In WoW rannten Trolle für die LGBTQ+-Community

Ein bunter Anblick auf dem WoW-Server Feathermoon sorgte für Aufsehen. Fast 900 bunte Trolle rannten und spendeten für eine gute Sache.

World of Warcraft wurde in der Vergangenheit immer wieder für gute Zwecke genutzt. Nachdem das „Running of the Gnomes“ gegen Brustkrebs immer mehr Anklang fand, wurde daraus sogar ein festes Event im Ingame-Kalender. Am 9. Juni fand ein ähnliches Ereignis statt, diesmal auf der Hordenseite: Das Running of the Trolls.

WoW: Rekord! 7000 pinke Gnome rannten gegen Brustkrebs

Worum geht es beim Running of the Trolls? Die möglichst bunten Trolle beginnen auf Level 1 im Startgebiet der Trolle, den Echoinseln, und rennen von dort aus als große Gruppe nach Orgrimmar. Dann geht es weiter mit dem Zeppelin nach Tirisfal, von wo aus sie durch die westlichen und dann die östlichen Pestländer pilgern. Weiter geht es durch die Geisterlande und den Immersangwald, bis sie letztlich in Silbermond ankommen. Dabei werden Spenden für einen guten Zweck gesammelt. Insgesamt nahmen in 2018 knapp 860 Trolle teil.

Für welchen Zweck wird gespendet? Die Einnahmen aus dem Lauf, die sich in diesem Jahr auf 4.195 US-Dollar belaufen, werden an das „The Trevor Project“ gespendet.

Das ist ein Verein, der sich der Selbstmord-Prävention für LGBTQ+-Jugendliche verschrieben hat, also für jugendliche Schwule, Lesben, Bisexuelle oder Transgender. Die Selbstmordrate unter diesen Jugendlichen ist hoch, da die gesellschaftliche Akzeptanz in vielen Orten auf der Welt fehlt. Das „The Trevor Project“ bietet diesen Jugendlichen Krisen- und Suizid-Telefonseelsorge.

WoW: Fan-Spektakel „Running of the Gnomes“ wird festes Ingame-Event

Wie das Running of the Gnomes – nur für die Horde … und eher für Männer

Männer wollten eigenes Projekt. Die Organisatorin Dravvie erzählt aber auch, dass nicht alles positiv an der Sache ist. Sie habe das Projekt ins Leben gerufen, weil Spieler auch auf der Hordenseite so etwas haben wollten. Doch andere fühlten sich beim „Running of the Gnomes“ (das Event zur Unterstützung der Brustkrebs-Forschung) ausgeschlossen, weil sie keine Frauen sind.

So erzählt Dravvie:

„Die andere, eher frustrierende Rückmeldung, die ich erhielt, war, dass die Leute ein Event speziell für Männer wollten. Dabei vergessen sie, dass Brustkrebs alle betrifft, egal welches Geschlecht sie haben. Aber ich tat mein bestes, um diesen Wünschen nachzukommen.“

World of WArcraft Troll

Damit gibt es gegenwärtig zwei große, jährlich wiederkehrende Events in World of Warcraft, die Spenden sammeln.

Was haltet ihr von dieser Sache? Eine coole Aktion, die Aufmerksamkeit auf wichtige Themen lenkt und auch noch Geld für gute Zwecke sammelt? Oder hat sowas nichts in einem Spiel zu suchen?

Quelle(n): pcgamesn.com
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Bienenvogel
Bienenvogel
2 Jahre zuvor

Erstmal finde ich solche Aktionen immer gut. Die Leute raufen sich zusammen und kombinieren ihre Leidenschaft für etwas mit einem guten Zweck, der einigen Menschen helfen wird. Da ich selbst schon jemanden durch Suizid verloren habe finde ich es immer gut wenn etwas in Sachen Selbstmordprävention getan wird. Völlig egal für wen. Also Daumen hoch. Sowas lässt meinen Funken Hoffnung für die Menschheit doch manchmal wieder aufglimmen. ????

Homura
Homura
2 Jahre zuvor

Zuerst gegen Brustkrebs und nun als Hilfe für (selbstmordgefährdete)LGBTQ+ Mitglieder! Super, von den Nutzern und WoW!

