War Ashes of Creation von Anfang an ein Scam? Trotz des bitteren Endes spricht alles dagegen

War Ashes of Creation von Anfang an ein Scam? Trotz des bitteren Endes spricht alles dagegen

Ashes of Creation steht auf der Asche eines Traums, der niemals Realität werden wird. Der perfekte Moment für jeden langjährigen Kritiker für ein: „Ich hab’s euch doch gesagt, das ist ein Scam!“ Unser MMORPG-Experte Karsten Scholz analysiert diesen Vorwurf, der seit Jahren durchs Netz geistert.

Worauf basieren die aktuellen Diskussionen? Auf dem plötzlichen Ende von Ashes of Creation. Der langjährige Traum von einem revolutionären Sandbox-MMORPG hat sich ausgeträumt. Der Mann hinter dem Traum, Steven Sharif, ist weg. Mit ihm auch viele leitende Entwickler. Das restliche Team? Gekündigt. Das Spiel? In der Early-Access-Alpha noch online, aber nicht mehr erwerbbar.

Noch sind nicht alle Fragen hinter dieser plötzlichen Implosion geklärt. Die bereits verfügbaren Berichte, Recherche-Ergebnisse und Statements zeichnen jedoch ein erstes Bild:

  • Am 11. Dezember 2025 landete die Alpha von Ashes of Creation als Early Access auf Steam. Die Ankündigung dafür kam mit überraschend wenig Vorlauf. Ein großer Teil der Community kritisierte den Steam-Start aufgrund des unfertigen Zustands des MMORPGs.
  • Im selben Monat machte eine Klageschrift die Runde, laut der ein Cloud-Dienst-Anbieter Schadensersatz in Höhe von 850.000 US-Dollar von Intrepid einforderte. Der Grund: nicht gezahlte Rechnungen. Der Studio-Chef spielte diese Klage seinerzeit noch runter, mit dem Hinweis, dass das in etwa den wöchentlichen Betriebskosten des Studios entsprechen würde.
  • Im Januar 2026 kam es zu Entlassungen bei Intrepid. Steven Sharif erklärte, dass 9 Personen betroffen seien und es sich hier um ganz normale Fluktuationen handeln würde. Die Entwicklung des MMORPGs sei nicht betroffen.
  • Ein Dokument vom 16. Januar 2026 belegt, dass Steven Sharif mit diesem Datum seinen Platz im rechtlich verantwortlichen Vorstand von Intrepid verloren hat. Bis dato hatte man nach außen stets kommuniziert, dass der Studio-Chef die alleinige Führung innehabe und niemandem Rechenschaft schuldig sei.
  • Der neue Investoren-Vorstand soll bei einem Meeting Ende Januar umfassende Entlassungen und eine Verlagerung des Studios ins günstigere Ausland gefordert haben. Steven Sharif reagierte am 29. Januar mit seinem Rücktritt. Viele Senior-Entwickler folgten. Im Anschluss wurden die verbleibenden Mitarbeiter von den neuen „Chefs“ über ihre Entlassung informiert.
  • Ab wann genau Steven Sharif für die Entwicklung von Ashes of Creation externe Geldgeber ins Boot geholt hat, ist unklar. Aufgrund der enorm hohen monatlichen Kosten des Studios scheinen die Investoren im vierten Quartal 2025 jedoch spürbar an Einfluss gewonnen zu haben – woraus dann wohl erst der eigentlich nicht geplante Early-Access-Start auf Steam resultierte und dann die Forderungen nach signifikanten Kosteneinsparungen.

Die Ereignisse des Crash haben wir euch auch in einem Video auf dem MeinMMO-YouTube-Kanal zusammengefasst:

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Skepsis von Anfang an

Halten wir zuerst einmal fest, dass Ashes of Creation schon seit vielen Jahren mit Scam-Vorwürfen zu kämpfen hat. Ein Grund dafür: die „Multilevel-Marketing“-Vergangenheit von Steven Sharif. Solche Pyramiden- oder Schneeballsysteme (mehr dazu etwa auf Wikipedia) haben einen schlechten Ruf, sind häufig illegal und werden auf dem Rücken der Leute aufgebaut, die unten in der Hierachie stehen.

Ein weiterer Grund: die lange Entwicklungszeit und die langsamen Fortschritte. Ashes of Creation wurde 2016 angekündigt, der Release sollte ursprünglich 2019 erfolgen. Da man sich aktuell in der letzten Alpha-Phase befindet, war eine Beta aber erst in diesem Jahr realistisch. Einen finalen Release hätte es wohl erst 2027 oder später gegeben.

