Review-Bombing kennt man auf Steam und anderen Plattformen eher mit negativen Bewertungen. Doch ein Entwickler hat jetzt das gegenteilige Problem: Es gibt zu viele positive Stimmen, die nicht echt aussehen.
Um welches Spiel geht es? Am 11. Februar 2026 erschien auf Steam (und im Game Pass) die Lebenssimulation Starsand Island. Man kann das Spiel wohl am ehesten mit Animal Crossing oder Harvest Moon vergleichen. Ihr baut eure Insel auf, geht Partnerschaften ein und lebt
in einer von euch gestalteten Cozy-Welt.
Obwohl sich das Spiel erst im Early Access befindet, kommt es auf Steam mit 87 % positiven Reviews bei 2.591 Bewertungen ganz gut an. Doch über die positive Resonanz scheint man sich nicht gänzlich zu freuen.
In einem Statement bittet der chinesische Entwickler Seed Sparkle Lab, mit künstlichen
Reviews aufzuhören, auch wenn sie nicht negativ sind.
Entwickler wollen sich lieber aufs Spiel fokussieren
Was sagen die Entwickler zu den Reviews? Auf Steam veröffentlichten die Entwickler ein Statement zu den künstlichen
Reviews zum Spiel. Laut dem Post haben sie eine große Anzahl an positiven Kommentaren über Starsand Island auf diversen Plattformen bemerkt.
Erst dachten sie, das Spiel komme einfach gut an, aber einige der Kommentare seien ungewöhnlich gewesen: Es gäbe viele Reviews nach nur sehr kurzer Spielzeit, die zeitlich nah beieinander erschienen sind. Im Post vermutet man KI-generierte Reviews.
Man habe zwar keinen Beweis, es fühle sich aber an, als wäre es eine bewusste Strategie. Ein anderer merkwürdiger Aspekt sei, dass man das Spiel ja kaufen müsse für eine Review. Laut dem Post haben einige Accounts das Spiel nach einer Review auch zurückgegeben. Am Ende sagen sie noch:
Wir möchten klarstellen: Die Entwicklung eines Indie-Spiels ist nicht einfach. Wir möchten uns einfach darauf konzentrieren, ein gutes Produkt zu entwickeln und den Spielern, die unser Spiel wirklich mögen, ein besseres Erlebnis bieten. Also, wer auch immer dahintersteckt, bitte hören Sie damit auf. Bitte lassen Sie uns in Ruhe unser Spiel entwickeln. Wir stellen für niemanden eine Gefahr dar.
Seed Sparkle Lab über ungewöhnliche Reviews (Quelle: Steam)
Warum können auch positive Reviews schaden? Wenn Accounts mit sehr kurzer Spielzeit oder ungewöhnlichen Aussagen, die möglicherweise mit KI generiert wurden, Reviews posten, kann es schnell dazu führen, dass Spieler denken, der Entwickler würde sie selbst erschaffen.
Will man diese künstlichen Reviews entfernen, kostet das wohl auch für den Entwickler Zeit, die man auch in die Weiterentwicklung des Spiels stecken könnte.
Gibt es nur positive Reviews? Auch wenn die Mehrheit auf Steam bisher eine positive Review hinterlassen hat, gibt es auch negative Stimmen. Einige Spieler berichten von Bugs, etwa dass Quests nicht abschließbar sind. VillainQueen (via Steam) findet, das Spiel habe großes Potenzial, aktuell aber auch einige Baustellen.
Auch starlit_scarlett (via Steam) mag das Spiel grundsätzlich, findet das Verhalten der Entwickler aber verdächtig
. Sie findet etwa den Anti-Cheat in einem Singleplayer-Spiel unnötig und kritisiert auch den Day-One-DLC, der 19,50 € kostet.
Falls ihr es selbst ausprobieren wollt, zahlt ihr auf Steam bis zum 25. Februar nur 27,29 € statt 38,99 €. Entwickler befinden sich dauerhaft im Austausch mit den Spielern und dem Markt, doch schon wenige Sekunden können dazu führen, dass ein Spiel scheitert: „Wir hätten ein Scheitern ohne Schadenfreude verdient“ – Highguard ist die fatale Fehleinschätzung eines Marktes, der von Wut lebt
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Ich habe es noch nicht gespielt, aber hat was von My Time at Portia/Sandrock
Wenn welche ein Spiel mit ihren “gut gemeint” Kommentaren in den Himmel loben und dann die Harte Realität nicht liefern kann, sind diese dann enttäuscht und fühlen sich angelogen worden zu sein.
No Man Sky und Highguard können davon ein Lied singen
“und auf Konsolen läuft es überraschend gut!” *zwinker*
Also, besser nicht “gut gemeint ist nicht gut gemacht”
Das Spiel Sieht im Trailer zwar Interessant aus aber Solange es Keine Unterstützung in Deutsch gibt können die es behalten
Diese Arroganz heutzutage bezüglich einer deutschen Lokalisierung finde ich fast schlimmer als diesen bekloppten KI Hate. Deutsche Lokalisierungen sind ein Privileg, kein Muss.
Für manche Menschen ist es schlicht keine Arroganz, sondern sie können kein Englisch. Mir machen englische Spiele auch nichts aus, ich bevorzuge sie sogar meist, aber ich kann Leute auch verstehen, die das eben nicht verstehen und auch nicht die Muße haben “für ein Spiel” eine neue Sprache zu lernen.
Nicht überall in Deutschland wurde Schulenglisch gelehrt. Ja, das wirkt noch nach und einige haben vielleicht Spanisch, Mandarin und andere Sprachen gelehrnt
Also der Automatismus das alle Englisch können ist nicht gesichert
Man muss aber auch dazu sagen, dass es schon ein großer Luxus ist, dass fast alle Spiele und filme ins deutsche synchronisiert werden. Viele andere Länder haben dieses Glück nicht, da ist man dann froh wenn es zumindest deutsche Untertitel bei Filmen gibt. Das führt aber wiederum dazu, dass in diesen Ländern viel mehr Menschen gut Englisch sprechen, schlicht weil man auf Englisch angewiesen ist, während man in Deutschland sofern man für seinen Beruf kein Englisch benötigt generell gut klarkommt ohne ein Wort Englisch zu können.
Das ist kein Privileg sondern eine wirtschaftliche Entscheidung Seitens der Entwickler.