Wie geht’s WoW: Shadowlands einen Monat nach Release?

Die Veröffentlichung von World of Warcraft Shadowlands ist inzwischen genau einen Monat her. Doch wie steht es um das MMORPG?

Die Veröffentlichung von WoW Shadowlands lief, wie man es von den letzten WoW-Erweiterungen bereits gekannt hat, ohne große Probleme. Zwar gab es vereinzelte Realms, die kurzzeitig in die Knie gezwungen wurden, doch die Schwierigkeiten waren zumeist nach wenigen Minuten beendet. Im Großen und Ganzen lief die Veröffentlichung flüssig und wer direkt zu Mitternacht loszocken wollte, konnte das auch tun.

Was hat sich in dem Monat nach Launch getan?

Insgesamt hat sich in den 30 Tagen seit Release einiges in Shadowlands getan, doch das meiste davon war wohl geplant und so von Blizzard vorbestimmt. Immerhin wird der Content Stück für Stück freigeschaltet, was durch wöchentliche Quests geschieht. Allerdings gab es auch eine Reihe von Vorfälle, die aus der Reihe tanzten – die wichtigsten davon stellen wir kurz vor.

Ein Monat nach Release – Wie siehts aus?

Torghast wurde von Lust zu Frust – Blizzard reagierte

Ein mittelschwerer Skandal war der Turm Torghast. In diesem Endgame-Feature bekommen die Charaktere immer wieder neue, verrückte Fähigkeiten, mit denen sie wie in einem Roguelike-Spiel durch den Turm pflügen. Gerade in den ersten beiden Wochen bekam Torghast extrem viel Lob. Die ersten Ebenen fühlten sich toll an, die Spieler genossen den Turm und die verrückten Fähigkeiten, die er ihnen gewährte.

Das Lob und die Freude verfiel jedoch in Woche 3 rasend schnell. Denn dort öffneten die Ebenen 7 und 8 von Torghast, die zusammen mit einer Reihe an Hotfixes erschienen. Der Patch hatte Torghast schwieriger gemacht, den Gegnern mehr Lebenspunkte und Schaden verpasst, während viele coole Fähigkeiten der Spieler abgeschwächt wurden.

WoW Shadowlands Torghast Environment
Torghast machte erst Spaß, dann gab es Frust – am Ende wieder Spaß.

Über mehrere Tage war jeder zweite Beitrag im Subreddit und im offiziellen Forum eine Beschwerde über Torghast in seiner neuen Form. Für viele wurde der Turm somit zu „Choreghast“ – also einer nervigen Pflicht, die man bewältigen muss, um legendäre Gegenstände zu bekommen. Einzelne Runs dauerten bis zu zwei Stunden und oft scheiterte man dann am Endboss, der nochmal viel härter war und Spieler sogar mit einem Schlag bezwingen konnte.

Doch die Kritik ging nicht spurlos an Blizzard vorbei. Recht schnell kam ein rettendes Update, das viele der Änderungen zurücknahm und besonders gebeutelten Klassen half, Torghast wieder einfacher bewältigen zu können.

Inzwischen ist Torghast wieder auf einem gesunden Zustand angekommen und die Kritik ist verebbt.

Das „World First“-Rennen läuft in Nathria

Zwei Wochen nach dem Release eröffnete auch Schloss Nathria, der erste Raid von Shadowlands. Der Raid bekam ebenfalls viel Lob und kam bei den Spielern gut an, wenngleich er als ein bisschen zu hart im normalen Modus betrachtet wurde.

Auch hier stimmte Blizzard zu und veröffentlichte einige Patches, um zumindest den normalen und heroischen Modus ein wenig in der Schwierigkeit zu senken.

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Wer holt sich Denathrius als erstes?

Im mythischen Modus läuft seit etwas über einer Woche das „World First“-Rennen. Hier versuchen die besten Spieler der Welt, den Endboss Graf Denathrius als erstes in die Knie zu zwingen. Da es der erste Raid einer Erweiterung ist – der traditionell recht schnell durchgespielt wird – gingen viele davon aus, dass das Rennen rasch vorbei sein würde. Das war jedoch nicht der Fall.