Wer schreibt hier? Karsten Scholz ist der MMORPG-Experte von MeinMMO. Er befasst sich seit 16 Jahren fast täglich mit dem besten Genre der Welt. Den privaten Erstkontakt gab’s 2005. Seitdem hat er in verschiedenen Online-Rollenspielen mehrere Jahre Spielzeit angehäuft und fast jeden relevanten Genre-Vertreter der vergangenen knapp zwei Dekaden zumindest eine Weile gespielt.

Die Kollegen der GameStar haben euch auf YouTube die Abfolge der Ereignisse und alle bekannten Infos in Videoform zusammengefasst – reinschauen lohnt sich:

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Bezahlt wurde die lange Entwicklung – so der Eindruck aus der Außenperspektive – vor allem über Crowdfunding-Kampagnen und Unterstützer-Pakete – ähnlich wie bei Star Citizen. Die Art, wie die teuren Alpha-Pakete zeitweise monetarisiert werden sollten, stieß jedoch immer wieder auf Kritik.

Dass manch ein Kritiker nach dem plötzlichen Ende von Ashes of Creation jetzt mit einem „Ich hab’s euch doch gesagt, das ist ein Scam!“ durchs Internet hausieren geht, ist nachvollziehbar. Umso mehr, weil Steven Sharif das sinkende Schiff sehr plötzlich verlassen hat, es plötzlich Hinweise auf einen Investoren-Vorstand gibt, den es eigentlich nie geben sollte, und weil Sharif sein Haus an seinen Ehemann verkauft haben soll. Durch letzteres wird das Eigentum geschützt, weil potentielle Gläubiger nicht mehr an das Haus rankommen.

Diese einfache Abwertung von Ashes of Creation als Scam wird der Komplexität des Falls aber nicht gerecht. Das zeigt auch die Diskussion im aktuellen GameStar Talk auf YouTube mit MeinMMO-Chef-Redakteurin Leya Jankowski, MMORPG-YouTuber Entenburg, GameStar-Autor André Baumgartner und Moderatorin Lea Herfurtner. Schaut unbedingt rein!

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Ein Scam? Jain!

Wie bewertet MeinMMO-Redakteur Karsten Scholz die Situation? Für mich ist Ashes of Creation auch nach den jüngsten Ereignissen kein von Anfang an geplanter Scam, der den Genre-Fans das Geld aus den Taschen ziehen und Studio-Chef Steven Sharif reich machen sollte.

Bei so einem Scam würde der Mastermind im Hintergrund niemals selbst um die 30 Millionen US-Dollar seines eigenen Vermögens in das Projekt investieren oder ein Studio mit hunderten Mitarbeitern aufbauen, das im Monat etwas über 3 Millionen US-Dollar verbrennt.

Wie wird Scam definiert? Das Wort lässt sich am besten mit Betrug, Masche oder Abzocke übersetzen. Ein Scam ist ein betrügerischer Plan, um jemanden um sein Geld, seine persönlichen Daten oder seinen Besitz zu bringen. Meistens basiert er auf der Täuschung des Opfers.

Ein Spiel, das für mich ein klarer Scam war, ist The Day Before. Ein kleines Team, das auf die kostenlose Hilfe vieler naiver Fans gebaut hat, die sich um Dinge wie Community-Management und Qualitätssicherung kümmern sollten. Testphasen und Gameplay-Präsentationen wurden immer wieder verschoben. Für Trailer sollen fremde Assets genutzt worden sein. Es gab einen Rechtsstreit um den Namen. In das veröffentlichte Produkt wurde sichtbar wenig Liebe und Aufwand gesteckt.

Zu so einem Scam passt es auch nicht, die Community derart früh ins Boot zu holen und sie an den Fortschritten sowie Problemen über viele Jahre hinweg direkt teilhaben zu lassen. Oder dass die verantwortlichen Entwickler derart regelmäßig aus der Entwicklung berichten und Gameplay zeigen. All das macht keinen Sinn, wenn man die Anhängerschaft irgendwann über den Tisch ziehen möchte.

Ich halte übrigens auch den plötzlichen Steam-Release nicht für eine Art Exit-Scam, der noch einmal Geld in die Kasse spülen sollte, damit sich Steven Sharif als gemachter Mann absetzen kann, bevor alles explodiert. Das Auszahlungssystem von Steam lässt so etwas schlicht nicht zu. Bis heute hat Intrepid kein Geld von Valve für die Dezember-Verkäufe von Ashes of Creation erhalten.

