gemachtes Marketing der Spieleindustrie“.

Chemo65

XD schon krass das schon in solch eine banale Diskussion politische Themen eingesetzt werden (Stichwort Russland) seid mal lieber froh das „der Russe“ wie er ja immer bezeichnet wird darüber noch? Lacht wie mit ihm umgesprungen wird ….

Aber zurück zum Kern 😉

Warum sollte das nicht als Sport anerkannt werden ? Die Strukturen sind bei pro Teams doch gleich wie bei anderen Teams die schon den Status „Sport“ haben

Ich glaube einfach das die alten Leuten in solch Komitees die das entscheiden einfach keinen Draht dazu haben und einfach nur den pickligen dicken Nerd mit Riesen zewa Rolle auf Schreibtisch da sitzen sehen und nicht Sportler in eigentlichen Sinne mit Trikot (obwohl das gibt es ja) und Bällchen unterm Arm in eine Arena mit 50.000 Leuten einlaufen sehen

Klar sollte man differenzieren wann es Spaß ist und wann Sport losgeht (ich mach ja auch keinen Sport wenn ich mich mit Handvoll Leuten im Park treffe 10 Minuten Fußball spiele und danach besoffen auf der Wiese liege sondern habe Spaß :D)

Für mich ist e-Sport Sport

Vllt liegt es auch daran das man zb nen Shooter nicht öffentlich feiern darf da ja sonnst wieder eventuell Leute mit emotional instabilen Momenten in einem größeren Land wo jeder Waffen kaufen kann und es tolle antidepressiva gibt auf die Idee kommt er müsse sich mal an Lehrern für seine verkorkste Kindheit rächen …..

Steve ÖÖrkel

Die Argumentation ist schon etwas lächerlich. Ich als E-Sport Fan muss aber sagen, dass der Begriff ,,e-gaming“ schon passender ist.
Andererseits ist es mir aber auch relativ egal. Auch ohne Fördergelder ist durch Sponsoren usw. genug Geld im Umlauf. Das mag beim Schach anders sein, ist aber eben vei weitem nicht so attraktiv wie erfolgreiche Computerspiele.

N0ma

Boxen dient auf jeden Fall mehr der Völkerverständigung o_O

Koronus

Das stimmt. Es sorgt dafür das Jugendliche lernen eher bereit sind zuzuhören da sie ihren ganzen Frust und ihr Gewaltbedürfnis in einer sicheren Umgebung ausgelassen haben und so nicht ständig nach einem Grund suchen irgendwo Dampf abzulassen. Neben dem Wiener AKH ist auch so eine Einrichtung der Wiener Linien.

E-Sportler

Dann ist halt auch seine Arbeit keine Arbeit, einfach nur dumm rumsitzen und auf dem Bildschirm gucken und nebenbei dumme Sprüche reißen ist keine Arbeit. Verglichen mit einem von der Straßenreinigung oder ner Hotelfachkraft die jeden Tag ein enormes körperliches Arbeitspensum abreißen, sitzt der halt nur auf seinem fetten Arsch rum…

JustAsaac

Ich respektiere die Leistungen vieler Teams. Dennoch setze ich deren oft grandiose Leistung nicht mit den sportlichen Leistungen eines Zehnkämpfers, Langläufers, Schwimmer etc. gleich. Olympia soll Olympia bleiben! Meiner Meinung nach gehören bestimmte Dinge einfach getrennt und so betrachtet muss das weder für die eine, noch für die andere Seite schädlich sein. Manche Inklusions- und Gleichstellungsdiskussion empfinde ich als ordentlich übertrieben. Für mich ist es das oft nicht nachvollziehbar.

Stephan

In Zeiten von zunehmender Fettleibigkeit durch schlechte Ernährung und mangelnder Bewegung ist die Ablehnung von E-Sport als olympische Disziplin und somit das Vorenthalten von Fördermitteln, durchaus nachvollziehbar und meiner Meinung nach auch richtig.

Skyzi

Was ein Schwachsinn wie Primitiv kann man sein. Ich wiege 70 Kilo bei 1,89 und bin sicher wieder eine Ausnahme …..

Stephan

Du brauchst dich nicht gleich angegriffen fühlen. Ich meinte die breite Masse und nicht dich persönlich.

Skyzi

Doch fühle ich mich in meinem Freundeskreis sind knapp 50 Leute und davon sind zwei Dick die Zocken und auch nur, weil sie mit der Schilddrüse haben. Auch wenn wir auf Lans fahren, ist das nicht viel anders. Dein Klischee ist Blödsinn.

Stephan

https://edoc.rki.de/handle/

Falls es dich interessiert, kannst du dir das ja mal durch lesen

Asdf

Gucken Sie sich mal ein paar e-Sportler an und sie werden vielleicht überrascht sein wie wenig fettleibig sind ganz im Gegenteil. Viele e-Sportler trainieren und ernähren sich, da die geistige Leistungsfähigkeit auch von der körperlichen Verfassung abhängig ist.

Stephan

Natürlich achten die Coach’s auf ihre Profis. Aber was ist mit denen die eben nicht im Profi Bereich sind aber dahin wollen?
Was ist mit denen die aus der Schule kommen und erstmal 6 Stunden „trainieren“. Um zu den Besten zu gehören ist das keine Seltenheit und meinen Sie nicht auch, dass dabei Bildung, Gesundheit und Soziales vernachlässigt wird? Ist das wirklich die Art Sport die Sie mit Geldern fördern möchten?

DrTie

Ich will überhaupt nicht, dass Gaming noch größer und kommerzieller wird. Ich habe mich immer sehr wohl gefühlt als Gaming noch so ne Nischensache war, die angeblich nur von Freaks und Nerds betrieben wurde (zocke seit fast 30 Jahren, angefangen mit C64).

Ich habe gar keine Lust auf Nutella-Boys aus der Gaming Szene und COD präsentiert von Funny Frisch.

Myusca

Vielen, vielen Dank! Diese Worte hätten zu 100% auch aus meiner Feder stammen können. Außer das mit dem C64, da bin ich zu jung für.

Balmung

100% Dito. Man sieht ja auch schon jetzt einige Schattenseiten in der Gaming Szene, zu oft spielen nur noch maximale Gewinne eine Rolle und das Spiel selbst kommt zu kurz dabei weg und verschenkt massiv Potential. Besonders schlimm bei den großen Publishern, aber es sind eben genau die, die das Geld für große Produktionen haben. Einzige Ausnahme: Nintendo und Sony mit ihren eigenen Entwicklungsstudios, die noch mehr auf Qualität achten als auf Gewinnmaximierung. Ansonsten hat sich bei mir viel in Richtung Indie Entwickler verschoben.

Markus Bircher

Genau so sehe ich das auch, war einfach viel besser als man Zocken einfach aus Spass machte und als Nerd abgestempelt wurde… Bloss nicht aufnehmen in sowas wie Olympia, so langsam verstehe ich die Skaterszene wie das ist wenn dein Hobby zu nem „Sport“ wird…

Psycheater

„…dass eSport aufgrund vieler gewalthaltiger Spiele nicht den olympischen Gedanken von Frieden und Völkerverständigung entspräche.“

Stimmt. Da war Olympia in Russland viel entsprechender ????????????‍♂️

Steve ÖÖrkel

Na wenn es danach geht dürfte es auch keine olympischen Spiele in den USA geben. Nur um mich mal gegen das andauernde einseitige Russlandbashing zu stellen, wobei ich deiner Aussage im Kern zustimmen muss.

DDuck

Ich weiß gar nicht, wo die Meinung herkommt, eSport müsse als Sportart anerkannt sein oder braucht einen dicken national oder international anerkannten olympischen Dachverband…das ist Bullshit!
eSport brauch diese administrativen Instanzen aus dem „Mainstream“ nicht. Schaut euch die Events an: IEM, Worlds, International, OWWC, OWL, FUT Champions Cup…alles größtenteils besser organisiert als diverse andere Turniere und Veranstaltungen. Wenn man seitens des IOC auf eine ganze zusätzliche Zielgruppe verzichten will, dann soll es doch so sein. Weil ganz ehrlich: Wer aus der „Generation eSport“ schaut die Olympiaden? sicher die wenigsten und dann auch nur teilweise.
Fakt ist: Die WOLLEN uns nicht, wir BRAUCHEN die nicht! Klar wäre es schön, würde man eSport als Sport anerkennen aber wenn sie es nicht wollen sollte man so langsam endlich drauf scheißen. Wenn man sich lieber einen mächtigen Konkurrenten hochziehen möchte, anstatt einen geldbringenden Verbündeten, dann möge es doch sein. Jeder Gamer weiß wie viel Koordination und Taktik Spiele wie Starcraft, LoL, Dota, FIFA, CS, Overwatch usw. von den Spielern und Teams verlangen und wie mitunter anstrengend eine hart umkämpfte Partie sein kann.
Genau dasselbe gilt für Schach.

