7 MMORPGs und Multiplayer-Spiele mit queeren Charakteren und Paaren

Immer mehr Entwicklerstudios gestalten ihre Spiele inklusiver. Dafür bringen sie Charaktere in ihre Games, die die LGBTQA+-Community repräsentieren. Hier sind 7 von ihnen, denen ihr in MMOs und Multiplayer-Spielen begegnen könnt.

Der Juni wird weltweit als der Pride Month gefeiert und mit ihm die Rechte der LGBTQ+-Community auf Gleichberechtigung. Zusammen mit unseren Schwesterseiten GameStar und GamePro haben wir bei MeinMMO ein Statement für Toleranz und Vielfältigkeit abgegeben.

Täglich setzen wir uns in unseren Kommentarsektionen gegen Hass und Hetze ein und ließen im Juni unsere Banner in den Farben der Progress-Pride-Flagge erstrahlen. Zum Abschluss des Pride Month haben wir für euch eine Liste von MMORPGs und Multiplayer-Spielen, die queere Charaktere und Geschichten enthalten.

Bei unserer Auswahl haben wir auf die Vielfalt der Charaktere und ihrer Hintergrundgeschichten geachtet, die mit ihren eigenen Besonderheiten daherkommen.

Warum eigentlich Juni? Am 28. Juni 2021 jährten sich die Stonewall Riots zum 52. Mal. Sie gelten international als Startschuss der zivilrechtlichen LGBTQ-Bewegung, die weltweit für gleiche Rechte kämpft und jährlich mit den PRIDE-Marches (werden aufgrund der Corona-Pandemie vielerorts nur digital abgehalten) an das stetige Bestreben nach Gleichberechtigung aller erinnert – unabhängig von Hautfarbe, Ethnizität, Herkunft, nationalen Ursprungs, politischer Meinung, Religion, Sexualität, Geschlecht, Geschlechtsidentität, Geschlechtsausdruck, sexueller Orientierung, Alter, körperlicher oder geistiger Einschränkung, Eheform oder sonstigen gesetzlich geschützten Konstellationen.

Borderlands

Die bunte und verrückte Spielereihe von Gearbox hat seit dem ersten Spiel jede Menge unterschiedlichster Charaktere in sich vereint. Entsprechend haben mit der Zeit auch eine Reihe von Queer-Charakteren ins Game gefunden. Es gibt homosexuelle Charaktere wie Athena oder bisexuelle Charaktere wie Axton oder die berühmte Mad Moxxi.

Borderlands 3 ging aber noch einen Schritt weiter und widmete einem homosexuellen Pärchen ein ganzes DLC. In Guns, Love and Tentacles dreht sich die Handlung um die beiden Charaktere Alistair Hammerlock und Wainwright Jacobs und ihre Hochzeit. Geschmissen wird die Feier von niemandem anders als Gaige, die ihren Kammerjägerin-Job an den Nagel gehängt hat und nun Hochzeitsplanerin ist.

Während man beim schrillen und chaotischen Stil von Borderlands erwarten würde, dass auch dieser DLC sich selbst gar nicht ernst nehmen würde. Doch das ist nicht der Fall. Neben dem typischen Borderlands-Humor und Unmengen von Explosionen findet man bei Guns, Love and Tentacles einfühlsame Momente, was den DLC zu einer tollen Mischung aus Spaß und Ernst macht.

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Viel romantischer kann eine Hochzeit gar nicht werden

Guild Wars 2

Im MMORPG Guild Wars 2 haben die Entwickler*innen für Vielfalt gesorgt. Einerseits gibt es in dem Spiel mehrere homosexuelle Paare. Dazu gehören etwa die beiden Sylvari Caithe und Faolain oder Kasmeer und Majorly, die in einer emotionalen Cutscene einen Kuss teilen.

