Saison der Ankunft: Die Schwarze Flotte will uns sprechen (Season 11)
Die Feier über den Sieg ist schnell vorüber. Seit der Ankunft der Pyramidenschiffe beginnt die Vorhut Evakuierungen im gesamten System und Eris übersetzt kryptische Botschaften, die aus den Pyramiden kommen. Viel Sinn ergibt das für uns jedoch nicht. Die Dunkelheit sendet allerdings eine Einladung an alle Hüter. Sie will persönlich mit uns sprechen.
Die Hüter nehmen die Einladung an und machen sich auf den Weg nach Io zum Pyramidenschiff. Ankommen sollten die dort allerdings nicht. Wieder ist es Savathun welche die Kommunikationsversuche der Dunkelheit unterbricht. Bevor die Hüter das Pyramidenschiff erreichen, werden sie nämlich “umgeleitet” und zum Hof von Savathun, der Hexenkönigin, teleportiert. Dies ist der erste Besuch am Hof der Hexenkönigin.
Erneut mischt sich Savathun bewusst ein. Sie will mit allen Mitteln verhindern, dass wir mit der Dunkelheit sprechen. Sie schickt sogar den wiederbelebten Schwarm-Nekromanten Nokris, mit dem sie ein Bündnis geschlossen hat. Savathun ließ Nokris in ihren Hofstaat unter der Bedingung, dass er ihr die Geheimnisse der Nekromantie enthüllt und uns Hüter aufhält.
Die Hüter schaffen es aber trotzdem noch Treffen mit der Dunkelheit zu haben, bevor der Reisende vollständig erwacht und die Schwarze Flotte zurückdrängt. Und bevor alles ganz schwarz wird, fordert uns die Dunkelheit noch auf, sie auf dem Jupitermond Europa aufzusuchen.
Dann verliert die Vorhut den Kontakt zu den Planeten und auch zu Freunden, wie Asher Mir, Bruder Vance und Kommander Sloane, die bis zuletzt eisern die Stellung gehalten haben.
Im Anschluss heilt der Reisende seine Wunden und feuert einen Lichtimpuls ab. Das sorgt dafür, dass die Pyramiden anhalten, nachdem sie bereits vier Welten beansprucht haben, auf denen sie bis jetzt gelandet sind.
Nach diesem markanten Schachzug hat nun auch Savathun ein Problem. Die Bemühungen der Hexenkönigin, die Pyramiden zu untergraben, blieben nicht unbeantwortet. Die Schar, die zuvor Savathun Treue geschworen hatten, würden sie jetzt als Ketzerin brandmarken.
Savanthun floh und niemand wusste, wo sie war. Jetzt sah Xivu Arath, Savathuns Schwester und Gott des Krieges, ihre Herrscher-Zeit gekommen.
2020: “Jenseits des Lichts” bringt die Hüter nach Europa
Die Hüter ahnen davon noch nichts und reisen nach Europa. Dort werden sie von einem alten Bekannten aus Destiny 1, Variks, kontaktiert. Er teilt ihnen mit das Eramis versucht die Gefallenen zu vereinen. Sie hat die dunkle Macht der Stasis erlernt, um sich an dem Reisenden dafür zu rächen, dass er sie verlassen hat.
Die Hüter haben daher auch zum ersten Mal Kontakt mit Stasis, einer Kraft der Dunkelheit und treffen auch die Fremde Exo aus Destiny 1 wieder. Sie gibt sich als Elsie Bray, Schwester von Ana Bray, zu erkennen und bringt den Hütern auch ein Stück Glovis-Bray-Geschichte zurück. Nebenbei zeigt sie ihnen, wie man die Dunkelheit benutzt. Der Vagabund und Eris Morn unterstützen sie dabei. Alle glauben nur mit dieser Kraft kann der bevorstehende Kampf gewonnen werden.
Es war das Schwarze Herz, das alles veränderte, der Samen, den die Dunkelheit wachsen ließ. Wo ich herkomme, hat dieses Ding die Hüter korrumpiert und die Ereignisse des endgültigen Zusammenbruchs in Gang gesetzt. Hier sind die Dinge anders – was jetzt passiert, ist das Ergebnis der Zerstörung des Schwarzen Herzens.
