Chef von Facebook zeigt sein „immersives“ Metaverse – Gamer befürchten, dass es Wirklichkeit werden könnte

Chef von Facebook zeigt sein „immersives“ Metaverse – Gamer befürchten, dass es Wirklichkeit werden könnte

Mark Zuckerberg, der Chef von Meta und Facebook, hat ein Bild von seinem großen Metaverse-Spiel gezeigt. Doch die User zeigen sich enttäuscht und fassungslos. Denn das Metaverse von Facebook sieht ziemlich hässlich aus.

Um was genau geht es? Facebook entwickelt seit ein paar Jahren ein eigenes Metaverse. Das Metaverse ist wie ein „virtuelles Universum gedacht, in dem Menschen und Firmen visuell dargestellt sind und miteinander in Interaktion treten und Geschäfte machen.“ (via pcgamer.com).

Horizon Worlds soll das Spiel von Facebook sein, wo ihr euch mit Freunden treffen könnt und mit eurem eigenen Avatar durch die Welt wandern könnt und soll genau so ein Metaverse bieten.

Doch schon zu Beginn hatte es laute Kritik an dem Projekt gegeben. Es sehe einfach nicht schön aus und viele fragten sich, wo bloß das ganze Geld bleibe, welches der Mutterkonzern Meta in dieses Projekt stecke.

Denn Facebook soll immerhin mittlerweile 10 Milliarden Euro in das Projekt investiert haben. Doch bereits kleine Indie-Projekte sehen grafisch deutlich ansprechender aus. Mit seinem neusten Screenshot aus Horizon Worlds hatte Zuckerberg nun wieder für Aufregung gesorgt.

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Zuckerberg zeigt Screenshot, doch der entsetzt viele Gamer

Um was für ein Bild geht es? Das Bild zeigt Marks Avatar mit leblosen Augen in einer leeren Landschaft, die nur von einer kleinen Version des Eiffelturms und der Kathedrale Tibidabo in Barcelona bevölkert wird.

Und genau dieses Bild macht viele User fassungslos. Oder wie es PCGamer etwas sarkastisch formuliert: „Alles, was es [Horizon Worlds] vorzuweisen hat, ist ein Zuckerberg mit Babypuppengesicht, der vor einem Miniatur-Eiffelturm schwebt.“

Warum sprechen alle von „Second Life“? Viele User vergleichen Zuckerbergs Projekt mit „Second Life.“ Das ist ein Spiel, welches vom Studio Linden Lab stammt. Die hatten da Spiel ursprünglich 2003 unter dem Namen Linden World veröffentlicht. Hier könnt ihr ebenfalls euren Avatar erstellen und durch eine digitale Welt wandern, euch mit Leuten treffen oder Ding erschaffen.

Und viele Leute erklären, dass sogar das bald 20 Jahre alte Spiel besser aussehe als das, was Zuckerberg da auf seinem Screenshot zeige und dem er da so begeistert sei. Die Community nimmt da auch kein Blatt vor den Mund.

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Wie reagiert die Community? Die Community reagiert ziemlich fassungslos über das, was man dort sehen kann. Denn schließlich könnte dieses Metaverse, was Zuckerberg dort zeigt, noch Wirklichkeit werden.

Schließlich habe man nach den Jahren Entwicklung und dem vielem investierten Geld mehr erwartet. So spottet etwa ein User auf reddit:

Es sieht so aus, als hätte Mark Zuckerberg Ready Player One gesehen und gedacht, dass er dieses Universum mit MS Paint nachbauen könnte.

Andere User erklären, dass es von Meta nie die Absicht gewesen sei, hochwertigen Content zu liefern. Denn man selber wolle nur den Server und die Werkzeuge bieten, den vollwertigen Content müssten die User selber liefern:

(…) Er hat die Server und die Plattform eingerichtet, ein Mii und ein paar 3D-Cliparts hinzugefügt und verlässt sich voll und ganz darauf, dass seine Nutzer 100 % der hochwertigen Inhalte erstellen.

Auch der Chef von Steam hat seine eigene Meinung zum Metaverse. So glaubt er, dass viele Personen, die jetzt von Metaverse reden, keine Ahnung hätten, sagte er. Die hätten wohl nie ein MMO gespielt.

Steam-Boss Newell sagt: Viele, die vom Metaverse schwärmen, haben wohl nie ein MMO gespielt

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LittleNightfox

Echt?! Dafür wurden 10 Milliarden Euro investiert?
😂
Wow… dann muss das ganze ja echt super tolle
Dinge können. Denn in die Grafik ist das Geld scheinbar
nur zu 0.01% geflossen.
Ich bin selbst Nutzerin des Metaverses „Second Life“
(Was per Definition exakt dasselbe ist wie das, was
der Herr Zuckerberg hier so voller Stolz „erfunden“ hat),
und das sah ganz zu Anfang auch schlimm aus.
Allerdings ist das auch 20 Jahre her, und es wurden keine
10 Milliarden Euro investiert!
Mittlerweile sieht die Umgebung von Second Life
wirklich gut aus, und die erstellbaren Avatare
sind oft schon fotorealistisch.
Ob sich das Metaverse von Zuckerberg mit den hier gezeigten
Grundlagen in eine ähnliche Richtung entwickeln kann,
bleibt fraglich.

