50 % der jungen Menschen nimmt lieber eine Gehaltskürzung in Kauf, als sich für seinen Arbeitgeber kaputt zu schuften

50 % der jungen Menschen nimmt lieber eine Gehaltskürzung in Kauf, als sich für seinen Arbeitgeber kaputt zu schuften

Junge Menschen wurden gefragt, wie sie zu Arbeit und Gesundheit stehen. Etwa die Hälfte der Befragten gab an, dass sie für eine bessere Gesundheit eine Gehaltskürzung in Kauf nehmen würden.

Was ist das für eine Studie? In einer weltweiten Studie über gesunde Lebensgewohnheiten wurden mehr als 14.000 Menschen in 25 verschiedenen Ländern befragt, wie sie ihre Arbeitssituation einschätzen (via globallongevitystudy.com).

Die Zahl der Arbeitnehmer, die bereit sind, ihr Gehalt zu kürzen, beträgt 50 % der Befragten, was zeigt, wie sehr psychische Probleme für eine große Mehrheit der jungen Arbeitnehmer zu einer Priorität geworden sind. Konkret hieß die Frage: „Ich würde es vorziehen, dass mein Arbeitsplatz für meine Gesundheit und mein Wohlergehen sorgt, auch wenn ich dafür ein geringeres Gehalt verdiene?“

Bei der Gen Z stimmten dem 52 % zu, unter den Millennials noch 49 %. Die höchstens Zustimmungswerte gab es in Indien mit 71 %, den niedrigsten Zustimmungswert in Dänemark mit 21 %. Auch in Deutschland wären gerade einmal 30 % der Befragten bereit, auf Gehalt zu verzichten.

Die Wahl des Arbeitgebers ist für viele junge Menschen sehr wichtig

Die Bedeutung des Arbeitgebers: Die Umfrage zeigt außerdem, dass sich junge Menschen vorzugsweise nach einem Arbeitgeber umsehen, der die psychische Gesundheit der Arbeitnehmer unterstützt. Das wurde von fast einem Drittel der amerikanischen Millennials und von etwa einem Viertel der US-Generationen X und Z, die an der Umfrage teilnahmen, als sehr wichtig angesehen.

Gurpreet „Sunny“ Singh, Gründer von Roundglass, der die Studie initiiert hat, erklärte:

Arbeitnehmer wollen ihr Wohlbefinden nicht für einen Job opfern, und wenn Arbeitgeber dieses Problem nicht angehen, schadet das dem Unternehmensergebnis. Um Talente anzuziehen und zu halten, ist es nicht verhandelbar, der psychischen Gesundheit der Mitarbeiter Bedeutung beizumessen.

Leslie Kenny, Mitbegründerin des Oxford Longevity Project, ergänzt:

Die Arbeit ist ein so wichtiger Teil unseres Lebens, aber für viele ist sie eine stressige Erfahrung. Es ist klar, dass die Menschen von ihren Arbeitgebern erwarten, dass sie ihre Bemühungen unterstützen, sich selbst zu versorgen und ihre Gesundheit zu verbessern.

Eine französische Behörde hat das Konsumverhalten der Bevölkerung untersucht. Dabei hat sie festgestellt, dass ältere Menschen das lineare Fernsehen lieben, junge Menschen daran aber kaum noch interessiert sind. Das ist langfristig auch eine Herausforderung für Unternehmen, die bisher vor allem auf lineares TV gesetzt haben: Boomer lieben es, Gen Z kann nichts damit anfangen: Junge Leute stellen eine ganze Sparte vor eine große Herausforderung

Quelle(n): 3djuegos.com
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Meine Frau und ich arbeiten auch nur Teilzeit. in unserer Branche sind die Gehälter ausreichend hoch das wir auch mit einem niedrigeren Gehalt auskommen. Viele machen das inzwischen so, niemand fordert jedoch für Teilzeit, volles Gehalt. Meine Frau und ich haben uns dazu entschieden weil wir einfach zeit für unsere Kinder haben möchten. Und nicht nur 3 Stunden am Abend nach einem langen Arbeitstag.

