Throne and Liberty
Entwickler: NCSoft | Plattform: PC, PlayStation 5, Xbox Series | Release-Datum: 01. Oktober 2024 | Modell: Free2Play | Kampfsystem: Tab-Targeting oder Action
Was ist das für ein Spiel? Das neue MMORPG von NCSoft (Aion, Guild Wars, Lineage) war ursprünglich als Lineage Eternal geplant und sollte auf eine isometrische Perspektive setzen. Aufgrund des enorm kritischen Feedbacks der Tester folgte ab 2017 eine jahrelange Überarbeitung und schließlich die Umbenennung zu Throne and Liberty.
In seiner jetzigen Form setzt T&L auf einen – für moderne Online-Rollenspiele – ungewöhnlichen Schwerpunkt auf das „Massively“ aus „Massively Multiplayer Online Role-Playing Game“.
- Ihr könnt in der Spielwelt auf mehr Charaktere treffen, als man es aus vielen anderen MMORPGs kennt.
- Viele Inhalte richten sich an Gilden – wer das Maximum aus dem MMORPG herausholen möchte, sollte sich einer Gemeinschaft aus Gleichgesinnten anschließen.
- Viele der Gruppen- und Raid-Herausforderungen besitzen ein (teils optionales) PvP-Element.
- Server und Technik sind darauf ausgelegt, viele Charaktere in einer Region zusammenzubringen, ohne dass die Performance spürbar einbricht.
Besonders ist außerdem der Fokus, den T&L auf die eigene Spielwelt setzt. Dank Tierformen und Greifhaken bewegt ihr euch sehr mobil durch die Regionen, überall findet ihr Questgeber und Geheimnisse. Zudem reagiert die Spielwelt dynamisch auf Wetter- und Umwelteinflüsse sowie die Tageszeit.
Für Throne and Liberty braucht ihr übrigens keine Game-Pass- oder PlayStation-Plus-Mitgliedschaft. Außerdem landet das MMORPG mit einem Free2Play-Bezahlmodell im Westen. Einfach mal reinschnuppern ist also problemlos möglich.
Der Launch-Trailer für Throne and Liberty:
Dank offizieller Zahlen ist bekannt, dass Amazon Games sowie NCSoft beim westlichen Launch von Throne and Liberty mehr als drei Millionen registrierte Spieler in Solisium begrüßen durften.
Ebenfalls klar, dank Webseiten wie steamdb.info: Das Allzeithoch (vom ersten Launch-Wochenende) liegt bei 336.300 gleichzeitig aktiven Steam-Nutzern. Auch in den Folgetagen konnte das neue MMORPG regelmäßig mehr als 250.000 Spieler für sich verbuchen. Auf Steam. Dazu kommen noch die T&L-Fans, die auf PlayStation 5 oder Xbox Series zocken.
Für wen ist das interessant? Wer Lust auf ein MMORPG hat, das einen starken Fokus auf Gilden- und Raidinhalte mit hunderten und teils sogar mehr als 1.000 Spielern setzt, sollte Throne and Liberty unbedingt ausprobieren. Allein sich durch die Spielwelt zu bewegen, zu questen, leveln und an Events teilzunehmen, während überall andere Spieler-Charaktere sind, ist ein tolles Gefühl.
Dazu kommt, dass frische Online-Rollenspiele von erfahrenen Studios wie NCSoft nur noch selten erscheinen. Mit einer großen Community gemeinsam ein neues MMORPG kennenzulernen, ist immer etwas Besonderes. Umso mehr, weil Throne and Liberty auch auf Konsolen erschienen ist.
Gibt es einen Haken? Throne and Liberty kämpft seit dem Launch mit den beiden im Vorfeld befürchteten Baustellen: Bots und Monetarisierung. Durch das Free2Play-Modell fällt die Hürde für die Erschaffung neuer Accounts sehr gering aus. Gleichzeitig lohnt sich die Arbeit für Bots, da das Auktionshaus eng mit der Echtgeldwährung Luzent verbunden ist.
Was die Monetarisierung angeht, können sich Spieler über den Kauf der Echtgeldwährung Luzent einen spürbaren Vorteil bei der Charakterprogression verschaffen. Der nimmt zwar im Laufe der Zeit ab, da man sich auch alles Wichtige erspielen kann. Mit der nächsten Tier-Stufe, die im ersten Quartal 2025 kommen soll, dürfte die Schere zwischen Free2Play-Spielern und Echtgeld-Investoren wieder auseinandergehen.
Lohnt sich der Einstieg 2026? Throne and Liberty ist mittlerweile seit mehr als einem Jahr draußen. Die Spielerzahlen liegen dadurch deutlich niedriger als noch beim Launch. Wie viele davon Bots sind, ist unklar. Klar ist dafür, dass die Entwickler in Zusammenarbeit mit Amazon Games regelmäßig Updates herausbringen, um neue Inhalte zu liefern und aktuelle Baustellen zu beheben.