Balmung

Ich denke es geht weniger darum, dass eSport als olympische Disziplin anerkannt wird, das ist den Meisten wohl völlig egal. Es geht wohl eher um die Argumentation das eSport kein Sport wäre.

Ich bin absolut kein Fan von eSport (hat für mich einige Genres kaputt gemacht, u.a. MMOs), aber diese Argumentation bringt mich dennoch zur Weißglut, weil sie einfach extrem kurzsichtig und engstirnig ist und dazu noch klingt, als käme sie von Jemandem, der sich nie näher mit Videospiele beschäftigt hat, denn das riecht alles stark nach Vorurteilen.

Wie es Dorothee Bär so schön auf den Punkt gebracht hat: eSport ist Sport.

Die Leute von den Olympischen Spielen halten zu sehr an der veralteten Definition von Sport fest. Irgendwo kann ich sie aber auch etwas verstehen, sie wollen natürlich auch nicht, dass der Begriff immer mehr verweichlicht wird und irgendwann alles irgendwie als Sport bezeichnet werden kann. So wie heute quasi jedes bessere Online Spiel als MMO betitelt wird…

Franz Bekker

Die Argumente sind natürlich scheinheilig. Trotzdem sehe auch ich in Gaming keinen Sport. Für mich ist Sport immer mit körperlicher Bewegung verbunden. Keiner käme auf die Idee Schach als Sport zu sehen. Außer natürlich eine Industrie, die eine Einnahmequelle schaffen will. So ist es auch beim „e-Sport“. Es ist ein dummer unsinniger Begriff der aber schnittig klingt. Es ist wie so oft wenn Geld verdient werden soll, man denkt nicht vernünftig, sondern gierig. Man muss nur die Werbung beobachten um zu sehen wie oft das, mit weitreichenden Folgen für die Sprache, in die Hose geht. Werbung zerstört Sprache und sogar Werte, in dem sie sie umdeutet, verniedlicht, veralbert, entwertet. (…jetzt selber weiter denken.)
Sinnvoll wäre es gewesen einen neuen Begriff zu schaffen, wie beim Schach, bei der Musik und solchen Dingen. Aber das hätte einen minimal größeren Aufwand bedeutet, und ist daher industriel ausgeschlossen. Und da können wir gleich sehen, wer in unserer Welt die Ansagen macht. Sicher kein Wähler.

Joey

Was haste gegen den Begriff eSport. Das e davor zeigt doch deutlich dass es elektroniosch und nicht körperlich ist.

Wenn man den vergleich zu Schach spielt denke ich ist eSport eher ein Sport als Schach da beim eSport meist extreme Reflexe und Präzision gefordert sind.

Aber wenn alles was nicht Schweißtreibend ist gestrichen wird sollten auch alle Schützen jeglicher Art auch von Listen gestrichen werden die solches als Sport deklarieren. Im gleichen Sinne gibt es bestimmt noch mehr „Sportarten“ die dann nichtmehr als Sport durchgehen weil da zu wenig Körperliches dabei ist.

Ich stimme darin überein das eSport es nicht nötig hat von irgendwelchen Behörden anerkannt zu werden gleichzeitig finde ich ebenjene auch Scheinheilig. Sie schauen auf eSport herab und wollen nicht dass eSport neben ihrem geheiligtem Fußball genannt wird.

Auch Autorennen und Formel 1 könnte man von solchen Listen streichen, denn sie machen genau das gleiche wie Gamer, mit dem Unterschied dass sie ein wesentlich höheres (Verletzungs-)risiko eingehen und dabei in viel heißeren und unbequemen Klamotten stecken und sehr viel höhere Lautstärken und G-Kräfte ertragen müssen.
Die tatsächliche Leistung ist das Auto und die Strecke zu kennen und im richtigen Moment die richtigen Kontrollen zu bedienen.

DDuck

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was den Rennsport angeht, da liegst du leider falsch. Das Monocock ist nicht unbedingt auf Komfort ausgelegt, genauso wie das Fahrwerk eines bspw. Formel 1-Wagens. Die eingeschränkte Bewegungsfreiheit der Beine dürfte zu einer verhältnismäßig hohen Belastung der Beinmuskulatur führen. Dazu ist ein Formel 1-Rennen sehr anstrengend für die Nackenmuskulatur. Die körperliche Belastung beim Rennsport ist deutlich höher als beim eSport oder Schießsport und steht dazu in keinem Verhältnis. Auch wenn der Sportler sich kaum bewegt ist die körperliche Ertüchtigung, um das Auto auf der Strecke zu halten und durch die Kurven zu führen, die durch die räumliche Begrenzung vorgegebene Körperhaltung einzuhalten und gegen die G-Kräfte zu halten, deutlich höher als in den anderen genannten Beispielen.
Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass die Definition von Sport nicht unbedingt an eine anstrengende, körperliche Betätigung gebunden ist, sondern sich Sport auch durch die Anwendung stark ausgeprägter Reaktionen und Reflexe oder hohem taktischen Verständnis in einem Wettbewerb auszeichnen kann. (wie es eben bspw. beim Schießsport, Schach, eSport der Fall ist)

old dog

Bei den olympischen Spiele in Russland wurden die Menschenrechte und der Frieden auch sehr ernst genommen. Stichwort: Enteignungen usw.

schaican

E-Sport braucht Olympia bestimmt nicht, bei dem wachsenden Zuschauerzahlen, manche
olympische Sportarten wären froh wenn so viele wie bei einem E-Sports Tunier zuschauen würden.

Franz Bekker

Es ist hier umgekehrt. Anfangs wurde der Begriff Sport explizit deswegen genutzt um an eben „Sport“ zu partizipieren, also man dachte durchaus ihn zu brauchen. Heute sehen wir eine Eigenberechtigung der Brange.

Der Gary

[…]Werte wie Fair Play und die Achtung vor den Menschen würden bei Videospielen nicht vermittelt[…]

Also ganz ehrlich, aber wenn man sieht welch schauspielerische Glanzleistungen die lieben Herren Fußballer so an den Tag legen dann werden dort auch nicht unbedingt die besten Werte vermittelt.
Schwalben, vortäuschen von Verletzungen, Sperren für den Gegner provozieren indem Tätlichkeiten vorgetäuscht werden etc…
Profi-Fußball ist eine so dermaßen heuchlerische Veranstaltung, dass einem da manchmal echt einfach die Worte fehlen.
Und das zieht sich von den Verbänden hin durch bis zu den Sportlern selbst.

Freeze

fehlt eigentlich nur noch ein Gif von Neymar, wie er zur WM fast „gestorben“ wäre als er kurz berührt wurde lol

Willy Snipes

Man munkelt, er würde immernoch rollen.

Vallo

Wenn „E-Sport“ als olympische Disziplin anerkannt wird, verliere ich das glauben an dieser Welt.

boy

Wieso? Selbst schießen ist doch schon olympisch.

Rhoninger

Schonmal selber geschossen?

Daxter

Ja und jetzt?

Rhoninger

Sind boy und Du identisch?!?!

terratex 90

spätestens wenn vr weit genug entwickelt ist müssen sie es als sport akzeptieren xD

Koronus

Nop. Mit Fulldive ist es überhaupt kein Sport mehr. Dann ist es nur mehr wie Schach reines Gaming. Wie VR als Sport wäre schrieb ich bei meinem Post weiter unten.

terratex 90

kein anime bullshit, ich meinte das heutige vr nur ausgereifter. da kann man durchaus ins schwitzen kommen

Balmung

FullDive ist kein Anime Bullshit, denn das wurde nicht dort erfunden und gibt es schon so lange seit es quasi VR gibt (und das gibt es nicht erst seit 5 Jahren). Nur das die Technik dafür noch deutlich weiter sein muss als das was wir heute als VR haben.