Wir definieren unser Ego eben nicht über eine Karriere, sondern über unsere Familie. Nennt es eine Sondersteuer die wir bezahlen (da wir dadurch ja auch weniger verdienen) die wir für die zusätzliche zeit zahlen müssen in welcher wir uns um unsere Kinder kümmern. mit ihnen spielen, Abenteuer erleben oder einfach nur kuscheln (der älteste ist 4).

Also ja, auch wir arbeiten weniger, nehmen dadurch bewusst in kauf weniger zu verdienen, damit wir dafür mehr zeit für unsere Kinder haben, was am Ende gesünder für uns ist, gesünder für unsere Kinder und uns als Familie insgesamt glücklicher macht. Wir verdienen genug um unser Leben finanzieren zu können und das reicht uns. Das ist eine Entscheidung die am Ende jeder für sich treffen muss. Und auch wenn ich keine Familie habe, ist es mein Recht zu sagen: Okay, ich arbeite weniger, weil ich am Ende arbeite um zu leben und nicht lebe um zu arbeiten.

Das vergessen viele von jenen die jeden der nicht 60 Stunden die Woche arbeitet als Schmarotzer abstempeln wollen. Man arbeitet um zu leben…nicht umgekehrt. Das heißt ich arbeite nur soviel wie nötig ist um mein leben oder das meiner Familie, zu finanzieren. Dazu muss ich aber halt auch das Glück haben A in einem Job arbeiten zu können der dies zulässt, und wo man selbst mit Teilzeit soviel verdient wie andere mit Vollzeit (und in Österreich ist der Durchschnittslohn eben nicht 3000 wie oft propagiert sondern eher bei 1600 Brutto angesetzt. Ich kenne zb kaum jmd der mehr verdient, selbst mit Top Ausbildung) und wo man sich seine Arbeitszeit auch halbwegs frei einteilen kann. Klar, darauf haben wir auch hingearbeitet, aber trotzdem, nur weil man sich bemüht ist das kein Garant das der plan am Ende aufgeht. bei uns war dies der Fall, dafür sind wir dankbar.

Mir ist das Glück meiner Familie am Ende halt wichtiger als die Meinung eines Grantscherben der meint ich müsste mich jetzt auch kaputt rackern nur weil er/sie das musste. Zeiten ändern sich, die Produktivität ist gestiegen. Vor 40 Jahren erbrachte ein durchschnittlicher Angestellter mit einer 40 Stunden Woche die gleiche Leistung wie jmd heute mit einer 20 Stunden Woche. Das wird bei der ganzen Diskussion oft und gerne übersehen. seit Jahrzehnten profitieren Firmen von einer steigenden Produktivität ohne die Arbeitszeiten dementsprechend anzupassen. Also wenn man dann das Argument (das gerne gebracht wird) bringt von wegen: Aber früher…dann muss man so ehrlich sein und dazu sagen, wenn wir Verhältnisse wie früher möchten, müssten wir die Arbeitszeit an die gestiegene Produktivität anpassen und dann wären 20 Stunden heutzutage Vollzeit.

Das war mein Wort zum Sonntag ^^

HiveTyrant

Vor allem, als damals die ’60 Stunden die Woche’ noch anlag:
Damals war ein Firmenchef, der die Firma vor die Wand gesemmelt hat, noch für den Rest des Lebens ruiniert und ging in den Knast (‘Bankrott’ wie es damals hies, statt ‘Insolvenz’ heutzutage, war zwingend mit Gefängnis bewehrt), weshalb das höhere Chef-Einkommen auch gerechtfertigt war.
Heutzutage sind selbst Kleinstfirmen eine GmbH, Cheffe zieht sowohl persönlich als auch via Angehörigen so viel wie möglich raus, irgendwann ist dann der Punkt erreicht, das man durch das 2., 3. und 4. Standbein neben der Firma mehr Geld bekommt, als man aus der Firma rausziehen kann, also wird die Bude verkauft oder vor die Wand semmeln gelassen.
GmbH erfordert 25000 Euro Eigeneinlage, die aber direkt für die Erstausrüstung der Firma verwendet werden dürfen. Die sind dann weg, der Rest wird normalerweise behalten, das meiste vom Privatbesitz ist sicher.
Die einzigen die dann in die Röhre schauen sind die eigentlichen Leistungsträger, die Angestellten, die haben nämlich meist NICHT so viel Gehalt erhalten, das sie sich 2-4 Sicherheitsnetze nebenbei aufbauen können. Und nein, Arbeitslosengeld ist nur ein ‘Wingsuit’ mit dem man etwas gleitet, es ist kein ‘Fallschirm’ oder ‘Fangnetz’ wie es mehrere Mietwohnungen, Dividenden von anderen Unternehmen oder ähnliches wären.

