Deutscher Twitch-Streamer protzt vor altem Feind mit seinem Geld: „Hoffe, du hast Spaß im Schichtdienst“

Deutscher Twitch-Streamer protzt vor altem Feind mit seinem Geld: „Hoffe, du hast Spaß im Schichtdienst“

Bevor der 29-jährige Kevin Bongers als orangemorange auf Twitch Erfolg hatte, strebte er eine Karriere bei der Polizei an. Dort wurde sein Streaming-Hobby offenbar belächelt. Nun meldete sich Bongers bei den Menschen, die damals nicht an ihn glaubten.

Wer ist orangemorange? Hinter dem Namen steckt der aus Bergisch Gladbach stammende Kevin Bongers. Seit Juli 2015 ist Bongers auf Twitch aktiv, mittlerweile hat er über eine halbe Million Follower und streamt im Schnitt vor 3.700 Zuschauern (via sullygnome).

Erste Erfolge hatte Bongers mit den Battle Royals H1Z1 und Fortnite, seinen Durchbruch hatte er jedoch mit Rollenspiel in GTA Online. orangemorange steht auf Platz 8 der meistgesehenen deutschsprachigen Kanäle der letzten 30 Tage in GTA (via sullygnome).

2022 begann Bongers damit, vermehrt Glücksspiel in der Slots-Kategorie auf Twitch zu zeigen. Im Mai schloss er einen Deal mit dem in Verruf geratenen Online-Casino Stake ab und wurde zu einem der meistgesehen Glücksspiel-Streamer weltweit (via sullygnome).

Seinen Erfolg nutzte Bongers jetzt, um bei einem ehemaligen Kommilitonen anzugeben. Der hatte sich wohl damals über Bongers‘ Streams lustig gemacht.

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Streamer will ehemaligem Mobber seinen Wohlstand zeigen

Wie wurde der Streamer gemobbt? In einem Tweet vom 22. November schrieb Bongers, ein Kommilitone namens Jan habe sich mit anderen aus dem Polizeikurs über seine Streams lustig gemacht. Vor allem ein Satz blieb Bongers bis heute im Gedächtnis: „Stream mal weiter du Witzbold.“

Damals habe Bongers allerdings noch gar nicht verstanden, dass es sich bei den Kommentaren der anderen schon um regelrechtes Mobbing gehandelt habe, so der Streamer. In einem Kommentar fügt er hinzu, die Zeit sei die Hölle für ihn gewesen (via Twitter).

Im selben Tweet veröffentliche Bongers einen Screenshot von zwei Nachrichten, die er seinem ehemaligen Peiniger geschrieben hat: Eine aus dem März 2022 und eine vom 22. November.

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Was schrieb Bongers seinem Mobber? In seiner ersten Nachricht im März erinnerte Bongers an eine Sprachnachricht, die er fast genau zwei Jahre zuvor von der Freundin seines Mobbers erhalten haben soll. Darin habe sie im prophezeit, seine Streaming-Karriere sei in zwei Jahren vorbei.

Bongers wollte diesen Jahrestag nutzen, um seinen ehemaligen Peinigern das Gegenteil zu beweisen: Er sei mittlerweile Millionär, beziehe bald seine eigene Wohnung und lebe im sonnigen Madeira – es gehe ihm gut.

Der Kommilitone antwortete offenbar nie auf die Nachricht. Das hielt Bongers allerdings nicht davon ab, ihm am 22. November ein „Update“ zukommen zu lassen: Er sei jetzt auf dem Weg zur dritten Million.

Bongers bedankte sich für die Motivation, die ihm die gemeinen Kommentare gegeben hätten und ätzte: „Hoffe, du hast Spaß im Schichtdienst, denk an mich, wenn du morgens aufstehst und keinen Bock hast.“

Das Ganze untermalte Bongers dann noch mit einer Botschaft an seine Fans: Glaubt an euch selbst und zieht durch (via Twitter).

Protz-Tweet geht nach hinten los: „Sehr unangenehm“

Wie kam die Aktion an? Auf Twitter hatten die Nutzer wenig Verständnis für Bongers‘ Bedürfnis, sich seinem ehemaligen Mobber gegenüber zu beweisen.

In einem offenbar eher wohlwollenden Kommentar hieß es, Bongers habe wohl noch nicht mit seiner Vergangenheit abgeschlossen. Die Kommentare der Kommilitonen seien zwar nicht in Ordnung gewesen, der Streamer solle jedoch damit abschließen.

