
Viele Abenteurer zieht es in Dungeons & Dragons an die berühmte Schwertküste von Faerûn. Dabei gibt es etliche Settings für das Tabletop-Rollenspiel, die mindestens genauso spannend sind.
Wie ist die Liste entstanden? Die Vergessenen Reiche gehören zu den beliebtesten Settings von Dungeons & Dragons und stellen eine Art „Standard-Setting“ dar. Zu ihnen gehört der Kontinent Faerûn mit der berühmt-berüchtigten Schwertküste, die Schauplatz für vielerlei Abenteuer ist. Auch viele Spiele wie zum Beispiel Baldur’s Gate 3 oder das MMORPG Neverwinter stellen die Schwertküste in den Fokus.
An ihrer Küste befinden sich auch berühmte Orte wie Niewinter (Neverwinter), Tiefwasser (Waterdeep), Baldur’s Tor (Baldur’s Gate) oder auch Luskan. Auch das Eiswindtal im Norden von Luskan gehört zu den beliebten Settings in Faerûn und den Vergessenen Reichen.
Dabei liegt der stilistische Fokus auf einer klassischen High-Fantasy-Welt mit alten Göttern, mächtigen Organisationen und politischen Intrigen und sind deshalb häufig der erste Anlaufpunkt für Spieler von Dungeons & Dragons.
Aber auch außerhalb von Faerûn finden sich Settings, die mindestens genauso spannend sind, aber häufig übersehen werden. Wir stellen euch deshalb 7 unterschätzte Settings vor, die bei vielen Spielern gerne unter dem Radar laufen und zur 5. Edition von Dungeons & Dragons gehören.
Eberron

Eberron ist ein Planet und hat eine eigene Kosmologie. Dieser bietet ein Setting, dass sich eher als Steampunk- oder Noir-Fantasy-Setting einordnen lässt. Im Zentrum stehen politische Verschwörungen und moderne Magietechologien.
Statt klassischer Burgen und Ritterrüstungen erwartet Spieler eine von Magie betriebene, industriell geprägte Welt. Die Gesellschaft nutzt alltägliche Magie wie magiebetriebene Züge, Luftschiffe und magische Kommunikationssysteme. Klassen wie der Artificer verkörpern dieses Zusammenspiel aus Magie und Technik und passen perfekt in dieses Setting.
Der Planet steckt in einem fragilen Frieden nach einem langen Krieg – eine perfekte Bühne für Spionage, Verschwörungen und Machtspiele. Mit einzigartigen Völkern wie den Kriegsgeschmiedeten (Warforged) und den psionisch begabten Kalashtar, sowie besonderen Orten wie dem gigantischen Sharn oder geheimnisvollen Ruinen des Dschungelkontinents Xen’drik, bietet Eberron unzählige Abenteuer.
Religion basiert hier allein auf Glauben, nicht auf nachweisbarer göttlicher Existenz – was Raum für Zweifel und fanatische Kulte schafft. Eberron bietet also einen Mix aus Steampunk- und Magitech-Flair und lässt Spieler in eine Welt eintauchen, in der eine bedrückende Endzeitstimmung herrscht.
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Zwei weitere Settings die mmn unbedingt Erwähnung verdienen:
Dark Sun – Magie wird von Lebensenergie genährt und in der Vergangenheit haben Magier in einem großen Krieg, die Lebenskraft fast aller Pflanzen aufgebraucht und die Welt fast komplett in einen Wüste verwandelt. Deshalb ist Magie größtenteils verboten – und nur die Gott-gleichen Könige der letzten verbliebenen Städte verwenden sie (offiziell – man kann natürlich einen Magier spielen – hier wird zwischen Schändern und Bewahrern unterschieden – allerdings ist das eine sehr viel Gefährlichere Klassenwahl als in anderen Settings). Die wenigen verbliebenen Kleriker beten zu den Elementen, Feuer, Wasser, etc. da im Verlauf einer der Kriege der Vergangenheit, die Welt von den Ebenen der Götter abgeschnitten wurde – es gibt also quasi keine Götter, bzw. diese haben keinen Zugang zur Ebene der Sterblichen. Es gibt noch so viel mehr über die Welt zu erzählen, aber ich denke das würde den Rahmen eines Kommentars sprengen 😅 (leider wird Dark Sun heutzutage von vielen verteufelt/gemieden, weil Sklaverei ein großes Thema in dieser Welt darstellt. Da man heutzutage schwierigeThemen lieber meidet anstatt sich mit ihnen kritisch auseinanderzusetzen wurde das Setting meines Wissens nach nie für die aktuelle Edition von DnD veröffentlicht.)
Da das letzte Setting im Artikel ein “inoffizielles” Setting beschreibt, sollte mmn Midnight von Fantasy Flight nicht unerwähnt bleiben (leider auch ein Setting alter Editionen welches noch kein Update bekommen hat):
Stellt euch einfach vor Sauron hätte den Ringkrieg gewonnen. Das ist grundsätzlich die Idee hinter Midnight. Die Götter wurden von “dem Großen” bösen vertrieben, das Böse herrscht mit eiserner Hand, und die Spieler sind einige der letzten Helden, die sich gegen diese Herrschaft auflehnen und das Gute wieder in die Welt tragen wollen.
Ja, ganz genau. Dark Sun hatte ich auch auf meiner Liste, ist aber leider nicht für die 5. Edition erschienen, weshalb es hier durch’s Raster gefallen ist. Aber auch meiner Meinung nach ein sehr spannendes Setting 🙂
Gleiches gilt für Midnight. Das fand ich auch schon immer sehr spannend, hatte ich aber persönlich noch nicht das Vergnügen zu spielen. Hast du da Erfahrung mit? Wenn ja, was hat dir besonders gefallen?
Da geht es mir genauso wie Dir – mittlerweile Türmen sich auf dem Dachboden die Settings/Systeme, die ich liebend gerne mal spielen würde aber von denen ich weiß, dass da entweder keine Zeit oder in meinem Freundeskreis kein interesse besteht.
Habe mir zwar die gesammelten Werke zur 2nd Edition von Midnight in einem HumbleBundle als pdf erworben, aber mehr als einen Ersteindruck konnte ich mir bisher auch nicht verschaffen. – Die Idee an sich finde ich allerdings herausragend.
Ich wusste noch gar nicht, dass es so viele alternative Welten in DnD gibt. Cool, würde gern mal andere Settings ausprobieren.