Das Thema Geschlecht wird bei Guild Wars 2 von den Entwicklern*innen aber ebenfalls aufgegriffen. So gibt es in dem MMORPG schon seit vielen Jahren auch einen transsexuellen Charakter wie Aid Worker Sya. Nachdem sie bei einem Angriff von Scarlet Briar alles verloren hatte, beschloss sie ihr wahres Ich zu akzeptieren. Sie nutzte ihre Mesmer-Magie bei der Geschlechtsumwandlung und änderte ihren damaligen Namen auf Sya.

Der Norn-Charakter Myrun Skialkin hingegen ist non-binär. Myrun spielt in der Icebrood Saga eine Rolle und half dabei, die Thunderhead Keep gegen die Destroyer zu beschützen, die dem Drachen Primordus gehorchen. Im 5. Kapitel der Saga unterstützt Myrun die Gruppe um den Spielercharakter im Kampf gegen die Drachen und steht ihnen mit weisem Rat zur Seite.

Kasmeer_Marjory_Kiss

League of Legends

Obwohl League of Legends ein MOBA ist, das über keine Kampagne oder durchgehende Storyline verfügt, gibt es in dem Spiel dennoch eine tiefe Lore. Und unter den bunten Charakteren, unter denen sich Menschen, Cyborgs, Roboter, Golems, Tiere und viele andere anthropomorphe Wesen befinden, gibt es auch homosexuelle Paare.

Eins solcher Pärchen wurde erst vor Kurzem vor Riot vorgestellt. Seit vielen Jahren vermuteten die Spieler*innen, dass zwischen den Champions Leona und Diana die Funken fliegen, und zwar nicht nur während der Kämpfe. In der Kurzgeschichte “Erhebe dich mit mir” erfahren die Leser*innen, dass die beiden während ihrer Schulzeit eine Romanze anfingen.

Die Mädchen besuchen denselben Rhetorik-Kurs, bei dem Leona leider hinterherhängt. Sie bittet Diana, ihr Nachhilfestunden zu geben. Daraus entwickelt sich eine Beziehung, die zwar mit Problemen und Missverständnissen zu kämpfen hat, am Ende aber mit einem Kuss ausgeht. Leider wurde die Geschichte in China und Russland gekürzt oder gar komplett gestrichen.

leona diana lol
Die Kurzgeschichte um Leona und Diana ist mit schönen Artworks illustriert.

Star Wars: The Old Republic

Als die Romance-Optionen in Star Wars: The Old Republic zum ersten Mal vorgestellt wurden, waren viele Fans überrascht, dass nur heterosexuelle Beziehungen möglich waren. Immerhin war BioWare zu dem Zeitpunkt bereits für Spielereihen wie Mass Effect und Dragon Age bekannt, in denen man nicht nur mit gleichgeschlechtlichen Partner*innen, sondern auch mit Aliens und anderen Rassen eine Romanze beginnen kann.

Die Entwickler*innen drückten daher auf das Gaspedal und implementierten im Laufe der Jahre auch bisexuelle Beziehungen in ihr MMORPG. Wie es bei BioWare-Spielen oft der Fall ist, könnt ihr mit diesen NPCs selbst eine Romanze anfangen. Bei Dialogoptionen gibt es zunächst die Möglichkeit zu flirten, aus der dann mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eine Beziehung entstehen kann.

In Addons Knights of the Fallen Empire, Forged Alliances und Jedi Under Siege wurden diverse Charaktere hinzugefügt, die bei den Flirtversuchen beider Geschlechter nicht Nein sagen werden. Dazu gehören zum Beispiel Sith Lord Lana Beniko oder Jedi Consular Nadia Grell. Aber während die Sexualität da keine Rolle spielen mag, hört der Spaß oft auf, wenn ihr auf der falschen Seite der Macht steht.

star wars the old republic lana beniko
Lana Beniko aus SWTOR kann von männlichen und weiblichen Charakteren angeflirtet werden.

Overwatch

Ähnlich wie bei League of Legends gibt es auch beim Hero-Shooter Overwatch keine Story-Kampagne, dafür aber haufenweise Lore und Hintergrundinformationen zu seinen bunten Charakteren. Seit der Ankündigung des Spiels von Blizzard hat die Overwatch-Community spekuliert, dass der eine oder andere Charakter doch irgendwie nicht ganz heterosexuell zu sein scheint.

