Die Zukunft der Open World
Man könnte jetzt argumentieren, dass man viele Stärken von Crimson Desert bereits aus anderen Spielen kennt (viele der klaren Vorbilder habe ich ja selbst klar benannt), und dass diese Titel teils auch dort glänzen, wo das neue Spiel von Pearl Abyss schwächelt, etwa bei der Story und den Figuren.
Ich würde dagegenhalten, dass es durchaus eine bemerkenswerte Leistung ist, derart viele Stärken in dieser Qualität unter einen Hut zu bringen, und dass aus dem Mix all dieser Stärken am Ende etwas Besonderes, etwas Einzigartiges entstanden ist, das es in dieser Form noch nie gab. Und das auch deswegen, weil Crimson Desert die großen Vorbilder hier und da sogar noch überflügeln kann.
In Sachen Umfang setzt der Quasi-Nachfolger vom MMORPG Black Desert beispielsweise Maßstäbe. Dass ich nach fast 100 Stunden 2 von 5 Regionen noch überhaupt gar nicht gesehen habe, ist einfach absurd. Genau wie die schiere Masse an friedlichen Tieren, die auf dem Kontinent Pywel durchs Gestrüpp huschen, Bäume hochklettern, durch die Luft flattern oder an Bergwänden entlang laufen.
Die immense Zahl an Systemen, Features, Details, Schauplätzen und Inhalten sorgt dafür, dass Crimson Desert auch nach 100 Stunden Spielzeit genug Abwechslung bietet und nicht langweilig wird.
Das in Kombination mit dem Sandbox-Charakter, der immersiven Führung der Spieler durch die Welt mit Points of Interests und der launigen Fortbewegung via Reiten, Klettern und Gleiten macht Pywel für mich zu einer der besten Open Worlds aller Zeiten.
Kommende Spiele mit großer Welt müssen sich an diesem Mix ein Beispiel nehmen und auf vergleichbare Stärken setzen, wenn sie mich ebenfalls derart lange begeistern möchten. Gilt das für euch auch? Oder seht ihr das ganz anders? Verratet es mir in den Kommentaren! Um ein anderes Open-World-Spiel, das mich begeistern konnte, geht’s hier: Kingdom Come Deliverance 2 Test – So derb und faszinierend wie einst Gothic
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