Koronus

Bei Schach stimme ich vollkommen zu aber Dart? Dart ist meiner Meinung nach sehr wohl ein Sport. Versuch mal ordentlich so einen Wurfpfeil in ein Ziel zu bekommen. Das geht nicht nur alleine mit Nerven und Denkfähigkeit, dazu brauchst du einen starken Körper. Das ist meiner Meinung nach noch mehr Sport als das Sportschießen mit einem Gewehr.

KnopfChaos

Ich denke über diese Fälle muss man nicht diskutieren. Da wird es nie ein richtig oder falsch geben. Ich finde die Tatsache, dass eine Plauze beim Darten zum guten Ton gehört, nimmt da schon rein optisch das sportliche ein wenig raus. Tätigkeiten werden ja nicht nur durch Zeitaufwand und „Training“ zum Sport.
Aber ja, ich würde auch nicht sagen, dass Dart absolut kein Sport ist.

Koronus

Ich habe auch nicht gesagt, dass Zeitaufwand und Training Sport ausmachen sondern ob und wie stark dein Körper beansprucht wird. Schach könnte auch noch ein Stephan Hawking meistern aber bei Dart brauchst du entweder Naturtalent oder hartes Training. Für mich wären VRMMORPGs in dem Sinne auch kein Sport mehr, da in diesen Fulldivekonzepten nur der Geist agiert. Außer natürlich man macht es mit VR Brille und zusätzlichen Körperergänzungsmitteln wie Laufband, Armcontroller, etc.

Rhoninger

Auch hier die Frage, schonmal selber geschossen?

Daxter

Gleiches Argument? Ja hab ich und nu? Was soll die Aussage von dir ?

Rhoninger

Hier dann die Antwort auf Deine Frage, und kannst gerne auch weniger provokant schreiben. Also wenn Du schonmal geschossen hast, also Sportschiessen, nicht Kirmesschiessen, dann dürftest Du die Erfahrung gemacht haben, dass da etwas mehr dazugehört, als sich einfach nur hinzustellen und n bisl Peng Peng zu machen, wenn Du was treffen willst. Dazu gehört Hand-Auge Koordination, Atemtraining zur Pulskontrolle, je nach Disziplin, sei es statisch, wie das angesprochene Gewehrschießen oder dynamische Disziplinen, wie die Olympische Schnellfeuerpistole, auch ganz andere mentale Abläufe, Vorbereitung (wie zB auch Aufwärmen, Stretching usw). Die Schützen, die ich kenne, sind idR unter ihrer Schießkleidung nach einem Wettkampf gut durchgeschwitzt. Auch brauchst Du eine gewisse körperliche Kondition, um auch beim 60. Schuß noch die gleiche Konzentration und motorische Leistung aufbringen zu können, ohne dass Du beim Visieren nur noch wackelst, weil die Muskeln übersäuern und nur noch zittern. Und manche Disziplin fordert mehr als 60 Schuß.
Sportschießen ist also, sofern man ein gewisses Niveau erreichen will, durchaus auch sehr körperlich, jedenfalls mkörperlicher als Darten und daher mMn auch als Sport ansehbar. Ich fand daher die Andeutungen von boy oder Koronus, dass Sportschießen kein Sport sei, überdenkenswert. Daher meine Fragen an boy und Koronus. Danke, dass Du Dich auch hierbei beteiligst.

Daxter

Hallo 🙂 Hoffe du hattest einen angenehmen Tag. Danke für deine ausführliche Antwort. Ich habe genauso provokant geschrieben wie du 🙂 Nein Sportschütze war ich nicht. Aber ich weiß was das für Stress und Anstrengung ist. Aber hast du mal professionell gespielt? Also nicht mit Kumpels gedaddelt. Sondern richtig trainiert und bei Turnieren gespielt? Dann wüsstest du das das genauso anstrengend ist wie zum Beispiel schießen. Du musst schnell sein, ruhig bleiben, konzentriert bleiben und immer dein bestes geben auch wenn das Match ne Stunde dauert und glaube mir…danach bist du auch völlig fertig und durchgeschwitzt. Also vielleicht erstmal die andere Seite beleuchtet bevor du so provokant schreibst. Lg

Rhoninger

Moin moin, komme dann auch mal dazu zu antworten…. Danke der Nachfrage, aber krankheitsbedingt isses hier grade ein wenig stressig 😉 Eigentlich habe ich nicht provokant geschrieben, sondern gefragt, ob derjenige (was in beiden Fällen übrigens nicht Du warst) schonmal geschossen hat. Zugegeben, es waren sehr wenige Worte, die ich vewendet habe für die Frage, und die somit Spielraum für Interpretationen gelassen haben, aber es waren vom reinen Wortlaut her erstmal nur Fragen (Frage übrigens ungleich Aussage, hier meine Frage, was habe ich mit meiner Frage denn Deiner Meinung nach Ausgesagt? Ich bin durchaus willig dazuzulernen und bin daher daran interessiert, wie man aus so wenigen Worten etwas interpretieren kann), mit dem Hintergedanken, erstmal herausfinden zu wollen, ob diejenigen Autoren (boy und Koronus) einfach nur so eine Behauptung aufstellen oder diese auch belegen können. Dass Du Dich angesprochen fühlst ist interessant, finde ich auch nicht schlimm, da es eine Diskussion hervorgebracht hat, Du aber ja eigentlich nicht angesprochen warst. Ausser Du verwendest mehrere Accounts hier auf der Seite? Wie auch immer, der reine Wortlaut meiner Frage war sehr knapp und mMn auch neutral, da ohne Adjektive, aus dem Kontext heraus hast Du es als provokant empfunden, auch ok, warum auch immer Du Dich angesprochen fühltest und nicht die anderen beiden. Nun aber zu Deiner längeren Antwort: ich vermute mal, dass Du Dich aufs Darten beziehst und nicht ESports? In dem Fall müsste ich erstmal eine Gegenfrage stellen, da ich mit keinem Wort aufs Darten eingegangen bin und ich somit nie in Frage gestellt habe, das Darten anstrengend ist. Ich habe gedartet, hobbymässig ohne Verein, und sehe Dart genauso als Sport, wie ESport, weil es kompetitiv ist, 2 Personen oder Mannschaften wettstreiten, wer der Bessere ist, was in meinen Augen eine Kerneigenschaft für Sport ist. Also warum sollte ich „die andere Seite beleuchten“ wenn ich die andere Seite nie in Frage gestellt habe? Sry für die WallofText und VG

Daxter

Nein ich rede von Esports ist ja auch das Thema, Dart interessiert mich nicht.

Rhoninger

Gut, dann bin ich erst Recht verwirrt, denn auch ESports habe ich mit keinem Wort als Sport in Frage gestellt. Habe früher übrigens Tactical Operations, kurz TO, später TO:AoT genannt, gespielt, damals in der noch jungen ESL und 1-2 anderen liegen, zusammen mit DKH und co…. VG, ein ziemlich verwirrter Rhoninger

Daxter

Naja aber Esports ist ja das Hauptthema xD Aber jetzt bin ich auch verwirrt. VG

Koronus

Ja.

Markus

E-Sport braucht Olympia etc nicht, die gehen schon ihren eigenen Weg und werden Geld produzieren jenseits von gut und böse. Für E-Sportler ist es nur wichtig als Sportler anerkannt zu werden, damit sie weniger Probleme mit beispielsweise dem Visum haben. Ähnliches gilt für die Vereine… E-Sport braucht den Sport nur aus politischen Gründen, damit sie unkomplizierter agieren können

Franz Bekker

Zum Einstieg hat man den „Sport“ durchaus benötigt, man wollte schnell aus der Schmuddelecke ins Seriöse. Mit einem anderen Begriff hätte das, aus damaliger Sicht, misslingen können.

Markus

Die Zeiten sind aber schon lange vorbei. Man hat genug Aufmerksamkeit und die großen Teams/Investoren reissen sich um die Spieler. E-Sport ist schon lange groß genug um seinen eigenen Weg zu gehen. Die Spieler brauchen ein Visum für jegliche Länder und die kleinen Teams finanzielle Förderungen um lokale Vereine zu gründen. Sonst sehe ich keinen Mehrwert mehr durch den traditionellen Sport

ZappSaxony

Letztlich dreht sich alles ims Geld und früher oder später werden auch diese alten Herren erkennen müssen, dass sie von der Gesellschaft überholt werden….
Wenn Firmen lieber im E-Sport werben, als im Leichtathletik-Stadion und Co, wird es früher oder später auch dort ein Umdenken geben.

