Guild Wars 2 bekommt einen Transgender-NPC

Mit dem Wiederaufbau von Löwenstein, dem Herzen von Guild Wars 2, haben auch einige neue NPCs ihren Weg in die Metropole von Tyria gefunden. Einen ganz bestimmten Herrn wird man nicht mehr finden. Aber dafür ist eine neue Frau aufgetaucht …

Aus Symon wurde Sya

Symon erstrahlt in neuer Pracht.
Symon erstrahlt in neuer Pracht.

Vor einigen Jahren galten solche Themen noch als tabu und hatten in Spielen „nichts zu suchen“. Doch seitdem hat sich einiges getan. In Mass Effect, Star Trek Online, Dragon Age und auch bei Guild Wars 2 gibt es mittlerweile Beziehungen, die über ein traditionell-heterosexuelles „Muster“-Bild hinausgehen, ja manche Beziehungen führen sogar über Speziesgrenzen hinweg. Auch anderswo positionieren sich Spieleentwickler zur Akzeptanz von Menschen, die von dem vermeintlichen „Normalbild“ abweichen. Das jüngste Beispiel dieser Thematik findet sich im wiederaufgebauten Löwenstein von Guild Wars 2.

Dort steht Hilfsarbeiterin Sya und verrät einige Details aus ihrem Leben, wenn man sich mit ihr unterhält. Aufmerksamen Lesern wird auffallen, dass es sich bei ihr rein körperlich um einen Mann handelte – zumindest bis vor kurzem. Die andauernden Konflikte in der Welt von Tyria haben Symon – so der ehemalige Name – gezeigt, dass das Leben zu kurz ist, um es nicht so zu leben, wie sie es will. Mithilfe der Mesmerfähigkeiten hat sich Sya nun ein weibliches Aussehen verpasst.

Guild Wars 2 hat schon an anderer Stelle klare Bekenntnisse zur Akzeptanz und Toleranz gemacht. Hoffen wir, dass es bald eine Zeit gibt, in der all das so akzeptiert ist, dass sich eine News darüber nicht mehr lohnt. Wenn man sich die Reaktionen auf die News an anderer Stelle im Internet anschaut, scheint diese Zeit aber noch weit entfernt zu sein.

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Quelle(n): pcgamesn.com
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Zeekro
Zeekro
4 Jahre zuvor

Ich finde man sollte das nicht in einen Topf werfen. Homosexualität und Geschlechtsumwandlungen. Das sind doch völlig unterschiedliche Dinge. Schrecklich, diese beiden Dinge in einem Atemzug zu nennen.

Das ein Großteil der Bevölkerung heutzutage nichts mehr gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen hat und das ganz normal behandelt wird, finde ich gut.

Ob man allerdings unnatürliche Dinge wie chirurgische Geschlechtsumwandlungen gutheißen muss, möchte ich bezweifeln. Was sollen Kinder und Jugendliche für ein Weltbild bekommen, wenn man solche Dinge normalisiert? Nase zu groß? Geh zum Chirurgen. Brüste zu klein? Kein Problem. Einfach mit Skalpell und Messer richten. Kein Bock mehr auf deinen P*nis? Egal. Der Arzt macht das!

Da hab ich kein Verständnis für solche Ansichten. Über Leute die mir sowas als normal verkaufen wollen, kann ich nur laut lachen. Vielleicht sollte man es lieber mal mit einem Psychologen versuchen, oder einem Lebensberater, oder einem Motivationscoach, bevor man sich unters Messer legt.
Vielleicht sollte man lieber die Weltsicht verstärken, das es nicht nur auf Äußerlichkeiten ankommt und das jeder gut und schön ist, so wie er ist. Aber das ist wohl aus der Mode gekommen. Heißen wir lieber jede Perversion willkommen, weil wir ja alle so gebildet und weltoffen sind.

Ich will dann bitte ein Delfin sein!

Kizune
Kizune
4 Jahre zuvor

Es geht ja nicht darum das man sich in aus einer willkürlichen schnibbelt lassen möchte sondern das man in seinem eigenen Körper tod unglücklich ist. Ich finde wenn sich jemand nicht als Mann oder Frau fühlt warum sollte er sich dann in operieren lassen?
Finde es aufjedenfall gut auch das es mehr und mehr in Spielen alles aufgegriffen wird.