Andere Twitter-Nutzer waren weniger nachsichtig: Sie kritisierten die Methoden, mit denen der Streamer an das Geld gekommen sei. Der ehemalige Kommilitone würde wenigstens einer ehrlichen Arbeit nachgehen, während Bongers seine Zuschauer in die Spielsucht treibe.

Dass Bongers das Bedürfnis habe, sich so bei seinem Kommilitonen zu profilieren, sei schon „sehr unangenehm“ (via Twitter).

Auch der prahlerische Ton der Nachrichten kam nicht gut an. Die Aktion zeuge von Hochmut, der ja bekanntlich vor dem Fall kommt, sei „erbärmlich“ und würde zeigen, dass Bongers ja nicht besser sei, als seine einstigen Peiniger (via Twitter).

Ein Twitter-Nutzer verwendet Bongers‘ eigene Worte gegen ihn (via Twitter)

Offenbar hatte der Streamer beim Posten auch nicht bedacht, dass einige seiner Zuschauer oder Leute, die den Tweet zufällig sehen könnten, ebenfalls in Schichtarbeit arbeiten und sich durch die abfällige Aussage angesprochen fühlen könnten (via Twitter).

Wie reagierte Bongers auf die Kritik? Der Streamer erklärte, seine Nachrichten seien natürlich provokativ gemeint gewesen. Er habe jedoch nicht aussagen wollen, dass ein Mensch mehr wert sei, weil er mehr verdiene (via Twitter).

Ob Bongers diesmal eine Antwort erhalten hat, ist nicht bekannt.

Nicht zum ersten Mal gerät orangemorange dafür in die Kritik, wie er sein Geld verdient. Bereits sein Casino-Deal stieß vielen unangenehm auf. Als der Streamer im Oktober auch noch verkündete, Sportwetten bei der Fußball-WM in Katar anzubieten, war die Kritik so groß, dass Bongers den Deal ausschlug.

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JJ

Da sieht man, was Mobbing aus einem Menschen machen kann. Und das an einer Polizeischule.
Wenigstens hat er sich eine andere Beschäftigung gesucht, wo er halb-legal Geld verdienen und sich beweisen kann. Statt die Schule abzuschließen und seinen Charakter auf die Bevölkerung loszulassen.

Hauhart

Ein Streamer muss heute schon gefühlt 24/7 online sein und immer abliefern, sonst sind die Abonnenten weg.
Ein normaler Arbeitstätiger arbeitet 3 von 5 Tagen die Woche für den Staat und das bei geschönter 10%iger Inflation und anderen Drangsalierungen.

Für mich kommen beide nicht gerade gut weg 😉

Vallo

„Stream mal weiter du Witzbold“
Wow. Ich hoffe der musste wegen diesem fiesen Spruch nicht in Therapie. Sorry, aber da kenne ich genug Leute, die könnten mal erklären wie richtiges Mobbing aussieht. Da wäre so ein Spruch sicher nicht einmal in den Top 100 der Dinge die sich gemerkt hätten. Ich finde Mobbing hart scheiße, aber man muss jetzt nicht übertreiben. Wie dünnhäutig muss man sein. Und zudem die Reaktion vom Streamer… das sagt doch schon alles. Sorry, aber der kommt mir mehr als nur suspekt rüber

Zuletzt bearbeitet vor 5 Tagen von Vallo
Maximus106

Ich hoffe einfach mal dass der Typ ein sonst herzensguter Mensch ist, der einfach unter der Tyrannei von richtigen Arschlöchern litt, die immer auf ihn gespuckt haben. Dann kann ich so eine „Rache-“ Aktion in diesem schlutzigen Ton voll verstehen. Wenn es ihm hilft damit abzuschließen, ist es ja gut.

amoxi

Jaaaa. 713 andere Aktionen geben mir das Gefühl, dass er der Mobber früher war und heute noch ist.

Horteo

Mal schauen wie es aussieht wenn er 40ig ist

Nthusiast

Zum Glück hat’s der Kevin nicht zum Polizisten gebracht..

Dr34mC4tch3r

Nailed it…

bmg1900

Dass er durch die Aktion kein Deut besser ist merkt aber scheinbar nicht, oder?
Was ein peinliches, unreifes Verhalten.

Zuletzt bearbeitet vor 5 Tagen von bmg1900
amoxi

orange morange so ein widerlicher typ. Egal ob der mal fast gemobbt wurde oder nicht.

Firefix

Mobber ist Mobber. Selbst wenn es ein Priester ist.

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