Phil

Man glaubt halt lieber einem Usian Bolt das er angeblich unter 10 Sekunden die 100 m schafft, dies entspricht anscheinend eher dem Fairplay Gedanken als einen Pixel ins Jenseits zu schicken^^

KnopfChaos

Nur weil im Sport gedopt wird, muss man nicht aus Gaming, Sport machen. 😉

madmax916sps

glaube Phil spielt auf das angesprochene Argument „Fairness“ etc an. Das hier oben als Merkmal von Sport genannt wird.

Phil

Nur darauf wollte ich hinaus danke dir, wo ist die Fairness wenn der gedopte Usian von einem noch Älteren überholt wird und das alle feiern ;D

p1d dly

Was erwartet ihr? Alte Männer faseln über Dinge die sie nicht verstehen.

BigFreeze25

Diese Diskussion langweilt einfach nur noch. Der E-Sport kam bisher auch prima ohne irgendwelche Fördergelder vom Staat aus und das wird auch weiterhin der Fall sein. Man muss auch mal über die Gefahren die eine fortschreitende Kommerzialisierung mit sich bringt nachdenken: keiner will irgendwann ein E-Sport Event haben das nur noch von Sky übertragen wird und nicht mehr frei Empfangbar über Twitch. Und wenn E-Sport eben als Sport anerkannt und olympisch wird, dann sehe ich eben diese Gefahr der Kommerzialisierung gegeben.

KnopfChaos

E-Sport ist so kommerziell wie er gerade sein kann. Glaub mal nicht, dass da ein Veranstallte, Streamer oder Entwickler Geld liegen lässt. 😉

BigFreeze25

xD das mag sein das man da an jeder Stelle versucht Geld raus zu quetschen. Trotzdem ist der E-Sport von beispielsweise den Ausmaßen der Vermarktung einer Sportart wie Fußball noch ewig entfernt. E-Sport kann ich immer und überall kostenlos gucken, für Fußball muss ich hingegen immer bezahlen. Selbst für EM oder WM bezahle ich in Form von GEZ, und das ist sogar eine Zwangsabgabe 😉

KnopfChaos

Ich finde die Diskussion lächerlich. E-Sport ist halt E-Sport und kein Sport im eigentlichen Sinne. Fördergelder sollte es dafür in keinem Falle geben. Es wird kein teurer Sportplatz unterhalten und auch sind keine Trainer notwendig (mal abgesehen von den Großen Teams).
Das heißt nun aber nicht, dass E-Sport nicht auch bei Olympia seinen Platz finden kann. Counter Strike würde ich dann aber auch unpassend finden. Gilt auch für Goldmedaillen für den Gebrauch von Schusswaffen.

Es ist ja völlig irrelevant, inwiefern es Teamplay und Fair Play gibt oder wie falsch Aussagen mancher Politiker und Sportfunktionäre sind. Es ist kein Sport sondern E-Sport.

Ich sehe nicht warum E-Sport anders gesehen werden sollte, als das er es heute der Stand ist. Kommt ja keiner zu Schaden… Und ob die Teilnahme an Olympischen spielen so erstrebenswert ist… Wenn man Ehrlich ist, passt es da jetzt nicht wirklich rein. Die einzigen die davon profitieren würden, wären die Spieleentwickler die dort dann eine riesige Werbefläche für Lau erhalten.

v_n_c_s

Ich denke bei der ganzen Thematik steht für den Großteil der Gamerszene nicht die Aufnahme in die Olympischen Spiele oder die Annerkennung als Sport im Mittelpunkt. Das sind eher die wirklich professionellen Teams, aber dieser Teil der Diskussion ist eher irrelevant für die meisten Zocker. Ich glaube eher, dass es den meisten darum geht, dass Gaming insgesamt akzeptiert wird und weg kommt von dieser Stigmatisierung, dass Zocker doch eh alle fett, unsozial und ohne echte Kontakte im RL sind. Das mag es zwar geben, aber das ist nur ein minimaler Teil. Die Politiker und Funktionäre, die solche Aussagen treffen, setzen sich halt nicht mit dem Trend der Zeit auseinander und da gehört Gaming eben dazu.

KnopfChaos

Ich habe nicht das Gefühl, dass Gaming heute noch falsch angesehen wird. Klar.. Es gibt ältere Leute die damit nichts anfangen können und es dann gleich als unnütz abtun. Aber das ist ja kein Phänomen welches nur Gaming betrifft. Wozu verbohrte Menschen bekehren wollen?
Und auf Hardcore-Zocker treffen auch die ein oder anderen Klischees zu. 😉

Auch steht in diesem Artikel nicht eine wirklich unpassende Aussage zu Thema E-Sport. 😉

Phil

Ja auf diesen Seiten hier unter uns mag dem so sein auch meine Generation die auf die 40 zugeht ist mit einem Amiga/NES aufgewachsen, wir haben da Empathie für und spielen sogar noch heute. Aber viele die davor geboren sind haben da null Verständnis für, selbst mein alter Herr der letzes Mal auf meinem Recher ein Game sah fragte oh du spielst immer noch so nen Kinderkacke hüpf hüpf und so.

KnopfChaos

Das kann uns doch aber auch egal sein oder? Jedem das seine. Ich kann zum Beispiel auch nicht verstehen, wie sich Leute Schlager anhören können. Das wird sich auch nicht mehr Ändern, genau so wenig wie mein Bild von einem 20 Jährigen Helene Fischer Fan der mit tränen in den Augen Atemlos durch die Nacht singt. 😉

Klar, wenn jemand mit dämlichen vorurteilen Argumentiert, dann kann man da was gegen Sagen oder die Person einfach als ignorant abstempeln und ignorieren.

v_n_c_s

Also in meinem Unfeld bin ich der einzige, bei dem Zocken mehr bedeutet als mal ne Partie Fifa am Wochenende oder Candy Crush auf dem Handy und selbst ich bekomm teilweise Sachen zu hören, wo ich mir echt an den Kopf fasse. Aber auch einfach die Reaktion wenn ich sage, dass ich Zocke obwohl ich gleichzeitg Handball und Tennis spiele und ein reges Sozialleben habe. Und das sind eben nicht nur Leute aus der Generation meiner Eltern

KnopfChaos

Lass sie doch machen. Sagt ja nichts über dich sondern über deren Einstellung aus.

Insane

Ich begreife nicht, warum die Gamer versuchen den bestehen Begriff für sich einzunehmen. Das ist doch ein Konflikt mit Ansage. Selbst ein Teil der Gamer lehnt die Begrifflichkeiten ab.

Warum muss ich ein professioneller Spieler Athlet nennen?
Wieso muss es e-Sport heißen?

Ist man nicht gewillt oder in der Lage sich seinen eigenen Kulturbereich zu schaffen? Muss man wirklich einen anderen erobern?

Aus meiner Sicht sollten sich Gamer in der Art organisieren, dass sie ihre eigenen Begriffe, ihre eignen Standards, ihre eigenen Veranstaltungen schaffen.

Ich persönlich bringe den Begriff Gaming und Sport auch kein Stück in Verbindung. Wieso auch? Das gilt allerdings auch für Motorsport, Schach und ähnliche Aktivitäten.

Ich hätte kein Problem damit, wenn sich das ganze doch Durchsätzen würde- aber verstehen könnte ich es nicht.

Vielleicht kann mir ja noch mal jemand erklären, warum es so wichtig ist, keine eigene Kultur zu schaffen sondern eine andere zu erobern um die Begrifflichkeit Sport so wie deren Institutionen und Veranstaltungen für sich verwenden zu können.

Ja, ich behaupte sogar, dass dies ein Rückschlag für die Gaming-Community wäre. Schaut euch die Verbände an, die es im Sport gibt. DFB und Konsorten – wollt ihr das für das Gaming? Korruption, Diskriminierung und all dass was sich dort eingenistet hat? Wirklich? Wollt ihr nichts besseres als das?

PBraun

Ganz starker Punkt:

>Ja, ich behaupte sogar, dass dies ein Rückschlag für di
>Gaming-Community wäre. Schaut euch die Verbände an, die es im Spor
>gibt. DFB und Konsorten – wollt ihr das für das Gaming? Korruption,
>Diskriminierung und all dass was sich dort eingenistet hat? Wirklich?
>Wollt ihr nichts besseres als das?

