Neues LGBTQ-RPG hat klare Zielgruppe – Richtet sich an Schwule

Ein neues Mobile-RPG ist in den Stores für iOS und Android in Südostasien, China und Taiwan erschienen. Der Clou: Die spielbaren Helden sind homosexuell. Das Spiel soll Homosexuelle unterstützen und die Akzeptanz in bestimmten Ländern vorantreiben.

Was ist das für ein Spiel? Das neue Mobile-RPG heißt GYEE und wird von Kiwifruit für iOS und Android entwickelt. Das Motto des Spiels ist: „Playing Gayly“ (etwa: fröhlich spielen, oder auch: schwul spielen).

GYEE baut sich um die Thematik des Schwul-Seins herum auf und spricht auf spielerische Art Probleme an, mit denen die Schwulen- und LBGTQ-Community in einigen Ländern noch immer zu kämpfen hat.

Verfügbar ist GYEE aktuell nur als Chinesische und als englische Version in Südostasien. Versionen für Japan und Nordamerika sollen noch kommen. Über eine Version für Europa gibt es noch keine Info.

Worum geht es in dem Spiel? GYEE ist eine Art Helden-RPG. Ihr rekrutiert verschiedene mächtige Helden, die sogenannten Gyees, und baut aus ihnen Teams, um Abenteuer zu bestreiten. Das Besondere ist: Die Gyees sind homosexuell. Etwa einer aus 20 Leuten ist ein Gyee.

In der Welt Luxium haben sie es deshalb schwer. Sie werden häufig nicht akzeptiert oder erfahren Diskriminierung oder werden sogar angegriffen für das, was sie sind. Dennoch zeigen sie stolz und stehen zu ihrer Natur.

Gyee Helden Roster

Im Spiel herrschen eine gewisse Anti-Gyee-Stimmung und eine Angst vor den Gyees, weswegen sie von einer Fraktion gejagt werden. Zugleich wird die Welt von einer dunkeln Bedrohung gefährdet. Aufgabe der Spieler ist es nun, den Gyees beizustehen.

GYEE unterstützt Schwule in schwulenfeindlichen Ländern

Das ist der Hintergrund: Im Westen haben wir mit Homophobie verhältnismäßig wenige Probleme. Spiele wie Overwatch sorgen dabei immer wieder für Sensibilisierung.

In den Ländern, in denen GYEE angeboten wird (etwa China und Taiwan), wird Schwulen noch häufig mit Hass begegnet. Dagegen will GYEE ein Zeichen setzen um Schwulen dort zu helfen, besser und selbstbestimmt leben zu können.

Gyee FInd Soulmates
Auch Kontakte scheinen gefördert zu werden.

Als Kniff dient dabei, dass sowohl das Spielprinzip als auch die Charaktere ohne weiteres auf andere Spiele übertragen werden können. Sie wirken alltäglich, „normal“ und nicht „aufdringlich schwul“.

Das Spielprinzip fördert dabei zusätzlich den Umgang mit Schwulen, die sich selbst akzeptiert und ihrer selbst sicher sind.

In WoW rannten Trolle für die LGBTQ+-Community
Quelle(n): MMOCulture
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Peacebob
Peacebob
7 Monate zuvor

Na ob das hilft…
Ich war eigentlich am meisten überrascht das so etwas überhaupt in China vertrieben werden darf. Ich dachte immer, das so etwas dort gar nicht erst auf den Markt gelassen werden würde…

Alzucard
7 Monate zuvor

In russland würdest du eher probleme bekommen

Belpherus
Belpherus
7 Monate zuvor

„Im Westen haben wir mit Homophobie verhältnismäßig wenige Probleme.“

….. Was? Ich wäre gaaaanz Vorsichtig mit solchen Aussagen. Wir hatten zwar die Letzten Jahre ein paar Durchbrüche was das Thema angeht, aber Homophobie ist immer noch ein Riesenproblem.

UgandaJim
UgandaJim
7 Monate zuvor

Und das machst Du woran fest?

Gothic Night
Gothic Night
7 Monate zuvor

Geh nach Berlin und frag 1000 Leute

BIn auf die Resonanz gespannt wink

Schwarz
Schwarz
7 Monate zuvor

Wenn Menschen Schwule oder Lesben nicht leiden können, warum auch immer, dann ist das in Ordnung, insofern diese dich nicht angreifen oder sonst irgendwie gegen ein Gesetzt verstoßen. Also drauf geschissen wenn die Resonanz nicht maximal der eigenen Erwartung entspricht. Menschen haben eigene, andere und unterschiedliche Meinungen, das heißt aber nicht gleich das diese gleich auf andere los gehen…

Zottelchen
Zottelchen
7 Monate zuvor

das heißt aber nicht gleich das diese gleich auf andere los gehen…

Und trotzdem passiert genau das immer wieder… Laut BMI wurden 2018 ganze 97 Gewalttaten gegen sexuelle Orientierung gemeldet (und da kommt dann noch eine Dunkelziffer dazu). 2017 waren es übrigens nur 74 Gewalttaten. 2016 waren es 64. Lässt sich alles online angucken. Und das ist ausschließlich in Deutschland.

