The Division: Ähnlich wie Destiny, aber mit einem düsteren Hintergrund

Der neue MMO-Shooter The Division weist im Gameplay Ähnlichkeiten zu Destiny auf. The Division verfolgt aber einen ganz anderen Ansatz, der in der Weltsicht von Tom Clancy resultiert.

Im Moment kursiert ein Interview in der deutschen Gamingpresse, das eine britische Seite mit den Entwicklern von „The Division“ führte. Dem Reporter fiel während seiner Spiele-Session auf, wie stark „The Division“ auf die Destiny-Spieler abzielt: Das Loot-System, die Shared-World-Erahrung, der Mix aus Spieler-gegen-Spieler und Spieler-gegen-die-KI, auch der Untergang einer Zivilisation. All das teilen The Division und Destiny. Aber eins setzt The Division deutlich ab: Alles ist ernster, dunkler, härter als bei Bungies Erfolgs-Shooter.

Es gibt kaum Unterschiede zwischen einer Plünderung und einem Schlussverkauf

Auch der IP Developer von Massive, Martin Hultberg, unterstützt diese These: „Unser Szenario basiert auf der Realität. Wir haben keine Aliens, keine Monster, keine Zombies. The Division wurzelt auf einem realen Bedrohungs-Szenario.“ Der Developer verwendet den Begriff „A clear and present Danger“, den Romantitel eines Tom Clancy Polit-Thrillers. Der Roman wurde als „Das Kartell“ mit Harrison Ford verfilmt.

The-Division-Untergang

Clancy fühlt man sich bei The Division verpflichtet, will nicht nur dem Namen nach und der Werbewirkung wegen seinen Namen im Titel führen.

Wo es bei Destiny in der nebulösen Grundstory um „Hoffnung und Vertrauen“ geht, hat man bei The Division einen zynischen Blick: Unsere Gesellschaft frisst sich selbst. Der Kapitalismus und die Konsumsucht werden zu der Bedrohung, an der wir zugrunde gehen.

Bei Massive hat man sich Bilder angesehen von tatsächlichen Kaufräuschen zum Black Friday und hat das mit Plünderungen während Katastrophen verglichen. Es sei kaum ein Unterschied zu erkennen gewesen. Die Leute kämpften bis aufs Blut um einen Konsolen-Controller während einer Sonderaktion, es sei total verrückt, sagt Hultberg.

Darum fängt The Division an einem Black Friday an …

Deshalb geht die Zivilisation in The Division auch an einem Black Friday vor die Hunde, an dem Tag, an dem die westliche Zivilisation dem Kaufrausch so gehuldigt wie an keinem anderen Tag. Und unser eigenes Geld wird zum Trägermedium der Seuche.

Man hat sich für The Division vorgenommen, dem Tod Bedeutung zu verleihen und das in einem Medium, wo es zum Alltag der Spieler gehört, zu sterben und neu anzufangen.

The Division Screenshot 7

Bei Destiny balgen sich die Spieler um Items, bei The Division kämpfen Überlebende um Ressourcen

Der Unterschied, den man sich bei Massive erhofft: Bei Destiny balgen sich Spieler um den Loot. Bei The Division werden Überlebende um die letzten Ressourcen kämpfen. Um Gegenstände, die sie zum Überleben brauchen. Das macht aus Menschen Tiere.

Musterbeispiel für dieses „Trau keinem Szenario“ und „Jeder ist sich selbst der Nächste“ sind die Dark Zones, in denen Spieler innerhalb von Sekunden von Freunden zu Feinden werden können.

Autor(in)
Quelle(n): Games TM
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