DDuck

Eben. Der „klassische Sport“ ist so verseucht und verdorben: Massenweise Doping im Radsport, beim Tennis, im Kraftsport etc., Korruption in sämtlichen Verbänden, am Beispiel Fußball mal ein paar Schalgwörter: Beckenbauer, „Sommermärchen“, DFB, UEFA, Blatter, Infantino, WM in Russland & Katar. Der eSport wächst und wächst und wächst. JETZT ist die Zeit sich für einen Weg zu entscheiden. Der deutlich bessere wäre der autonome, eigenständige…ohne Anerkennung als „richtigen Sport“, ohne olympische Dachverbände.
Klar hätte die Integration in die „echte Sportwelt“ auch einige Vorteile…erfolgreiche und bekannte Klubs aus der Sportwelt würden sich eventuell mehr mit eSports beschäftigen. Schalke macht das zum Beispiel sehr gut mit ihrem LoL LEC-Team und dem Nachwuchsteam. Auch PSG hat seine Fühler bereits in verschieden Richtungen ausgestreckt. Diverse Bundesligaklubs haben mittlerweile FIFA-Spieler unter Vertrag…Solche Investitionen würden für die Klubs halt interessanter werden, sollte eSport als Sportart anerkannt und ggf. sogar gefördert werden, allerdings ist die Frage dann wie hoch der Preis dafür wäre (eben aus den o.g. Gründen).

PBraun

Ich bin eigentlich kein strenger Verfechter des Kein-Sport-Arguments.
Was die Bezeichnung angeht, wärs ja egal und der Punkt oben ist, wie gesagt, ein guter Stich. Aber umgekehrt hängt auch einiges dran; Breitensport-, Jugend-Förderung etc. pp.
Aber soweit ist diese Sache wohl noch nicht, dazu muss erst das unverkennbare Potential, der Nation Ehre einzufahren, her.

btw: Wenn ich so darüber nachdenke: Die sollten bei den eSport-Sendungen auch aufhören, wie Sport zu kommentieren. Ich denk da an FIFA und daß da so gesprochen wird wie beim realen Fußball. Find ich irgendwie gaga.

zFeliix

Ich verstehe einfach nicht, warum das Schubladen-Denken so umgesetzt werden muss. Weshalb alles in eine Schubladen schieben und nicht eine neue öffnen? Wie der Name schon sagt ist es „E“-Sport und dementsprechend kein normaler Sport in dem Sinne.

Insane

Klar, wenn man auf Konflikte aus ist? Nennen wir doch Arme jetzt einfach n-Reiche. Klingt gleich viel besser oder? Und Faulenzen nennen wir jetzt einfach F-Fleißig.

Gehen ist dann L-Rennen, für langsames Rennen.

Abgesehen davon, geht es nicht nur um die Beizeichnungen. Man möchte, wie ich es in meinem Post auch beschrieben habe, etablierte Institutionen, Veranstaltungen und Vereine okkupieren. Wäre es nicht so, gäbe es den Artikel nicht.

zFeliix

Mal konkret die Frage, wie würdest du den jetzigen e-Sport benennen wollen?

DDuck

Das steht doch hier gar nicht zur Debatte. Was er sagen möchte ist ja nur, warum man darauf beharrt und sich darauf versteift einen etablierten und seit Ewigkeiten bestehenden Begriff (Sport) zu adaptieren anstatt einen neuen zu kreieren. Was übrigens ein guter Ansatz wäre, sich von dieser ganzen Szene des „richtigen Sports“ der ja isoliert von „eSport“ in einer ganz anderen Welt stattfindet (so sämtliche Verantwortliche), loszusprechen und endgültig zu distanzieren.

zFeliix

War das jetzt an mich gerichtet?

Insane

Ich gehöre absolut nicht zur kreativen Gattung.

Ich würde es wohl Competitive Gaming nennen.

Und wenn es unbedingt ein Kompositum sein muss, wie wäre es dann mit? Compoludo ein NeoKompositum in Esperanto, Distraconcu in Interlingua, und Paichantago in Griechisch als Anlehnung an die Olympiade: jeweils bestehend aus „Kompetitives Spielen“.

zFeliix

Habe ich erwähnt, dass sich das „Kompetitive Spielen“ schwerwiegend auf Olympia konzentrieren sollte?

Insane

Ich verstehe diesen Satz nicht.

Yoshi

Selbstverständlich sollte eSport nicht ins Programm aufgenommen werden. Besser sollen sie ihr eigenen Geistesturnier bekommen.

Es ist aber mal wieder typisch Gamer, zu sagen, dass bei Olympischen Spielen doch gar keine Werte mehr vorgelebt werden und sowieso alle dopen – also sollen doch sie Gaming reinnehmen. Einen dümmeren Todschlagargument kann man als Gamer echt nicht liefern und beweist, dass die Entscheidung richtig ist.

Andy Peter

..und wo liegt die eigenmotorische Leistung des Athleten beim Reitsport?

KnopfChaos

Die sind sicherlich gegeben und das anprangern anderer Fragwürdiger Disziplinen rechtfertigt keine weiteren. 😉

PBraun

Naja, man kann das Argument „eigenmotorische Leistung“ doch mal durchtesten; oder?

Ectheltawar

Erst mal selbst reiten, dann solche Aussagen treffen. Reale Pferde bewegen sich leider nicht durch das drücken auf einer Tastatur.

madmax916sps

Klar, weil man festgestellt hat, an Strippen zu ziehen und mit druck der Beine zu arbeiten besser funktioniert. So wie man am PC ne Maus und Tastatur als ideal nutzt. Ich bin auf einem Hof mit über 100 Pferden aufgewachsen, kann reiten… aber fahre lieber Motorrad… wo man am Griff dreht und eine Stange hin und er drückt. Eigentlich muss ich nicht mehr schreiben.

Ectheltawar

Ich verstehe die Aussage nicht. Du willst also was genau sagen?

Aber noch mal: Es geht um die „eigenmotorische Leistung des Athleten beim Reitsport“ im Vergleich zum Computerspielen!

Aussage von Andy Peter ist das diese nicht existiert und somit auf dem Niveau vom Computerspielen liegt und ich widerspreche diesem deutlich und aus eigener Erfahrung.

Wo genau sortiert sich nun genau Dein Text ein? Oder willst Du wirklich behaupten das im Bezug auf die Kernaussage, die eigenmotorische Leistung beim Computerspielen, gleichauf liegt mit jener aus dem Reitsport sowie dem Motorsport. Aber ja, in dem Fall schreib besser nichts mehr….

madmax916sps

Jo, dann schreibe ich nicht weiter. So viel text, und interessant sind nur die letzten paar Zeilen.
Es ist nicht das selbe, aber auf kompetitiven Niveau/Ebene sind sie im selben Bereich.

Tu dir einen gefallen, und „spiele“ mal ein Spiel online, welches es im „Esport“ gibt, für ein paar Stündchen. Dann schau dir mal ein kompetitives Match an, also einen Wettkampf und vergleich das mal mit deiner Leistung.

Wenn du dann immer noch der Meinung bist, dass es nicht potenzial hat in Richtung „Sport“… (Sagen wir nicht Sport)… aber in eine Art Wettstreit zu gehen.
Das ist noch alles so frisch, man merkt es doch schon daran, dass man in dem Bereichen keine eigenen Begriffe hat und es immer entweder an „Gaming“ (spielen) geknüpft ist, oder man sich die Ernsthaftigkeit/ Professionalität wünscht mit dem Begriff „Sport“ dabei.
Aber schlicht weg zu behaupten es gebraucht weniger oder gar keine „eigenmotorische Leistung“ ist quatsch und zeigt nur, dass du keine Ahnung von dem Thema hast und zu stur dich damit wirklich mal zu beschäftigen.

ps. Wenn du magst, nehme ich mir die Zeit und kommst mit in den TS und spielen mal zusammen ein Spiel deiner Wahl und erkläre dir die Mechaniken + wo du als Spieler dein Talent und Training einsetzten musst.

Ectheltawar

Du kläffst leider die falschen an, ich bin kein Gegner vom E-Sport. Im Gegenteil, auch wenn es um das Thema als mögliche Olympische Disziplin geht vertrete ich klar eine Pro-Meinung.

Es geht hier nur um die „eigenmotorische Leistung“, welche ich persönlich aber weniger als wichtigen Faktor für den „Sport“-Begriff sehe. Und nein, Gaming ist auf keiner Stufe im Bezug auf die „eigenmotorische Leistung“ mit zB Reitsport oder auch Motorsport vergleichbar. Beides erfordert deutlich mehr und wenn Du das nicht einsehen willst, kann ich es nicht ändern.