Für NCsoft ist das Spiel trotz langer Entwicklungszeit übrigens ein Erfolg: Throne and Liberty war lange das ungeliebte Stiefkind von NCsoft, jetzt verraten die Macher erstmals, wie viel Geld das MMORPG gemacht hat
War euer favorisiertes MMORPG in dieser Liste dabei? Oder könnt ihr noch andere Spiele empfehlen?Habt ihr noch Geheimtipps in Sachen MMORPGs? Oder spielt ihr eines der Spiele aus der Liste selbst schon seit Jahren und könnt es besonders empfehlen? Dann schreibt es uns doch hier auf MeinMMO in die Kommentare und diskutiert mit anderen Spielern aus der Community darüber.
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Bei WoW fehlt als – noch auserordentliche toxic Com.!
Neulinge werde da keine freude haben.
Für PvP begeisterte wie mich selbst ist Guildwars 2 definitiv die alternativlose Nummer 1. Alles ist zu 100% skillbasiert und das Combat fühlt sich gerade im PvP unglaublich befriedigend an.
The Elder Scrolls Online hat mehr Gruppencontent als man meinen mag. Der Unterschied zu anderen MMOs ist, daß dieser nicht zwingend gespielt werden muss, um an gute Ausrüstung zu kommen. Aber optional gibt es dort schweren Gruppencontent. Die Performance ist auch deutlich besser geworden seit dem die neuen Server da sind.
Also meine Lieblinge sind World of Warcraft und Final Fantasy 14. Gelegentlich aber auch mal Star Wars The Old Republic und Guild Wars 2.
Bei “Lost Ark” müsste explizit pay2win stehen – schließlich kann man da Tausende Euro reinpumpen, um instantan bessere Charaktere als andere zu haben. Das treibt auch das Bot Problem an. Da man Alts besser als bei anderen MMOs dazu verwenden kann, um die Resourcen in den Main Character zu pumpen, verleitet das viele, die maximale Anzahl für Loot mit 6 Charakteren zu machen – mit 6 x 3 Legion Raids pro Woche, 6 x 7 x 3 Dailies, 6 x 7 x 2 Chaos Dungeons pro Woche usw. – mit dem hier nicht erwähnten Ergebnis, dass die Endgame Community für Legion Raids äußerst selektiv arbeitet – oder besser toxisch.
Das ist erst Mal alles Pay2Progress in Lost Ark… und bevor ich jetzt ein Faß aufmache zum Thema “Pay2Win <-> Pay2Progress”, so lass mich klarstellen, dass es für mich nur Pay2Win ist, wenn man zu dem Ausgeben von Echtgeld GEZWUNGEN WIRD. Das ist hier nicht der Fall, sondern jeder hat die Freiheit zu entscheiden, ob er Echtgeld in Aufwertungsmaterialien pumpt oder nicht. Tatsächlich gibt es sogar Spieler in meiner Gilde, die bis dato noch nicht einmal Echtgeld genutzt, sondern alles erfarmt haben.
Zum Thema Daylies: Mittlerweile mache ich diese unheimlich gerne. Das liegt aber auch daran, dass ich mich mit den Charakteren, die ich als Goldverdiener spiele, auch identifizieren kann. Will heißen: Sie liegen mir und ich tue mich nicht schwer, mit ihnen Raids zu laufen. Und da wir im Discord mittlerweile weit mehr als 8 Leute sind, findet man auch immer Zeit, mit anderen die Raids zu laufen und sich bei Dungeons und Wächtern auszuhelfen, wenn es die Situation erfordert.
Und was das “selektive” von Lost Ark angeht: Ja, man könnte meinen, dass es toxisch ist, wenn man nicht mitgenommen wird. Aber nach wie vor gilt der Standard: DDs müssen maximal ausgestattet sein für den Endgame Content (5×3 Gravuren) und Supporter dürfen 4×3 Gravuren mithaben. Das Kaderlevel ist ebenfalls entscheidend, da dort festgemacht wird, wie lange sie Spieler schon dabei sind und was sie können… Es sei denn man hat eine Zweitaccount und ist deswegen so niedrig, aber das wissen die anderen dann ja nicht 😉.
Nur mal so. Du hast eine sehr eigenartige Definition von Pay2Win. Gezwungen wird niemand in irgend einem Spiel, zusätzlich Geld auszugeben. Nur bleibt man in P2W-Spielen dann eben hinten dran. Auch wenn sich manche Pay2Win als Pay2Progress schönreden wollen, es bleibt Pay2Win. Ausgeben von Echtgeld um Vorteil gegenüber anderen Spielern zu haben.