In einem aktuellen Hit auf Steam habt ihr Schulden beim Teufel und spielt um euer Leben

In einem aktuellen Hit auf Steam habt ihr Schulden beim Teufel und spielt um euer Leben

Mit CloverPit ist ein neues Indie-Game auf Steam eingeschlagen, das sich in weniger als 4 Tagen über 300.000 verkauft hat. Aber was zur Hölle hat es eigentlich damit auf sich? Unser MeinMMO-Autor Christos hat das Spiel getestet.

Das in diesem Artikel besprochene Spiel nutzt Glücksspiel als zentrales Thema. Wenn ihr mit Spielsucht zu kämpfen habt oder hattet, könnte das Spiel nicht das richtige für euch sein.
Wenn du oder jemand, den du kennst, Hilfe bei problematischem Spielverhalten benötigt, erreichst du die kostenlose Telefon-Hotline der Initiative Check dein Spiel der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter 0800 1 37 27 00.

Was ist CloverPit? Von Panik Arcade entwickelt, handelt es sich hierbei um ein Roguelike mit Horror-Elementen, das vor allem Fans von Balatro oder Bugshot Roulette ansprechen könnte. In CloverPit nehmt ihr die Rolle eines namenlosen Spielers ein. Ihr seid in einem schäbigen Raum mit einem Einarmigen Banditen eingesperrt und müsst überleben.

Ziel ist es, Coins zu verdienen, um eure Schulden beim Teufel abzubezahlen, doch dieser ist nicht sehr geduldig. Er setzt euch Deadlines und wenn ihr diese nicht einhalten könnt, schmeißt er euch in eine Grube und verarbeitet euch zu Hackfleisch.

Auf den ersten Blick wirkt das Spiel allein auf den Einarmigen Banditen fokussiert und man könnte meinen, es handle sich hierbei um eine Glücksspielsimulation, doch schnell merkt ihr, dass ihr mit Glück allein nicht weit kommt. CloverPit bietet eine bemerkenswerte Vielschichtigkeit, die euch dazu animiert, das Spiel des Teufels zu überlisten und ihn zu besiegen und das mit allen erdenklichen Mitteln.

Den Teufel zu besiegen ist schwieriger als gedacht

Womit kann CloverPit glänzen? CloverPit ist ein strategisches Spiel und das fängt schon bei eurer ersten Deadline mit der Wahl an, wie lang eure Runden bei eurem Einarmigen Bandit sein sollen. Ihr könnt euch zwischen einer langen, aber teuren oder kurzen und günstigen Runde entscheiden. Das wiederum hat Einfluss darauf, ob ihr mehr oder weniger Münzen und Tickets verdient.

Stichwort: Tickets. Mit ihnen könnt ihr Glücksbringer kaufen und das ohne Buffs ganze 7x. Diese Items stellen die Builds in CloverPit dar, denn ihre Auswahl ist entscheidend, um erfolgreich so viele Münzen wie nur möglich, zu verdienen und eure Chancen auf Muster (Symbolreihen für höheren Münzgewinn) zu erhöhen. Insgesamt könnt ihr aus 160 Glücksbringern wählen, die alle einen anderen Preis und Effekt besitzen und so euren Spielstil definieren können.

Zusätzlich zu den Glücksbringern gibt es noch das rote Telefon an der Wand, das euch nach jeder Deadline Buffs und Debuffs beschert. Mit ihm könnt ihr euren Glücksbringern mit weiteren Effekten ausstatten oder gar die Chance auf bestimmte Symbole pro Pull erhöhen. Die Möglichkeiten, wie ihr euch einen Vorteil gegenüber dem Teufel sichert, sind fast grenzenlos.

Zu guter Letzt gibt es dann noch Schubladen, die ihr als einziges Feature permanent freischalten könnt, um eure Glücksbringer darin zu verstauen. Sie sind ein wichtiger Teil, um in CloverPit die Story indirekt voranzutreiben und essenziell, wenn es darum geht, den Teufel zu bezwingen. Solltet ihr also noch nicht alle freigeschaltet haben, könnt ihr eure Matches im Roguelike als Aufwärmrunden betrachten.

CloverPit-Arbeitsplatz
Hier spielt ihr um euer Leben

In CloverPit geht es also weniger darum, naiv den Einarmigen Banditen zu bedienen und sich darin zu verlieren, sondern vielmehr darum, eine Strategie zu entwickeln, um den Teufel zu besiegen. Vor allem das ist es, was mich gepackt hat: Welche Glücksbringer und Buffs harmonieren perfekt, um die Maschine zu überlisten und aus diesem miefigen Kerker zu entkommen?

Ich habe für meinen Teil schon über 10 Stunden in das Spiel investiert und konnte bislang nur eine Schublade freischalten. Ich habe also nur die Spitze des Eisbergs gesehen, was CloverPit zu bieten hat. Zudem ist jede Runde ein Kampf ums Überleben, was mich an meine Anfänge von Dark Souls erinnert. Jede Niederlage spornt an, neue Wege zu gehen, um diesmal länger zu überleben und endlich das Ende zu sehen.

Erwartet aber keine Story mit Cutscenes, denn diese gibt es nicht. Stattdessen lebt CloverPit von seinem Environmental Storytelling, indem ihr euch die Story durch das freischalten weitere Geheimnisse selbst zusammenreimen müsst. Mir macht das aber nichts aus, den alle Souls-Games, die zudem zu meinen Lieblingsspielen zählen, leben von ihrer indirekten Handlung und schadet das CloverPit ebenfalls nicht.

Wer aber gerne ein Spiel für zwischendurch haben möchte, um sich selbst herauszufordern, wird mit diesem Indie-Game seinen Spaß finden … Außer ihr steht nicht so auf die pixelige Arcade-Grafik aus der PS1-Ära.

Gibt es das Spiel auf dem Handy? Leider noch nicht. Auch wenn sich viele CloverPit-Spiele auf euren App-Stores befinden, so handelt es sich hierbei um Betrügereien. Die Entwickler haben sich bereits an die Community gewendet und sie vor diesen Betrügern gewarnt.

Ihr könnt derzeit offiziell also nur auf Steam zocken. Weitere Plattformen könnten in Zukunft noch folgen und wenn man sich Balatro anschaut, so würde sich eine mobile Version von CloverPit zudem gut anbieten für zwischendurch.

Ein weiteres Spiel auf Steam ist ebenfalls als Indie-Game durch die Decke gegangen und dabei geht es ausschließlich darum, wild durch die Map zu springen und so viele Monster, wie nur möglich, zu besiegen. Der Entwickler hat sogar fast einen Release verpennt: Er wählte den schlechtesten Zeitpunkt für den Release seines Spiels, erreicht dennoch 80.000 Spieler auf Steam

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