Destiny 2: Chef gesteht Probleme im Endgame ein, verspricht Lösung

Der Chef von Destiny 2, Luke Smith, hat sich zum jetzigen Stand des Spiels geäußert. Er spricht von Destiny 2 als „Sammel-Spiel.“

Der Game Director von Destiny 2 ist Luke Smith. Der hat dem britischen Print-Magazine Edge vorm Release schon einige Infos gegeben – jetzt blickt er in der neuesten Ausgabe auf den Launch zurück und teilt seine Gedanken mit. In Auszügen ist das Interview öffentlich geworden.

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Wer Destiny 2 anfängt, der bleibt auch: Spieler kommen ins Endgame

Als positive Entwicklung, sogar als Überraschung, empfindet Smith es, dass so viele Spieler das Level-Cap erreicht und die Singleplayer-Kampagne von Destiny 2 beendet haben.

Ein extrem hoher Anteil der Spieler, eine schockierend große Anzahl, hat das Endgame von Destiny 2 erreicht, sagt Smith. Das Team habe allen Grund darauf, richtig stolz zu sein.

Das bedeutet: Wenn Leute die Welt von Destiny betreten, dann bleiben sie auch.

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Aber was machen sie im Endgame?

Allerdings: Bungie muss jetzt sicherstellen, dass die Leute auch was zu tun haben, wenn sie 80 oder 90 Stunden gespielt haben:

  • Sind die Spieler dann glücklich mit ihrem Charakter?
  • Gibt es neue Sachen, die sie erledigen können?
  • Wollen die Spieler wiederkommen?

Laut Smith seien das Fragen, bei denen Bungie ansetzen müsse.

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Smith findet feste Waffen-Perks immer noch gut, aber …

Viel Aufregung gab es in der Destiny-Community damals um die Entscheidung Smiths, in Destiny 2 auf Zufalls-Perks bei Waffen und Rüstungen zu verzichten. In Destiny 1 grindeten Spieler dieselben Aktivitäten, um die perfekte Ausgabe eines Items, den sogenannten God-Roll, zu erhalten. Die Spieler suchten also „doppelte Items.“

Bei Destiny 2 besitzt jedes Item feste Perks. Dadurch entfällt dieses Suchen nach Duplikaten.

Smith glaubt nach wie vor daran, dass es richtig war, die Zufalls-Rolls auf Waffen und Ausrüstung aus dem Spiel zu nehmen. Smith denkt, Destiny sei auf dem Weg, ein „Collection Game“ zu werden. Dafür war diese Änderung richtig.

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Smith versteht aber, dass Destiny 2 hier Schwächen hat, die es auszubessern gilt. Bei Bungie hat man immer noch Ideen dafür, wie man „doppelte Items“ wieder interessant macht.

Smith offenbar überrascht von Problemen – Lösung hat jetzt Priorität

Indirekt gibt Smith zu verstehen, dass die Probleme mit dem Endgame nun eher überraschend kommen und man bei Bungie umdisponieren muss, um die Probleme zu lösen.

Für das Team hat es aktuell Priorität, dieses Problem in den Griff zu kriegen: Duplikate sollen wieder eine Bedeutung haben.

Smith sagt: Wenn man was veröffentlicht, macht man sich Gedanken darüber, was für Probleme auftauchen werden. Manchmal hat man Recht und man arbeit genau nach Plan weiter. Manchmal hat man Unrecht und es tauchen andere Probleme auf, die dann wichtiger werden.

Wir schauen gerade, was für Arbeit wir machen müssen, und legen darauf die höchste Priorität.

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Destiny 2 als Sammel-Spiel – aber jeder hat die Sammlung schnell voll

Mein MMO meint: Als die Zufalls-Rolls entfernt wurden, hatte Smith gesagt: Er habe da eine Idee, um das auszugleichen, wisse aber nicht, ob es diese Idee zum Release ins Spiel schafft. Offenbar hat es diese Idee nicht ins Spiel geschafft und jetzt haben wir den Schlamassel.

Ein Sammel-Spiel, in dem es nichts zu sammeln gibt.

Es ist die entscheidende Frage, was sich Bungie da einfallen lässt und wie es funktioniert, um „Duplikate wieder interessant zu machen.“

Zufalls-Perks sollen es nicht sein. Die jetzigen Mods sind auch nicht die Lösung. Was also ist Bungies Idee?

Offenbar war Bungie versessen darauf, möglichst viele Spieler dazu zu kriegen, 80 oder 90 Stunden Destiny 2 zu spielen. Das hat geklappt. Jetzt ist die Frage: Was gibt man den Spielern danach zu tun?


Mehr zum Thema: Destiny 2 fehlt das, was viele Spieler so hassen: der Grind

Autor(in)
Quelle(n): wccftech

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