Das wurde von dem Entwickler-Team dann schrittweise in kleinen Geschichten, Comics oder durch Hinweise auf Artworks bestätigt. In einem Weihnachts-Special “Reflections” kam etwa heraus, dass Tracer lesbisch ist und eine Freundin hat, für die sie verzweifelt versucht, kurz vor knapp ein passendes Geschenk zu finden.

In der Kurzgeschichte “Bastet”, die sich eigentlich um die Heldin Ana dreht, findet man heraus, dass Soldier 76 einen Freund hatte. Leider gab es bei dieser Story im Gegensatz zu der Geschichte in “Reflections” kein Happy End. Soldier 76 hatte geschworen, die Schwachen und Unterdrückten zu beschützen, und er stellte diese Pflicht über alles andere. Auch über seinen damaligen Freund.

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Die Freundin von Tracer, Emily.

World of Warcraft

Blizzard hat aber nicht nur in Overwatch für mehr Vielfalt und Regenbogen gesorgt. Auch in ihrem langlebigen MMORPG World of Warcraft trifft man auf queere Charaktere. Mit dem neuesten Addon Shadowlands kamen nicht nur neue Raids, Quests und Gebiete ins Spiel, sondern auch der erste Transgender-Charakter von WoW.

Der Charakter Pelagos ist sogar Teil der Hauptquest und ein wichtiger NPC während der Quest. Er ist ein Kyrianer in den Schattenlanden. Er war während seiner Lebzeiten körperlich aber kein Mann, sondern eine Frau. Das hat sich nach seinem Tod geändert, denn in den Schattenlanden können die Seelen sich eine neue Form wählen, die ihnen mehr gefällt.

So wählte Pelagos eine Form aus, die seiner wahren Persönlichkeit mehr entspricht, und das war ein männlicher Körper statt eines weiblichen. Zudem gibt es in Azeroth hier und da auch lesbische Charaktere wie etwa die Verzauberin Ilanya und ihre Gefährtin Priesterin Driana.

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Pelagos war im Leben körperlich eine Frau, wählt in den Schattenlanden die Gestalt eines Mannes.

Destiny 2

Den Abschluss unserer Liste bildet der Shooter Destiny 2, in dem es mehrere homosexuelle Paare gibt. Da ist etwa der Scout Devrim Kay, der in einer Kirche in der Europäischen Todeszone seinen Stützpunkt hat. Er wurde schon früh im Spiel als homosexuell geoutet.

Devrim ist mit einem NPC namens Marc verheiratet und lebte mit ihm zusammen in der letzten Stadt. Einige Zeit nach ihrer Hochzeit adoptierten die beiden das verwaiste Mädchen Suraya Hawthorne, die sie mit viel Liebe großzogen. Nachdem die Stadt von der roten Legion von Dominus Ghaul angegriffen wurde, flüchteten sie in die Europäische Todeszone, wo sie mit anderen Flüchtlingen auf der Farm aufgenommen wurden, die von Suraya gegründet wurde.

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Devrim Kay ist einer der ersten neuen NPCs, die ihr zum Launch von Destiny 2 getroffen habt.

Ein weiteres Paar, das aber erst mehrere Jahre nach dem Release von Destiny 2 bekannt gegeben wurde, sind die beiden Lore-Größen aus Destiny, Warlock Osiris und Titan Saint-14. In einer Reihe von lieben Notizen, die man im Spiel finden kann, bezeichnet Saint-14 seinen Partner als “meinen feurigen Phönix”.

Weitere Multiplayer-Games und MMORPGs, in denen queer Charaktere vorkommen sind außerdem Apex Legends, GTA V, The Secret World oder Stardew Valley.

Welche queer Charaktere oder homosexuelle Paare in MMOs und Multiplayer-Spielen kennt ihr so? Schreibt sie uns in die Kommentare.