2018/17: https://www.bmi.bund.de/Sha
2017/16: https://www.bmi.bund.de/Sha

Andere „westliche Länder“ haben ebenfalls solche Probleme. 12. Juni 2016 ist noch nicht lange her. 49 Menschen getötet und 53 verletzt und dass in wenigen Stunden (Orlando, Pulseclub). Hassverbrechen liegen in vielen westlichen Ländern sogar im Aufwärtstrend.

Und nun frage ich mich, wie viele Gewalttaten oder auch nur Hassverbrechen es wohl alleine wegen der sexuellen Orientierung „hetero“ gab… Dürfte wahrscheinlich so circa bei 0 liegen. Natürlich heißt das nicht, dass nur „nicht mögen“ gleich Hassverbrechen ist, aber man kann hier auch nicht sagen, dass es keinen Zusammenhang gibt.

UgandaJim
UgandaJim
7 Monate zuvor

„Dürfte wahrscheinlich so circa bei 0 liegen. “ Woher willst Du das wissen? Und warum steigt die Rate in den letzten Jahren konstant an. Das dürfte mit Sicherheit nicht an der Klientel liegen die hier die Zielgruppe dieses Spiels ist. Deshalb wird es auch seine Wirkung komplett verfehlen und 0.0 Auswirkung auf irgendwas haben.

Wind-und-Sonne-qualmen-nicht
Wind-und-Sonne-qualmen-nicht
7 Monate zuvor

Er weiß es nicht, daher „wahrscheinlich“.
Die Rate steigt u.a. auch wegen eines steigenden Rechtsrucks.

Scaver
Scaver
7 Monate zuvor

Bestätigt nur meine erste Vermutung. Es werden mehr Gewalttaten/Verbrechen angezeigt als früher, nicht unbedingt mehr verübt.

Gewaltverbrechen gegen Heteros gegen Null? Da kann ich dir aus eigener Erfahrung anderes berichten!
Sicher, die Fälle gegen heterosexuelle dürften geringer sein als gegen homosexuelle, aber „gegen 0“ gehen die garantiert nicht.
Selbst unter den LGBTQs gibt es nicht wenig radikale. Sicher, oft wird das verschwiegen oder runtergespielt, denn man will ja selber akzeptiert und nicht mehr angegriffen werden. Da passt es einfach nicht, wenn einige (wenige) aus den eigenen Reihen dann genau das tun, was man selber eigentlich bekämpfen will.
Aber wie gesagt, aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das gibt es ebenfalls!

Es gibt auf jeder Seite ruhige und friedliche Menschen, die einfach nur leben und leben lassen wollen, aber es gibt auch auf ALLEN Seiten radikale, die jeden bekämpfen wollen, der anders ist oder nur anders denkt, als man selber.
Sei dies in der Politik, dem Glauben oder auch bei der sexuellen Orientierung.

Ich war längere Zeit in der LGBT (Q gab es da noch nicht) Community semi-präsent aufgrund lesbischer und schwuler Freunde. Und dort habe ich ebenfalls radikale Schwule kennen gelernt, die selbst Bisexuellen gegenüber feindlich waren. Nur wer 100% rein gleichgeschlechtlich liebte und lebte, wurde da akzeptiert.

Lange rede kurzer Sinn: Radikale, die auch vor Verbrechen nicht zurück schrecken, gibt es ausnahmslos auf jeder Seite

UgandaJim
UgandaJim
7 Monate zuvor

So viele Sprachen spreche ich leider nicht um dort von jedem eine Antwort zu bekommen

Belpherus
Belpherus
7 Monate zuvor

Ich brauch nur google anwerfen und nach Verbrechen gegen Homosexuelle suchen, und sehe das alleine in Deutschland ein Anstieg an solchen Verbrechen zu verzeichnen ist, Teils Rechte Szene, Teils Religiös begründet.
Und ich finds irgendwie seltsam das jemand mit dem Namen UgandaJim das hinterfragt, ist in Uganda Homosexualität nämlich ein Verbrechen mit Gefängnisstrafe, und das wird sich auch kaum so bald ändern, weil die Bevölkerung Großflächig glaubt das es ein Lebenstil ist der nicht existieren sollte. Eine Meinung die zwar zum einem noch aus brittischer Kolonialzeit stammt, aber vor allem durch US Missionare gefördert wurde.