Die Fremde Exo alias “Elsie Bray”
Auf Europa entdecken die Hüter nun die Tiefsteinkrypta. Der Geburtsort der Exos, wie Cayde-6, unter brutalen Bedingungen geschaffen von Clovis Bray, der jetzt als künstliche Intelligenz existiert, die in einem riesigen Exo-Kopf gespeichert ist. Die Clovis-KI wird nach dem Versuch der Gefallenen erweckt, die Tiefsteinkrypta zu erobern.
Man erfährt auch: Der eigentliche Clovis Bray beziehungsweise sein Bewusstsein steckt im Exo-Körper von Banshee-44, der daran jedoch keinerlei Erinnerung mehr hat.
Saison der Jagd: Uldren Sov kehrt als Krähe zurück (Season 12)
Langsam enthüllt sich auch der Plan von Xivu Arath. Sie hat die Chance und Zeit genutzt Schar, Gefallene und Kabale im gesamten System mit ihren Kryptolithen zu korrumpieren. Die Hüter müssen ihre sogenannten “Zorngeborenen” mithilfe von Spider besiegen und ein neuer Hüter namens Krähe, ehemals Uldren Sov, wird ihnen dort ebenfalls offenbart.
Jahrelang wanderte dieser neue Hüter durch das Sonnensystem und wurde von jedem anderen Hüter, der ihn als den Mann erkannte, der Cayde-6 getötet hatte, gnadenlos geschlagen und getötet. Er durchlebt eine harte Zeit und haust in einem heruntergekommenen Raum im alten Staudamm der Europäischen Todeszone.
Spider sieht in Krähe ein neues Spielzeug und ein Druckmittel gegen Mara Sov, die Königin der Erwachten. Falls sie vorhaben sollte ihm sein Königreich, die Wirrbucht, streitig machen zu wollen, will er Krähe als Unterpfand haben.
Die Hüter tolerieren den Mörder von Cayde-6 und arbeiten mit ihm zusammen. Das Schicksal hat sie aufgefordert, eine Macht auszuüben, die über das hinausgeht, was fast jeder engagierte Hüter gewohnt war: Rache durch Vergebung zu ersetzen. Doch das Misstrauen ist groß.
Während wir gegen den Hohezelebranten von Xivu Arath kämpfen wird klar: Der Schargott des Krieges ist viel stärker geworden. Sie kommuniziert nun direkt mit der Stimme im Dunkeln.
Als Belohnung für die Rettung von Spiders Zuhause, der Wirrbucht, entscheiden sich die Hüter Krähe von Spider zu befreien und ihn mit in die Letzte Stadt zu nehmen. Er beginnt dort als freiberuflicher Hüter der Vorhut und übernimmt Späheraufgaben. Er trägt dabei jedoch auf Wunsch von Ikora und Osiris eine Maske, damit ihn niemand erkennt.
Saison der Auserwählten: Die Kabale fordern Gefolgschaft (Season 13)
In der Saison der Auserwählten kommt erneut eine List und Intrige von Savathun ans Licht. Anscheinend hat sie dafür gesorgt, dass Xivu Arath Torobatl, die Heimatwelt der Kabale, angreift.
Xivu Arath, hör mich.
Savathun beschwört Xivu Arath durch Umun’araths Tod
Du bist Krieg, und ich beschwöre dich mit Krieg und Blut.
Ein Geschenk für meine Lieblingsschwester.
Caiatl, die neue Herrscherin der Kabale und Calus Tochter, muss fliehen und wendet sich an die Vorhut auf der Suche nach Unterstützung zu ihren Bedingungen.
Krähe, der Mörder von Cayde und ehemals Uldren Sov, steht inzwischen unter der Obhut von Osiris und soll Zavala bewachen. Er schafft es sogar ein Attentat auf Zavala zu verhindern, doch dabei offenbart er auch fast seine wahre Identität, als er die Maske fast verliert.
Nachdem die Vorhut ihren Standpunkt deutlich gemacht hat, endet der Konflikt mit Caiatl in einem Wettkampf der Champions auf Nessus in Caiatls Schlachtpanzer. Im Prüfgelände entscheiden die Hüter den Wettstreit für die Vorhut.