Die 15 aktuell besten MMOs und MMORPGs 2021

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luriup

Also Lana kam schon mit Shadow of Revan ins Spiel.
Da waren erstmal nur Flirts,auch gleichgeschlechtlich,möglich.
Die Romanze kam dann in KotFE und konnte leicht verpasst werden.
Eine falsche Antwort in der Cantina und es war vorbei.
Ihr war es egal ob man Imperialer oder Republikaner,
Sith oder Jedi ist.

Nadia Grell ist ja ein Gefährte des Jedi Botschafters,
als solches war sie auch nur für männliche Botschafter eine Option.
Erst mit Jedi under Siege konnte man als weibliche Botschafterin dann eine Beziehung mit ihr eingehen.
Selbes Spiel dann mit Kira Carsen für den Jedi Ritter.

Ja nach ME und DA war SWToR zum Release schon ein Rückschritt.

Nerenyo

Ist ja alles schön und gut. In DE sowas zu bewerben und eine offene Diskussion darüber zu führen ist halt auch sehr leicht. Ist halt DE.
Die ganzen Firmen praktizieren das halt aber nicht im Ausland und da wird es doch schon wieder unglaubwürdig. Entweder habe ich als Firma eine Einstellung zu Sachen oder ich habe die nicht. Sich einfach die Kirschen rausnehmen und das machen was im jeweiligen Land gut ankommt ist halt schwach, dann lässt man es lieber ganz sein.

Jetzt diskutiert man auch wieder ewig um gendern oder nicht gendern und hängt sich daran auf als würde das irgendetwas ändern. Ich hab mittlerweile wirklich das Gefühl, dass uns in Deutschland die richtigen Probleme ausgehen oder man sich lieber an solchen Nebenschauplätzen aufhält um möglichst keinem auf den Schlips zu treten.
Die Grünen haben sich jetzt wieder ein Eigentor geschossen mit ihrer zwanghaften Frauenquote, die jetzt tatsächlich wieder mehr ein schlechtes Licht auf Frauen wirft als alles andere. Warum nicht in einer Welt leben in der Stellen nach Qualifikationen vergeben werden und nicht nach Quoten? Warum nicht in einer Welt leben in der nicht der Sprachgebrauch sondern das tägliche Miteinander entscheidend ist?
Meine Frau und ich arbeiten bei der selben Firma und meine Frau steht karrieretechnisch über mir. Macht mir das was aus? Ne. Weil meine Frau es halt einfach drauf hat, ist so.

Aber anstatt in einer Welt zu leben in dem ich meinen Mitmenschen Resthirn zutrauen darf muss immer alles geregelt und reguliert werden, damit es auf dem Papier aussieht als wäre man voll die fortschrittliche und offene Gesellschaft. Wie das dann tatsächlich in der Realität umgesetzt wird oder nicht ist ja egal. Hauptsache es steht irgendwo.

KohleStrahltNicht

Ich bin der Meinung beim Gendern werden Leseschwache Menschen ausgegrenzt ,ebenso menschen die der deutschen Sprache nicht mächtig sind.
Das ganze grenzt nur aus….
Bitte bleibt bei der von uns allen gelernten deutschen Sprache!

krieglich

Was für ein Quatsch. Leseschwache Menschen werden bei jedem Text “ausgegrenzt”, der nicht Leichte Sprache ist. Da könntest du dich genauso über Satzkonstrukte aus Haupt- und Nebensätzen oder Fremdwörter beschweren.

KohleStrahltNicht

Die deutsche Sprache ist schon eine schwere Sprache.
Was ist leichte Sprache?
Aber den Genderquatsch unterstütze ich nicht und verurteile Medien die damit Ausgrenzen und die deutsche Sprache zerstören wollen.
Was Fremdwörter angeht bin ich erbost das Medien die deutsche Sprache nicht akzeptieren,nicht zeitgemäß ansehen und sie schrittweise durch englische Wörter ersetzen!

