CoD MW plant wohl Angriff auf Fortnite – Mit der Strategie von Apex Legends

Nach neuen Gerüchten plant Activision Blizzard bei Call of Duty: Modern Warfare einen besonderen Coup. Sie koppeln den Battle-Royale-Modus „Warzone“ vom Hauptspiel aus, bringen ihn als Standalone-Titel Free2Play und greifen damit Fortnite an. Dabei orientieren sie sich offenbar an der Strategie des 2019er-Hits Apex Legends, glaubt unser Autor Schuhmann.

Das ist die Situation: Seit Februar 2019 weiß man, dass Activision Blizzard „etwas Großes“ für die Zeit nach dem Launch von Call of Duty: Modern Warfare plant. Das, was da nach dem Launch kommt, soll eine „noch nie dagewesene Erfahrung für Modern Warfare“ sein und eine „riesige Multiplayer-Welt“ bieten.

Seit November 2019 weiß man eigentlich, dass es ein Battle-Royale-Modus sein wird. Es kamen immer mehr Leaks. Warzone soll mit einer riesigen Karte aufwarten, auf der 200 Spieler zocken. Im Gulag soll es zu „1vs1“-Fights kommen, wer wieder dem Match beitreten darf.

Seit heute sind aber einige Informationen durchgesickert, die das alles noch spannender machen:

cod modern warfare leak warzone
Screenshot – so soll Warzone aussehen.

Testlauf für Warzone gab es schon im Januar 2019

Darum ist das so glaubwürdig: Die jetzigen Informationen sind absolut sinnvoll, wenn man sie betrachtet. Das ist so, als hätte uns gerade wer die fehlenden Teile für ein Puzzle in die Hand gedrückt, an dem wir seit Wochen knabbern.

2019 hat Activision Blizzard schon einen Testlauf nach genau diesem Muster gefahren, wie es jetzt beschrieben wurde. Damals hat Activision Blizzard im Januar 2019 für begrenzte Zeit den Battle-Royale-Modus von Call of Duty: Black Ops 4, Blackout, für eine Woche ausgekoppelt und kostenlos zugänglich gemacht.

Das war letztlich ein „Test“ für die jetzige Aktion.

cod modern warfare season 2 ghost groß
Call of Duty ist bereit, das Feuer zu eröffnen.

Neue Informationen passen total in die Strategie

Was will Activision Blizzard damit erreichen? Call of Duty: Modern Warfare ist riesig, aber es ist ein Kauf-Titel.

Für großen Hype sorgten 2018 das kostenlose Battle-Royale-Spiel, Fortnite, und 2019 dann „Apex Legends“, ebenfalls kostenlos zugänglich.

Activision Blizzard rechnet sich aus, dass man mit einem eigenen kostenlosen Spiel an diese jungen Zielgruppen rankommt, die kostenlose Spiele gewohnt sind, und nicht Vollpreis bezahlen möchten. Die kann man dann über Mikrotransaktionen sofort monetarisieren und langfristig für die Marke Call of Duty begeistern. Wer jetzt mit Warzone angefixt wird, kauft sich Ende des Jahres vielleicht gleich das nächste Call of Duty zum Vollpreis.

Ein Call of Duty: Warzone deckt zudem eine Lücke im Repertoire von Activision Blizzard, denn so ein kostenloser Free2Play-Shooter fehlt. Activision Blizzard hat im Finanzbericht Mai 2019 bereits deutlich signalisiert, dass man in Richtung Free2Play geht – man dachte allerdings Activision Blizzard meint Overwatch.

Im Januar 2019 hatte der Analyst Michael Pachter schon verkündet, Overwatch und Blackout würden 2019 noch Free2Play gehen – damit war er seiner Zeit wohl ein wenig voraus.

Apex Legends Wraith in ihrer Entstehung.
Bei Apex Legends schaut man sich die Strategie ab: Blitzschnell zuschlagen.

Überraschungs-Launch und Influencer sollen helfen

Wie wollen sie das hinkriegen? Durch einen Überraschungs-Launch Anfang März 2020 erhofft sich Activision Blizzard offenbar denselben Effekt, den Apex Legends im Februar 2019 erreichen konnte: In einer ruhigen Zeit drehte sich plötzlich alles um den Shooter, der ohne große Ankündigung wie aus dem Nichts plötzlich da war.

Wenn die Gerüchte stimmen, wird Call of Duty: Warzone zudem die Strategie von Apex Legends kopieren und sofort mit Twitch-Streamern starten.

Die konnten angeblich bereits den Modus testen – da werden dann sicher auch die ein oder anderen Werbe-Verträge unterschrieben worden sein.

Twitch-DrDisrespect
Er wäre ein heißer Kandidat, um CoD Warzone zu bewerben: Dr. Disrespect, früher Map-Designer bei Call of Duty.

Die aktuellen Leaks, die fast täglich erscheinen, tragen dazu bei, dass der Hype um den Titel größer wird. So war es damals auch mit Apex Legends. Auch da wurde vorher „aus Versehen“ bekannt, dass was im Busch ist, das schon bald erscheinen könnte.

Das Ziel der Aktion wird aber letztlich nicht Apex Legends sein, sondern Call of Duty will an die 250 Millionen Spieler von Fortnite (Stand März 2019) ran. Denn Fortnite hat 2018 und 2019 viele „Nicht-Gamer“ als Free2Play-Phänomen zu Gamern bekehrt. Wer diese Gruppe an Spielern nun für sich gewinnen kann, der hat das große Los gezogen.

Activision Blizzard will genau das. Der Chef Bobby Kotick träumt davon, bis 2024 eine Milliarde Spieler mit seinen Games zu bespaßen. Call of Duty: Warzone würde perfekt in diese Strategie passen.