Ein Vertrag wird geschlossen, nachdem Caiatls Champion besiegt wurde. Die Kaiserin hält sich seitdem an die Vereinbarung und den Kontakt zur Vorhut.
Nachdem erneut ein Anschlag auf den Commander der Vorhut verübt wird und Krähe ihn wieder rettet, erkennt auch Zavala nun den Mörder von Cayde und erfährt, dass Osiris und Ikora ihn absichtlich vor ihm geheim gehalten haben. Er reicht ihm trotz allem die Hand.
Wir müssen versuchen, einander zu verstehen, erklären, warum wir die Entscheidungen getroffen haben, die wir getroffen haben. Es ist der erste Schritt, um Hass loszulassen – Wege aus der Dunkelheit zu schmieden und etwas Hoffnung für die Zukunft zu finden.
Krähe, alias Uldren Sov
Unterdessen finden die Hüter ein mysteriöses Kabalschiff treibend im All, das offensichtlich Kaiser Calus benutzt hat, um mit der Dunkelheit zu kommunizieren. Das Schiff wurde von einem seltsamen Gewächs überwuchert. An Bord war Hohn und ein Hohn-Testsubjekt. Am Ende stellt sich heraus, dass Kaiser Calus doch noch seinen langersehnten Hüter-Schatten gefunden hat.
Saison des Spleißers: Die Eliksni werden zu Freunden (Season 14)
Die Vex sind zurück und haben die Stadt in eine endlose Nacht getaucht. Ikora Rey und Osiris, der inzwischen, nach dem Verlust von seinem Geist Sagira, wieder für die Vorhut arbeitet, baten daraufhin Mithrax, Kell des Hauses des Lichts und ein alter Bekannter der Hüter, um Hilfe.
Mithrax selbst schaffte es nicht sich in das Vex-Netzwerk zu hacken. Doch uns gelang es. Also bildete er die Hüter über mehrere Wochen hinweg zu Spleißern aus. Gemeinsam fanden sie dann heraus das Quiria, ein Vex-Geist und Diener von Savathun, im Netzwerk für die ewige Nacht verantwortlich war.
In der Stadt fanden währenddessen die Eliksni ein neues Heim, unter dem Schutz von Ikora.
Osiris beobachtet, wie sich die Ereignisse so entwickeln, und verhält sich seltsam untypisch, bevor er am Ende ganz verschwindet. Er lässt Ikora, den 14. Heiligen und die Hüter allein auf dem Schlachtfeld zurück.
Aufmerksamen Hütern war bereits bei seiner Rettung auf dem Mond eine merkwürdige Veränderung in seiner Stimme aufgefallen. Doch es war zunächst nur ein Gefühl.
Ich schaue nach oben, über das flackernde Netz der Dunkelheit hinaus, und sehe, was unmittelbar dahinter liegt. Und auf mich wartet. Der Wurm brüllt.
Savathun als Osiris, als sie zum Reisenden blickt
Mithrax glaubte, der einzige Weg, die endlose Nacht zu beenden, wäre die Zerstörung von Quria, aber die aktive Einmischung der Vex hinderte ihn daran, sie zu finden. Beim Betreten des Vex-Netzwerks entdeckten wir Hüter, dass das Netzwerk plötzlich beschädigt und voller Vex und Besessener war, und eine seltsame Nachricht erschien auf ihrem HUD, als sie einen anderen Geist durch seine Domäne verfolgten.
Am Ende sieht man Osiris auf einem Gebäude im Eliskni Viertel stehen, wie er dieser Szenerie nur lachend aus der Ferne zusieht und nicht hilft, während die Hüter mit Ikora, Amanda und dem 14. Heiligen gegen die Vex kämpfen. Nach dieser Szene und seiner offenkundigen Weigerung zu helfen erlässt die Vorhut einen Haftbefehl gegen Osiris – aber vorerst blieb er verschwunden.
Der 14. Heilige macht sich große Sorgen um seinen Freund. Er meldet sich sogar freiwillig, um ihn nach Hause zu bringen. Später wird bekannt das Osiris anscheinend Krähe kontaktiert hat und alle Hinweise zu seinem Verbleib in die Träumenden Stadt führen.
