Die junge Elite am Silicon Valley trinkt weniger Alkohol. Stattdessen liegt der Fokus auf Arbeit und noch mehr Arbeit.
So berichtet das englischsprachige Magazin Business Insider, dass bei jungen Tech-Unternehmern in Silicon Valley der Alkohol und Partys zugunsten extremer Disziplin und Fokussierung auf die Arbeit und Gesundheit weitgehend verdrängt werden.
Für viele Jungunternehmer ist es spannender, an der nächsten Idee oder im Start-up zu arbeiten, anstatt zu feiern. Oft werden Personen wie Sam Altman, Mark Zuckerberg oder Elon Musk als Vorbild gesehen, die selbst oft auf Alkohol verzichten.
Junge Menschen verzichten immer häufiger auf Alkohol
Junge Menschen und Gründer sehen Alkohol als Hindernis für ihre Leistungsfähigkeit und streben nach einem gesünderen, auf Erfolg ausgerichteten Alltag, in dem der Fokus auf der Arbeit und körperlicher sowie geistiger Gesundheit liegt:
- Viele der von Business Insider befragten Gründer berichteten, sie trinken nur noch sehr selten oder leben sogar komplett nüchtern, um lange Arbeitszeiten und dauerhafte Konzentration zu ermöglichen.
- Themen wie bessere Schlafqualität, weniger Kater, mehr Energie und Vorbilder aus der Biohacking-Szene motivieren zum Verzicht. Die Gesundheit steht im Vordergrund.
- Alkoholabstinenz gilt vielfach als Zeichen von Disziplin und Hingabe an den Startup-Alltag.
- 3-4 Tage am Stück zu arbeiten, ist für viele junge Start-ups keine Seltenheit mehr.
Nicht alle Gründer verzichten komplett auf Alkohol, doch regelmäßiger oder exzessiver Konsum ist in diesen Tech-Kreisen eher unüblich geworden.
Und die Tendenz des Alkoholverzichts lässt sich bereits länger unter jungen Menschen beobachten. Wie das englischsprachige Time Magazin berichtet, geht es vielen aus der Gen Z nicht um moralische Ablehnung von Alkohol, sondern um Selbstschutz, Klarheit und Kontrolle. Für viele hat Alkohol heute nichts mehr mit Reife oder Freiheit zu tun, sondern mit Kontrollverlust, Unsicherheit und gesundheitlichen Risiken.
Und der geringere Konsum macht sich auch an den Zahlen bemerkbar, zumindest wenn man nach Deutschland blickt: Von 126 Litern Bier im Jahr 2000 auf 88 Liter im Jahr 2025. Davon berichtet unter anderem das Magazin Deutschlandfunknova.de.
Die Generation Z greift seltener zum Bier, und das spüren vor allem deutsche Brauereien. Denn diese müssen sich neue Ideen einfallen lassen, um die geringeren Verkaufszahlen zu kompensieren. Und wer den Umstieg auf Alternativen nicht schafft, muss wegen hoher Kosten schließen: In Deutschland werden die Brauereien panisch, weil die Gen Z einfach nicht mehr genug Alkohol trinkt
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92h zu arbeiten klingt kaum gesünder, als der Verzicht auf Alkohol.
Oder… hört mir kurz zu, oder junge Menschen haben einfach zu viele soziale Ängste in dieser Arbeitsumgebung nicht bestehen zu können und verzichten auf Alkohol und Sozialkontakte um in eine Position zu kommen, die ihnen ein Leben ohne Existenzängste ermöglichen könnte…
Aber hey, wer arbeitet nicht gern Doppelschichten für das nächste Auto des StartUp-Gründers, der sie Instant kündigt, wenn er die Firma an Google verkloppt…
Ich glaube eher, dass man ohne diesen Wahnsinn an viel Arbeit, einfach keine Chance mehr hat. Die Konkurrenz schläft nicht.
Elon Musk als Vorbild für Abstinenz ist ungefähr so glaubwürdig wie ein Koksdealer auf einem Gesundheitskongress.