Der Entwickler von Destiny 2, Bungie, bekam 12 Millionen US-Dollar in einem Gerichtsverfahren gegen einen rumänischen Cheat-Hersteller zugesprochen. Das Geld würde reichen, um sich 240.000-Mal die Erweiterung Lightfall auf Steam zu kaufen. Das Gericht hätte Bungie sogar noch mehr Geld zugesprochen, die wollten aber nur 2.000 $ pro Verstoß.
Was ist das für ein Prozess?
- Der Prozess begann 2021 und richtete sich gegen einen rumänischen Anbieter von Cheats unter dem Namen „VeteranCheats“.
- Mit den Cheats konnten Spieler etwa ihr Aiming verbessern oder durch Wände schauen. Laut Bungie soll die Seite Cheats wie „Razor“, „HLBOT“ und „Render“ verkauft haben.
- Nachdem der Seitenbetreiber nicht auf die erste Beschwerde Bungies im Jahr 2021 reagiert hatte, drängte Bungie 2023 auf ein Versäumnisurteil wegen Urheberrechtsverstößen und der Umgehung ihrer Sicherungs-Maßnahmen.
Ein US-Gericht hat Bungie jetzt recht gegeben und die Schadensansprüche für gerechtfertigt erklärt.
Bungie wollte 2.000 $ pro Verstoß – Gericht hätte sogar 2.500 $ gezahlt
Was wollte Bungie? Bungie hatte per einstweiliger Verfügung Einblicke in die Daten erreicht und festgestellt, dass die Software zwischen November 2020 und Juli 2022 etwa 5.848-Mal verkauft wurde.
Bungie forderte daraufhin eine hohe Schadens-Ersatzsumme: 2.000 $ pro Verstoß – also über 11.6 Millionen US-Dollar , dazu weitere Strafen und die Übernahme der Gerichtskosten.
Das haben sie jetzt bekommen: Wie die US-Seite Kotaku schreibt, wurden Bungie tatsächlich 12 Millionen $ zugesprochen. Da Gericht befand, dass jeder dieser 5.484 Verstöße sogar 2.500 $ wert sei, aber weil Bungie nur 2.000 $ pro Verstoß forderte, hätte man ihnen jetzt dieses Geld zugesprochen.
Dazu kamen dann noch weitere Strafen, sodass sich die Rechnung für die rumänische Seite letztlich auf 12.059.912 Dollar und 98 Cent belief.

Die Seite selbst bietet weiterhin Cheats für Overwatch und Call of Duty an, aber nicht mehr für Destiny.
Der Prozess ist ein weiterer Schlag gegen Cheater. Seit 2022 geht Bungie vermehrt gegen Cheater in Destiny 2 vor:
Destiny 2 gewinnt Millionen-Klage gegen Cheat-Anbieter – Bekommt 1.900 Euro für jeden Cheater
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.
Richtig so, diese scheiss cheater nerven und machen jedes Spiel kaputt mit ihr gecheate und gehacke, meiner Meinung noch zu wenig als Strafe….
Weg mit den cheatern und Bug ausnutzern….. solche leute haben es nicht verdient überhaupt irgendein spiel zu spielen….
Eine beachtliche Summe, selbst für bungie. Kann man in etwa abschätzen, wie hoch die Verluste durch cheater sind?
Ich glaube nicht, dass man das klar beziffern kann – Cheater tragen letztlich zu einem schlechten Spielerlebnis bei, wie viel das dann von der Entscheidung ausmacht, das Spiel nicht mehr zu spielen, ist schwer zu sagen.
Super. Und wenn der Entwickler nicht doof ist, zahlt er keinen Cent. Er kommt aus Rumänien. Auch wenn US Gerichte es gerne anders hätten, so haben sie kein Juristische Macht außerhalb der USA.
Kann dem Entwickler also am allerwertesten vorbeigehen.