Gerade beginnt „Woche 2“ im Progress des mythischen Schloss Nathria und die amerikanische Gilde Complexity Limit sowie die europäische Gilde Echo stehen vor dem Endboss und arbeiten sich an diesem ab. Dicht dahinter folgen andere Größen wie Pieces oder Method, die auch nur noch einen Boss von Denathrius entfernt sind.

Das Rennen ist dieses Mal recht spannend, wenngleich aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie die großen Streaming-Events nicht in vollem Umfang stattfinden. Wer sich dennoch für das Rennen und die Live-Übertragung interessiert, kann den großen Gilden in vielen Fällen live beim Progress zuschauen.

Im LFR-Modus ist übrigens noch nicht viel lost. In dieser Schwierigkeit ist erst der erste von insgesamt vier Flügeln verfügbar. Bis alle Spieler Schloss Nathria von innen gesehen haben, dürfte es also Mitte Februar sein – denn erst dann öffnet der letzte Flügel im LFR.

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Noch wird auf den First-Kill gewartet.

Kuriose Bugs und merkwürdige Vorfälle

Bei einem Spiel der Größe von World of Warcraft kommt es bei einer neuen Erweiterung immer wieder zu Fehlern und Problemen. Nicht alle davon sind riesig oder schrecklich, aber manche einfach unterhaltsam.

So konnten Spieler mit einer Halskette aus Schloss Nathria Druiden übernehmen und sie zu ihren Begleitern machen. Der Druide hatte keine andere Wahl, als den Befehlen seines neuen „Herrchens“ zu folgen und wurde für satte 5 Minuten kontrolliert. Immerhin hat Blizzard diesen Fehler nach nur wenigen Stunden behoben, sodass Druiden nicht mehr fürchten müssen, einfach von Fremden mitgenommen zu werden.

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Druiden wurden von ihren Mitspielern gezähmt – aber nur für ein paar Stunden.

An anderer Stelle macht das PvP Sorgen. Der Spieler Rextroy ist wieder dabei, absurde Mechaniken und Kombinationen zu finden, um in PvE und PvP im Alleingang zu glänzen. So zeigte er, wie Dämonenjäger-Tanks mit der Nachtfae-Fähigkeit satte 30.000 Schaden in einer Attacke im PvP verursachen können oder wie er einen mythischen Dungeon noch in der ersten Woche im Alleingang säubert. Wenn er besonders fies drauf ist, hetzt er sogar Katzen auf die böse Horde

Das ist der aktuelle Zustand

Gegenwärtig ist die World of Warcraft ziemlich belebt. In jedem Gebiet tummeln sich zahlreiche Spieler und es ist leicht, Anschluss an Gruppenaktivitäten zu finden. Die Stimmung im Spiel ist allgemein eher positiv, was aber wohl auch daran liegt, dass es jede Woche eine spürbare Verbesserung gibt.

Solange die Spieler noch Auswahl haben, ob sie ihr Legendary aufwerten, an ihrer Ausrüstung feilen, PvP betreiben oder ihr Pakt-Sanktum verbessern wollen, dürfte Langeweile und damit Frust noch fernbleiben.

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Die Fülle an unterschiedlichen Aktivitäten, die sich auch auf das Sammeln von Spielzeugen oder Reittiere erstreckt, ist eine der großen Stärken von Shadowlands und sorgt zumindest bisher dafür, dass „die Luft nicht raus“ ist.

Zwar kehrt für die Spieler ganz langsam der Alltagstrott aus Dungeons und Weltquests ein, doch das gehört eben zum Alltag in einem MMORPG.

Wie findet ihr Shadowlands?

Damit wird es auch Zeit, mal wieder in die Community zu horchen und unsere Leser – also euch – zu befragen, was ihr von Shadowlands haltet. Immerhin hattet ihr nun einen Monat Zeit, die Erweiterung zu spielen.

Ist Shadowlands eine gute Erweiterung oder gar die beste geworden? Habt ihr noch Spaß an Shadowlands? Oder habt ihr das WoW-Addon schon wieder beiseite gelegt, weil es euch nicht gefällt?

Wenn ihr eure Meinung noch ein bisschen besser begründen wollt, dann lasst doch einen Kommentar da und erklärt, wie ihr Shadowlands im ersten Monat wahrgenommen habt.

