VR-Gaming wird teuer – Oculus Rift kostet 741€, laut Entwickler, „abartig günstig“

Der offizielle Preis des Virtual-Reality-Headsets Oculus Rift steht fest und sorgte gleich für einen Shitstorm durch die Gamer-Community.

599 US-Dollar ruft das Unternehmen Oculus VR für das Headset auf. Umgerechnet in Euro und inklusive Versandkosten, Zollgebühren und Steuern liegt der Preis bei knapp 750 Euro! Das ist ein stolzes Sümmchen, mit dem wohl keiner gerechnet hatte. Vor allem auch deshalb, weil es vor einigen Monaten von Seiten der Hersteller noch hieß, dass man mit einem Preis von mehr als 350 Dollar rechnen müsse.

Damit haben sie zwar recht gehabt, nur liegt ein deutlicher Unterschied zwischen 350 Dollar und 599 Dollar, respektive 741 Euro! Hier hätte man vielleicht doch etwas näher am tatsächlichen Preis bleiben sollen, um die aktuelle Kritik im Vorfeld etwas einzudämmen. Erscheinen soll Oculus Rift übrigens Anfang April im Handel.

Oculus Rift

So sieht Rift in etwas mit der Oculus Brille aus, natürlich in 3D…

Ein teures Hobby

Es muss natürlich gesagt werden, dass Hobbies teuer sein können. Das gilt jedes Hobby. Wer sich alle zwei Jahre ein neues, aktuelles Smartphone kauft, der gibt dafür sicher auch jedes Mal um die 700 Euro aus. Wer gerne Fahrrad fährt, der kauft sich vielleicht auch ein Bike, das ein paar Tausend Euro kostet. Hobbies sind teuer und jeder muss selbst wissen, was er bereit ist, dafür auszugeben. Allerdings könnte der hohe Preis der Oculus Rift dazu führen, dass sich der Erfolg von VR-Gaming nur langsam einstellt. Denn vielen Gamern sind die fast 750 Euro sicher zu viel Geld.

Das sah auch der Chef von Oculus Rift Palmer Luckey einmal so. In einem Interview aus 2013 sagte er, dass Spieler nun mal nicht unbedingt eine wohlhabende Gruppe seien. Wenn etwas 600$ kostet, dann könne das so toll sein, wie es wolle. Für viele könne es einfach auch gar nicht existieren.

Mittlerweile klingt das deutlich anders. 600$ seien abartig günstig für das, was die Hardware leiste.

Gerade dass wir in Europa noch teurer dran sind, als die Amerikaner, ärgert viele wie den Youtuber TotalBiscuit. Palmers Verteidigung: Das sind die Steuern, die in Europa anfallen, da können wir nichts machen.

Wird HTCs Vive günstiger sein? Ist Sony der große Gewinner?

Wer jetzt darauf hofft, dass HTC und Valve mit dem Vive-Headset einen deutlich niedrigeren Preis ausrufen, der sollte nicht allzu viele Hoffnungen hegen. Denn HTC wird sich bestimmt am Preis der Oculus Rift orientieren. Zudem erklärte das Unternehmen schon im Vorfeld, dass man mit einem „Premium-Preis“ rechnen solle. VR-Gaming ist – zumindest im Anfangsstadium – also noch eine recht teure Angelegenheit.

Einige Marktbeobachter denken, der große Gewinner der letzten Stunde könnte Sony sein. Die dürften mit ihrer Virtual-Reality-Lösung eher einen Massenmarkt anpeilen und den Preis tiefer ansetzen.

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Quelle(n): Interview Luckey 2013
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