Saison der Verlorenen: Savathun offenbart sich (Season 15)
Zum Start der Season 15 erreicht die Hüter ein Signal von Osiris aus der Träumenden Stadt. Gemeinsam mit Krähe und dem 14. Heiligen machen sie sich auf die Suche. Im Asteroidengürtel angekommen treffen sie dort unerwartet auf Mara Sov, Königin der Erwachten und Savathun, die Hexenkönigin höchstselbst.
Die Hexe gesteht uns, dass sie die Form von Osiris angenommen hat, um in der Letzten Stadt ihren großen Plan zu Ende zu bringen.
Xivu Arath macht inzwischen direkt Jagd auf ihre Schwester Savathun und versammelt ihre Streitkräfte im Schatten der Schwarzen Flotte. Savathun kann ihr nichts mehr entgegensetzen und will Schutz, den ihr Mara Sov gewährt. Zudem sei auch die Zeit gekommen, dass wir erfahren, was sie will.
Du fragst: “Wer ist Savathun?”.
Ooh mein Hüter! Das weißt Du doch! Wir sind Freunde.
Ich habe versucht Dich vor der Schwarzen Flotte zu schützen. Du nanntest das “Interferenz”. Keine Sorge, ich war deshalb nicht beleidigt. Stattdessen fand ich eine Gestalt, die Dir vertrauter ist. Osiris war verloren, lichtlos. Ich rettete ihn vor Xivu Arath und nahm seine Gestalt an, um Deinen Sieg gegen sie führen zu können. Ich brachte den auferstandenen Prinzen in Deine Stadt, damit er erlöst werden konnte. Ich beschützte Zavala vor Caitls Ambitionen und beendete somit einen Krieg noch bevor er begann. Ich lieferte Ikora das Haus des Lichts auf Knien aus. Ich demaskierte die Feinde innerhalb der Mauern Deiner Stadt und vernichtete sie!Auch wenn Du meine Methoden ablehnst, sprechen die Resultate für sich. Ich bin nicht böse und Du nicht heldenhaft. Wir sind parakausal.
Savathun in einer Destiny-2-Video-Cutszene
Savathun erklärt uns, dass sie ihren Wurm, den sie in ihrer Kindheit aufgenommen hat, um länger zu leben, loswerden will. Doch allein kann sie das nicht. Sie braucht dafür unsere Unterstützung und die Kräfte von Mara Sov.
Als Gegenleistung für unsere Hilfe sollen wir Osiris, der immernoch verschwunden ist, zurückbekommen. Damit Mara Sov jedoch ihre Kräfte einsetzen kann, braucht sie ihre Techians. Diese sind aktuell in der Aszendentenebene verloren und müssen befreit werden. Das ist die Aufgabe der Hüter. Sind alle gerettet, kann Mara Sov den “Wurmexorzismus” an Savathun durchführen.
Weil Savathun sehr wortgewandt und mächtig zugleich ist, hat sie Mara Sov solange in ein Kristallgefängnis gesperrt. Eine Weile konnten die Hüter allerdings noch direkt mit ihr kommunizieren.
So erfährt man, dass Savathun verstanden hat, dass Xivu Arath sie aus Angst, sie zu verlieren, jagte, weil die Trennung von ihrem Wurm dazu führen würde, dass Savathun auch von ihrer Schwester getrennt wird. Sie gibt sogar zu, dass sie traurig darüber ist, dass sie, so sehr sie sich auch um Xivu Arath sorgt, sie nicht mehr von ihrem Weg abbringen konnte.
Doch Mara traute der Hexenkönigin nicht. Zu listig war die Zunge der Scharhexe in der Vergangenheit, sodass Mara Sov nichts riskiert und ihr Redeverbot erteilt, indem sie den Zauber des Kristallgefängnisses verstärkt. Danach schweigt Savathun.
Die Hüter widmeten sich nun wieder der Suche nach allen Techians aus dem Zersplitterten Reich. Als der alte Techians-Zirkel wieder vereint war konnte der Exorzismus beginnen.