KohleStrahltNicht

Komischerweise verändert sich nur die deutsche Sprache,nicht aber die Sprache in anderen EU-Staaten.
Aktuell wird die ältere Bevölkerung ab 40 nicht mehr mitgenommen und ausgegrenzt,was man schon an nicht mehr verständlicher TV Werbung sieht.
Die deutschen Medien haben sich aber immer noch an die deutsche Rechtschreibung zu halten und nicht an irgendwelcher Gossensprache oder moderner Sprache die nur wenige tausend Intellektuelle sprechen.
Das normale Volk benutzt die Gendersprache nicht und will sie auch nicht.
Das machen nur Intellektuelle die sich dadurch vom Volk abgrenzen wollen!
Von oben herab…..

KohleStrahltNicht

Gendern ist trotzdem bescheuert und macht für mich keinen Sinn.

Cortyn

Mit der Argumentation werden leseschwache Menschen aber generell schon ausgegrenzt, wenn wir Texte schreiben und nicht alles als Podcast aufnehmen.

KohleStrahltNicht

Das ist Quatsch.
Mit Gendersternchen und den ganzen Unsinn werden Texte unverständlicher!

Scaver

Ich bin mir relativ sicher, dass in SWTOR homosexuellen Beziehungen auch zum Release schon möglich waren und das mit meinem Scharfschützen Twink auch “praktiziert” hatte.
Naja vielleicht waren es auch Flirts und noch keine Beziehung ^^

dheimos

Hier mein Gedanke:
wenn man richtig Gendern will, ganz ohne diskriminierung (für nicht ist das nicht negativ, denn diskriminkerung bedeutet Unterscheidung und die finde ich gut!) muss mann „fahrende“ statt Fahrer*innen schreiben. Denn 1. kommt die verschwindende Minderheit die mit dem Sternchen gemeint sein soll in den nächsten Jahren darauf, dass der Stern auch Unterdrückung ist, denn die Frau und der Mann erhalten viel mehr Platz im Wort und
2. ist mit Wörtern wie „Teilnehmende“ Stadt teilnehmer*innen auch jeder gemeint, der sich als Geschlecht „Tisch“ oder „Zahnpasta“ fühlt, denn das kommt garantiert auch noch.
das soll nicht herablassend gemeint sein, es ist einfach die Wahrheit. Wenn ihr schon meint es machen zu müssen, dann bitte mit fahrende, erziehende, spielende, usw.

ich wünschte wir hätten es so wie in Frankreich, ein verbot des ganzen. In den Köpfen ändert es nichts und diese Art von Sprache (schlimm bei heute livestream zu hören, seitdem kann ich das nicht mehr) schafft eher Ablehnung.
und es ist wie gesagt am Ende heuchelei! Will ich es richtig machen, muss ich die neutrale Form verwenden, so kann man alles hinter hängen, von Mann zu Frau, zu Esel und Tisch oder was auch immer jemand sein will.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von dheimos
Phinphin

Nicht, dass ich etwas dagegen hätte, aber werdet ihr jetzt bei allen Artikeln gendern oder ist das hier die Ausnahme, weil es in unmittelbaren Zusammenhang mit dem Pride-Month steht?

Cortyn

Das ist, ganz offen gesagt, eine Diskussion, die wir auch intern führen, wie wir das handhaben wollen. Wir wägen das gerade ab, wie wir damit in Zukunft verfahren.

Leya Jankowski

Wie Cortyn schon gesagt hat, ist das etwas mit dem wir uns schon länger intensiver mit beschäftigen und uns noch unschlüssig sind, wie wir das künftig handhaben. Bei diesem Artikel hätten wir es zum einen als seltsam empfunden es nicht zu tun, da er sich mit Inklusion beschäftigt. Zum anderen ist das für uns gut um hier mal die Fahrwasser zu testen und zu schauen, wie und ob unsere Community überhaupt drauf reagiert. 🙂

Schlachtenhorn

Ich bin kein Fan von Gendern der Sprache.