KarlDieter

Was ein Artikel.
Verstehe ich das Problem gerade richtig?
“Mimi mein Chef ist doof weil ….., Meine Arbeit ist doof weil …., alles ist doof! Ich will nix daran ändern also muss sich meine Arbeit/mein Chef ändern! Ich will nicht belastet werden, ich will keine Leistung bringen aber dennoch jedes Jahr für 2784% mehr Lohn Streiken gehen!

In was für einer Welt leben wir… Unglaublich

Artikel nicht gelesen und erst recht nicht verstanden.

Oneo

Boomer oder er Indetifiziert sich als einer anders kann ich mit so ein gemekere gar nicht erklären ….besonders weil er wahrscheinlich nur die Überschrift gelesen hat….

Ich hab auch einen komplett anderen Job angefangen weil ich weniger Stress wollte und mehr Freizeit…Manche Leute glauben echt nur weil Menschen mehr Leben haben wollen und weniger Stress und Arbeit sind sie faul …..einfach Lächerlich.

Zuletzt bearbeitet vor 10 Monaten von Oneo
Roan

Hast du überhaupt auch nur die Überschrift gelesen, oder hat dich selbst das schon kognitiv überfordert? Denn selbst nur die Überschrift reicht schon um zu erkennen, dass du kompletten Schwachsinn schreibst. Es geht ja gerade darum, dass man bereit ist auf Gehalt zu verzichten aus gesundheitlichen Gründen, also dass man weniger arbeitet und damit auch weniger Gehalt bekommt bei einer zu großen psychischen Belastung. Nirgends im Artikel geht es darum, dass man bei gleichem Gehalt weniger arbeitet, denn diese Frage würden wohl 100 % aller Arbeitnehmer mit ja beantworten.

kriegnes

Können wir bitte aufhören den überstundenabbau als etwas neues und progressives zu verkaufen? 4 tage woche heißt weniger arbeit für gleiches gehalt, eines der ziele die wir als gesellschaft eigentlich haben oder zumindest hatten bevor die menschen angefangen haben zu hängen. Da sind ganz bestimmt mehr als 50% dafür. Überstunden wieder abzubauen ist mein recht, da muss nicht mein ekelhafter chef kommen und mir das als etwas tolles, neues verkaufen, weil er dann jeden tag nurnoch eine person einstellen muss die sich dann kaputt arbeitet, aber dafür freitags chillen darf. Natürlich sind 50% dagegen, wenn es mal wieder nur heißt, “du bist nichts wert, du kriegst nichts dafür, aber ich erwarte trotzdem, dass du dein ganzes leben an die arbeit anpasst.”

Zuletzt bearbeitet vor 10 Monaten von kriegnes
DINGO

Mal ganz davon abgesehen das ich deinen Ausführungen überhaupt nicht folgen kann wird hier gerade nichts von Überstunden geschrieben. Die, mal nebenbei erwähnt, erstmal nicht Gesundheitsschädlich sind.

Was aber im Bericht hervor geht, das ist eine versteckte Kritik an Unternehmen die einfach nur ihre Mitarbeiter ausbeuten. Sind die Menschen dann soweit das sie nicht mehr arbeiten können so sind diese dann nicht Problem des Unternehmers weil er sie eben feuert. Mag jetzt aus unseren deutschen Perspektive weit her geholt sein ist aber leider weltweite Praxis.

Eigentlich könnte der Artikel auch heißen das die Generation heute bessere Prinzipien haben.

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