Mehr zum Thema
Das „Star Citizen“-Syndrom: Warum bei Ashes of Creation wieder Millionen für das MMORPG-Luftschloss ausgegeben wurden
von Leya Jankowski

Dadurch haben die Steam-Käufer übrigens recht gute Chancen auf einen vollständigen Refund, und das auch dann, wenn sie bereits viele Stunden mit Ashes of Creation verbracht haben. Zumindest berichten diverse Spieler auf Reddit, dass ihr Refund-Antrag erfolgreich durchgegangen ist – etwa in dieser Diskussion.

Ich glaube jedoch, dass Steven Sharif zwei entscheidende Fehler gemacht hat, die aufeinander aufbauen:

  1. Er hatte den Traum von einem Sandbox-MMORPG mit hartem PvP-Fokus für die Hardcore-Nische, das gleichzeitig das AAA-Budget eines Blockbuster-Mainstream-Projekts verschlungen hat. Ich machte mir daher im Dezember 2025 große Sorgen: Ist Ashes of Creation zu teuer für die eigene Nische?
  2. Aufgrund der hohen Kosten hat er irgendwann offenbar externe Investoren ins Boot geholt und das dann nicht mit der Community kommuniziert.
Wie sieht die Situation eigentlich rechtlich aus? Die Kickstarter-Kampagne warb mit dem Versprechen: „Wenn Ashes of Creation nicht erscheint, bekommt ihr euer Geld zurück.“ Hat der Early-Access-Start auf Steam dieses Versprechen rechtlich erfüllt? Gibt es auch für Käufer der Unterstützerpakete eine Chance, das Geld zurückzubekommen?

Um diese und weitere noch offene Fragen zu klären, haben wir mit einem Medienanwalt Kontakt aufgenommen. Sobald wir die Antworten haben, informieren wir euch auf MeinMMO.

Ab dem zweiten Fehler kann man aus meiner Sicht tatsächlich von einer Täuschung sprechen. Schließlich war die versprochene Unabhängigkeit des Projekts für viele Genre-Begeisterte ein wichtiger Grund, um Ashes of Creation finanziell zu unterstützen. In diesem Moment hat Sharif seine Community verraten und einen Stein ins Rollen gebracht, der Intrepid vor ein paar Tagen unter sich begraben hat.

Gewinner gibt es bei dieser Nummer am Ende keine. Die Träume vieler Spieler sind geplatzt. Das gebeutelte Genre der MMORPGs hat einen weiteren Hoffnungsträger aus dem Westen verloren. Hohe finanzielle Investitionen wurden verbrannt – und das gleichermaßen aus der Community, von Steven Sharif und den externen Investoren. Die Entwickler haben ihr Herzblut umsonst über Jahre in das Projekt gesteckt, müssen sich jetzt einen neuen Job suchen und warten teils noch auf nicht gezahlte Gehälter.

Das alles ist einfach nur bitter.

Der Fall Ashes of Creation unterstreicht noch einmal, warum sich kaum noch jemand an das MMORPG-Genre heranwagt. Es ist extrem teuer und langwierig, solch ein komplexes und umfangreiches Projekt umzusetzen. Das Risiko des Scheiterns ist hoch. Genre-Veteran Jack Emmert hat uns bei seiner Rückkehr zu Cryptic verraten, wie es dennoch funktionieren kann: „Es kommt ein neues MMO von mir“ – Das gescheiterte Spiel zu Warhammer bringt Genre-Urgestein Jack Emmert zu Cryptic zurück

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Fleischi

Also ob das Projekt von Anfang an scam war wage ich zu bezweiflen, aber hinten raus maybe. Ich erinnere mich noch an das battle royal das es eine Zeit gab. Ich denke da ging die Talfahrt los.

Das ganze Projekt würde ich daher erstmal nicht als scam bezeichnen. Ich glaub auch nicht das hier irgendjemand als Gewinner hervorging oder Millionen unterschlagen wurden. Man muss sich auch mal vorstellen das daran 9 Jahre gearbeitet wurde und beim ea waren 30 000 leute gleichzeitig online lass es paar Tausend mehr sein. In dem Moment ist es halt auch vorbei. Zu erwarten das es Millionen werden zu release ist unrealistisch. Die größe des Spiels zielte aber auf so eine Mengen ab.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Fleischi
arte.de

In meinen Augen ist AoC ganz klar ein Scam. Es wurde etwas versprochen, was nicht im Geringsten abgeliefert wurde. Spiel unreif, Grafik ein Desaster, man kann nicht mal die Maus-Sensetivity einstellen.
Ist es nicht komisch, dass der Steam-Release kurz vorm Zusammenbruch kommt!? Vielleicht, um die Crowdfunder nicht entschädigen zu müssen? Um das zu umgehen musste das Spiel nämlich veröffentlicht werden.
Hier kommen so viele Ungereimtheiten zusammen, da ist es schon naiv nicht von einem Scam zu reden. Aber die ganzen Portale, Streamer und Influencer, die das Spiel jahrelang gehypt haben, wollen nun natürlich ihr Gesicht wahren. Es muss beim nächsten Hype ja wieder der Rubel rollen.

