5 Gaming-Trends für 2018: Das Jahr des Shitstorms

Gaming-Trends-2018

Wie wird sich das Online-Gaming in 2018 entwickeln? Was sind die Trends? Unser Autor Schuhmann gibt 5 Voraussagen ab. Er sieht 2018 das Jahr des Shitstorms heraufziehen.

Voraussagen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen. Wir haben 5 Gaming-Trends in 2018 für Euch, von denen wir ziemlich sicher sind, dass sie eintreffen werden.

Wenige große Spiele – nur noch gigantische oder kleine

Das ist ein seltsamer Trend, den man seit Jahren beobachten kann und der sich 2018 fortsetzen wird. Zwar erscheinen auf Steam immer mehr Indie-Spiele, aber in der Kategorie „mittelgroße und große Titel“ trocknet der Nachschub aus: Etablierte Studios können nur noch riesig und mega.

Das beste Beispiel dafür ist RockStar Games. Die haben früher jedes Jahr ein oder zwei Spiele rausgebracht – seit sie den Megaseller GTA V auf dem Markt haben, kam kein neues Spiel mehr – und das seit 2013.

GTAV-Rockstar

Keine Experimente!

Wenn man so will, hat Grand Theft Auto V also 4 oder 5 „gute, große Spiele“ gekillt, weil neben dem Giganten GTA V kein Platz mehr war. Die Publisher stecken alle ihre Bälle in ein Körbchen und verteilen sie ungern auf mehrere.

Auch EA, Activision und Ubisoft experimentieren seltener als früher: Lieber füttert man die großen Franchises noch fetter als mal was Neues zu probieren.

GTA 5 official-artwork-blitz-play

Grad im Online-Gaming sieht man das deutlich: Wenn ein Studio ein Spiel versucht, greift man gleich in die oberste Kategorie mit zighundert Mitarbeitern, entwickelt in 6 Ländern auf 3 Kontinenten, holt sich noch Verstärkung von externen Studios und bringt das Ding auf alle möglichen Plattformen. Drunter macht man’s nicht mehr.

Das wird Spiele-Reihen zum Verhängnis, die nicht der Riesen-Erfolg sind, sondern sich nur ein paar Millionen-Mal verkaufen. Als EA gemerkt hat: „Mass Effect Andromeda ist kein Kassenschlager“, haben sie es eingestampft und die Ressourcen den beiden Mega-Projekten Star Wars Battlefront und Anthem zugeschlagen.

Anthem City guy failure

Entweder also Giganto-Mega-Spiele oder Indie-Studios programmieren was für den PC mit kleinen Mitteln. Doch diese „großen und mittelgroßen Spielen“ werden 2018 selten sein – es zählt bei den großen Publishern nur noch gigantisch.

Dabei war 2017 ausgerechnet ein „mittelgroßes Spiel“, PlayerUnknown’s Battlegrounds aus Korea, ein Mega-Hit – aber das lässt sich schwer planen.

Studios glauben: Mehr ist mehr

Wenn man sich den Finanzbericht von Activison Blizzard anschaut, ist eine Erkenntnis schon lange bei den Bossen der Firmen angekommen: Mehr ist mehr.

Blizzard-Franchise

Activision Blizzard und seine 8 Milliarden-Franchises.

Die sagen: „Unsere großen Franchises treten gegen die großen Franchises unserer Konkurrenz an.“ Und hier ist das Geld zu holen: Unser Mega-Titel soll deren Mega-Titel plattmachen.

Die Riesen-Franchises werden für die Unternehmen immer wichtiger, weil immer mehr Prozente der Einnahmen von diesen Mega-Titeln abhängen.

Cyberpunk Titelbild

Solange die Studios so denken, werden die Flaggschiffe, die Mega-Titel, noch größer werden.

Man hört aus allen Ecken: „Das Spiel ist jetzt das größte, an dem wir je gearbeitet haben.“ Aus Polen heißt es etwa, dass Cyberpunk 2077 noch größer und teurer als The Witcher 3 wird.

Irgendwann wird dieser Gigantomanie-Trend vielleicht an Grenzen stoßen, aber 2018 sicher noch nicht.

Auf Seite 2 geht’s mit unseren Gaming-Trends für 2018 weiter.

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