Mara hatte Extra einen Exorzismus-Ort eingerichtet und dafür sogar eine Brücke bauen lassen. Dort bündelte sie, in Anwesenheit der Vorhut und der Hüter, die Kräfte der Techians.
Allerdings griff genau in diesem Moment Savathuns Schwester Xivu Arath an. Die Vorhut, darunter der 14. Heilige, und die Hüter verteidigten mit allen Mitteln gemeinsam den Exorzismus von Savathuns Wurm. Eine Störung und alles wäre verloren.
Schließlich gelingt es und Savathun gibt Osiris geschundenen Körper zurück. Osiris liegt im Koma. Doch bevor Mara die Hexenkönigin töten kann, hat diese einen letzten Zauber gewirkt und ist verschwunden.
Savathuns letztes Wort lautet: DANKE.
Auf der nächsten Seite erzählen wir euch, wie die Geschichte mit Savathun weitergeht und warum Lord Saladin sich für eine unehrenhafte Tat opfern will.



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Zunächst vielen Dank für diese tolle Zusammenfassung. Ich sehe schon, ich entdecke diesen Artikel recht spät. Aber dennoch wurden einige Fragen beantwortet und Zusammenhänge geklärt.
Leider warf es auch neue Fragen auf, bzw. fehlen noch einige Zusammenhänge. Auf Sachen, die Jahre zurückliegen, will ich gar nicht eingehen, aber es gibt doch eine Frage, die mich sehr beschäftigt.
Warum stört es die Menschen so sehr, dass Savathun vom Reisenden das Licht bekommt? Sind wir so arrogant, dass wir keine Nebenbuhler akzeptieren? Zumal sogar unser Geist, der ja vom selben Reisenden kommt wie die Schar-Geister, diese nicht akzeptieren will (ZITAT: “Du siehst, dass er nicht wie ich ist?”). Irgendwie fehlt mir hier ein Stück Information.
Als ich in der Story erfahren habe, dass Savathun das Licht freiwillig übergeben bekommen hat und dann noch die Erinnerung vom Betrug der Wurmgeister erhielt, dachte ich eher an eine Allianz, zumindest an eine “der Feind meines Feindes” Sache. Aber nein, wir gehen trotzdem auf sie los.
Vielleicht liegt diese Antwort auch in einem Teil der Story, den ich nicht erlebt habe. Aber hier würde ich mich tatsächlich über Aufklärung freuen.
Nochmals danke.
Naja, stelle dir vor dein ‘Gott’ schwebt still über deiner Stadt und ist der einzige Grund warum das letzte bisschen Rest der Menschen noch bis heute überlebt hat. Ein paar Menschen (bzw. ehemals Tote) stattet er mit gottgleichen Kräften aus, damit diese die Menschheit verteidigen.
Nun entschließt sich aber dieser Gott eben auch einen deiner größten Feinde mit der gleichen Kraft auszustatten. Savathun und die Schar haben wir selbst mit den Hütern nur in Schach halten können bzw. uns gegen diese verteidigt. Und nun bekommen aber diese noch mächtigere Waffen an die Hand. Ich wäre im Glauben erschüttert, wenn das mein ‘Gott’ machen würde.
Für viele ist es eben ‘wir sind die Guten, die sind die Bösen’ und das stimmt auch zu großen Teilen und an der Oberfläche. Erst wenn man etwas tiefer gräbt bemerkt man nuanciert Charaktere die nicht einfach nur böse sind weil … einfach deswegen, sondern die haben selber Ziele und Ambitionen. Dennoch ist Savathun, die Schar und die Dunkelheit inklusive dem Zeugen, den sie vertreten, schon lange unser Antagonist.
Klingt plausibel. Mit kleineren Aber:
Wir haben auch anderen Feinden der Menschheit bereits Nachsicht und Gnade entgegen gebracht. Wir haben bspw. die Eliksni in unsere Stadt einziehen lassen und ihnen Schutz gewährt. Wir haben uns mit den Kabalen verbündet und dafür haben wir echte Anstrenungen auf uns genommen, um als gleichwertig zu zählen, denn eigentlich sollten wir uns ja unterwerfen.
