Ich dachte, ein neues Switch-Spiel zerstört meinen Abend – Aber ich hab mich geirrt

Mit „What the Fork?!“ hat die Switch ein neues Couch-Koop-Spiel bekommen, das gute Zusammenarbeit erfordert. Das erinnerte MeinMMO-Autor Max Handwerk direkt an den Koop-Hit „Overcooked“ – und damit auch an den ein oder anderen Abend mit 280 Puls.

Das ist What the Fork: Auf Steam ist What the Fork schon seit Mitte Oktober verfügbar, auf der Nintendo Switch landete es am 5. November 2020 – und damit auch in meinem Wohnzimmer. Man kann das Spiel zwar alleine spielen, aber es ist deutlich auf Couch-Koop mit bis zu 4 Spielern ausgelegt. Eine Online-Komponente bietet die Switch-Version nicht.

Oft liest man im Zusammenhang mit dem Spiel den Namen „Overcooked“, und das kommt nicht von ungefähr. What the Fork hat im Grunde genau das selbe Prinzip wie der Couch-Koop-Hit. Auf engstem Raum müsst ihr:

  • Gegenstände von A nach B befördern.
  • Dabei genau drauf achten, was eure Mitspieler machen.
  • Und versuchen, die Übersicht zu behalten.

Wie das Koop-Party-Spiel für die Switch aussieht, sehr ihr gut im Trailer:

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Nur wuselt ihr in „What the Fork“ eben nicht mit gestressten Gastronomen durch fantasievoll gestaltete Küchen, sondern rast mit Gabelstaplern zwischen Lager und Laderampe hin und her. Anstatt fein angebratene Filets serviert ihr hier Ladekisten.

Ansonsten sind die Ähnlichkeiten aber gravierend – weswegen ich ein bisschen Angst vor dem Anspielen hatte.

Das ist das Ding mit Overcooked: Nicht nur einmal hatte Overcooked bei mir zu Hause für ein paar wilde Koop-Abende gesorgt. Denn: Wenn die Abläufe stimmen, und man alles gut ineinandergreifend weggekocht bekommt, macht das Spiel wahnsinnig glücklich. Dann arbeitet man zusammen, folgt einem Plan und gratuliert sich am Ende zu einem gelungenen Spiel.

Overcooked brennende Küche Steam
In Overcooked fackelt einem gerne mal die Küche bei Fehlern ab

Aber wehe, die Nerven unterliegen dem Durcheinander in Overcooked. Dann brennt plötzlich der Burger auf der Platte, man schickt dem Spielpartner Salat statt Tomaten und zu guter Letzt fällt man auch noch dauernd in Abgründe. Da regt man sich über sich auf, über die Mitspieler, über den Teufel, der die Bratpfanne erfunden hat und vor allem über das gottverdammte Spiel … und im schlimmsten Falle wird es so hitzig, dass am Ende selbst der Controller in den eigenen Händen gekocht wird.

Dementsprechend schaute ich mit einem von persönlicher Erfahrung geprägtem skeptischen Blick auf die Gabelstapler-Aufgabe, die vor mir und meiner Freundin lag. Würde „What the Fork“ etwa die selben Dämonen heraufbeschwören?

Ja, What the Fork ist Gabelstapler-Overcooked – aber entspannter

So spielt sich What the Fork: Mit zur Sicherheit am Handgelenk festgezurrten Joy-Cons starteten wir das Spiel. Los geht’s in einem Büroraum mit dem Chef-Gabelstapler, der uns von der Story erzählt, dass man so gut stapelgabeln muss, wie man kann, um fliegende Lieferdrohnen zu besiegen … gut.

What the Fork Story
Die „fliegenden Mülleimer“ sollen besiegt werden. Klare Ansage.