UgandaJim
UgandaJim
7 Monate zuvor

Hm also argumentierst Du mit Hilfer der Google-Suche? nicht schlecht. der Anstieg der Verbrechen gegen Schwule und Lesben kann sehr genau erklärt werden, das ist politisch nur nicht korrekt und gewollt. Das wird Dir auch jeder Schwule bestätigen. Das hat aber nichts mit Rechten zu tun. Und es ist trotzdem kein riesen Problem sondern sorgt in Städten mit hohem Ausländeranteil für Probleme. Ob so ein Spiel dabei hilft ist mehr als fraglich.

Wind-und-Sonne-qualmen-nicht
Wind-und-Sonne-qualmen-nicht
7 Monate zuvor

Hm, also ich bin Schwul und kann das nicht bestätigen. Die größten Anfeindungen hatte ich bisher nicht von der Dir erhofften Gruppe sondern von konservativen und rechten Gruppen.

Oh, und mein Kontakt zu Ausländern war ziemlich eng im Rahmen einer ehrenamtlichen Tätigkeit in einer Geflüchtetenunterkunft.

Uganda plant übrigens gerade die Todesstrafe für Homosexuelle wieder einzuführen. Achja, Uganda ist überwiegend katholisch – bevor versucht wird da in eine bestimmte Richtung zu argumentieren.

UgandaJim
UgandaJim
7 Monate zuvor

Komisch, dann berichten die ganzen Schwulen hier mit denen man sich unterhält wohl etwas komplett anderes. Da scheinst Du ja Glück gehabt zu haben. Ausnahmen bestätigen auch dort wahrscheinlich die Regel. Die Migranten bei uns sind da wohl etwas anders drauf.

Btw. sind radikale Katholiken genauso schlimm wie radikale Moslems und Juden. nur das wir in Deutschland fast keine radikalen Katholiken und Juden mehr haben, Moslems jedoch in schnell steigender Zahl. Deshalb ist Uganda mir auch scheiß egal, hier geht es um Deutschland.

15% der Bevölkerung dort sind radikale Muslime btw. Tendenz schnell steigend. Passt vielleicht nicht deiner unsinnigen Uganda-Aussage aber trotzdem smile

Schau dir nur den Gay-travel-index an.Das Muster zeichnet sich doch ziemlich deutlich.

Wind-und-Sonne-qualmen-nicht
Wind-und-Sonne-qualmen-nicht
7 Monate zuvor

Mag ja sein, dass Du die Realität in Uganda unsinnig findest, ändert aber nichts an der Tatsache. Radikale Katholiken haben übrigens noch mehr als genug. als Beispiel sei nur mal der Bund katholischer Ärzte genannt der der Meinung ist, dass Homosexualität heilbar sei.

Und schaut man sich die Demos die die entsprechenden Themen behandeln an, sind dort auch überwiegend konservative Deutsche zu sehen.

Scaver
Scaver
7 Monate zuvor

Die Frage ist eher… sind es mehr Verbrechen oder trauen sich nur immer mehr betroffene, diese auch anzuzeigen und sich spätestens damit zu outen?

Ich denke weniger, dass es mehr Verbrechen an sich sind. Ich wage sogar vorsichtigt zu behaupten, dass es weniger werden. Aber die, die es noch gibt, zeigt man nun eher an, da „sich outen“ nicht mehr so das Problem bei uns ist und immer mehr das auch recht früh tun und zum anderen da der Staat dies nun auch ernst nimmt und verfolgt. Früher wurde so etwas eher belächelt, noch früher warst dann Du als Schwuler der „Täter“.

Zu dem muss man auch differenzieren. Den Westen oder auch Deutschland da in eine Schublade zu stecken, ist recht problematisch, da es regional extreme Unterschiede gibt.

Scaver
Scaver
7 Monate zuvor

Es ist immer die Frage, wie man „Westen“ definiert.
Meint man damit „den gesamten Westen aus Sicht des Ostens“, dann gebe ich dir Recht.
Wenn ich „unseren Westen (primär Westeuropa)“ da betrachte, dann ist diese Aussage gar nicht so falsch.

Belpherus
Belpherus
7 Monate zuvor

Ost und West sind soweit ich weiß noch Bezeichnungen, die aus dem kalten Krieg kommen, Für mich ist alles deswegen östlich von Deutschland der Osten bis einschließlich China. Ich weiß zwar nicht wie genau man da Afrika einordnen kann, aber wegen dem hohen Anteil europäischer Kolonien würd ich die auch noch dazu zählen, was für den Homophobie Score „des Westens“ nichts gutes bedeutet.

Ich will ja nicht leugen das wir da Fortschritte gemacht haben, aber es ist immer noch ein Problem, und das nicht zu knapp. Ich fands deswegen die Aussage des Artikels echt merkwürdig.

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