Adi
Adi
2 Jahre zuvor

Bitte liebe Mein-MMO Redaktion…. Scheiss auf Datenschutz!
IP-Adressen der Poster solcher Kommentare mit Strafanzeige an die entsprechenden Behörden weiterleiten…

Cortyn
Cortyn
2 Jahre zuvor

Aber hier wird niemandem etwas aufgezwungen. Es gab ein Event. Das Event hat Geld für eine Organisation gesammelt, die LGBTQ+-Leute vor dem Selbstmord bewahren will.

Es geht wortwörtlich darum, das Leben von Menschen zu retten, die aufgrund des sozialen Drucks und Leuten, die sie nicht leben lassen wollen, wie sie nunmal sind, sich umbringen.

Wer sich unter so ein Event stellt und schreibt „Die Homopropaganda hält Einzug“ – oh doch. Da darf ich meine Meinung zu sagen. Denn dafür habe ich kein Verständnis.

Auf News-Seiten besteht einfach die Gefahr, dass man mit Themen konfrontiert wird. Das ist unser Job. Über Themen schreiben, über aktuelle Ereignisse. Wer sich da von so einer News angegriffen fühlt … Himmel. Dann soll man sie nicht anklicken.

Lilith
Lilith
2 Jahre zuvor

Schaut euch doch den Papst an und was er zu homosexuellen sagt. Gerade die neusten Ansichten von ihm..
Und es gibt dennoch Milliarden kathos die monatlich brav ihr Geld abdrücken damit die in Rom sich noch mehr Goldplatten an die Decke hängen von dem geld oder Priester die leider Kinder zu sehr mögen schnell in eine andere Gemeinde verschiffen die davon nichts weiss.
Ich sage wir leben in einer kranken Welt. ????

Scaver
Scaver
2 Jahre zuvor

Es kommt immer auf die Art und Weise an. Man muss kein Fan sein, aber man muss die Rechte anderer akzeptieren, respektieren und achten. Und der Kommentar ist keine reine Meinungsäußerung mehr. So etwas wird in Deutschland als Straftat gewertet und das ist auch richtig und gut so!

Herr/Frau T234 hätte auch einfach sagen können, dass dies nichts für sie/ihn ist und ggf. nicht verstehen kann, wie andere es anders sehen können oder wieso da solche Aktionen gestartet werden.

Aber von „Homopropaganda“ zu sprechen/schreiben muss man nicht tolerieren, da dies andere in ihrer Ehre und Würde verletzt. Und das ist lt. GG verboten und wird im StGB daher unter Strafe gestellt.

Oder verlangst Du auch Toleranz für Mörder? Und nein, der Vergleich hinkt nicht, da solche Aussagen jährlich dutzende Tote alleine in Deutschland fordern!

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
2 Jahre zuvor

„Kritisches Thema -> Ist das nicht. Wo ist das denn ein kritisches Thema?“
„entsprechende Äußerung akzeptieren“ -> Die Äußerung war „Eckelhaft – Homopropaganda“ -> Das sind keine Aussagen, die man „akzeptieren“ muss. Das geht in Richtung „hate-speech.“

Ich bin auch kein „Fan von Homosexualität“ -> Ich applaudiere nicht, wenn sich zwei Schwule küssen und mach ein Selfie mit denen. Aber ich akzeptiere das.

Man ist nicht intolerant, wenn man darauf besteht, dass das Grundgesetz gilt.

T234
T234
2 Jahre zuvor

Eckelhaft … wie die Homopropaganda nun auch dort Einzug hält

Cortyn
Cortyn
2 Jahre zuvor

Ekelhaft, wie intolerant man sein kann.

JoNeKoYo
JoNeKoYo
2 Jahre zuvor

Vor allem „eCKelhaft“.

Scaver
Scaver
2 Jahre zuvor

Ekelhaft (nur mit K!) ist dieser Kommentar und sein Verfasser!
Fühlen Sie sich selber in Ihrer Sexualität bedroht, weil andere anders lieben und Sex haben als Sie?
Oder sind Sie als Kind gepflegt mal vom Wickeltisch in den vollen Mülleimer gefallen, dass Ihr Hirn so einen Stumpfsinn hervorbringt?

Nichts gegen die freie Meinungsäußerung. Aber das hier ist schon eine Straftat und wird vom recht auf freie Meinungsäußerung des Grundgesetzes NICHT mehr gedeckt!
Ich z.B. könnte mir auch keine Beziehung mit einem Mann vorstellen. Aber es ist absolut OK, wenn andere dies tun. Und dies hat keinerlei Einfluss auf mein eigenes Leben. Also warum sich daran stören?

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