MontanaBlack warnt vor den Folgen auf Twitch: Viel Geld, aber du bist einsam

MontanaBlack warnt vor den Folgen auf Twitch: Viel Geld, aber du bist einsam

Nach einer kurzen Pause ist der deutsche Streamer Marcel „MontanaBlack“ Eris zurück auf Twitch. Dort sprach er nun mit seinen Zuschauern darüber, wie es in Zukunft weitergeht und erklärt, welche Folgen exzessives Streamen haben kann.

Was ist los bei MontanaBlack?

Das sagt MontanaBlack jetzt: Während eines „Real Talks“ unterhielt sich MontanaBlack mit seinem Chat und ging auf Fragen ein. Dabei ging es auch um seine Pause, die er sich genommen hat.

Er erklärt, dass er seit 9 Jahren durchgehend streamt und körperlich wie geistig eine Auszeit gebraucht habe. Vor allem Freunde und Familie erwähnt er immer wieder: „Du kannst nicht dein ganzes Leben lang jeden Tag streamen. Da gehen deine sozialen Kontakte kaputt.“

Laut MontanaBlack könne die Arbeit auf Twitch sogar zu einer Art Verwahrlosung führen, selbst wenn man dabei enorm erfolgreich ist.

Karriere und Leben von MontanaBlack in 2 Minuten: Was macht ihn aus?

„’n Haufen Geld auf dem Konto, aber niemand ist mehr da, Digga“

Was ist das Problem? MontanaBlack erklärt, dass ein zu großer Fokus und vor allem Erfolg auf Twitch zu einem „Tunnelblick“ führen könne. Man konzentriere sich auf nichts mehr, nur noch auf den Stream:

Man verliert den Blick für viele wichtige Dinge, die einem in dem Moment nicht so wichtig erscheinen. Familie, Freunde, Freundin, Zukunft. […] Weil am Ende passiert einem ganz oft das, was man nicht möchte: Du hast einen Haufen Geld auf dem Konto, aber niemand ist mehr da, Digga. Weil du auch für niemanden da warst.

MontanaBlack in seinem Stream auf Twitch (ab Minute 24:05)

Der Streamer gibt daraufhin einen Einblick in ein dunkleres Kapitel seiner Vergangenheit. Er habe früher 3 Tage die Woche gestreamt und dann auch keinen Blick mehr für etwas anderes gehabt. Seine Freundin habe ihn einmal angerufen unter Tränen nach einem familiären Vorfall.

MontanaBlack habe aber versucht, sie „abzuwürgen“, wie er selbst sagt. In diesem Moment erschien ihm der Stream wichtiger und er wollte ihn durchziehen.

MontanaBlack zeigt, wie viel er als reicher Twitch-Streamer ans Finanzamt abdrücken muss

Wie geht es nun weiter? Trotz der harten Worte will MontanaBlack nicht aufhören mit Twitch. Nur weniger könnte es vielleicht werden: „Ich habe nicht vor, irgendwann aufzuhören. Aber man muss auch gewisse Prioritäten irgendwann in seinem Leben setzen.“

Er erklärt, dass er sich nun auch einmal häufiger Zeit nehmen will, um spontan etwas mit Freunden zu unternehmen. Wenn sich jemand bei ihm meldet, könne es passieren, dass er einfach den Stream sein lasse und stattdessen mit Bekannten raus gehe.

Er verstehe nun auch etwa, dass es genügend andere Streamer gebe, denen man zusehen könne. Er habe nicht mehr die selbstauferlegte Verpflichtung, für alle da zu sein. Twitch biete genug Abwechslung und Auswahl.

Im deutschsprachigen Raum starten einige der größeren Namen sogar immer wieder Events. Am Abend des 2. April etwa steht ein echter Boxkampf zwischen zwei bekannten Streamern an:

Trymacs vs. Micky: Boxkampf der Twitch-Streamer – Infos zum Mega-Event „The Great Fight Night“

Quelle(n): Die Crew auf YouTube, MontanaBlack auf Twitch
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Furi

Naja, wie alles im Leben halt. Wenn man’s übertreibt, wird’s ungesund.

Don77

Hab kaum Geld und bin trotzdem einsam

Schuhmann

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Ihr könnt euch gerne zusätzliche Artikel wünschen.

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Das ist uns in der Redaktionsleitung wirklich wichtig, dass unsere Autoren hier das covern dürfen, was sie für spannend und interessant halten.

