Top-Spieler steht vor Pro-Karriere in Valorant – Vergangenheit holt ihn ein

Der frühere CS:GO-Spieler Ardis „ardiis“ Savarenieks gilt als eines der größten Talente im neuen Shooter Valorant und gewann schon einige Turniere. Angeblich war das Profi-Team G2 Esports an einer Verpflichtung interessiert. Doch eine dumme Aktion könnte das nun gefährden: Er stand früher, zu CS:GO-Zeiten, mit Cheat-Entwicklern in Kontakt.

Wie gut ist ardiis? Der litauische Spieler ardiis hatte im April 2020 angekündigt, seine Karriere in CS:GO zu beenden und zu Valorant zu wechseln.

Im gerade entstehenden E-Sport von Valorant erzielt ardiis große Erfolge. Wie Inven meldet, spielte Ardiis in 10 verschiedenen Events und gewann 9 von denen. Die meisten davon mit dem Team Fish123. Unter den Events, die er gewann, waren renommierte Veranstaltungen, wie Twitch Rivals.

Kurz: Er ist verdammt gut in Valorant. Das kann man sagen, obwohl in Valorant das Ranked-System erst noch starten muss.

Nach seinen jüngsten Erfolgen munkelte man sogar, das größte EU-Team von LoL, G2 Esports, plane ardiis für ihr neues Valorant-Team zu verpflichten. Einer E-Sport-Agentur hatte er sich schon vor einigen Wochen angeschlossen.

Es sah eigentlich alles danach aus, als steht dem Litauer, der nun in Liverpool lebt, eine große Profi-Karriere bevor.

Anti-Cheat-Gruppe will Profi-Karriere verhindern

Das sind die Anschuldigungen: Am 15. Juni erschien ein Statement einer Gruppe namens „Anti-Cheat Police Department.“ Die warfen ardiis zwei Dinge vor:

  • Einmal soll er in Gespräche über „Match-Fixing“ verwickelt sein, also in das gezielte Manipulieren von Spielen, um dann bei Wettseiten abzukassieren, indem man auf den Außenseiter wettet (via youtube)
  • Zum anderen soll ardiis Kontakt mit zwei Cheat-Entwicklern aufgenommen haben. Auch da soll er über „Match-Fixing“ gesprochen haben und darüber einen Cheater ins Team zu schleusen (via youtube)

Diese Anschuldigungen wurden mit Video-Clips untermauert.

Die Gruppe „Anti-Cheat Police Department“ wirft ardiis zudem vor, schon in CS:GO eine „dunkle“ Vergangenheit als Cheater zu haben.

Die Gruppe wollte mit ihrem Statement gezielt verhindern, dass ardiis nach dem Triumph bei Twitch Rivals jetzt einen Profi-Vertrag mit G2 Esports unterschreibt.

shroud rät: Spielt kein Ranked, wenn ihr Pro in Valorant oder CS:GO werden wollt

Ardiis glaubt, Cheater wollen sich an ihm rächen

Das sagt ardiis selbst: In einem Statement sagt er, er habe nie Match-Fixing betrieben oder habe gecheatet, in keinem Spiel – noch werde er das jemals tun.

Der Spieler räumt aber ein, dass er in solche Gespräche verwickelt war und sich da Vorschläge angehört hatte, Matches zu manipulieren. Schon Monate, bevor Valorant überhaupt angekündigt war. Damals hätte er noch CS:GO gespielt und sei in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten gewesen. Er sei nicht stolz, dass er an diesen Gesprächen teilgenommen hat. Es sei aber nie etwas daraus entstanden.

Als Valorant dann losging, habe er seinen Agenten davor gewarnt, dass ein Team von Cheat-Codern plant, in Valorant einzufallen. Doch das Sicherheits-System von Riot Ganes, Vanguard, habe die Cheater entdeckt und gebannt. Er selbst hatte mit den Cheatern nichts zu tun.

Laut ardiis stehe er durch sein erfolgreiches Spiel mit Fish123 jetzt im Rampenlicht. Die seien „das beste Team Europas“ mit einer 100% Winrate im Best-of-Three-Format.

Er glaubt, dass dieses „Team von Codern“ hinter den Leaks steckt. Sie glauben, ardiis hätte sie enttarnt und bei Riot erpresst, daher seien die Vorwürfe gegen ihn nun ihre Rache. Sie wollten seine Karriere sabotieren.

ardiis sagt, er ist bereit mit Valorant zusammenzuarbeiten, um seine Unschuld zu beweisen.

Profis mit schlechtem Image für Teams untragbar

Das steckt dahinter: Für ardiis ist es wichtig, sich „reinzuwaschen“, wenn er eine Chance haben will, dass ihn ein Top-Team nimmt. Denn für ein Team wie G2 Esports ist es nicht nur entscheidend, dass die starke Spieler haben, sondern dass diese Spieler keinen Schaden über sie bringen.

Match-Fixing und Cheaten sind Dinge, die die Karriere eines Profis sofort beenden. Auch der bloße Gedanke an so etwas kann einen Profi noch Jahre später heimsuchen – wie ardiis nun schmerzhaft bemerkt.

Spieler sagt: Riot hätte seine Unschuld bestätigt

Update 24.6.: Der Spieler hat sich erneut gemeldet. Laut eigenen Angaben hat er Kontakt zu Riot Games aufgenommen (via 1pv.fr).

Die sollen eine Untersuchung durchgeführt und ihm erklärt haben, sie hätten nichts Schlimmes gefunden.

Dem Bericht wurde von Seiten von Riot Games bislang zumindest noch nicht widersprochen und der scheint allgemein als korrekt anerkannt zu werden.