Zeekro
Zeekro
4 Jahre zuvor

Genau! Ich fühl mich auch nicht als Mensch! Ich will jetzt endlich ein Delfin sein! Oder geht das zu weit? Hört da etwa die Akzeptanz auf? :O

Kizune
Kizune
4 Jahre zuvor

Da merkt man du weißt nicht wirklich wie die Menschen sich fühlen. Ich habe es persönlich schon mit bekommen wie jemand deswegen Depressionen, selbstmord Gedanken usw hatte. Wie wäre es für dich wenn du dich dein ganzes Leben lang verstecken müsstet? Und glaub mir derjenige hat Terapien gemacht. Aber soll man sich sein ganzes Leben lang falsch fühlen?
Imendeffkt sollte jeder so leben können wie er möchte und sich wohl in seinem Körper fühlt.
auf die Aussage mit dem Delfin werde ich nicht eingehen ^^.

Zeekro
Zeekro
4 Jahre zuvor

„Da merkt man du weißt nicht wirklich wie die Menschen sich fühlen.“
Mag sein, aber darum geht es nicht wie ich finde. Es geht da um ein Grundproblem unserer Gesellschaft. Es werden Symptome bekämpft und keine Ursachen. Und das in diesen Fällen mit sehr fragwürdigen Mitteln… Wie gesagt das Leben ist hart, was meinst du wieviele Leute psychische Probleme – welcher Art auch immer – haben und damit klar kommen? Oder es zumindest versuchen.

Und mal so nebenbei, weißt du wie sich ein pädophiler fühlt? Soll er sich ein ganzes Leben lang verstecken? Nimmst du die auch in Schutz? Krasses Beispiel, aber man sollte über alles reden können.

„Imendeffkt sollte jeder so leben können wie er möchte…“
Sollte….es sollte auch jeder seinen Traumpartner finden und jeder einmal im Leben im Lotto gewinnen. Und jeder ein Kind großziehen dürfen… Es ist eben kein Wunschkonzert! Für jeden der mir selbstmitleidig erzählen will wie schwer sein Leben doch ist, kann ich nur sagen „Get used to it!“

Ich glaube an Karma und Wiedergeburt. Das heißt jetzt nicht, das man anderen nicht helfen sollte, aber irgendwo ist da ne Grenze. Und wenn man auf physischer Ebene anfängt, Körperteile zu verstümmeln, dann ist diese Grenze bei mir ganz klar überschritten und das kann – für mich – keine wirkliche Lösung sein. Die Gesellschaft ist einfach extrem oberflächlich generell. (also nicht nur auf menschliches Aussehen bezogen)

„auf die Aussage mit dem Delfin werde ich nicht eingehen“
Schade, da wirds doch erst interessant. smile

Nath
Nath
4 Jahre zuvor

Trotz deiner Erläuterungen, Zeekro, solltest du dich mit solchen Themen auseinandersertzen, bevor du eine drastische Meinung annimmst. Fangen wir mal an mit „Das Leben ist eben kein Ponyhof und auch kein Wunschkonzert.“ Es ist natürlich Humbug, deine Aussagen mit sinnfreien Aphorismen zu begründen. Was du damit sagst ist: Das Leben ist scheiße, warum sollen dann diese Leute Ihren Willen kriegen? Ist ja kein Wunschkonzert!

Glücklicherweise leben wir nicht mehr in der Steinzeit, und unser Leben ist in vielen Aspekten ein Wunschkonzert geworden, was auch gut ist. Bevor du dich jedoch legitimierst, zu entscheiden, wo Toleranz okay ist (LGB) und wo sie zu weit geht (T), solltest du dir klarmachen, warum wir so denken, um das Problem der „Menschen im falschen Körper“ zu verstehen:

Geschlechterrollen sind Menschengemacht. Punkt. Tausende Studien haben seit den 1980ern im Rahmen der Gender Studies ergeben, dass Jungen nicht von Geburt an Autos und Fußball geil finden (oh Wunder), und auch die abstrakteren Werte wie Risikobereitschaft, Agressivität etc. bei Männern durch die Gesellschaft antrainiert werden. Viele Prägungen führen übrigens mehr als 2000 Jahre zurück.

