Hersteller verkauft Gaming-Handheld für 2.000 Euro, wird von RAM-Krise überrascht, beendet Vorbestellungen

Hersteller verkauft Gaming-Handheld für 2.000 Euro, wird von RAM-Krise überrascht, beendet Vorbestellungen

Die hohen RAM-Preise haben einen Handheld-Hersteller erwischt. Ayaneo setzt die Vorbestellungen aus, weil die Preise für RAM und Speicher zu stark gestiegen seien.

Der chinesische Hersteller Ayaneo gilt unter Handheld-Fans als bekannter Hersteller für Handheld-Konsolen.

Mit dem Ayaneo Next 2 stellte man vor wenigen Wochen ein neues Modell vor, für welches man immerhin rund 2.000 Euro für die Basis-Version verlangen wollte. In der Regel finanziert sich Ayaneo über Crowdfunding und sammelt Geld von interessierten Kunden für seine Geräte.

Jetzt hat der Hersteller in einem Update erklärt, dass man die Vorbestellungen aussetze und keine weiteren mehr annehme. Denn die gestiegenen Preise bei RAM und Speicher seien für den Hersteller nicht mehr „nachhaltig“ genug.

Ayaneo beendet Vorbestellungen für seinen neuen Handheld, weil die Preise nicht mehr tragbar seien

Was ist das Problem? Ayaneo erklärte selbst, dass die Preise für RAM und Speicher bereits zur Vorstellung des Handhelds stark gestiegen seien. Dennoch sei man davon überrascht worden, dass die Preise so schnell und so stark in die Höhe geschnellt seien. Die Preise hätten keinen Höchstwert erreicht, sondern seien darüber hinaus gestiegen. So erklärte Ayaneo auf der Plattform Indiegogo.com:

Schon vor der Markteinführung der NEXT 2 waren die Speicherpreise mehrere Monate lang gestiegen. Damals gingen wir davon aus, dass sich der Preis seinem Höchststand nähern würde. Selbst wenn dies bedeutete, dass wir kaum oder gar keinen Gewinn erzielen würden – oder sogar einen leichten Verlust –, beschlossen wir dennoch, die Markteinführung voranzutreiben. Was wir jedoch nicht erwartet hatten, war, dass die Speicherpreise nicht nur weiter steigen, sondern sogar noch rascher ansteigen würden.

In der Basis-Version immerhin 32 GB RAM und 1 TB SSD verbaut, im besseren Modell sogar 64 GB RAM. Und das sind RAM-Mengen, die derzeit kaum noch bezahlbar sind, wenn man sich die aktuellen Preise etwa in unserem RAM-Preisticker auf MeinMMO ansieht.

Wie geht es weiter? Die bereits reservierten Modelle wolle man in jedem Fall produzieren und ausliefern, schreibt Ayaneo. Außerdem merkte man an, dass die Vorbestellungen nur „vorübergehend ausgesetzt“ werden und dass eine Wiederaufnahme des Verkaufs in Betracht gezogen werden könnte, falls „die Speicherpreise in Zukunft wieder auf ein vernünftigeres Niveau zurückkehren“.

Ob das in Zukunft wirklich passiert, ist noch eine andere Frage. Denn aktuell steigen die Preise für RAM und Speicher weiterhin stark an. Ein Ende der steigenden Preise ist noch nicht in Sicht und könnte noch einige Monate oder sogar Jahre dauern. So erklärten Marktforscher, dass man sich nicht darauf verlassen sollte, dass die Preise bald wieder sinken würden: RAM ist gerade unfassbar teuer, Marktforscher sind sich sicher: das bleibt auch noch eine Weile lang so

Quelle(n): theverge.com
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