Sollte aber die Handlung, die unser “Gott” hier durchführt, uns nicht eher an ihm oder gar an unserem Auffassungsvermögen zweifeln lassen. Wenn unser “Gott” sein Licht unserem Feind schenkt, heißt das nicht eigentlich dann, dass entweder unser “Gott” auch ein Feind ist, den wir bisher nicht erkannt haben? Oder könnte es heißen, dass wir unseren Feind bisher völlig falsch eingeschätzt haben?
Bei den Eliksni haben wir es geschafft, zwischen Verbündeten und Feinden zu unterscheiden, genauso bei den Kabalen. Hier haben wir diesen Schluss sogar selbst hinbekommen. Nun gibt uns der Reisende ein eindeutiges Zeichen, indem er Savathun das Licht schenkt und die Menschen können es nicht akzeptieren, dass es wohl auch in der Schar Freund und Feind geben könnte?
Wenn dem so ist und wir Freunde und Verbündete nach Gutdünken auswählen und offensichtliche Zeichen, die uns unser “Gott” gibt nicht akzeptieren wollen, kann ich die Seite des Lichts nicht als die “Guten” ansehen. Das zeugt doch sehr von Arroganz.
Nicht falsch verstehen, ich verstehe deine Erklärung und ich bin sogar bereit sie als die Richtige zu akzeptieren. Nur heißt das für mich, dass ich in diesem Spiel (Momentaufnahme) nicht auf der Seite der Guten kämpfe.
Finde ich eine durchaus interessanter Gedanke.
Das ist kein Leak oder Untergrundinfo, aber das Savathun wiederbelebt wird (Immaru, ihr Geist, lebt ja noch) und wir uns dann mit ihr zusammen tun um gegen den Zeugen zu kämpfen ist eine populäre Theorie. Savathun ist ja auch kein Fan von dem und hat, soweit ich weiß, sogar die Menschheit während der erste Invasion der Dunkelheit unterstützt. Also gibt es durchaus mehr als nur die zwei Seiten.
Was aber Savathun von den Cabal und den Eliksni unterscheidet ist, das es dort von beiden Seiten Friedensbemühungen gab. Wir habe auch nicht mit der Gesamtheit der Kabal oder Eliksni Frieden, sondern mit dem Haus des Lichts, welches von Misraaks geführt wird, und den Truppen von Caiatl. Die, welche zB Eramis oder Calus unterstützen sind uns ja noch feindlich gesinnt.
Nun kann man hier durchaus für einen Frieden oder eine Waffenruhe mit Savathun und ihrer Schar argumentieren. Bei Caiatl ist das recht schnell erklärt. Dort waren wir zunächst auch erst Gegner aber dort wurden diplomatische Anstrengungen unternommen, von beiden Seiten.
Bei Misraaks war das etwas anders. Ihm begegnen wir ja das erste mal auf Titan wo wir ihn verschonen (das ist der Kanon). Über die Jahre laufen wir ihm immer wieder über den Weg und so entspinnt sich da langsam aber sicher eine Beziehung die irgendwann in gegenseitigem Vertrauen endet. Die Ereignisse mit Sjur Eido hier sogar erst einmal außen vor gelassen ist das, finde ich, eine sehr organische und glaubwürdige Entwicklung. Uns verbindet eben auch das wir den Reisenden anbeten und wir da nicht in Konkurrenz stehen. Misraaks will ihn uns nicht wegnehmen oder Rache an ihm.
Beide Verbindungen sind aber auch aus der Not geboren, da nun die Dunkelheit vor der Tür steht.
Bei Savathun gab es diese diplomatischen Annäherungen nie. Durch die gesamte Geschichte war sie bei vielen Ereignissen die Strippenzieherin im Hintergrund und hat dadurch viel schlechtes in all den Jahren zu verantworten. Da ist es natürlich schwer so jemanden näher zu kommen. Das sie der Gott der Trickserei und Lügen ist, macht es fast unmöglich ihr jemals ganz zu vertrauen.
Wir selber sehen uns ja immer als gut und die anderen als böse. Dementsprechend sind wir auch in der Annahme das der Reisende gut ist. Die Erkenntnis das nun auch die Schar das Licht bekommen haben (bzgl. eigentlich nur Savathun) macht den Reisenden nun nicht böse oder die Schar gut, sondern zeigt auf das Licht und Dunkelheit nichts von beidem sind.