Stell dir nun vor, aus welchen Gründen auch immer, wird ein Kind in die falsche Rolle erzogen. Was da alles in der Erziehung schiefgehen kann, und wie viel das Kind selbst beeinflusst, ist nochmal ’ne andere Sache. Jedenfalls fühlt sich dieser z.B. Mann durch tausende Faktoren nun nicht mehr wohl in seinem Körper. Warum in Kants Namen solltest du dir jetzt anmaßen, ihn in seiner Freiheit einzuschränken? Und dieses Argument, dass es „promotet“ wird, wenn es in den Medien stattfindet, und am Ende sind alle schwul / transgender / Delphine ist großer Quatsch und wird für gewöhnlich von rechten Kreisen herangezogen. Warum? Weil es eine Stammtischparole und ein typischer Denkfehler ist. Grade schockierende Sachen sind berichtenswert, und natürlich werden wir nicht alle zu Selbstmordattentätern, wenn über diese berichtet wird, oder zu Mördern / Soldaten / Dieben etc. Aber auch das ist eine andere Geschichte.

Generell sei dir gesagt: Je radikaler eine Meinung ist, desto mehr Hintergrundwissen sollte sie haben. Und wenn du dir das Wissen aneignest, ändert sich vielleicht auch deine Meinung.
Außerdem kannst du natürlich ein Delphin sein. Warum sollte dich etwas anderes, als dein Verstand, daran hindern ?

Zeekro
Zeekro
4 Jahre zuvor

„…wird ein Kind in die falsche Rolle erzogen. Was da alles in der
Erziehung schiefgehen kann, und wie viel das Kind selbst beeinflusst,
ist nochmal ’ne andere Sache.“
– Und genau da liegt doch der Punkt, wenn es psychologisch anerzogen ist, dann kann man auch auf diesem Wege „umerzogen“ werden. Mann kann ein Problem psychischem Ursprungs nicht wirklich auf physischem Weg lösen, indem man so eine OP macht, hat man nur ein Symptom ausgeschaltet, aber nicht das eigentliche Problem gelöst. Denn das ist eindeutig psychischem Ursprungs.

Mag der ein oder andere so eine OP als Lösung sehen, aber deswegen muss ich es nicht gutheißen oder genauso sehen.

„Warum in Kants Namen solltest du dir jetzt anmaßen, ihn in seiner Freiheit einzuschränken?“
– Wann habe ich gesagt das es verboten werden soll? Aber wenn wir gerade dabei sind, du würdest dir also auch nicht anmaßen einen pädophilen in seiner Freiheit einzuschränken? Den Punkt hast du wohl überlesen, dir dafür paar andere ausgedacht. Warum nicht…

„Und dieses Argument, dass es „promotet“ wird, wenn es in den Medien stattfindet, und am Ende sind alle schwul / transgender / Delphine ist großer Quatsch und wird für gewöhnlich von rechten Kreisen herangezogen.“
Genau und jetzt versuchst du mich noch in die rechte Ecke zu schieben obwohl ich mit keinem Wort derartige Bedenken geäußert habe. Aber selbst wenn ich sie geäußert hätte finde ich es
doch sehr schade das du die Unwahrheit dieser Aussage mit „großer Quatsch“ begründest und das ganze noch untermauerst in dem du diese „Theorie“ als quasi „rechtes Gedankengut“ darstellst – einer politischen Richtung die allgemein kein gutes Ansehen hat bei der breiten öffentlichen Masse – ansonsten aber nichts zu bieten hast. Das hat schon BILD-Niveau!

„Warum? Weil es eine Stammtischparole und ein typischer Denkfehler ist.“
Fast so gut begründet wie „Wunschkonzert und Ponyhof“

„Grade schockierende Sachen sind berichtenswert, und natürlich werden wir nicht alle zu Selbstmordattentätern, wenn über diese berichtet wird, oder zu Mördern / Soldaten / Dieben etc. Aber auch das ist eine andere Geschichte.“
– Schon logisch, weil nicht jeder ein Mörder wird, der mal einen Bericht über einen Mord sieht, heißt das natürlich im Umkehrschluss, dass solche Dinge 0 Einfluss auf Menschen haben. Vielleicht kommt es auch auf die Art und Weise an wie berichtet wird? Solche Sachen bzw. solche Leute werden immer häufiger als etwas normales und tolles und ganz besonderes dargestellt.