Im übrigen im Bezug auf die „eigenmotorische Leistung“ sehe ich den Reitsport oder auch Motorsport keineswegs auf dem Niveau von Disziplinen wie Leichtathletik oder Schwimmen. Auch da sehe ich ein wirklich klaffendes Loch. Trotz allem würde ich auch dem Reiten wie auch Rennfahrzeug steuern, nicht das „Sport“ streitig machen.

Du rennst hier wirklich den falschen an, ich fände E-Sport als Olympische Disziplin klasse und das würde vermutlich sogar dafür Sorgen, das ich selbst auch mal Olympia aktiv schauen würde. Auch stört mich das Wort „Sport“ nicht im mindesten und halte es für korrekt. Aber meine eigene Definition dafür kommt auch ohne Begriffe wie „eigenmotorische Leistung“ aus. 😉

P.S.: Danke für das Angebot, aber ich wüsste wirklich nicht was Du mir noch erklären könntest. Ich spiele selbst lange genug und habe auch schon an kompetiven Veranstaltungen teilgenommen. Aber ich gestehe das letzteres noch zu einer Zeit war, als sich noch niemand über das Wort E-Sport streiten musste oder man Gedanken darüber verschwendet hat ob es eine neue Olympische Disziplin wird.

Andy Peter

Echt nicht? Sag bloß. Komisch, mein Auto beschleunigt oder wird langsamer wenn ich nen Knopf am Lenkrad drücke (der optimalerweise sogar mit +/- beschriftet ist). Beim letzten Pferd auf dem ich saß hat der tatsächlich gefehlt. Aber Gegenfrage, hast du mal auf dem Niveau der besten E-Sportler auf ner Tastatur rumgedrückt?

Ectheltawar

Gegenfrage: An wie viele Reitsport Turnieren hast Du bereits teilgenommen? Hast Du schon mal auf dem Niveau der dortigen Teilnehmer geritten?

Bevor das hier ins lächerliche abdriftet, bitte mal mit dem Begriff „eigenmotorische Leistung“ beschäftigen und was damit genau gemeint ist.

Aber auch für Dich gerne noch mal deutlich: Ich halte E-Sport für eine neue Sportart und sie wäre sicherlich auch nicht ganz falsch bei Olympia. Aber was die „eigenmotorische Leistung“ angeht, liegt die nur unerheblich höher als zB beim Schach. Und bevor das Missverstanden wird, persönlich erkenne ich auch an, das es einen SchachSPORT gibt.

Andy Peter

Dann sind wir uns im Grunde ja einig 🙂

Dave

Reiten kann schon anstrengend sein, da der Körper die ganze Zeit unter Spannung steht. Aber was ist mit Golf, Schießen und Segeln. Diese Disziplinen gehören nach der Logik auch ausgeschlossen.

Insane

Nur mal um zu wissen was Sportsegeln ist. Die meisten Kommentatoren würden vermutlich nach 15 Minuten vor Erschöpfung in das Wasser fallen 😀

https://youtu.be/sQaYRjAIbh

Dave

so hätte ich mir das im kopf nicht ausmalen können ^^

Koronus

Nur bei Sportschießen mit Gewehren oder KK gebe ich dir recht. Versuch du mal mit einem Bogen zu schießen, da steht dein ganzer Körper unter Spannung.

DerFrek

Werte wie Fair Play und die Achtung vor den Menschen würden bei Videospielen nicht vermittelt. „Wir dürfen es der E-Gaming-Industrie nicht erlauben, diese Sportwerte zu vereinnahmen“, erklärte er weiter.

Ziemlich gewagte Aussage, in Zeiten von Doping, Morddrohungen gegen Sportler und deren Familien oder auch einem pöbelndem Ribery 😀 Geht sowas als Vermitteln besagter Werte durch?

Klar sind die Gamingcommunities alle irgendwie toxisch, aber das liegt wohl eher am Internet, als an den Spielen an sich ^^.

Wrubbel

Alte Knacker mit Macht bewahren ihr (ver)alte(te)s Weltbild. Glücklicherweise regelt sowas die Zeit.

Koronus

Und schon hast du das Inner Welt Problem bei Vampire Die Maskerade erkannt.

Willy Snipes

Das sagt der hessische Innenminister: Vorher hatte der hessische Innen- und Sportminister Peter Beuth erklärt, dass E-Sport „so wenig Sport wie Stricken und Blockflöte spielen“ ist.

Werte wie Fair Play und die Achtung vor den Menschen würden bei Videospielen nicht vermittelt. „Wir dürfen es der E-Gaming-Industrie nicht erlauben, diese Sportwerte zu vereinnahmen“, erklärte er weiter.
—-

Man kann ja dagegen oder dafür sein, aber himmelherrgott, der Typ hat sich doch wohl nie richtig mit dem Thema befasst, oder?
Das klingt ja nicht nur nach Contra E-Sport, sondern nach einer regelrechten Verachtung. Da kommt direkt das Gefühl auf ,,ich bin alt, das ist Zeug für junge Leute, sowas will man nicht. Das gefällt niemanden“. Mit seinen 50 Jahren sollte er sich vielleicht mal ein wenig der Moderne widmen, nicht in den 80er und 90er verharren.

DerFrek

Auch schön, dass wir beide uns zeitgleich den selben Absatz greifen ^^

Willy Snipes

Jau 😀
Also ich muss ja ehrlich zugeben dass mir dieses Thema eigentlich recht schnuppe ist. Ich bin aber echt schockiert, welch veraltetes Bild vom Gaming bei Teilen der ,,älteren“ Generation im Kopf eingebrannt ist. Fatal hierbei, dass es eine Person ist, die noch was zu sagen hat.
Da wird sich nicht mal die Mühe gemacht, sich damit zu befassen, weil einfach eine derartige Abneigung besteht.
Richtig intolerant. Als wären Gamer der Abschaum der Gesellschaft und dürfen ja nicht mit den Paradesportlern gleich gesetzt werden, die ja so die tollen Vorbilder sind ( siehe dein Beispiel Goldsteak-Futterer 😀 )

DerFrek

Ja, das ist es eigentlich auch was mich daran stört. Bin ja da relativ Stolz auf meine Eltern, die wenigstens zu einem geringen Teil nachempfinden können, warum man zockt. Ist wahrscheinlich für uns auch genauso schwer nachzuempfinden, warum die „Alten“ das so sehen, wie die nicht verstehen Können was Gaming heutzutage ist, bzw. für einige Menschen bedeutet. Das schließt auch allgemeinen Fandom ein.

Willy Snipes

Natürlich ist das, je nach Alter, schwer nachzuvollziehen wenn man es selbst nicht kennt. Aber dann befasst man sich mal damit wie es deine Eltern tun.
Aber das sind leider 2 Paar Schuhe.
Verstehen und akzeptieren ist das Eine, komplette Ignoranz / Intoleranz / Verachtung dem gegenüber das Andere. Und Letzteres trifft bei dem Herrn in meinen Augen zu. Völlig unverständlich wie eine Person in seiner Position so reagieren kann.

vanillapaul

Da die Olympischen Spiele selbst die Werte nicht mehr vorleben, sondern nur noch plakativ auf der Flagge stehen, kann ich weder das IOC noch den DOSB ernst nehmen.
Der Grundgedanke der Olympischen Spiele ist nett, aber findet sich in der durch und durch kommerziellen Veranstaltung leider nicht mehr wieder. Oder wieso ist z. B. Mc Donalds Sponsor? Doch sicherlich nicht weil man da seit einiger Zeit gesunden Salat essen kann…

BuckyVR6

Ich finde es doch immer wieder Faszinierend das solch „alten Leute“ mit solch „jungen“ Themen beschäftigt werden, sie haben weder die Ahnung noch das know how ( ja ich überspitze hier mal dreist) um solch eine aussage zu treffen. Ich sehe viel mehr das Problem das das E Sport an sich ziemlich groß ist und frage mich wie das wenn dann ablaufen sollte eine gruppe fortnite, eine lol und die andere Landwirtschaftssimulator?
Man kann eigentlich komplett die E Olympicgames ausrufen

vanillapaul

Da sprichst du einen wichtigen Punkt an. Der e-Sport selbst ist keine homogene Masse, sondern teilt sich in extrem vielen Bereichen auf.
Die e-Olympics würden den e-Sport tatsächlich besser repräsentieren als es eine einzelne Disziplin hineingequetscht in die Olympischen Spiele jemals könnte.