Das sind Parakausale Kräfte deren Zugehörigkeit vom Nutzer bestimmt werden. Wir nutzen die Dunkelheit für, vermeintlich, gute Dinge und die Schar für, vermeintlich, böse Dinge.
Edit:
Du hast ja auch ursprünglich von den ‘Menschen’ geredet. Aber so eine einhellige Meinung gibt es leider nicht (mehr). Osiris ist schon lange der Auffassung das es dieses Schwarz und Weiß nicht gibt und seit Season 18 zweifelt auch Zavala am Reisenden und dem Licht.
Im ersten Moment ist aber der Schock natürlich groß, wenn dein größter Feind Unterstützung von deinem Gott erhält.
Jetzt finden wir zusammen. Es stimmt, es hat durchaus Zeit gebraucht, Misraaks oder Caiatl ein bischen Vertrauen zu geben. Dies heißt, dass dies bei Savathun nicht anders sein kann und aufgrund der Vorgeschichte wohl sogar noch schwerer sein wird.
Doch haben wir aufgrund der vorliegenden Situation (die Dunkelheit/der Zeuge kommt) ein Umdenken bzgl. unserer Feinde angefangen und einigen unser Vertrauen geschenkt, was bisher auch nicht enttäuscht wurde. Diese Handlungen gegenüber den Kabalen und den Eliksni kam von den Menschen selbst, nicht vom Reisenden.
Das Licht wurde aber vom Reisenden an Savathun gegeben, also der höchsten Instanz, der wir vertrauen. Prinzipiell heißt dies doch aber, es gibt zwei Möglichkeiten, damit umzugehen. Entweder ich vertraue dem Urteil des Reisenden (uneingeschränkt) und versuche mich mit Savathun auszusöhnen. Oder ich zweifle am Urteil des Reisenden und betrachte ihn nicht mehr als Verbündeten (oder zumindest stelle ich ihn in Frage).
Man hat sich aber für eine andere Möglichkeit entschieden, die in meinen Augen keinen Sinn ergibt: Wir stellen Savathun dar, als hätte sie das Licht gestohlen, was wir ja wissen, dass dies so nicht stimmt. Somit müssten wir sie aufhalten und auch den Reisenden vor ihr retten. Wir belügen uns quasi selbst und dass in der gefährlichen Situation, in der wir uns befinden. Der Zeuge steht vor der Tür.
Also vertrauen wir weiterhin auf den Reisenden und töten aber gleichzeitig jemanden, den der Reisende uns gleichstellt, indem er ihr das Licht schenkt.
Ich sage, entweder lozt uns unsere Führungsriege (wissentlich oder nicht) auf ganz dünnes Eis oder ein Teil davon zieht die Strippen (aus unbekannten Gründen) in eine für uns ungünstige Richtung.
Und wir können noch ewig in diese Richtung weiter argumentieren, es bleibt dabei:
Entweder stehen die Menschen (hier die Hüter oder auch nur die Führung) oder der Reisenden nicht auf der Seite der Guten.
Das stimmt ja aber nur halb. Diese Annahme sie hätte das Licht gestohlen ist ja erst nur der Verdacht den wir haben. Erst im Laufe der Kampagne stellt sich raus, das dies nicht der Fall ist und es regen sich erste Zweifel am Reisenden.
Der Konflikt mit Savathun geht ja dann in diese Richtung das wir herausfinden, das sie den Reisenden entführen will. Und da kann ich schon verstehen das man dagegen agiert. Ich meine, wer bekommt schon gerne die Quelle der eigenen Macht vor der Nase wegstibitzt. Es wäre auch etwas unglaubwürdig auf einmal dem Reisenden und damit Savathun blind zu vertrauen und sie gewähren lassen, als sie ihn in ihrer Thronwelt verstecken will.
Von daher agiert sie da ja auch mit dem Licht immer noch antagonistisch zu uns. Sie fragt nicht, sie warnt nicht, sie nimmt sich einfach den Reisenden.