Ich bitte das zu akzeptieren. Das steht nicht zur Diskussion.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Schuhmann
Sveasy

Drei mal die Woche „arbeiten“ und schon ist keine Zeit mehr für die Beziehung/Familie/Freunde? Na dann sag ich meinem Chaf dass ich künftig nur nich 2 Tage die Woche arbeiten kann. Ich dachte ja unsere Berliner Regierungsversager sind das realitätsfremdeste was es gibt, aber dann kommt wieder ein Streamer daher und belehrt mich eines. Und es soll mir keiner erzählen dass bei just chatting Streams oder einfachen „schau mir beim zocken zu während ich dumpfdödeligen Kram laber“ – Streams stundenlange Vorbereitung und Nachbereitung nötig ist.

Ooupz

Er streamt höchstens 3 mal in der Woche, also da übertreibt er mal wieder maßlos, der gute Herr muss mal wieder in die Arbeitswelt eintauchen für 1 Jahr

Phoesias

Nicht „man“ ist einsam, „er“ ist einsam

Und da hört die Geschichte auch schon auf

Dubspawn

This!! Gibt genug Streamer/Youtuber die Erfolg haben und nicht einsam sind.

T.M.P.

Erzählt ihm mal einer, dass die meisten Leute 5 bis 6 Tage die Woche arbeiten?

Daniel (Comp4ny)

Das Streamen ist aber teilw. sehr harte Arbeit, wenn man kein Team im Rücken hat.

Die Leute unterschätzen das gewaltig, sehen nur „da streamt jemand, ist ja keine Arbeit“. Was da aber wirklich hinter steckt, das wissen viele nicht, die Zeit die andere Zuhause nach der Arbeit an Freizeit haben, haben viele Streamer nicht. Bei denen ist es ein 24/7 Job da man immer was zu tun hat.

Walez

Klingt trotzdem nach einem „Geld alleine macht nicht glücklich“ Statement. Das das kein einfacher Job ist, zweifeln die wenigsten an, doch wenn er so unglaublich unzufrieden ist, sollte er sich was anderes suchen, er muss ja nicht sein Leben lang streamen – nur ist die Sucht nach Aufmerksamkeit wahrscheinlich größer. Und mit sozialen und „finanziellen“ Problemen ist er gewiss nicht alleine…

Nico

Das ist blödsinn, wenn du eine community hast die wegen dir zuschaut dann ist es egal ob du mal einen tag nicht streamst etc. Klar wer auf solche zuschauer aus ist wie Montana Black der wegen seiner Skandalösen Aussagen sowie Verhalten viele zuschauer hat mag das anders sein. Aber da ist eher auch selbst schuld. Soll er halt die Zeit runterschrauben wenn er soviel geld hat und was für sich selbst tun.

T.M.P.

Das Streams Vorbereitung benötigen, wenn man zum Beispiel Leute einlädt oder sich auf Themen vorbereitet, kann ich nachvollziehen.
Aber wieviel Vorbereitung brauchst du für nen Stream wo du FIFA, CoD, Fornite oder Glücksspiele daddelst?
Erzähl doch mal wie so eine 24/7 Woche aussieht.

BavEagle

Kein vernünftiger Mensch würde behaupten, daß erfolgreiche Streamer nicht arbeiten. Trotzdem steht die Arbeitstätigkeit eines Streamers in keinem Verhältnis zur Tätigkeit eines normalen Arbeitnehmers, welcher oftmals extrem hart arbeiten muss und der Gehaltsunterschied dennoch beiweitem nicht vergleichbar ist.
Wenn überhaupt kannst Du einen Streamer dann mit selbständig arbeitenden Personen vergleichen, die ebenso von Zuhause alleine arbeiten. Auch hier hinkt der Gehaltsunterschied extrem, obwohl der Selbständige mindestens ebenso viel Zeit aufbringt und in dieser definitiv härter arbeitet. „Selbstständig = selbst und ständig“ ist kein Scherz unter Selbständigen und dumm ist der Streamer, der selbiges nicht von Beginn an begriffen hat.

Insgesamt macht es aber überhaupt keinen Sinn über die Arbeitstätigkeit an sich zu diskutieren, jeder Job hat seine Vor- aber auch Nachteile. Das Rumgeheule von Streamern, Influencern & Co. hinsichtlich sozialer und auch psychischer Folgen ihrer Tätigkeit ist aber lächerlich. Diese Nachteile sind Teil ihres Jobs und vorhersehbar, gleichzeitig besitzen sehr viele normale Arbeitnehmer diese Probleme ebenso und haben dabei nicht den Vorteil, sie mit finanziellen Vorteilen kompensieren zu können.

Wenn ich mein Privatleben der Öffentlichkeit preisgebe, um damit Aufmerksamkeit und viel Geld zu machen, dann darf ich mich darüber anschließend nicht beschweren. Das Problem haben Schauspieler, Musiker, Profi-Sportler etc. auch, obwohl diese eigentlich nicht von Berufs wegen ihr gesamtes Leben auf Videos bannen. Keiner kann nur die Vorteile mitnehmen, aber über die Konsequenzen rumheulen.

