Jeder Spieler hasst ständige Updates, doch warum nennt man sie eigentlich Patches?

Jeder Spieler hasst ständige Updates, doch warum nennt man sie eigentlich Patches?

Wer am PC, der PS5, auf der Switch oder der Xbox zockt, muss regelmäßig Updates für seine Spiele herunterladen. Doch warum nennt man diese Updates eigentlich „Patches“?

Die wenigsten Spiele kommen heute im fertigen Zustand heraus. Häufig werden dann Inhalte nachgeliefert oder Entwickler schieben wichtige Fixes hinterher. Dieses Patches müsst ihr dann herunterladen.

Einige Spiele wollen dann gleich riesige Patches herunterladen. Für die neue 3. Season in CoD müsst ihr etwa 40 GB von den Servern laden. Das nervt viele Spieler, die nur zocken wollen. Doch stattdessen sind sie dann aber erst mal stundenlang mit dem Download beschäftigt.

Doch warum heißen die Updates, die zum Teil riesig ausfallen können, eigentlich Patch?

Der Begriff „Patch“ kommt aus einer Zeit, wo man über PC-Spiele nicht mal nachdachte

Woher bekommt „Patch“? Früher nutzte man anstatt Festplatten oder Discs sogenannte Lochkarten zum Speichern von Daten. Eine Lochkarte besteht aus dünnem Karton und ist nicht viel größer als eine Seite von einem Taschenbuch.

Eine Lochkarte ist ein aus stabilem dünnen Karton gefertigter Datenträger, der früher vor allem in der Datenverarbeitung zur Speicherung von Daten und Programmen verwendet wurde.

Doch auch bei der Entwicklung einer Lochkarte konnten Fehler passieren. Denn bei dutzenden Löchern konnte schnell mal eines daneben gehen. Hatte man ein falsches Loch gestanzt und wollte sich die ganze Arbeit nicht noch einmal mit dutzenden Löchern machen, dann klebte man eine Art Klebeband über das falsche Loch. Der Begriff Patch meint hier also noch das physische Überkleben eines Fehlers.

Auch heute bügelt man mit einem Patch Fehler aus, das geschieht aber „nur“ noch digital und nicht mehr auf physischen Weg.

So sieht eine Lochkarte mit Patches aus (Quelle: Arnold Reinhold, via wikipedia.org)

Wann endete die Ära? Ab Mitte der 1960er Jahre wurden verstärkt Magnetbänder eingesetzt, um Daten zu speichern. Denn die waren schneller und boten deutlich mehr Platz bei einem geringeren Volumen. Denn mit Lochkarten konnte man ganze Bibliotheken füllen. Patches wurden jetzt auch nicht mehr mit Klebeband ausgeliefert, sondern stattdessen schickte man dem Kollegen die Diskette mit den neuen Daten.

Heute setzt man in PCs auf Festplatten, Patches gibt es aber heute noch

Heute sind Festplatten kaum noch viel größer als zwei BluRay-Hüllen, die man aufeinander stapelt. Und für viele User lohnt es sich sogar, eine SSD in ihrem PC zu verbauen. Doch vor 50 Jahren sah das alles noch anders aus.

Denn die erste kommerzielle Festplatte war so groß, dass man sie mit dem Flugzeug transportieren musste. Denn die Festplatte wog eine knappe Tonne und etwa so hoch wie ein Mensch. Die Festplatte von IBM wurde zum ersten Mal bei den Olympischen Winterspielen 1960 eingesetzt. Hier wurde der Computer von IBM als erstes elektronisches Datenverarbeitungssystem genutzt und das konnte auch noch die alten Lochkarten verarbeiten.

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Zaron

Cooler Artikel 🙂 Wieder was gelernt.

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