Ich würde da gerne noch meine dritte Option einwerfen, die Schnittmenge mit deiner zweiten Option hat. Und zwar den Reisenden einfach diesen Gottstatus ab zu erkennen und ihn nicht als das zu sehen was wir in christlich geprägten Ländern als Gott kennen. Diese allwissende, omnipotente Entität, sondern eben nur ein sehr mächtiges Objekt zu sehen.
Ich für mich trenne da auch alles auf. Auf der einen Seite gibt es die dunkle Flotte, den Zeugen und die Dunkelheit. Diese drei werden immer zusammen erwähnt aber müssen ja nicht als Ganzes gelten. Gerade die Dunkelheit will ich da sehr gerne rauslösen. Wir nutzen ja auch die Dunkelheit.
Und gleiches Spiel auf der Seite des Lichts. Nur weil der Reisende das Licht ‘verwaltet’ und einen starken Bezug dazu hat, muss das nicht bedeuten das dieser auch in dessen Interesse agiert, wenn das Licht überhaupt sowas hat.
Der Reisende stellt uns das Licht und tut es ja wohl auch in Zukunft, also ist es nur logisch ihn als verbündeten zu sehen. Aber genau wie man im echten Leben oder bei Konflikten die Aktionen und Motive derer die einem zur Seite stehen hinterfragen kann, so sollte man das auch von dem Reisenden.
Warum ist er von der Erde losgeflogen? Wollte er abhauen oder wollte er den Konflikt mit der Dunkelheit von der Erde und letzten Stadt fern halten? Wir wissen es nicht.
Man muss nun nicht gleich das schlechteste in ihm sehen aber ihm blind zu vertrauen wäre in meinen Augen naiv. Man darf und sollte ihn da durchaus hinterfragen.
Da sei aber noch erwähnt das es kein Schwarz und Weiß gibt. Auch wenn der Reisende nicht-gut ist, heißt das nicht er ist böse. Und genau so stand Savathun nicht mehr auf der Seite des Zeugen, also dem Bösen, aber gleichzeitig hat sie auch nicht so agiert als wäre sie gut.
Ehrlich, Britta!
Was für eine Mühe Du dir gemacht hast mit dieser “nicht ganz so kurzen Kurzgeschichte”.😀
Recht herzlichen Dank für diese sehr informationshaltige Erklärung.👌
Dem ist nichts hinzuzufügen. Danke Britta. 😊👍🏻
Wenn man das alles liest, merkt man erstmal wie krass lange man bereits an diesem Game dran ist und was man alles schon erlebt hat – aber auch deshalb cool, weil ich D1 zwar hatte, aber leider viel zu früh abgesprungen bin.
War damals alleine unterwegs und konnte nicht dranbleiben. Erst mit D2 und vor allem Forsaken bin ich wieder eingestiegen und seitdem dabei.
Für mich waren die Zusammenhänge immer nicht ganz klar, umso besser, das mal kompakt zusammengefasst zu kriegen inkl. der Trailer, die Bungie ja immer schon konnte 😀
Schön zu lesen auch in der Kürze.Zu Savathün….irgendwie ist Sie mir sympathisch! 😉
Mir tat sie nach der Kampagne total leid. Sie wurde nur betrogen und manipuliert.
Ist irgendwie echt eine traurige Geschichte. Ich hoffe, dass wir sie als Verbündete wieder sehen.
Coole Übersicht 👌
War mir echt nicht bewusst das Savathun schon so früh und vor allem bei so vielen Ereignissen mitgemischt hat. Bin gespannt auf das große Finale mit ihr.
Tolle Zusammenfassung, immer wieder Geil solche Trailer/Videos zu sehen.
Danke für die klasse Zusammenfassung. Ohne so was – oder ein paar hervorragende YouTuber – wäre man als Quereinsteiger ja völlig aufgeschmissen.
Schade, dass Bungie so was selber nicht auf die Reihe bekommt. Im Spiel selber gibt es ja eine mickrige Timeline, aber das ist einfach zu wenig. Dabei hätte Bungie nun wirklich die Ressourcen und Möglichkeiten, ein gutes Lore-Video oder “Was bisher geschah” zu machen. Die Trailer und Cutscenes kriegen sie ja auch immer super hin.