Yoma

Leute die immer alles besser wissen, ne Arte?
Man könnte sich mal andersrum fragen wie geschäftsschädigend war dieses dauernde Scam Gequatsche. Und wie toll ist das für die Mitarbeiter das dauernd im Internet zu lesen.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von N0ma
arte.de

@Karsten: Natürlich ist eine Alpha unreif, aber AoC befindet sich seit neun Jahren in Entwicklung. Wenn dann ein überhasteter Release kommt ist es sehr anrüchig. Vor allem bei einem Preis von 50 Euro. Wenn gesagt wird, man wechselt die Engine um eine bessere Grafikqualität zu bieten, sollte das auch bemerkbar sein. Andere Spiele mit weniger Entwickklungszeit und Personal liefern da in UE5 ganz andere Ergebnisse. Ich möchte niemandem pauschal etwas böses unterstellen, vor allem nicht dem Entwicklerteam. Doch alle Fakten zusammengenommen, die nun so langsam ans Licht kommen, bleibt es zu hinterfragen.

@N0ma: Wo weiß ich was besser? Bist du in der Lage vernünftig zu argumentieren, oder beschränkt sich dein Wesen auf ständige Anfeindungen ohne zu liefern? Nach neun Jahren ist es mehr als gerechtfertigt Dinge kritisch zu hinterfragen, vor allem bei dem finanziellen Aufwand und der Mitarbeiteranzahl. Dazu kommt die Finanzierung, die hier eben nicht durch ein Studio umgesetzt wurde, das in Vorleistung gegangen ist, sondern durch Privatpersonen. Die sehen nämlich nichts von ihrem Geld wieder. Das “dauernde Scamgequatsche” entscheidet wohl nicht über das Gelingen eines Projekts. Dieses hat sich im Nachhinein eher bewahrheitet.

Yoma

Das sind keine Anfeindungen, nur Widerspiegelungen deiner Worte. Lies einfach mal deine eigenen Worte und bewerte diese nachträglich. “ganz klar ein Scam” – Was du bringst sind Vorwürfe für die du schlicht keine Beweise hast, vor Gericht hättest du damit ein sehr schlechtes Standing. Das mit dem Besserwissen bezog sich auf diesen Tread und auf den letzten zum Thema Buchhaltung. Da wars mir dann echt zu blöd auf deinen Kommentar nochmal zu antworten, da ich auch eh alles gesagt hatte.

Wenn aktuell eine Spielefirma zumacht dann ist das, leider, keine Besonderheit, lies mal die Nachrichten. Daraus Scam zu machen, ohne Beweis, ja das bezeichne ich als “Scamgequatsche”, sorry.

“Bist du in der Lage vernünftig zu argumentieren” und das von dir, fand ich besonders lustig.

“kritisch zu hinterfragen” das einzige was du festgestellt hast ist die zeitliche Koinzidenz mit dem Steam Release. Das das Spielefirmen machen damit Geld in die Kasse kommt, wie bei etlichen anderen Fällen, ja das ist bekannt, das wars auch bereits zu diesem Zeitpunkt. Geld brauchen und Scam sind aber 2 verschiedene Sachen. Ich hätte nichts gesagt wenn du wirklich versucht hättest zu analysieren, nur hast du nicht, ich bewerte nicht Meinungen nur Vorwürfe.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von N0ma
arte.de

Du solltest weniger hier in den Kommentaren schreiben und vielleicht selbst ein bisschen zu dem Thema recherchieren. Es haben sich inzwischen ganz andere Leute als ich mit dem Thema AoC beschäftigt. Ich denke sogar, die sind besser informiert als die mein-mmo-Redaktion. In den Beiträgen wird dir auch ausführlich dargelegt, warum es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um Scam handelt. Die sehr auffällige “zeitliche
Koinzidenz” des Steamreleases ist nur ein Punkt von vielen.

https://youtu.be/eFiz383M6dw

Entenburg ist nur einer von denen. Du kannst auch in die amerikanische Streamerschaft schauen, dort gibt es noch mehr. Aber es ist nicht meine Aufgabe für dich zu googeln.

