In den 2000er-Jahren erschienen viele Serien, die bis heute einen gewissen Status in der Popkultur erreicht haben. MeinMMO-Redakteur Niko holte eine Crime-Serie zuletzt nach und kann euch nur empfehlen, die 8 Staffeln zu schauen, bevor sie von Netflix verschwinden.
Um welche Serie geht es? Jeder hat schon mal von Lost, Breaking Bad oder The Walking Dead gehört. Zwischen 2000 und 2010 erschienen so einige Serien, die bis heute bekannt sind und auch einen großen Einfluss auf die Serienlandschaft hatten.
Dazu gehört auch die Krimi-Serie Dexter, die ich erst vor Kurzem auf Netflix nachgeholt hatte. Viel wusste ich darüber nicht, aber die Memes, die 2025 wieder aufgekeimt sind, weckten mein Interesse. Also holte ich 8 Staffeln nach und kann euch sagen: Auch heute lohnt sich Dexter noch.
Ein geheimer Serienkiller
Worum geht es in Dexter? Dexter Morgan, gespielt von Michael C. Hall, ist nach außen hin ein Blutspurenanalytiker für die Polizei in Miami. Im Geheimen ist er aber ein Serienmörder, der laut eigener Devise nur Leute tötet, die es verdient haben.
Innerhalb der 8 Staffeln der Original-Serie beschäftigt sich jede Staffel dann mit einem anderen Serienkiller und damit wie Dexter in diesen Fällen verstrickt wird. Hinzu kommen noch menschliches Drama und die emotionale Entwicklung von Dexter.
Dexter ist auch 13 Jahre nach dem Release der 8. Staffel eine sehenswerte Serie, vor allem, wenn man sich dafür interessiert, wie das Fernsehen damals noch war.
Dramatisch, aber auch (unfreiwillig) komisch
Was macht Dexter so gut? Das große Highlight ist natürlich Dexter selbst. Michael C. Hall spielt ihn gut und erschafft eine Figur, die mehrere Eigenschaften vereint:
- Seinen Opfern gegenüber ist er ein Monster, das ziemlich oft auf Humor setzt.
- Soziale Interaktionen muss er meist
faken
, wodurch er manchmal auch nahbar wirkt, weil er eben nicht immer in den Klub will oder mit allen zusammen essen. - Dank seiner vielen gedanklichen Monologe ist er auch ein kleiner
Edgelord
, der gerne mal Sätze über seineeigene Dunkelheit
heraushaut, die mich an klischeehafte Teenager erinnern.
Dexter hat objektiv nicht die durchgehende Qualität wie etwa Breaking Bad, aber es gibt auch keine Serie, die so ist wie Dexter. Oft wirken Folgen etwas zu lang und man hinterfragt ständig die Entscheidungen der Figuren, doch genau das macht Dexter auch so unterhaltsam. Damals mussten für den 1-stündigen Fernsehslot eben die Folgen gefüllt werden. Die Serie setzt auf schwarzen Humor, aber selbst dramatische Szenen sind unfreiwillig lustig.
Aber ich muss auch die Fälle loben. Vor allem die ersten 4 Staffeln haben spannende Widersacher für Dexter, und die Dynamik mit der Polizei funktioniert da ziemlich gut. Staffel 5 bis 7 werden da deutlich absurder, aber ich konnte das immer noch genießen, weil Dexter sich selbst auch nie zu ernst nimmt. Dadurch war es lange Zeit auch die perfekte Serie für mich, um nach dem Feierabend abzuschalten.
Der große Elefant im Raum ist natürlich Staffel 8. Das Ende ist wirklich schlecht, schadet aber, wie die Enden von How I Met Your Mother oder Game of Thrones, dem Gesamtwerk nicht.
Außerdem lohnt sich ein Blick in die Serie auch für Internetkultur-Fans, denn viele bekannte Memes stammen aus dieser Serie.
Bis wann kann ich Dexter auf Netflix gucken? Ihr habt noch knapp 2 Wochen Zeit, Dexter auf Netflix nachzuholen. Am 30. März verschwindet die Serie vom Streaming-Dienst. Mit 8 Staffeln, die jeweils 12 Folgen haben, die knapp 1 Stunde gehen, habt ihr auch einiges zu tun.
Falls ihr zufällig ein Abo für Paramount+ habt, könnt ihr dort neben Dexter, auch noch Dexter: New Blood, Dexter: Original Sin und Dexter Wiedererwachen gucken. Vor allem Wiedererwachen lohnt sich sehr.
Aber schon allein die Ur-Serie auf Netflix ist unterhaltsam, und ich kann vor allem die ersten 4 Staffeln nur jedem empfehlen. Dexter ist bis heute etwas Besonderes in der Serienlandschaft. Ein Kult-Krimi verschwindet auch bald auf Netflix: Ein bitterböser Krimi verschwindet in wenigen Tagen von Netflix, Fans können sich mit einer ganzen Serie vertrösten
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Gute Serie insgesamt, aber ich muss bei einer Sache widersprechen: Doch, die letzte Staffel schadet dem Gesamtwerk ganz erheblich. Sie ist einfach komplett schlecht, noch einmal schwächer als schon die erwähnten Staffeln 5-7. Vor allen Dingen ist das komplette Ende ein solch immens großer Reinfall, dass es für mich persönlich das Gesamtwerk eben massiv beschädigt hat. Die “sehr gute” Zeit in der Serie endet mit der vierten Season, den Rest guckt man dann nur weil man eh schon so weit ist.
Das kann ich verstehen. Ich genieße solche fürchterlichen Enden auch immer etwas und find es unglaublich funny, dass Dexter in den nachfolgenden Serien 2 mal das eigene Ende ignoriert
Ich muss gestehen, dass Ende hat es mir sogar so sehr verdorben, dass ich keine der “Spinoffs” bisher gesehen habe 😁 Aus Prinzip müsste ich es eigentlich nachholen.
Also Ressurection bzw. Wiedererwachen kann ich dir sehr empfehlen. Da gibts bisher nur eine Staffel und die kann locker mit den ersten 4 von Dexter mithalten. Das ist ein richtig gutes Beispiel, wie man eine Serie nach Jahren wieder zurückholt.
Okay ich danke dir für den Tipp!
Hab die Serie auch erst jetzt nachgeholt und sehr genossen. Nur Rita war mir am Ende dann irgendwie zu nervig. Der ganze seichte Familienzirkus wollte irgendwie nicht da rein passen. Die gute Rita musste einfach weg.
Von den Spinoffs gefiel mir die Jugendzeit am besten. Man sah das auch er mal ein “blutiger” Anfänger war, und es so gar nicht einfach geklappt hat. War schon fast unfreiwillig komisch.
Die Reihenfolge der Serien ist natürlich sehr wichtig:
Dexter, New Blood, Original Sin, Wiedererwachen.