Hearthstone: Hacker könnte Hearthstone ruinieren, lässt es aber

Blizzards kostenloses Kartenspiel Hearthstone ist geknackt. Der Übeltäter ist aber zum Glück einer von den guten Jungs.

Elie Bursztein gehört zu den führenden Mitglieder im Google Anti-Abuse-Team (so eine Art Google-Polizei) und ist offenbar zudem noch ein erstklassiger Hacker und begeisterter Hearthstone-Fan. Er hat zusammen mit seiner Frau Celine ein Tool geschrieben, das Hearthstone praktisch ruinieren würde, weil es den Spielern das Denken abnimmt. Sieht aber davon ab, es zu veröffentlichen, weil Blizzard ihm die Folgen seines Handelns verdeutlichen konnte: Die intellektuelle Arbeit Burzsteins würde den Spielspaß von Millionen ruinieren.

Das Tool könnte unter anderem eine ziemlich präzise Vorhersage darüber abgeben, was der Gegner in der nächsten Runde spielt. Und es dem Benutzer des Tools dann anzeigen. Ein solches Live-Analyse-Tool wär – wie sich jeder vorstellen kann – ein riesiger Vorteil für den Anwender des Tools. Es würde Blizzards Kartenspiel wahrscheinlich im Sturm erobern und Hearthstone nachhaltig schädigen. Es wär ein bisschen so, als hätte jeder Spieler dann ab sofort seinen eigenen Schachcomputer in der Tasche. Und da Bursztein wohl noch vorhatte, das Projekt weiter zu verfeinern, wäre das in absehbarer Zeit heikel geworden.

Und Blizzard so: Ja, tolle Arbeit, aber schon auch irgendwie doof für Hearthstone, oder?

Die Burszteins, Elie und Celine, stellten ihr Programm – mit hörbarem französischen Akzent – dann in englisch vor Hacker-Kollegen auf der Defcon 22 in Las Vegas vor, so eine Art Hacker-Convention. Dort oder kurz daach wurden sie dann von Mitarbeitern Blizzards angesprochen. Die seien, so Elie Bursztein, begeistert von der Arbeit gewesen, hätten den Top-Hacker aber davon überzeugt, das Tool nicht zu veröffentlichen, weil es das Spiel ruinieren würde.

Trotz der Zeit, die er und seine Frau in das Programm investiert hätten, möchte Bursztein daher das Programm für sich behalten.

Es existiert ein Video von den 42 Minuten, in denen Bursztein seine Arbeit an dem Programm vorstellt, das meiste dreht sich dabei um Formeln, Logik und Überlegungen, um Versuche das Spiel erklärbar zu machen und hat mit irgendwelchen aufregenden Hack-Aktionen herzlich wenig zu tun:

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Quelle(n): www.computerandvideogames.com
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