Was steht noch so an?

In den kommenden Wochen wird der Content von WoW: Shadowlands noch nicht abreißen. Aktuell werden jede Woche neue Inhalte über die Pakt-Kampagne oder den Ausbau des Sanktums freigeschaltet.

Auch in Torghast fehlt noch eines der größten Features, nämlich die gewundenen Korridore. Diese werden wohl erst im Januar freigeschaltet und bieten den Spielern, die darauf Lust haben, eine längere Version von Torghast. Dort kann man kosmetische Belohnungen freischalten, aber keine Seelenasche verdienen.

Fazit: Eine solide Position für den Start ins neue Jahr

Insgesamt ist WoW: Shadowlands ziemlich gut aufgestellt, um auch im Jahr 2021 die Spieler bei Laune zu halten. Noch sind die Inhalte frisch, Ausrüstung rar und die Herausforderungen spannend. Das wird alles in den kommenden Wochen sicher abnehmen und dann muss Blizzard den nächsten Patch 9.1 präsentieren.

Doch aufgrund der Pakte gibt es auch genug Motivation, einfach einen Zweitcharakter zu spielen, um die ganze Geschichte zu erleben oder mit neuen Fähigkeiten zu experimentieren.

Aber keine Sorge. Schon im Februar findet die „BlizzConline“ statt – und dort wird sicher über den Patch 9.1 gesprochen …

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Threepwood

Ich hab bei diesem Addon erstmalig, spiele seit Classic, nicht mal das maximale Level erreicht. Abo läuft noch 5 Monate, ich hatte bis inkl. Pre-Patch wahnsinnig Spaß am Spiel, hab mich wie üblich nicht im Vorfeld gespoilert, bin relativ immun gegen Itemhatz und Stress, Corona lädt zum Daddeln ein und noch auf der ersten Insel war ich raus.

Ob es am Setting, dem für mich lahmen Design von Hub + Inseln liegt….ich kann es nicht mal benennen – vermute es aber. Sowas hatte ich bei WoW in den knapp 16 Jahren noch nie. Total schade irgendwie, aber vielleicht packt mich die Motivation ja irgendwann doch mal.

Zuletzt bearbeitet vor 27 Tagen von Threepwood
Aldalindo

ich bin ausgestiegen…WOW ist nun Geschichte für mich; Shadowland war für mich der letzte Versuch…langweilig in ewiger Wiederholung diverser Inhalte und dazu diese Community..gruselig …Viel Spaß euch allen…allein dieser leicht überhebliche Kommentar meines Vorredners hier bestätigt mich nur^^ aber ich glaub die meisten merken gar nicht mehr wie sie drauf sind…Donald-Syndrom😝

Zuletzt bearbeitet vor 28 Tagen von Aldalindo
Chafaris

Genau das dachte ich mir auch. Wegen solchen Leuten hab ich ebenfalls aufgehört 😜

Duyan

Exakt so geht es mir auch. Hab dem Ganzen eine letzte Chance gegeben aber das war’s dann jetzt für mich. Habe dafür jetzt ordentlich Spaß an FFXIV und da ist die Community auch wirklich toll, so wie ich es bis jetzt mitbekommen habe 🙂

Incursio

Stimme zu, die meisten Leute kennen Inhalte mit einem oder zwei Chars und gehen dann hier in Donald manier in die Kommentarspalte und schwallen hier rum wie easy doch alles sei. Hab heute mit meinem Pala solo Stufe 8 gemacht, war gut machbar danach an Stufe 4 mit der Eule gescheitert. Die Klassen sind eben nicht gleichwertig.

Bralo

Tja wer meint das er mit gammeligem halb blauen gear halt Thorgast 8 rennen kann ohne die Klasse halbwegs spielen zu können hat sich halt geschnitten. Von mir aus hätten sie den Turm nicht nerfen müssen. Finde ihn so wie er jetzt ist langweilig und es mangelt an jeglicher Herausforderung.

Gorm

Ich zocken WoW schon Jahre nicht mehr, aber war das nicht seit spätestens WotLK schon so das alles mundgerecht generft wurde damit auch jeder überall ratz fatz durch kommt?

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