Nun stell dir mal vor, Mörder werden immer wieder in Berichten als etwas besonderes und tolles dargestellt. Willst du mir jetzt erzählen, das das auch keinen Einfluss hätte und dadurch keine neuen Mörder „entstehen“ würden? Nochmal betonen, nicht das wieder was falsch verstanden wird: ich meine nicht alle! Logisch. Aber das das TV und Medien allgemein einen riesengroßen Einfluss auf unser Denken hat, sollte wohl schon klar sein. Wenn du das nicht so siehst, dann solltest du vielleicht auch in Erwägung ziehen dir noch das ein oder andere Wissen anzueignen.

Die schockierenden und brutalen Berichte haben auch den Hintergrund, das ängstliche Menschen leichter zu regieren und kontrollieren sind. Aber richtig – andere Geschichte. Du beschwerst dich also das ich Verstümmelung in Form von Schönheits-OPs pervers finde, steckst diese aber selbst in die gleiche Schublade mit Selbstmordattentätern wenn es um den Schockfaktor geht?

„Generell sei dir gesagt: Je radikaler eine Meinung ist, desto mehr Hintergrundwissen sollte sie haben.“
Ich finde es nicht radikal so etwas schlechtzuheißen. (Nochmal:
Das heißt nicht das ich es jemandem verbieten will.) Ich finde es auch nicht radikal ein Weltbild zu haben, welches nicht zu 100% materialistisch und rational ist. Wenn du das radikal findest, ist das deine Sache.

„Und wenn du dir das Wissen aneignest, ändert sich vielleicht auch deine Meinung.“
– Das ist mal nicht ausgeschlossen. Vielleicht ändert sich aber auch deine.

„Außerdem kannst du natürlich ein Delphin sein. Warum sollte dich etwas anderes, als dein Verstand, daran hindern ?“
– Mit der Delphin-Sache wollte ich lediglich zum Nachdenken
anregen, ob das auch noch so akzeptiert werden würde, oder ob dann doch der ein oder andere es für unnormal halten würde. Ich glaube das das eben schon eine Grenze wäre wo die Akzeptanz bei vielen aufhört. Obwohl es grundsätzlich das Gleiche ist.

Wegen mir soll jeder machen was er will, solange er jeden so behandelt, wie er auch behandelt werden möchte. Ich will also keinem irgendetwas verbieten. Was mich stört ist das solche Dinge medial normalisiert werden. Das solches Verhalten nicht der Norm entspricht hast du ja bereits selbst dargelegt.

Selbstverstümmelung ist eine Form von Gewalt. Und Gewalt ist
neben Angst nach wie vor die treibende Kraft auf dieser Welt. Wenn wir nicht von sämtlichen Formen der Gewalt Abstand nehmen, wird sich die Welt nie ändern und wir werden weiterhin viel Krieg und Leid auf dieser Erde haben. Mal von einer tieferen Ebene aus betrachtet.
Und wenn solche Dinge medial normalisiert werden, dann hat das natürlich Einfluß auf die Bevölkerung – speziell auf Kinder und
Jugendliche. Damit werden meiner Meinung nach grundsätzlich falsche Werte und „Denkstrukturen“ vermittelt. Es stört mich also nicht das Menschen so sind, aber es stört mich, dass es als
normal (oder sogar erstrebenswert?) dargestellt wird so etwas mit seinem Körper zu machen.

Wie wäre es denn mal mit einer Geschichte, wo jemand die „Kehrtwende““ geschafft hat und sich nun – völlig ohne OP – (wieder) wohl mit seinem Geschlecht fühlt. Gibt’s ja auch! Man staune… Aber ist wohl zu langweilig… Man sollte sich selbst so lieben und wertschätzen wie man ist. Und an sich selbst glauben. Das ist meine Sicht und ich brauch keinen Oberlehrer der mir die Welt erklärt. Kannst du davon halten was du willst, aber fang jetzt bitte nicht an mich in eine nächste Schublade zu stecken.