Einzig dem Zitat vom Steam-Chef muss ich widersprechen.
Ein MMO ist kein Metaverse, und ein Metaverse ist kein MMO.
Diese zwei Dinge sind absolut nicht vergleichbar, was die
Art der Nutzung angeht.
Ich würde ein Metaverse wie Second Life noch nicht einmal
als „Spiel“ bezeichnen. Eher als eine Art Community mit
3D-Avataren.

quick.n.dirty

Ich fände es sehr dystopisch, wenn Techkonzerne das Web 3.0 in einer Weise kontrollieren, wie es Mark Zuckerberg da vorschwebt. Wenn amerikanische Moral vorschreibt, was für Inhalt vorhanden sein darf und was nicht.
Ja es gibt schlimme Dinge im Internet, und das ist furchtbar. Aber bitte lasst das Netz frei. Es ist schlimm genug, dass Russland, Nordkorea, China und co. den Zugang totalitär kontrollieren. Seine Vision ist ganz genau so, nur dass er dann der Gatekeeper ist, statt einem Staat.

Threepwood

So halbwegs frei ist eh nur noch das Darknet und das ist schon Jahre so. Der Rest ist bereits komplett von Algorythmen, Turbokapitalismus, Datenkraken, Kontrolle und gleichermaßen absurder Narrenfreiheit dank veralteten Rechtssystemen, die in den 90ern stehen geblieben sind, verseucht. Um es in einem Begriff zusammenzufassen, das Netz wurde wahnsinnig schnell privatisiert und das führt bei Infrastrukturen selten zu guten Entwicklungen. Mir ist eigentlich keine einzige bekannt.

Aber ja, was Zuckerberg da vorhat setzt dem ganzen noch die Krone auf. Wir können grad glücklich sein, dass er eben das präsentiert, was er präsentiert und sich somit selbst im Weg steht.

Daniel

Facebook User sind doch eh anspruchslos also passt das schon.

Huehuehue

Ich weiß gar nicht, was alle haben. Für den durchschnittlichen Nutzer von Facebook ist das doch High-End-Grafik, schließlich war für die Pong schon die Zukunft der Rechenmaschinen.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Huehuehue
kraeuschen

Imho sieht der Zuckerberg Avatar besser aus, als die RL Vorlage.

Bodicore

Naja so sieht es halt aus wenn ein Arzt ein Bäcker und ein Sportartikelverkäufer ein Haus bauen.
Vielleicht mal Fachpersonal einstellen…

Wer auch immer das programmiert hat der hat warscheinlich 99.99% des Kapital beiseite geschafft 🙂

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Bodicore
Keupi

Sehr gutes Beispiel. Ich glaube zu verstehen, was es werden soll, aber es wird kein Spiel. Ich stelle es mir wie eine kaufmännische, 3D-App vor. In der quasi alles miteinander verbunden ist und man ohne Hindernisse handelt. Vielleicht sogar der Endverbraucher. Aber es wird kein riesiges, grafisch tolles MMO mit Endbossen. Ich glaube hier liegt der Irrtum.

Huehuehue

Jo…das Ziel ist es, eine zweite, eine virtuelle Welt zu erschaffen, in der das Internet nicht bloß ein Teil dieser Welt ist, sondern in der das Internet die Welt an sich ist.

T.M.P.

Und bei der jede Transaktion, sagen wir mal, 5% „Meta-Steuer“ kostet. Was dann, wenn das Monopol erstmal gefestigt ist, alle paar Jahre um 1-2% teurer wird.

Hach ja, ich hätte auch gern 5% von allem..^^

kraeuschen

Und es soll sicher auf der groesstmoeglichen Anzahl an Endgeraeten funktionieren.

Bodicore

Naja ich denke wer so etwas nutzt hat auch ein entsprechendes Gerät.
Ich mein inzwischen sind ja selbst Mittelklassehandys sehr leistungsfähig.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Bodicore
Bodicore

Klar das ist schon richtig, aber ich denke ein paar (fähigere) Gamedesigner könnten hier wirklich nicht schaden.

Ich erwarte natürlich auch kein MMO aber das hier ist einfach nur lächerlich.
Klar ist warscheinlich eine frühe Alpha
Trotzdem ist ja schon eine Designlinie zu erkennen.

Etwas ansprechender müsste es schon sein. Klar wenn mir eine Baufirma mein Haus zeigen würde so wär das sicher cool
Aber für Shoping ect. müsste es reslistischer sein sonst nutze ich dann doch lieber die guten alten Bilder im Internet 2.0 oder gehe durekt vorbei.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Bodicore
Huehuehue

Für Shopping würdest du dann ja auch die guten alten Bilder sehen, nicht diese…“Grafik“. Der Unterschied zu Interbet 2.0 wäre, du würdest dafür weder die Seite, noch das Programm wechseln müssen, ebenso nicht, um deine Zahlung zu tätigen, sondern das, was heute oft viele unterschiedliche „Schritte“ bei vielen unterschiedlichen, von einander unabhängigen Unternehmen bedarf, soll nach der Vorstellung des Metaverse, dort alles in einander integriert sein.

Firefix

Ach das wird schon. Die Leute geben für jeden Müll Geld aus.

Ahennys

Jo.Siehe Second Life.Der wird sich noch wundern.

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