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Damit ist ardiis wohl in der Lage seine Profi-Karriere aufzunehmen. Angeblich sollen ihm einige Angebote vliregen.

CSGO Swag Project A Titel
Er will der beste Spieler in Valorant werden und gibt dafür das Spiel CS:GO auf.

Einige prominente Spieler aus CS:GO haben den Shooter von Valve verlassen, um ihr Glück bei Valorant zu suchen. So wechselte der Spieler Swag schon lange, bevor Valorant überhaupt erschien.

Swag hatte sich seine Karriere in CS:GO verbaut. Auch er war in einen Matchfixing-Skandal verwickelt:

CS:GO-Ass hört auf, um bester Spieler der Welt im neuen Shooter von Riot zu werden

Quelle(n): Inven, Medium (Cheat-Vorwürfe), Twitlonger (ardiis statement)
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exelworks

„Damals hätte er noch CS:GO gespielt und sei in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten gewesen.“..

Soll da etwas wie Arbeit geben…

Karnisas

Man stelle sich vor, dass ein Profifußballer-x bspw. einen WM-Titel abgesprochen bekommt, weil er mit 13 in der Bezirksliga ein anderes Kind gefoult hat. Seems legit, finde das die Schwelle die reicht um keine Fuß mehr im E-Sport fassen zu können schon lächerlich niedrig ist.

Andere Sportler aus anderen Bereichen hinterziehen steuern in Millionenhöhe und/oder schlagen ihre Kinder und oder Frauen, aber ey Verein-x braucht ihre Spieler. :^)

exelworks

Nagut aber auch im Profisport gibt es da bizarr Entscheidungen.

Ich denke da z.B. an Nadja Drygalla die aus der Olympia-Gruppe geworfen wurde weil sie mal mit jemanden zusammen gewesen ist, der bei der NPD gewesen ist und wohl zur rechten Szene gehörte.

Sie selber hatte damit aber nichts am Hut sondern nur ihr damaliger Partner.

Weizen

Pfff juckt? Wenn er es nicht gemacht hat dann ist doch alles gut, denn kein Sportler auf der ganzen Welt und sonst wo hat noch noch nie ein Gespräch gehabt übers „fixen des Matches“ gehabt.
Du kannst jeden Boxer, jeden Fussballspieler und jeden Rennfahrer auf der Welt fragen ob er mal übers „fixen des auskommens“ geredet hat, jeder wird Ja sagen.

Beim E-Sport laufen einfach zuviele Pussies rum weshalb ich es nie als legitimen Sport anerkennen werde, blos keine negative Presse auf sich ziehen etc. Stellt euch mal vor ein Conor McGregor würde immer nett und freundlich sein, nicht wie der letzte Assi trashtalken und Twitter Kriege anzetteln? Genau, keiner würde gehyped werden wenn es nur Positive Berichte geben würde.

Scaver

Der Spieler räumt aber ein, dass er in solche Gespräche verwickelt war und sich da Vorschläge angehört hatte, Matches zu manipulieren. Schon Monate, bevor Valorant überhaupt angekündigt war. Damals hätte er noch CS:GO gespielt und sei in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten gewesen.

Ist doch schon absolut ausreichend! Man muss nicht erst selber aktiv Cheaten, um dazu zu gehören. Entwicklung, Verbreitung, Verteidigung oder eben das Planen von Manipulation und den Einsatz von Cheats reicht, um den Ruf zu ruinieren. Da er dies ja alles zugibt, ist es egal, wer es am Ende öffentlich gemacht hat. Ruiniert hat er seinen Ruf selber.
Und… wer sagt, dass er das nächste mal wenn er in finanziellen Schwierigkeiten ist, nicht nur wieder über so etwas nachdenkt, sondern dann auch durchzieht.
Ist wie im Berufsleben… wer auch nur an der Planung eines Finanzbetrugs nachweislich beteiligt war, wird nie wieder irgendwo einen Job bekommen, wo es groß um Finanzen geht!
Und das ist auch gut und richtig so!

Weizen

Was du hast mal davon geredet paar Leute umzubringen? Das ist schon absolut ausreichend! 10x Lebenslänglich für dich!

Yux4000

„Einige prominente Spieler aus CS:GO haben den Shooter von Valve, um ihr Glück bei Valorant zu suchen. “

Versteh ich nicht :hmm:

Scaver

Ich schon. Gerade CS:GO konnte ich nie etwas abgewinnen. Und ich war seit CS1.3 dabei und habe immer den Nachfolger favorisiert (aber den Vorgänger nicht zwangsweise verteufelt). Aber GO konnte ich nie etwas abgewinnen.
Und so geht es vielen…. es fehlten nur Alternativen. Ich habe mit Shootern dann einfach mehr oder weniger komplett aufgehört. Andere haben weiter gespielt… und nun gibt es Valorant.

Von solchen persönlichen Geschmäckern abgesehen, hat das auch viel mit den Teams, Managern etc. zu tun. Trotz dass der Hype bei Twitch erst mal abgeflaut ist, ist das Interesse am Spiel selber nicht geringer geworden seit der Beta. Die Spielerzahlen steigen und wenn erst Ligen und Turniere richtig los legen, wird man auch bei Twitch wieder einen Anstieg feststellen.
Und davon wollen diese Profis, deren Teams und Manager natürlich ein dickes Stück abhaben, jetzt wo noch alles recht neu ist. Da will man das auch nicht der Konkurrenz überlassen. Denn am Ende geht es auch hier um eines: Geld!

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