  1. Gibt es dafür im Moment keine Gesamtdeutsche Einigung wie gegendert werden soll.
  2. Finde ich, lesen sich die Sätze künstlich verlängert und irgendwie auch erzwungen.
ImInHornyJail

Macht doch eine Umfrage. So sehr ihr doch am besten wie es ankommt

Leya Jankowski

Unsere Community besteht derzeit zu 82% aus Männern, größtenteils im Alter von 18-34 Jahre. Ich weiß nicht, ob eine Umfrage in diesem speziellen Fall wirklich das geeignete Mittel wäre. 😉
Das ist eine Entscheidung, bei der es nicht nur primär darauf ankommt, wie es in der Community ankommt.

ImInHornyJail

Unsere Community besteht derzeit zu 82% aus Männern, größtenteils im Alter von 18-34 Jahre. Ich weiß nicht, ob eine Umfrage in diesem speziellen Fall wirklich das geeignete Mittel wäre.

Willst du damit sagen, dass der größte Teil der genannten Männer intolerant gegenüber des Genderns sind?
War nur Spaß.

Ja würde es nicht die Community entscheiden lassen aber wäre mal interessant zu sehen wie das Ergebnis ausfallen würde. Obwohl ich es mir schon denken kann.

Schlachtenhorn

Letztendlich wäre es trotzdem klüger die Community einzubinden. (Nicht entscheiden lassen wohlgemerkt.)
Denn sie sind schließlich auch die, die eure Artikel lesen und euch Reichweite verschaffen.

Ich verstehe auch nicht, was es für einen Unterschied macht, ob die Community zu 82% aus jungen Männern besteht.
Wäre die Umfrage repräsentativer wenn die Community aus 70% Weiblichen ü60 bestehen würde?

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Schlachtenhorn
Riordian123

Aber bedeutet das nicht im Rückschluss, dass Ihr aus Sorge dass sich eure Vorstellungen nicht mit dem Feedback der Community decken lieber auf eine Rückmeldung der Community verzichtet?

Leya Jankowski

Ne, wir bekommen ja laufend und durchgehend Feedback. Das gebt ihr hier ja auch im Artikel in den Kommentaren ab. Ich lass das jetzt auch erstmal so stehen und sehe die verschiedenen Perspektiven.

Ich freue mich auch, dass hier durchaus vernünftige Gespräche drüber geführt werden und das ist immer ne gute Basis

KohleStrahltNicht

Wenn es aber negativ ankommen sollte,befürchte ich das euch das Schicksal von “Buffed” sehr schnell ereilen wird.
Was niemand von uns Lesern möchte…

ImInHornyJail

Was ist passiert? Das letzte mal als ich etwas auf buffed gelesen habe war zu Wotlk Zeiten

KohleStrahltNicht

Die Seite gibt es noch aber gefühlt tot.
MeinMMO hat das ganze quasi übernommen…..
Nur Buffed war damals offener,lustiger im Umgang mit den Lesern.
MeinMMO ist mehr wie ARD,ZDF und Buffed war damals wie das neue RTL…quasi🤐

Harry Dresden

Bitte lasst das Gendern sein. Es macht Artikel einfach schwerer lesbar und löst das Grundproblem nicht wirklich.Sprache sollte informationen vermitteln und nicht unnötig komplex werden.

Verbunden mit einen durchgehenden Disclaimer, dass ihr mit dem generischen Maskulin natürlich alle meint. Oder meinetwegen auch je nach wochentag zwischen generischem Maskulin und generischem Feminin wechseln.

Bringt lieber stattdessen mehr Artikel, die den Fokus auf die Themen setzen.

  • Entwicklerinnen im Gaming
  • erfolgreiche weibliche Gamer (Gamerin klingt seltsam)
  • Welche Initiativen gibt es, die Minderheiten unterstützen.
  • Wie wird man Entwicklerin / Programme speziell für Mädchen.
  • Portraits weltoffener Gilden
  • da gibts so viel!

Ich fände das besser als das “Alibi-Gendern”. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass viele einfach nur gendern, weil sie dann a.) weniger bei gewissen Clientels anecken und b.) sich nicht wirklich drum kümmern müssen.

