Devs von Paladins waren gegen Pay2Win-Karten, Bosse boxten sie durch

Eine umstrittene Überarbeitung der Karten bei Paladins schlägt hohe Wellen. Nicht nur die Fans finden, das System sei „Pay2Win“, auch Entwickler hielten nicht viel über das System. Doch die Bosse des Studios boxen das System wohl durch. Entwickler beschwerten sich darüber bei der Gaming-Seite IGN. Nun wird das System zurückgenommen, noch während der Chef es verteidigt.

Lange Zeit galt Paladins als gute Alternative zu Overwatch mit einem fairen Free2Play-System. Harsche Kritik brandete jedoch auf, als Hi-Rez mit der Open Beta 64 das neue System „Cards Unbound“ einführte. Die Fans hassten das und fanden es klar „Pay2Win.“

Über dieses System brach offenbar eine interne Rebellion bei Hi-Rez aus. Nach einer Reihe höchst seltsamer Manöver verschwinden „Cards Unbound“ nun aus Paladins.

Paladins-Zhin-Eroberer

Entwickler von Paladins rebellieren, beschweren sich bei Gaming-Presse

Die Kritik im Forum an „Cards Unbound“ war Ende 2017 öffentlich gut hörbar.

Verborgen blieb aber, dass auch innerhalb des Studios das System so umstritten war, dass einige Entwickler darüber rebellierten. Sie kontaktierten die US-Seite IGN und beklagten sich bitterlich über das System: Das wäre Pay2Win.

Cards Unbound sei das Schlechteste, was man dem Spiel hätte antun können. Die Entwickler, die mit IGN sprachen, sagten, sie wollten das nicht mittragen. Die Chefs hätten das aber gegen den Willen des Großteil der Entwickler durchgeboxt.

IGN hat diese Aussage aber nicht veröffentlicht, sondern ist den Dienstweg gegangen und hat mit deren Vorgesetzten gesprochen.

Paladins-Helios-Fernando

Chef von Paladins findet: Na ja, die Leute gewöhnen sich langsam dran

Der Chef von Paladins, Todd Harris, gibt im Gespräch mit IGN zu, dass es da tatsächlich große Probleme mit der Änderung gab. Das habe vor allem am Timing gelegen.

Das neue Kartensystem kam etwa im November, genau zu der Zeit, als es so viel Ärger um Lootboxen in Destiny 2 oder Star Wars Battlefront 2 gab. Das sei unglücklich gelaufen.

Harris denkt aber, dass die Aufregung langsam zurückgehe und sich neue Spieler an das System gewöhnten.

Der Artikel mit der anonymen Kritik der Paladins‘ Entwickler und den Statements von Harris ist gestern bei IGN erschienen.

Paladins-Terminus

Paladins nimmt Pay2Win-Karten doch zurück

Allerdings waren diese Aussagen von Harris wohl schon kurz darauf veraltet. Das Paladins-Teams kündigte nur wenige Stunden, nachdem die Aussagen von Harris erschienen waren, dann doch an, in den nächsten Updates das System „Cards Unbound“ rückgängig zu machen.

Im Producer-Letter heißt es, „Cards Unbound“ wären zwar erfolgreich und hätten mehr Nutzer und Geld gebracht, allerdings höre man das extrem negative Feedback.

Überhaupt scheint man bei Hi-Rez gestern einiges entschieden zu haben:

Paladins zieht Battlegrounds nach wenigen Stunden zurück, ruft YOLO

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Quelle(n): IGNProducer Letter Paladins

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