Außerhalb des Büros angekommen geht es rauf auf eine Map, und dort von Level zu Level. Auch das kennt man aus Overcooked. Ein großes Tutorial gibt es übrigens nicht, dafür aber hilfreiche Steuerungsübersichten, die während der Ladezeiten angezeigt werden:

What the Fork Steurung
Die Steuerung ist mit Pro-Controller oder Joy-Cons gleichermaßen zu stemmen

Die beschränkt sich letztlich aber auf:

  • Fahren
  • Einen kleinen Tempo Boost
  • Gabestapler-Gabel hoch- und runterfahren
  • Paket aufnehmen und ablegen

Das sieht sehr übersichtlich aus und geht eigentlich auch leicht von der Hand. Man braucht nur wenige Knöpfe: Das Spiel läuft auf den kleinen Joy-Cons wunderbar und ist somit auch was für unerfahrene Spieler oder Kinder, die vielleicht nicht so oft Zocken oder an Controller gewöhnt sind.

Nur das mit dem Gabel-Hoch-und-Runter-Fahren – das muss man erstmal reinkriegen. Denn wenn man sich nicht auf der richtigen Höhe befindet, kriegt man die Paket nicht eingesammelt. Das kann zu Problemen führen, wenn man gerade vom Mitspieler ein Paket vom Lieferband schnappen möchte, dieses dann aber noch eine Ehrenrunde dreht, bis man dann die Gabel richtig positioniert hat. Das sieht anfangs wie ein kleiner Stressfaktor aus, entspannt sich aber mit etwas Übung.

What the Fork Level
Hier wurden die Pakete wie geplant neben der Sprungfeder platziert. Wirklich, das war so gedacht!

Auch ansonsten ist das Spiel merklich entspannter als Overcooked. Denn während man in der Küche viele unterschiedliche Zutaten kombinieren muss, gleichzeitig noch aufpassen soll, dass nichts anbrennt, sich nicht verlaufen darf, die richtige Bestellung anfertigen muss, die Laufbänder im Blick haben … ich steiger mich schon wieder rein.

Kurz: Overcooked ist bisweilen sehr komplex. In What the Fork muss man in der Regel nur die richtigen Pakete in die korrekten Lieferwägen bringen und dabei die Eigenarten der Level im Auge behalten.

What the Fork Instruktion
Instruktionen unklar, habe Paket in Lava gefeuert.

Die Level kommen hübsch gestaltet und durchaus mit knackigen Elementen versehen daher. Auch hier gibt es Förderbänder, Sprungfedern oder vereiste Böden und Gruben. Die Aufgaben sind teilweise fordernd und zwingen einen zu guter Koordination. Aber es wächst einem nicht so sehr über den Kopf wie Overcooked.

Da lädt man mal ein Paket in eine Kanone und schießt es zum Mitspieler rüber, oder man wirft das Päckchen von einem Dach runter. Aber zumindest kam es bei unserem Abend mit dem Spiel nicht zu Situationen, wo plötzlich alles drunter und drüber ging.

Hier findet ihr übrigens ein paar Gratis-Alternativen für die Switch.

What the Fork Etage
Vor allem die frühen Level sind sehr übersichtlich.

Was bietet What the Fork noch? Insgesamt ist What the Fork sehr bunt und nett gestaltet, auch wenn die Switch-Variante grafisch nicht unbedingt zum Besten gehört, was man je gesehen hat. Das tut dem Spielspaß aber keinen Abbruch. Ab und zu kommt es mal zu seltsamen Fehlern, wo der Stapler plötzlich quer durch das Level fliegt – aber auch die sind zu verschmerzen.

Auf der Minimap lassen sich die Level frei auswählen und stets wiederholen, wenn man ein besseres Ergebnis will. Dazu gibt es die Möglichkeit, viele verschiedene Stapler freizuschalten.

What the Fork Customisation
Man kann serienreife, völlig normale Stapler freispielen, die so auch im Lager um die Ecke stehen könnten.

Wenn man Overcooked kennt, hat sich das Prinzip sehr schnell erschlossen – was allerdings Komplexität angeht, hängen die Stapler den Köchen ein wenig hinterher. Das kann man dem Spiel ankreiden, da sich der Vergleich einfach aufdrängt.

Nichtsdestotrotz macht die Gabelstaplerei viel Spaß und sorgt für richtig unterhaltsame Koop-Abende – und das, zumindest bisher, ohne geschmolzene Controller.

Ihr sucht noch mehr Spiele, die ihr zuhause gemeinsam ausprobieren könnt? Dann findet ihr hier ein paar Koop-Tipps für die Couch!

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