Schlachtenhorn

“erfolgreiche weibliche Gamer (Gamerin klingt seltsam)”

Das klingt deswegen seltsam, weil man englische Begriffe nicht Gendern kann.
Die Englische Sprache kennt das Prinzip zwischen Maskulin und Feminin nicht. (Am ehesten daran zu sehen, das wir mit Der und Die einen eigenen Artikel dafür haben, während die Englische Sprache nur das “The” für alle Geschlechtsformen verwendet)

Harry Dresden

Ist mir bekannt. Trotzdem wird der Begriff Gamerin verwendet – auch von seriösen Journalisten. Die Argumentation ist, dass Gamer ein eingedeutschter Begriff ist und somit auch der deutschen Grammatik unterliegt. Aber ich find’s trotzdem aus den von dir genannten Gründen seltsam.

Keragi

Das ist richtig schön erklärt, Grammatik ist sowieso schon kompliziert 😀 ich zb. würde gar nicht gendern, ich bin einfach nicht damit aufgewachsen und habe mich an das Gamer typische Denglisch gewöhnt bei dem man ja deutsche Worte durch englische ersetzt um möglichst wenig schreiben zu müssen. Aber hey ihr seid die Autoren macht’s wie ihr für richtig haltet ich kann mir nur vorstellen daß es aufwendiger zu schreiben ist, als Leser stolpert man vielleicht Mal denke ich.

Riordian123

Ich bin da deiner Meinung, dass Gendern die Sprache unnötig aufbläht und vor allem den Lesefluss etwas stört. Außerdem bin ich der Meinung das wir Menschen definitiv kognitiv in der Lage sind, das jeweils andere Geschlecht sich dazu zu denken.

Im Großen und Ganzen bin ich aber der Meinung, dass ob Gendern oder nicht Gendern jedem Autor selber überlassen werden sollte anstelle hier eine generelle Regelung aufzustellen.

Seither

Dann gebe ich hier mal Feedback dazu.

Ich empfinde es als sehr unangenehm.
– Die normale Pluralform schließt bereits alle ein, vor allem da mit Gender ja nicht einmal Frau/Mann im herkömmlichen Sinne (biologisches Geschlecht) gemeint ist.
– In diesem Kontext sind Gefühle oder Assoziationsstudien (insbesondere welche mit Kindern) keine Argumente (Gefühle hat jeder). Die Definitionen waren bisher klar. Gegen Irrtümer kann man aufklären.
– Durch unterscheidung zwischen z.B. “Leser” als Männer und “Leserinnen” als Frauen wird suggeriert, dass das Geschlecht Unterschiede herbeiführt, die im Kontext relevant wären – man liest geschlechtsabhängig aber nicht anders. (Um es als Informatiker zu sagen: Ich frage keine Unterklassen ab, wenn nur die Oberklasse relevant ist.)
Damit wird eine einheitliche Gruppe durch ihr Geschlecht getrennt und gerade, wenn man die einzige Frau unter Männern ist, ist eine extra Nennung unangenehm.
– Das Sternchen ist in diesen Gebrauch offiziell ein Rechtschreibfehler und erinnert mehr an Verweise oder Zensuren in Schimpfwörter. Es ist auch bei einigen Begriffen nur ein Einschub in der speziellen Mehrzahl für Frauen (“Ärzt*innen” statt “Ärtze*innen”, wenn wirklich die Männer zuerst genannt würden) – also gilt das Argument, dass Leute mit bestimmten Geschlecht nicht gesehen werden, auch für diese Variante und damit ist es keine Lösung.

P.S.: Bleibt doch einfach bei der generischen Form, eure Leser sind schlau genug, um zu wissen, dass das nur Grammatik ist und ihr niemanden diskriminieren wollt.

Phinphin

Kann ich absolut nachvollziehen. Ich arbeite im öffentlichen Dienst in RLP und dort ist es eine Vorgabe des Landes, dass gegendert werden muss. Das wurde in den meisten Fällen dadurch gelöst, dass immer zwei Geschlechter genannt werden (z.B. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer). Das macht gerade komplexe Texte unglaublich unlesbar, bläht sie unnötig auf und behinderte den Lesefluss.