Caliino

MMORPG’s gehören sicher zu den schwierigsten Genres und genau deshalb muss als erstes ein halbwegs solides Grundgerüst her und welches über JAHRE immer erweitert werden. Und genau dieses “Gatekeepen” und Hinhalten hat AoC meiner Meinung nach das Genick gebrochen.

Es war einfach zu wenig Spieler-zu-Spieler Werbung da, gepaart mit einem sehr hohen Einstiegspreis für eine Alpha und nahezu kein medialer Fortschritt abseits von der eigenen Homepage zu sehen.

Und abgesehen davon wäre es meiner Meinung nach durch das Node-Konzept an sich schon von vorne herein zum Scheitern verurteilt gewesen. Umso mehr “Macht und Einfluss” die Spieler nehmen können, umso schneller/besser wird jedes noch so kleine Schlupfloch gnadenlos ausgenutzt um einen Vorteil für sich selbst/Freunde/Gilde rausschlagen zu können…

Abjekt

Ich muss zugeben, ich habe des öfteren bei dem Spiel geliebäugelt, es zu Kaufen. Allerdings empfand ich die Preise über deren eigenen Portal zu Hoch und als der Release auf Steam kam, war ich gerade in WoW dabei meinen Char mit Freunden auf 60 zu bringen, für TBC.

Ich bin froh (das ich nichts investiert habe) gleichzeitig aber auch traurig, dass nichts daraus geworden ist. Und es wird einen signifikanten Einfluss auf zukünftige Projekte haben, die sich erst über Kickstarter etc. finanzieren lassen wollen.

Das muss man Steam lassen, sobald es um solche Themen geht, handlen diese in der Regel auch schnell und Kundenfreundlich, es scheint auch einer der wenigen sicheren Häfen zu sein, falls man solche Projekte zukünftig unterstützen will. Sofern sich das überhaupt gestalten lässt, denn auch für Steam ist das ein Mehraufwand, den die sich gerne sparen wollen.

Abjekt

Das kann ich mir gut vorstellen.

Ich hatte auch schon spiele, die ich nach 4-6x Std. Spielzeit habe “erstatten” lassen können, zumindest wenn ich angegeben habe, dass die mir das als Steam-Guthaben “zurückschicken” können.

Fleischi

Also ich wollt 1x was erstatten lassen und das war dune mit 3 Stunden….. da hieß es nix da. Zu viel Spielzeit. Am ende hab ich dann 150 Stunden gezockt und meine mk6 Helikopter mit 400 spiece verrotten lassen weil ich nimmer eingeloggt habe. Definitiv werde ich nichts mehr kaufen wo ich unsicher bin. Das mein steam Account fast 20 jahre alt ist juckt auch kein.

Frankyb

Die Fragen aller Fragen ist nun aber, Wie geht es nun weiter ?
Die Server sind zwar noch online, aber es ist nur eine frage der zeit,bis sie abgeschaltet werden.
Und was kommt dann?
Entweder es wird komplet eingestampft und begraben, oder es wird verkauft,und ein anderes Studie arbeitet weiter daran.

Da aber der Name des Spieles ,wie solle ich es mal sagen,einen Bitterer Geschmack nun hat, könnte es eventuell unter einem anderen Namen weiter exestieren.

Aber es wird dann nie das Spiel werden, was sich das Ehemalige entwicklerstudio und wir uns erträumt hatten.

Yoma

Ich sehs durchaus als machbar. Nur weils im Ausland billiger ist, müssen die Leute nicht schlecht sein. Kann natürlich auch ne kleinere Altmannschaft sein. Scheint ja zwischenzeitlich auch ein Plan gewesen zu sein.

Hatte ja schon vor einiger Zeit geschrieben das meine Meinung ist das man sich da etwas verzettelt. Unter strafferer Führung könnte das durchaus noch was werden. Wie seinerzeit Freelancer, nachdem Chris Roberts 😉 ewig nicht fertig wurde.

Aktuell ist der Spielemarkt natürlich eher schwierig. Wird man schauen müssen.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von N0ma
lrxg

Ich denke mit Produktion im Ausland war primär die Assetproduktion gemeint. 3D-Artists aus China oder Vietnam sind halt günstiger als Artists an der kalifornischen Westküste.

Bei der Technik stimme ich zu, die Programmierung eines Projektes dieser Größenordnung sollte man nicht auslagern.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von lrxg
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