Nath
Nath
4 Jahre zuvor

Ich habe dich in keine Schublade gesteckt, und an den Stellen, die du nicht verstehst, auch erklärt, dass eigene Diskurse zu diesen Themen gehalten wurden und werden. Gender Studies ist ein komplexes Thema und es ist nicht möglich, mehr als ein paar Thesen in ein Kommentar zu fassen. Da du dich aber nicht mit dem Inhalt beschäftigst, sondern dich nur auf „Oberlehrer“-haftigkeit etc beziehst, ist dies keine Diskussion sondern ein Pamphlet. Und ich möchte nicht übers Internet beleidigt werden.

Nochmal: Beschäftige dich einfach mit dem Thema, danach bin ich gespannt auf deine Meinung. Ich werde hier nicht auf jede deine Fehlinterprätationen eingehen – mir scheint. als willst du mich falsch verstehen. Kurz und nun hoffentlich unmissverständlich zusammengefasst wollte ich Folgendes sagen:

Akzeptanz für solche Themen (Lesbian, Gay, Bisexual, Transsexual, abgekürzt LGBT) ist relativ neu in der Gesellschaft. Auch in Deutschland war Homosexualität bis in die 70er eine Straftat. Du bist für LGB , aber bei T endet deine Akzeptanz. Jeder kann für sich selbst entscheiden, wo seine Akzeptanz endet – okay. Aber (Kant) das Recht auf Entfahltung der Freiheit endet dort, wo die Freiheit des Anderen eingeschränkt wird. Und indem du diese Leute als „pervers“ etc. betitelst, tust du dies. Lass Leute einfach leben, die Welt wird nicht untergehen, wenn sich ein paar im falschen Körper fühlen.

Abgesehen davon ist es für mich nicht konsequent, für LGB Akzeptanz zu haben, aber für T nicht. Natürlich kennen wir alle den Grund dafür: die Gesellschaft. Vor 45 Jahren hätte die selbe Disskussion über Schwule stattfinden können, nun eben über Transgender. Eines ist jedoch gewiss: in 45 Jahren werden diese Menschen ebenso gut eingegliedert sein, wie Schwule, die Welt wird daran nicht untergehen, und es gibt vermutlich wieder neue ethische Randgruppen, über die Leute im Internet mit wenig Fingerspitzengefühl herziehen.

Cortyn
Cortyn
4 Jahre zuvor

Hm… irgendwie macht mich der Kommentar von dir traurig.

Aber zur Klarstellung: Ich wollte nicht Homosexualität und Transgender in „einen Topf“ werfen. Die einzige Parallele, die ich ziehen wollte war, dass beides Dinge sind, die von dem „vermeintlichen Normalbild“ abweichen und in Spielen selten dargestellt wurden.

Was mich traurig macht ist, dass du Transgender als „Perversion“ betitelst – wenn du es nicht darauf bezogen hast, habe ich es falsch verstanden. Ich finde, es ist ein himmelweiter Unterschied, ob man nicht mit der Form seiner Nase zufrieden ist, oder sich überhaupt nicht mit dem Geschlecht identifizieren kann, dass man rein körperlich hat.

Es ist übrigens eine sehr drastische Ansicht zu behaupten, dass die eigene Geschlechtsidentität durch einen Besuch beim Psychater/Lebensberater/Motivationscoach „geheilt“ werden kann. Das hat man nämlich auch schon über ganz andere Dinge gesagt. Zumal du doch nicht wirklich glaubst, dass so eine Umwandlung von heute auf morgen ohne ausführliche Beratung und Gespräche stattfindet, oder?

Zeekro
Zeekro
4 Jahre zuvor

Oh ja es ist pervers sich sein Geschlechtsteil verstümmeln zu lassen. Denn was anderes ist es nicht was da gemacht wird. Nur weil man äußerlich wie eine Frau aussieht, ist man längst keine.
Pervers finde ich grundsätzlich derartig krasse Operationen, die nur auf das äußere Erscheinungsbild abzielen.