Ob diese Theorie so aufgeht, dürften wir in den nächsten Tagen erfahren. Denn angeblich startet Activision Blizzard schon bald seine Werbekampagne.

CoD MW: Battle Royale „Warzone“ – Alle Hinweise zu Release, Größe und Inhalt
Quelle(n): VGC
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mR.pHonkY

Das hätte die wohl gerne… Die Realität sieht leider ganz anders aus!
MW wird das traurigste BattleRoyal von allen haben. Ich habe 10 Jahre COD gespielt und spiele seit MW nur noch Apex und das Movement kann man mit MW doch nicht vergleichen,lächerlich…
Dann werden die SBMM auch im BattleRoyal haben damit die ganzen armen Änfänger es ja nicht zu schwer haben…
Charakter wird es nur geben damit sie weiter Ingame Verkäufe machen können und nicht ein Teamplay fördern.
Bauen wird man wohl können wie in Battlefield wenn man Barikaden baut und nur weil paar Kisten zu öffnen sind ist das kein Fortnite, wie lächerlich!!!

Freuen würde ich mich natürlich wenn was neues kommt nur MW wird das niemals. COD ist auf dem Tiefpunkt und in die Richtung geht es mit den Entwicklern an Bord auch 100% weiter…

Gelesen hat sich der Bericht gut,ist halt leider nur Müll und Augenwischerei^^

Ralle

Du schreibst das so als wenn du glaubst, dass IW seinen Warzone Modus nach dem Beispiel Fortnite quasi nachbauen will. Wenn das so sein sollte, hast Du da aber etwas gehörig falsch verstanden. Warzone will nach Herrn Schuhmanns Theorie keine Fortnite Spieler abwerben indem es Fortnite’s Spielmechaniken kopiert oder übernimmt. Die Gemeinsamkeiten zwischen Fortinite und Warzone werden sich (dem Spielegott sei dank) lediglich in der Vermarktungsstrategie widerspiegeln, sicher nicht in den Spielmechaniken. Abgesehen von den typischen BR Mechaniken. Aber da würde es ja bei PUBG abkupfern, denn PUBG ist Gründungsvater dieses Genre’s, nicht Fortnite. Activision will lediglich die Einstiegshürde „Kaufpreis“ eliminieren, um so die Leute zum ausprobieren zu animieren. Daher wird es aller Wahrscheinlichkeit auch separat als f2p Variante angeboten werden. Die Ähnlichkeiten in der Spielmechanik finden sich eher zu „PUBG“ (authentisches Setting, Air Drops, um die Ecke lehnen), „Apex Legends“ (Pingsystem, Jumpmaster) oder entfernt Escape from Tarkov (Extraktionsmodus, Plunderwährung). Hier versucht keiner ein zweites Fortnite zu schaffen.
Die Spielelandschaft hat mit Fortnite genug BonBon Grafik und Barrikadenbau.
Lediglich vom Erfolg will man was ab haben indem man eine weitere Alternative schafft.

Wesker

Da hätte ich absolut nichts dagegen, hoffe es kommt wirklich so. Das reguläre MW bot für mich keinen wirklichen Kaufanreiz. Ein reiner BR-Modus wäre schon was, zumal F2P.
Allerdings glaube auch ich, das man Fortnite damit nicht wirklich gefährlich werden kann. Es sind halt doch zwei ziemlich unterschiedliche Games. Hinzu kommt die höhere Altersfreigabe von MW. Bei Apex oder PUBG wird man allerdings ordentlich Spieler wildern können. Fragt sich nur, ob man die dann auch langfristig halten kann.

Cameltoetem

Umso befremdlicher erscheint es mir das ich im Herbst dieses CoD das ich so lieben gelernt habe wieder gegen ein neues Spiel tauschen soll. Wenigstens scheint BR davon ausgenommen zu sein…. auch wenn ich BR nicht wirklich mag.

Ralle

Das klingt auch in meinen Ohren alles sehr plausibel, bis auf einen einzigen Punkt. Das Activision an die ganzen Fortnite Verrückten ran will oder sich ernsthaft einredet das erreichen zu können. Erstens startet Fortnite bald Season 2, dass macht es Warzone dann sehr schwer etablierte Fortnite Jünger zu begeistern oder gar zu bekehren. Zweitens ist Fortnite zwar auch f2p aber auch nur ab einem Alter von 12 freigegeben. Das hat vielen sehr jungen Spielern bei ihren Eltern Tür und Tor geöffnet, dass sie dieses Spiel auch spielen dürfen. Das ist in meinen Augen eine nicht zu verachtende Säule von Fortnite. Die Anzahl der acht- bis fünfzehn Jährigen in Fortnite ist ein nicht zu verachtender, sehr beträchtlicher Anteil der 250 Millionen aktiven Fortnite Spieler. Den meisten davon bleibt Warzone verwehrt, denn es ist aktuell als Teil von MW ab 18 frei gegeben. Selbst wenn Warzone ausgekoppelt und getrennt eingereicht wird, wird es mindestens eine ab 16 Freigabe erhalten, was immer noch nicht reichen wird, den Großteil abzuwerben.
Ich sehe da eher die PUBG und Apex Fangemeinde als realistisches Ziel hier auf Spielerfang zu gehen. Da wird in meinen Augen eher ein Schuh draus. Und wenn ich mir die Leaks was Gameplay, Modi und Spielmechaniken angeht so anschaue, gibt es sogar Anleihen an Escape from Tarkov. Was Warzone noch mehr von den Fortnite Kiddies wegbringt hin zu einem erwachseneren Publikum. Ich glaube Activision peilt die Apex, PUBG und Tarkov Community an um mit diesen Spielern sein f2p Fundament zu errichten. Das ist in meinen Augen realistischer und auch erreichbarer.

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