Zwischen Burnout und Alkoholsucht: Große Influencer über das Leben auf YouTube und Twitch

Zwischen Burnout und Alkoholsucht: Große Influencer über das Leben auf YouTube und Twitch

In einer Doku von STRG_F auf YouTube sprachen mehrere große Influencer von ihrem Leben auf Social Media. Die Influencer warnen davor, den Job leichtfertig anzugehen oder ihn überhaupt auszuüben, da er stressiger ist, als es den Anschein macht.

Die Doku verfolgte die Frage: „Macht Social Media krank?“, und setzte sich unter der Prämisse mit mehreren großen Content-Creatoren zusammen, um der Antwort auf den Grund zu gehen.

Befragt wurden bekannte Persönlichkeiten, die auf YouTube, Twitch und TikTok unterwegs sind:

  • Roman und Heiko Lochmann alias „Die Lochis“ – YouTube: 2,67 Millionen Abos
  • Jasmin „Gnu“ Sibel – YouTube: 1,24 Millionen Abos (Hauptkanal), Twitch: 511.000 Follower
  • Jonas Ems – YouTube: 2,75 Millionen Abos, Twitch: 52.000 Follower
  • Pascal „Kalle Koschinsky“ Becker – YouTube: 568.000 Abos, Twitch: 181.000 Follower
  • Florian „LeFloid“ Diedrich – YouTube: 3 Millionen Abos
  • Simon „Unge“ Wiefels – YouTube: 2,2 Millionen Abos, Twitch: 1,2 Millionen Follower
  • Nadine Breaty – TikTok: 8,1 Millionen Follower

Panikattacken, Burnout und Alkoholsucht

Was berichten die Influencer? Während Gnu über den Druck von Zahlen, Bezahlungen von Mitarbeitern und Community-Interaktion redet, geht Roman Lochmann noch weiter und berichtet von Panikattacken, Angstzuständen und „wirklich dunkle Phasen, die unmittelbar mit dieser Karriere zu tun haben“.

Roman Lochmann spricht von massig Arbeit schon während der Schulzeit: „Die Ferien waren immer voll“ und auch sonst haben die zwei Brüder sehr viel Stress gehabt, seit sie 12 Jahre alt waren. Als es zu viel wurde, wollten die Lochis sich nur noch um ihre Musikkarriere kümmern und nicht mehr YouTube auf ihre übliche Art und Weise verfolgen.

Auch Kalle Koschinsky erzählte von seiner Überforderung und dass er nach einer selbstauferlegten Challenge komplett zusammenbrach. Becker streamte 29 Tage am Stück und konnte am 30. Tag nicht mehr. Er saß weinend vor seinem Set-up und nahm sich danach eine Woche Pause.

Nicht genug, wie er auf Nachfragen offenbarte. Auch 2 Monate danach hatte er kleine Flashbacks, die ihn gedanklich zurück zum Zusammenbruch brachten. Kalle meint weiterhin, dass man sich als Selbstständiger nicht einfach krankschreiben lassen könne, wenn es einem nicht gut gehe, auch wenn es sich schon länger bei ihm anstaute.

Unge berichtet über Einbrüche von Fans in seinen Garten, die seine Socken vom Kleiderständer klauten und damit im Internet prahlten.

Jonas Ems und LeFloid reden sogar davon, in den Alkoholkonsum geflüchtet zu sein. Während Ems nur getrunken hat, wenn er mit Freunden rausging, damit der Rausch es für ihn erträglicher macht, falls er erkannt werden würde, griff LeFloid häufiger zum Alkohol.

Diedrich sagte, dass er festgestellt habe, dass man in seiner Branche „unwahrscheinlich gut unbeobachtet trinken kann.“, da man 6 Tage die Woche auf Events und After-Show-Partys sein könne. Nach und nach habe er auch in Streams angefangen zu trinken und befand sich in einem Zyklus, der absolut ungesund war.

LeFloid zog nach eigenen Angaben die Reißleine, als Kollegen und seine Frau ihn auf seinen Alkoholkonsum ansprachen.

Die aktuell 5 größten Streamer in Deutschland: Wer sie sind und was sie machen

Der Druck des Algorithmus, der Pflichten und Fans

Einige Content-Creator berichteten in der Doku darüber, dass sie irgendwann gar nicht mehr hinter dem stehen konnten, was sie da eigentlich produzieren mussten. Der Algorithmus gab es ihnen quasi vor und dadurch stieg der Stress weiter und der Spaß sank.

Um bei YouTube und Twitch ganz oben dabei zu bleiben, ist es nicht selten, dass man seinen Content anpassen muss, damit neue Leute den Kanal entdecken oder aber das Abo nicht kündigen. Oft fühlen sich Influencer dadurch unter Druck gesetzt, Dinge tun zu müssen, die ihnen eigentlich nicht liegen. Das Konzept „sein eigener Chef sein“ geht genau dann nicht mehr auf.

