MMORPG schließt seinen Gefängnis-Server, auf dem Cheater einsaßen – Aber das macht jetzt richtig Probleme

MMORPG schließt seinen Gefängnis-Server, auf dem Cheater einsaßen – Aber das macht jetzt richtig Probleme

In EverQuest 2 wurde 2015 ein spezieller Server errichtet, auf den die Schummler gesperrt wurden. Drunder wurde jetzt jedoch gelöscht – mit Folgen. Denn die Accounts dort wurden permanent gebannt, doch nicht jeder Spieler war wirklich ein Cheater.

Was war das für ein Server? Drunder wurde von den Entwicklern selbst als „Gefängnis-Server“ bezeichnet. Dorthin werden seit 2015 all die Accounts verbannt, die die Regeln von EverQuest 2 gebrochen haben.

Markierte Accounts konnten nur noch auf diesem Server spielen und dort ihr Leben weiterführen, allerdings ohne Game Master, ohne Kundenservice und in Gegenwart anderer Cheater. Ein Abo war jedoch trotzdem nötig. Die Gefängnisinsassen haben also weiterhin für ihre Spielerfahrung bezahlt.

Was ist nun passiert? Daybreak Games, die Entwickler von EverQuest 2, haben Drunder geschlossen. Alle Charaktere und Accounts, die sich auf diesem Server angesammelt haben, wurden dauerhaft gesperrt. Doch das hatte einige Folgen:

  • Zum einen wurde den Spielern der gesamte Daybreak-Account gesperrt. Das betrifft also auch Spiele wie DC Universe Online oder Planetside 2, obwohl sie da mitunter jahrelang ohne zu schummeln gespielt haben.
  • Zum anderen wurden auch unschuldige Spieler getroffen, die ihren Charakter bewusst auf diesen Server transferiert haben, um weiter mit ihren schummelnden Freunden zu spielen. Auch diese Spieler haben alle Zugänge verloren.
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Spieler sind sauer auf Daybreak, doch es gibt Hoffnung

Wie reagieren die Spieler darauf? Am Ende sollen nur etwa um die 1.000 Accounts betroffen sein, wie EQ2Wire auf Twitter berichtet. Ein großer Aufschrei außerhalb der EverQuest-Bubble blieb aus, immerhin kam es bereits am 1. Juli zu der Schließung von Drunder.

Im Discord zum MMORPG gab es jedoch einige Spieler, die sich enttäuscht zeigen. Sie hätten sich eine frühzeitige Ankündigung zur Schließung des Servers gewünscht, um so selbst reagieren und ein Ticket erstellen zu können. Damit wären den Entwicklern wohl auch einige Diskussionen erspart geblieben.

Einige kritisieren zudem, dass Spieler zwar Schummler waren, aber mitunter jahrelang noch Spaß an EverQuest 2 hatten. Diesen Spielern hätte man den Spaß nun endgültig verdorben.

Was sagen die Entwickler? Die verweisen darauf, dass man die Spieler schon beim Transfer zu Drunder gewarnt hätte, dass dies ein „One Way“-Ticket sei. Bei der Ankündigung damals hieß es (via DayBreak):

Für Drunder gibt es keinen Kundendienst und es ist eine Mitgliedschaft erforderlich, um Zugang zu erhalten und zu spielen. Anstatt die Liveserver zu stören, um dem „Gefängnis-Server“ beitreten zu können, können Spieler unser /petition System nutzen und darum bitten, Drunder beizutreten. Um es klar zu sagen: Ihr werdet nicht in der Lage sein, einzelne Charaktere auf diesen Server zu verschieben, während ihr Charaktere desselben Accounts auf einem anderen Server beibehalten könnt. Dies ist ein „One Way“-Tciket für einen ganzen Account für immer.

Allerdings sollen sich die Spieler, die nicht geschummelt haben, an den Kundendienst wenden. Sollte dieser feststellen, dass sie zu Unrecht gesperrt wurden, wird der Account wiederhergestellt. Allerdings müssen sich die Spieler einen neuen Account erstellen, um darüber das Ticket einreichen zu können.

Was sagt ihr zu dem Konzept von Gefängnis-Servern? Und ist es richtig, dass man dann plötzlich doch gesperrt werden kann, obwohl man jahrelang noch Spaß mit einem Spiel hatte?

In einem anderen MMORPG wurden nun viele permanent gesperrte Spieler wieder entbannt:

MMORPG hebt permanente Sperren plötzlich auf – Liegt’s an den schwachen Spielerzahlen?

Quelle(n): MassivelyOP
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T.M.P.

Das sie Cheatern den gesamten Account sperren stört mich gar nicht, denn wer in einem Spiel cheatet tut das auch im nächsten. Das hätte eigentlich sofort passieren sollen für alle Spiele die keine „Gefängnis-Server“ haben, was natürlich ne Alternative ist.

Dies bei Leuten zu machen die freiwillig gewechselt haben geht aber natürlich nicht.
Und wenn das wirklich komplett ohne Vorwarnung passiert ist, ist das Ganze eine ziemlich armselige Vorstellung.

artigkeitsbaer

ich finde die cheater sollen auch ne 2te chance kriegen wenn sie sich dort am ende ordentlich verhalten haben jeder macht ma was dummes

Chitanda

cheatern ne zweite chance bieten….looool…nein einfach nein.

Jesche

Ich hab 2011 csgo gecheatet, skins im Wert von 1000€+ weg.
Bis heute nie wieder drüber nachgedacht zu cheaten.
Aber ich glaube wer son Blödsinn von sich gibt, lässt eh nicht mit sich reden.

Chitanda

Willst jetzt aber nicht wirklich Mitleid oder? Wer cheatet selber schuld und dann rummimimimin sind dann die größten Helden…

Schlachtenhorn

Es geht eher um den Punkt das manche Leute sich einmal die Finger verbrennen müssen bevor sie geläutert sind.
Er hat gecheatet, ertappt und danach nie wieder was angestellt.
Und ich bin auch dafür das man Cheatern eine zweite Chance gibt um ihnen die Möglichkeit zu geben, zu zeigen das sie gelernt haben.
Bei wiederholungstätern hingegen….

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