Bravestarr1701

Das interessante dabei ist ja, dass MontanaBlack gar nicht soviel Live ist wie andere Streamer. Er ist nicht jeden Tag online und wenn dann auch nur wenige Stunden. Er nimmt sich schon sehr viel Freizeit, dass sieht und merkt man wenn man ihn mit anderen Streamern vergleicht. Ich beziehe mich da jetzt nicht auf die ganz kleinen Streamer die nur 2-3 Zuschauer haben sondern auf welche wie z.b Dhalucard. Ein Streamer der je nach Inhalt immer seine 5-10k Zuschauer hat und der durchgehend jeden Tag an die 12 Stunden streamed. Ich folge vielen kleineren Streamern die um die 2-6k Zuschauern haben und alle sehr gut davon Leben können.
Anders als bei MontanaBlack planen diese aber durchaus Streams im voraus und haben durch viele gemeinsame Projekte mit anderen Streamern oft auch mehr zu tun und viel Planungsarbeit und nicht jeder von denen ist in einem Team oder hat den ein oder anderen Angestellten der Videos cuttet und dennoch sind sie nicht alleine, haben Freunde, einen Partner etc. Auch andere Große Streamer wie z.b Trcmacs hat ne Freundin nebenbei oder Gronkh mit seiner Frau oder dessen Freund PhunkRoyal ein 4k Streamer hat und ich habe noch mind 50 andere bei denen das ähnlich ist.
Eins haben alle gemeinsam. Sie produzieren kein Assi Content, verhalten sich anderen gegenüber Respektvoll also im Stream und auch Privat. Montana hat oft genug bewiesen, dass er Frauen mit Füßen tritt und da muss man sich dann eben nicht wundern wenn man Einsam ist.
Im übrigen hat er auch seine Leute die ihm ettliches an Arbeit abnehmen. Videocutter, seine Agatha die ihm Kocht und den Haushalt macht, einen der sich um seine Aquarien kümmert, der den Garten macht. So schrecklich kann sein Leben nicht sein.
Wenn er es jetzt noch hinbekommt zu Frauen weniger ein Arsch zu sein, dann klappts vielleicht auch mal mit nem Partner der dauerhaft zu einem hält.

BavEagle

Danke für die Infos 👍
Ich beschäftige mich eigentlich nahezu überhaupt nicht mit solchen Streamern, denn dafür ist mir mein eigenes Leben zu wichtig und wäre für mich dann auch reine Zeitverschwendung. Aber Jedem das Seine 😉
Natürlich hab ich dann aber auch nicht solch einen detaillierten Einblick in die Szene. Deine Infos bestätigen allerdings meine bisherige Einschätzung eines MontanaBlack, die auf Ereignissen um seine Person beruhen, die auch mir nicht entgangen sind.
Folglich geb ich Dir dann auch absolut recht und Sorry an diejenigen mit anderer Meinung. Ist auch ok, nur bei mir gewinnt man nunmal keinen Respekt, wenn man gewisse Verhaltensweisen tätigt und diese irgendwann später mit eher sinnfreien Ausreden entschuldigt. „Das Fähnlein nach dem Wind drehen“ macht es einfach nicht besser.

Walez

„Keiner kann nur die Vorteile mitnehmen, aber über die Konsequenzen rumheulen.“

Genau so!

Bravestarr1701

Streamen ist Arbeit das stimmt aber Leute spielen doch nicht zig Stunden am Tag ihre Lieblingsspiele weil es Arbeit ist. Sie haben hier eben den Vorteil das sie mit ihrer Freizeit und Dingen die ihnen Spass machen auch noch gut Geld verdienen können.
Viele die „normal“ Arbeiten gehen, können sich das nicht aussuchen und selbst wenn sie Tage haben wo es ihnen Spass macht, oft musst du dennoch Dinge tun auf die du kein Bock hast.
So ziemlich jeder Streamer dem ich folge, spielt das worauf er Bock hat oder unternimmt mit anderen Streamern Multiplayerspiele die bekanntlich zusammen noch mehr Spass machen und führt noch dazu, dass sie bekannter werden. Das ist eine ganz andere Art von „Arbeit“ als jemand der bei Wind und Wetter draußen eine Zivilisation erbaut oder am Leben erhält oder Dinge tut, die nur wenige freiwillig tun würden z.b in der Kanalisation arbeiten.
Nochmal. Ich sag nicht, dass Streamen keine Arbeit ist aber es ist eine sehr angenehme Arbeit die auch zum größtenteil zuhause erledigt werden kann und wo du dir die Zeit nehmen kannst wann du wie was machst und wenn du mal ein Streamer mit 2-3k Zuschauern im Schnitt hast, bist du auch jemand, der besser bezahlt wird wie die meisten mit ihrer „normalen“ Arbeit.

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