Aus dem Grund bin ich aber anders als viele anderen sehr dankbar über das Gendersternchen, weil es die Texte im Vergleich zur o.g. Paarformel erheblich verbessert, auch wenn das Sternchen nicht immer die optimale Lösung darstellt.
Deswegen verwende ich bei mir auf der Arbeit in erster Linie geschlechtsneutrale Bezeichnungen, wenn die nicht passen, dann das Gendersternchen und wenn das auch extrem unpassend ist, die Paarformel.

Und auch wenn ich beruflich meistens selbst gendere, kann ich die Kritik daran durchaus nachvollziehen. Ich halte alles in allem aber die Kritik am generischen Maskulin für einen ticken gewichtiger. Ich führe deswegen aber keine ideologischen Kriege. Es soll meiner Meinung nach jeder selbst entscheiden, ob er gendert oder nicht. Diesbezüglich möchte ich insbesondere das Argument von Harry Dresden unterstützen und ebenfalls darauf verweisen, dass ich es sinnvoller finde, die schädliche gesellschaftliche Strukturen durch Inhalte aufzubrechen als jahrelang sehr viel Energie und Aufwand in den sprachlichen Wandel zu investieren.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Phinphin
Scaver

Ich fände es besser, wenn man bei der offiziellen Sprache bleiben würde. Und dazu gehört Gendern nun mal nicht.
So kann sich dann bei euch auch niemand beschweren, wenn ihr einfach auf die offizielle deutsche Sprache verweist.

Und ja, ich bin gegen das Gendern in der Sprache und ja, ich bin gleichzeitig auch Teil der LGBT Community. Und ich bin der festen Meinung, dass die Sprache uns nicht diskriminiert.

Auch sollte man die Zielgruppe bzw. die Gruppe der Kunden beachten. Schon andere Seiten haben sich derbe damit in die Nesseln gesetzt, weil sie anfingen strikt zu Gendern und auf einmal die Kunden wegblieben.

KohleStrahltNicht

👍

Phinphin

Das Gendern gehört teilweise seit Mitte der 90er zur offiziell vorgeschriebenen Amts- und Rechtsprache.
Von daher bringt es uns z.B. an der Stelle nichts auf die offizielle Deutsche Sprache zu verweisen ^^

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Phinphin
krieglich

Bin absolut pro Gendern. Je mehr das Einzug in den Alltag hält, desto eher wird das als völlig natürlich wahrgenommen. Über die Form könnte man halt diskutieren, ich bin ja mehr der Freund vom :.

Apropos Doppelpunkt: Das Ü-Problem existiert weiterhin. Ich merke das einfach bei jedem Kommentar an, bei dem ich ein Ü schreiben musste, bis das mal wer kommentiert oder behebt.

Schuhmann

Ich kann dir jedenfalls versichern, dass einige Mitglieder der Redaktion gegegenüber Gendrrn genau die Vorbehalte und Skepsis haben, die hier einige Leser vorbringen.

Ich seh Gendern z.b. sehr kritisch. Ich würde die Doppel-Form “Leser und Leserinnen” oder andere Umschreibungen bevorzugen, aber kein “Lesende” oder “Leser*Innen”.

KohleStrahltNicht

👍

CandyAndyDE

Destiny 2:
Ihr habt Ana Bray vergessen. Sie hatte oder hat eine Beziehung mit einer Frau (Camrin Dumuzi), siehe die D2 Comics Ausgabe 3.

Schlachtenhorn

Und wie viele davon sind es auch in Ländern wo es eigentlich dringend notwendig wäre ein Zeichen zu setzen?
Leona und Diana schonmal nicht.

Dadosaurus Rex

In Fallout 4 ist es auch möglich mit beiden Geschlächtern zu flirten.

ImInHornyJail

In Dragon Age auch aber es geht eher um Charaktere, die von den Entwicklern implementiert wurden, nicht was du aus deinen Char machst.

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