BuckyVR6

Richtig! nur wer würde sich dazu bereit erklären sowas auszurichten?

vanillapaul

Das müsste im Endeffekt eine Art Dachverband werden.

Das größte Problem ist bei der ganzen Sache jedoch die Schnelllebigkeit des e-Sports. Bis auf ein paar Ausnahmen hält sich vieles nicht lange. LoL hat zum Beispiel keine Probleme. Es ist mittlerweile so groß das immer wieder neue „Helden“, Zuschauer und Sponsoren hervorbringt und anzieht. Wenn da nichts krasses passiert ist das quasi ein Selbstläufer.
Nimmt man jetzt allerdings Overwatch, sieht man das der Hype im e-Sports stark abflachen kann.

v_n_c_s

Außer CS, LoL und Dota 2 fallen mir auch nicht wirklich Spiele, die langfristig eSprts relevant sind/waren.

Ein weiteres Problem wären denke ich auch die Preisgelder. Ich weiß nicht, ob sich viele esports Teams aus einem rein olympischen Gedanken an solchen Turnieren beteiligen würden, wenn gleichzeitig bei anderen Turnieren Millionenbeträge ausgezahlt werden.

Ectheltawar

Und selbst CS, LoL wie auch Dota als Langfristig zu bezeichnen ist im Bezug auf die Olypische Frage lächerlich. Die meisten Olympischen Disziplinen können auf Jahrhunderte zurück blicken, ich bezweifel stark das man in 100 Jahren noch von CS, LoL oder Dota spricht. Wohingegen zB Schach auch in 100 Jahren noch präsent sein wird und vermutlich darum bemüht ist Olympisch zu werden.

v_n_c_s

Das trifft auch nur noch auf einige wenige Disziplinen zu. Mittlerweile ist der olympische Katalog durch so viele Sportarten ergänzt, dass das auch verwässert wird.
Aber ich gebe dir recht, dass auch meine Beispiele im Vergleich hinterher hinken. Allerdings gibt es die Gamingindustrie noch nicht so langwe und die Technik hat sich in den letzten Jahren rasend entwickelt.

vanillapaul

Das wäre natürlich eine Sache der Ehre an solch einem Event dran teilzunehmen.
Gibt ja auch genug Sportler die zu den Olympischen Spielen fahren obwohl sie von ihrem Sport nicht leben können.
Und wer Olympiagold holt kann auf sich aufmerksam machen.

v_n_c_s

Naja die meisten Sportler bei den olympischen Spielen können, zumindest langfristig von dem Sport an sich nicht leben und wenn doch kann von allen Teilnehmern nur ein Bruchteil in ähnliche Einkommenskategorien vorstoßen, die die großen Gamer bei den besten Clans in Spielen wie LoL oder CS:GO verdienen.

Da ist das Interesse an so einem Event deutlich größer, zumal die staatlichen Belohnungen in Ländern wie China und den USA für die SPortler dort durchaus relevant sind.

vanillapaul

Ja, aber dann stellt sich die Frage wieso dann soetwas wie die olympischen Spiele wenn Ruhm und Ehre nicht genug sind?
Dann ist das ganze Obsolet wenn es nur ums Preisgeld geht.

v_n_c_s

Ich frage mich lediglich, ob die OS für Gamer relevant wären, sollte eSports olympisch werden. Denn Fakt ist, dass die Akzeptanz ja dadurch in den Köpfen der Menschen nicht größer wird direkt. Gleichzeitig werden die Spieler in den entsprechenden Kreisen ja teilweise als Rockstars gefeiert bei expliziten Gamingturnieren.

Warum dann an einem Turnier teilnehmen, wo ich nur der ungeliebte Cousin bin, der aus reinem Pflichtbewusst sein eingeladen wird.

Aber wie gesagt bin ich auch eh dafür einfach ein eigenen Dachverband mit Turnieren für den eSPort, wenn überhaupt notwendig, einrichten.

vanillapaul

Ich vermute mal wenn es die olympischen Spiele wären, wäre der Wille größer unentgeltlich mitzumachen als wenn es ein eigenes Turnier wäre über das man sagt: „Ihr tut es für Ruhm und Ehre. Wenn ihr gewinnt seid ihr die Größten! „

Würde man wiederrum die Spieler mit Preisgeldern ködern wäre es auch nur wieder ein Turnier unter vielen.

Solch eine Geschichte muss aus sich heraus wachsen. Ob das in der heutigen Zeit, in der vieles nur noch mit Geld geschieht, allerdings noch möglich ist bezweifel ich mal. Wenn ich mich recht entsinne waren die Olympischen Spiele der Neuzeit lange Zeit auch nur den Amateuren vorbehalten.
Das könnte noch ein Weg sein. Amateurspieler durch soetwas eine Bühne zu geben und die Profis bleiben mit ihren Preisgeldturnieren unter sich.

v_n_c_s

Ist durchaus möglich. Naja ist eine was wäre wenn Diskussion.

Ja das war mal ein „Amateur“-Wettkampf. Sieht man halt jetzt nur noch in Ansätzen beim Fussball, wo ja „nur“ die u21 Mannschaften antreten.

Freeze

lol er hat Landwirtschafssimulator gesagt 😀

DerFrek

Landwirtschaft ist auch kein Fair Play, sondern ein bitterer Kampf ums Überleben!

Ewiges Farmen und Looten, mit zum Teil schlechten Gear und ist dir RNGsus nicht holt, dann vernichten irgendwelche Random Wetterereignisse deinen ganzen Progress und du kannst nochmal von vorne beginnen. ^^

BuckyVR6

Wir sind aber schon noch beim SPiel und nicht im RL ? dann müsstest du jetzt noch Subventionen beantragen 😀

DerFrek

Also der LW-Simulator ist schon ziemlich realistisch geworden xD

BuckyVR6

Leider gottes weiss ich das 😀 und es ist ein wahrer Hype geworden 😀

DerFrek

Kannte mal einen, der ist den ganzen Tag Traktor, Mähdrescher oder weiß ich was gefahren. Wenn der nach Hause gekommen ist, hat er den LW-Simulator angemacht und da ist er weiter Traktor, Mähdrescher, etc. gefahren. Selbst zur Erntezeit… völlig abgefahren xD. Sowas nenne ich Leidenschaft ^^

Freeze

und als Add-on gibt es noch Viehzucht? und am Ende kommen die „überall beliebten“ Wölfe und reißen deine ganzen Schafe xD

DerFrek

Ja das ist dann wie Godzilla damals bei Sim City 😀

LooTerror

Genau jeder E-Sport Bereich wird an sich selber wachsen.. Aber die verschiedenen Spiele (Event Organisatoren) dürften mal zusammen Spannen und eine E-Olympiade durchführen.. Wen da alle richtig mitmachen, würde das sehr hohe Wellen Schlagen! Ich würde das gern verfolgen und wie bei einer „Normalen„ olympade das ein oder andere gucken das ich nicht wirklich auf der Bildfläche hatte!

BuckyVR6

Ich glaube ich würde da auch so einiges schauen 🙂 ich erinner mich immer an die Winterolympiade 2001 oder 2 oder so da bin ich mal ganz früh ausm bett und hab mir die Bobfahrer angeschaut das war Cool 🙂 nur das ich mir dann heute mit Kakao und Decke wahrscheinlich alles nur nicht Fortnite anschauen werde:)
vor allem werden dann alle bei den Streamern die Karten neu gemischt wer was kann und wer nicht.

Freeze

War mit einem Kumpel auch in Berlin zu den PUBG Global Invitational. Fand das schon irgendwie interessant so und hat Spaß gemacht anzuschauen 😀

vanillapaul

2002. 2001 geht nicht, da die Spiele im Wechsel alle 2 Jahre stattfinden. Und 2000 waren die Sommerspiele in Sydney, 2002 in Salt Lake City, 2004 in Athen. /klugscheissoff

Weiß ich aber nur weil mich das damals noch interessiert hatte. ^^

BuckyVR6

😀 hey 50 Prozent trefferchance war ja jetzt nicht so schlecht

vanillapaul

50 Prozent ist noch ne 4, 4 ist bestanden und bestanden ist gut, also ne 2.
Jaja… ????

BuckyVR6

wenn meine tochter so heimkommt gibt’s ärger bei mir war das wirklich so 😀

vanillapaul

War bei mir nicht anders. Zum Glück ist mein großer Sohn noch heiß auf Schule. Beim Lütten hab ich da so meine Zweifel. Der kommt voll nach mir und wird wohl nur das Nötigste machen.

