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Ex-Chef von Blade & Soul könnte für 10 Jahre ins Gefängnis gehen

Es läuft eine Ermittlung gegen den früheren Chef des MMORPGs Blade & Soul wegen Insider-Handel. Ihm drohen bis zu 10 Jahre Haft.

Wie die Seite mmoculture berichtet, haben die Finanzbehörden von Südkorea einen Verdacht gegen Bae Jae Hyun. Das ist der ehemalige Chef von Blade and Soul.

Die strafbare Handlung soll im Juni 2017 stattgefunden habe. Da war Bae Vizepräsident von NcSoft. Er soll Anteile an NCSoft im Wert von 3 Millionen US-Dollar verkauft haben, bevor der Aktienwert von NCSoft um 11,41% gefallen ist.

Der Wert ist damals abgestürzt, als herauskam, dass NCSoft kein Echtgeld-Auktionshaus für sein Mobile-MMORPG Lineage M plant. Lineage M wurde später ein irrsinnig erfolgreiches Spiel für NCSoft.

Bae Jae Hyun bestreitet diese Vorwürfe des Insider-Handels, er habe seine Anteile verkauft, weil er Geld für Stock-Optionen brauchte.

Sollte Bae schuldig gesprochen werden, erwarten ihn bis zu 10 Jahre Haft und eine hohe Geldstrafe.

Lineage-M

Fall erinnert an Funcoms Chef

Die Vorwürfe gegen Bae Jae Hyun erinnern an den Fall des Ex-Chefs von Funcom Trond Arne Aas. Hinter dem war die norwegische Finanzbehörde her, weil er Aktien seiner Firma abgestoßen hatte mit dem Insiderwissen, dass das MMORPG The Secret World nicht so ein Erfolg werden würde, wie Anleger dachten.

Trond Arne Aas wurde nach Jahren letztlich zu 11 Monaten Haft und einer Geldstrafe verurteilt. Auch Funcom musste eine Geldstrafe in Höhe von 162.000 Euro zahlen. Die Strafe fiel relativ niedrig aus, weil Funcom mit den norwegischen Behörden zusammengearbeitet hatte.

Gründer von NCSoft-Konkurrent Nexon war ebenfalls unter Anklage

Auch gegen den Gründer des MMO-Giganten Nexon, den direkten Konkurrenten von NCSoft, gab’s 2016 Korruptions-Vorwürfe in Südkorea. Der soll über Jahre einen Staatsanwalt bestochen haben.

Der Nexon-CEO kam mit einer Bewährungsstrafe davon, während der bestochene Staatsanwalt zu 7 Jahren Haft verurteilt wurde. Allerdings ist dieser Fall seit Dezember 2017 in Revision.

Staatsanwälte besticht man nicht – Gründer von MMO-Gigant stolpert über Korruptions-Vorwürfe

Puh, sieht so aus, als haben CEOs von MMO-Firmen deutlich häufiger Probleme mit der Justiz, als man annehmen sollte.

VIA 3. Quelle: MassivelyOP (Funcom CEO)
QUELLE MMOCulture (NCsoft CEO)
QUELLE YonhapNews (Nexon CEO)
Schuhmann
Schuhmann, das L steht für Niveau.