Mich macht es traurig, das es schon so weit ist, das sowas nicht als krankhaft sondern als unterstützenswert angesehen wird.

Das Leben ist eben kein Ponyhof und auch kein Wunschkonzert. Jeder hat seine Probleme, vielleicht sollte man lieber der Ursache auf den Grund gehen warum eine Person soetwas machen möchte. Und da kann ein guter Psychologe schon eine gute Hilfe sein.

Welche Beratung? Die von dem behandelnden Arzt? Der mit diesem Eingriff sein Geld verdient? Da wäre ich gerne mal dabei….

Cortyn
Cortyn
4 Jahre zuvor

Das ist keine Sache von „Oh, sie wollen operiert werden? Klar, unterschreiben sie hier und los gehts!“ – so einer Sache geht oft eine jahrelange Hormontherapie voraus.
Nimm es mir bitte nicht böse, aber du wirkst – zumindest in Bezug auf diese Thematik – nicht sehr empathisch gegenüber den Menschen, die mit soetwas zu kämpfen haben.

BaldursGate
BaldursGate
4 Jahre zuvor

Man kann ganz leicht an der Struktur der Nervenverbindung feststellen ob eine Person wirklich Transsexuel ist.

Die Struktur der Nervenverbindungen ist bei Männern und Frauen unterschiedlich. Bei Transsexuellen liegt der Aufbau dazwischen.
Verknüpfungen beider Hirnhälften sind bei Frauen stärker
ausgeprägt, Verknüpfungen innerhalb von Hirnregionen sind bei Männern
ausgeprägter.

Zeekro
Zeekro
4 Jahre zuvor

Ok…und wieso macht die Hormontherapie im Vorfeld das Grundproblem nun besser? Das ist doch das gleiche. Man versucht durch äußere (unnatürliche) Einflüsse etwas zu ändern, anstatt sich selbst von innen zu ändern. (und ja, Hormonpräparate sind unnatürlich)

Wir Menschen haben verlernt uns an unsere Umwelt anzupassen, weil es einfacher und BEQUEMER ist mit unserer Intelligenz die Umwelt an unsere Bedürfnisse anzupassen.

Cortyn
Cortyn
4 Jahre zuvor

Ich habe verstanden, dass du es nicht nachvollziehen kannst. Wir beide werden nicht zu einer übereinstimmenden Meinung kommen.

Betitle doch Leute, die mit ihrem Leben das machen, was sie wollen, aber bitte nicht als pervers.

Zeekro
Zeekro
4 Jahre zuvor

Was bezeichnest du denn als pervers?

Fly
Fly
4 Jahre zuvor

„Nur weil man äußerlich wie eine Frau aussieht, ist man längst keine.“

Kann man auch super als Gegenargument benutzen. Nur weil man äußerlich ein Mann ist, muss man keiner sein. Und wenn sich derjenige dann wirklich und absolut nicht als Mann sieht und damit identifizieren kann, na mein Gott, warum sollte er sich dann nicht einer OP unterziehen? Wichtig ist, dass es demjenigen dann besser geht. Und soetwas betrifft immer nur das Individuum an sich, das hat absolut keinen Einfluss auf dich, mich, Cortyn oder sonstwen. Von daher seh ich da nichts perverses drin. Ich mag das Wort „unnatürlich“ in solchen Zusammenhängen auch nicht. Wer sagt denn heutzutage was „normal“ oder „natürlich“ ist? Gegner der Homo-Ehe (oder generell Anti-Homosexuelle) quatschen dabei ja auch immer von „unnatürlich“.. so ein Schwachfug.

Anders formuliert: Alles was das reine Individuum an sich betrifft und keine, absolut gar keine Auswirkungen auf Dritte hat ist vollkommen legitim und Sache des/derjenigen. Und deswegen gibt’s absolut keinen Grund sich über irgendwas in der Art stammtischmäßig aufzuregen und herablassend, verächtlich oder beleidigend zu werden.

Damien Thorn
Damien Thorn
4 Jahre zuvor

Finde ich super! Umso öfter es alternative Rollenmodelle in Medien gibt, desto unverkrampfter wird der Umgang mit solchen Themen..

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