BuckyVR6

Oh je 😀 Aber ich bin ganz zufrieden mit ihrem Zeugnis nur eine 4 damit kann ich noch im Halbjahr leben

vanillapaul

Ich bin der Meinung wenn meine Kinder sich Mühe geben und es gibt eine 4 auf dem Zeugnis dann ist es halt so. Eine 4 aus Faulheit sieht da dann schon anders aus. Wobei selbst diese 4 immernoch einen Lerneffekt darstellen kann. Spätestens wenn es um die nächste Taschengeld Erhöhung geht.

BuckyVR6

Das stimmt allerdings !!!! nur gibt’s kein Taschengeld in dem Sinne bei Ihr… das ist aber muttis Entscheidung 🙂

Julian Von Matterhorn

Mensch die Bär. Hätte ich nicht erwartet.

KnopfChaos

Rein Populistische Aussage. Sie hat ja mit der Entscheidung nichts zu tun und kann somit ein wenig bei der jungen Wählerschaft punkten. Noch dazu hat Sie eher unrecht. Zum Sport gehört nun mal auch körperliche Anstrengung. Nicht das man im Kompetitiven Modus nicht ins schwitzen kommen kann… Aber das reicht dann doch noch nicht.

madmax916sps

Schach, Billard, Dart, Angeln, Bowling

KnopfChaos

Und? Was ändern diese Begriffe daran was Gaming ist? Wobei man beim Billiard, Dart und Bowling noch auf den ganzen Körper achten muss. Stand, Technik, Schwung.. Sind dennoch nicht zwangsweise Sportarten im herkömmlichen Sinn. Es wird wohl auch kaum ein Dartspieler sagen, dass er jetzt zum Sport geht.

madmax916sps

Und dennoch von der Definition Sportarten.
Wie du selbst sagst, wenn jemand zb. Schwimmen geht, heißt das noch lange nicht das er trainiert. Das macht ja den unterschied zwischen Hobby und professioneller Sportler.
So wie du Gaming (Hobby Begriff) und Esport in einen Topf schmeißt.

Es geht ja auch nicht um den „herkömmlichen Sinn“ (althergebrachten). Wir haben es hier mit einer Sache zutun die gerade mal paar Jahrzehnte alt ist. Und das genau stößt einigen an den Kopf.

Und zum Thema „Haltung, und Technik“ … das gibt es in bereichen des Kompetitiven bereich bei Videospielen auch, beließ dich mal wie viele Griffarten es gibt für Controller, Maus und welche Feinheiten es in den Bereichen gibt um das maximale raus zu holen.

Verstehe mich nicht falsch, momentan möchten große Industrien was von dem „herkömmlichen“ Sport-„kuchen“ haben… es wäre so natürlich sehr leicht, es einfach von jetzt auf gleich Olympisch zu machen…. wäre aber auch falsch.
Diese Gespräche und Diskussionen werden einen neuen „Playground“ schaffen, so das „Kompetitives Gaming“ auch einen Platz bekommt. Man sieht alleine schon, dass es kein eigenes Wort dafür gibt und man es immer mit „Sport“ oder „Gaming“ (Spielen) in Verbindung setzt.

Fakt ist aber… das es jenseits von „Hobby“ und „spielen“ entfernt ist, jeder der sich ein wenig mit dem Thema beschäftigt… oder sogar selbst mal, am besten online an sich an den „Spielen“ versucht merkt selbst, dass das Niveau zwischen „mal testen“ und jemanden der „trainiert“ ist Welten sind. Und wenn man dann das Ganze mal, am besten das Game welches man getestet hat, mal ein Kompetitives Match sich anschaut… merkt man schnell, dass es dem Sport näher ist als dem „Spielen“

KnopfChaos

Aber aus welchem Grund muss man sich damit auf politischer Ebene befassen. Gaming ist kein Sport. Es ist Gaming.

Ich will ja nicht die Leistung abwerten. Darum geht es ja nicht. Hier werden Begrifflichkeiten gegeneinander ausgespielt. Esport ist Gaming. Genau so wie professioneller Fußball immer noch Fußball ist. Das Fußball ein Sport ist, ob nun professionell oder einmal im Jahr, ist immer gegeben. Gleiches gilt für Laufen, Schwimmen (planschen mal ausgenommen) und anderes.

Ja es gibt Grenzfälle wie Darten und Bowling… Aber das ändert ja nichts.

Kompetitives Gaming ist Anspruchsvoll, bedarf gewisse Talente und viel Übung! Nur macht das noch keinen Sport aus. Sonst müssen wir auch über Rubiks Cube reden. Klavierspielen, schnell schreiben und sprechen.

Wofür braucht man Diskussionen und einen „Playground“? Es ist wie es ist mit dem Esport und das reicht doch auch. Was muss sich ändern? Wer wird benachteiligt? Stört die Meinung älterer verbohrter Menschen so sehr? Ändern wird sich deren Meinung auch nicht mehr.

madmax916sps

Bin bei dir, denke jetzt haben wir uns auf ner Ebene getroffen.

Ich denke die Firmen versuchen mit Ihren Spielen schnell eine Monopolstellung zu bekommen. Jeder kann Fußball spielen, aber keiner kann zb CS spielen ohne es zu kaufen. Vermute wirklich, dass deshalb der Druck dort aufgebaut wird um es so durchzuprügeln + fanatische Fans dazusteuern, und man hofft, dass (wer auch immer dafür verantwortlich ist) nachgibt.

Ich weiß was du meinst mit dem Begriff Sport. Denke das Problem ist hier wirklich, dass es noch keinen Begriff für das professionelle „Gaming“ gibt. Und dadurch entstehen immer diese Diskussionen. Und die braucht es, weil ein Austausch stattfindet, welcher normalerweise bei den Menschen nicht stattfinden würde. Und dann würde man immer nur weiter mit Vorteilen arbeiten.

Es braucht einen „Playground“ um etwas eigenes zu sein, du sagst es ja selber, momentan kann man es nur mit anderen Dingen vergleichen. Und das müssen wir doch sagen, dass es nichts mehr mit „spielen“ zutun hat, wie ich geh mit Lego spielen. So wie ein WM Spieler auch nicht zu seiner Frau sagt „Ich geh mal ein bisschen Fußball spielen“ außer er möchte seine Leistung damit minder-spielen, was natürlich cool wäre.

Aber du hast recht, ändert wird sich bei einigen Leuten nichts, dass ist absolut Menschlich, und das ganze wird natürlich in den Medien breitgetreten. Und man versucht sich so populistisch Stimmen zu holen. Also meine damit jetzt die Seite der „Gamer“, in dem Fall hier.

Aber nach meinem Empfinden, sehen wir das ganz ähnlich. Und ich danke dir dafür, nicht so wie üblich im Internet toxisch sondern normal mit mir geschrieben hast. Das meine ich wirklich ehrlich. <3

KnopfChaos

Keinen Dank für das selbstverständliche Bitte. 😉 Denke auch das wir da nicht meilenweit auseinander liegen.

Ich frage mich aber, ob man einen neuen Begriff braucht. Es ist halt einfach Gaming. Nur halt auf professioneller Ebene. Handball ist ja auch immer noch Handball.

Ja, es klingt komisch wenn ein Fußballer sagen würde „bin mal eben kicken“. Aber einen anderen Ausdruck als Fußball spielen wird er auch nicht finden. Er kann noch sagen, er müsse zur Arbeit… Scheinbar gibt es hier auch keinen Begriff. Klar, in der Öffentlichkeit kann sich jeder was darunter vorstellen, wenn jemand sagt er ist Zweitliga Spieler. Bei einem Gamer stoßen da schon viele an eine Grenze des nicht verstehens. Aber erzwingen muss man das dann ja auch nicht.

Wir könnten anfangen die professionellen Spieler ähnlich wie im Sport zu bezeichnen.

Counter-Stricker
Overwatcher (man beachte auch das eingedeutschte Überwacher)
LoLer

Würde es nicht diese dämlichen Altherren-Aussagen geben, in denen Gaming das soziale und Taktische abgesprochen wird, hätte die Diskussion wohl auch kaum Nährboden.

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