Heiko Lochmann sagte passend zu dem Thema:

Das Jahr 2017 war ganz extrem, da haben wir uns von dem entfernt, was wir sind. Und irgendwann haben dann Algorithmen deinen Tag bestimmt. Was auch nicht so schön ist, weil dann kannst du dich auch künstlerisch überhaupt nicht mehr ausleben. Da musst du Videos auf so-und-so-viel Minuten pressen oder sonst was. (…) Die Trends im Auge haben. Du machst irgendwie alles, außer das worauf du vielleicht gerade Bock hast.

Auch sind sich viele Influencer einig: Die Plattformen schützen, durch die Algorithmen, junge Leute nicht vor dem psychischen und sozialen Druck. Man wird direkt abgestraft und weniger auf den Plattformen empfohlen, sobald man nicht mehr regelmäßigen Content bringt.

Außerdem vertreten einige Influencer die Meinung, dass Anbieter wie TikTok, YouTube und Co sich stärker dafür einsetzen sollten, die psychische Gesundheit ihrer Creator zu bewahren. Beispielsweise eine Art „Zwangsurlaub“ pro Jahr halten alle befragten Influencer für eine gute Idee.

Die Verpflichtung gegenüber der Fans: Natürlich sollte ein Influencer zwischendurch auch auf Kommentare von Fans eingehen oder ihnen in Form von Likes Aufmerksamkeit schenken. Zudem erwarten die meisten Zuschauer regelmäßigen Content, egal ob auf Twitch, Instagram, TikTok oder YouTube.

Nadine Breaty erzählte davon, dass sie einmal 10.000 Instagram-Follower verlor, als sie mal eine Woche nichts postete. Auch Gnu berichtete, dass sie nervös wird, wenn sie nach Video-Upload auf ihrem Hauptkanal noch nichts kommentiert oder gelikt hat.

Auch interessant war die Frage nach der Handynutzung der Influencer. Im Durchschnitt waren alle täglich etwa 6 Stunden am Handy, manche sogar 8–10 Stunden. Der tägliche Check nach Zahlen, Kommentaren und dem Content summieren sich dann doch.

Was raten die Influencer anderen? Gnu möchte, dass Leute sich mehr mit der Person und dem Beruf auseinandersetzen. Der Job sei „nicht mal eben so“ und sei eine Menge Arbeit.

Jonas Ems meint: Wenn man schon drin ist, solle man sich nicht vom Erfolg abhängig machen, da alles viel mit den Algorithmen der Plattform zu tun habe. Ansonsten rät er sogar davon ab ein Influencer zu werden, da es sicher „nicht gesund für die eigene Psyche“ sei.

Quelle(n): STRG_F-Doku auf YouTube
Deine Meinung? Diskutiere mit uns!
43
Gefällt mir!
69 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Abstimmungen
Inline Feedback
Alle Kommentare anzeigen
Leya Jankowski

Liebe Community,

am Wochenende ist es uns nicht möglich, hier eine Moderation zu gewährleisten, wie sie unseren Ansprüchen eines respektvollen Tons und Umgangs entspricht. Deswegen haben wir uns entschlossen, die Kommentare hier zu schließen.

Danke für euer Verständnis und habt ein erholsames Wochenende.

Aldalindo

bei diesem Thema spielen natürlich viele probs zusammen:
Denke das fängt an beim Alter; viele der Influencer fangen angeregt durch ihre „Stars“ und in der Hoffnung auf schnelles und leichtes Geld schon früh an…meist aber recht untalentiert und zu Beginn just for fun (dazu gehört neben dem Equip und Bearbeitungsfertigkeiten, eben auch ein gutes Maß an schauspielerischen Selbstdarstellungsfähigkeiten, die dann noch authentisch und spannend rüberkommen müssen), die meisten „spielen“ sich selbst…einige wenige kommen dann an und stürzen sich fröhlich in die im Artikel beschriebene Spirale und merken schlimmsten Falls zu spät die Schattenseite und was ich noch schlimmer finde verpassen dadurch vielleicht sogar die Chance die Grundlage zu legen für einen „normalen“ Bildungsweg.
Natürlich fehlt es auch an psychologischer Betreuung und wer holt sich da schon selbstständig Rat oder merkt , dass dieser gebraucht wird (Hybris, Egoismen wenns „klappt“ können genau so gefährlich werden, wie die dunkleren im Artikel beschriebenen „Wirkungen“)
Das ganze bräuchte halt mal eine Beratungsstelle für Jugendliche aus der Community für die Community wo recht sachlich ein Leitbild, Leitfaden aufgestellt wird und auf diverse Gefahren hingewiesen wird (mit Tipps für Hilfe).
Dieser „Beruf“ ist halt noch recht neu und ringt noch ernst genommen zu werden, was er aber sollte, um die beschriebenen Probs zu lindern und/oder zu umgehen.
Ich könnte mir da gut einen Rezo vorstellen der in ein zwei Jahren mal sowas ernsthaft aufzieht. Dazu gehört eben viel Empathie und Intelligenz.

Envy

Mal vorne weg, ich finde es gut das bei einem solchen wichtigen Thema das „Team“ mit kommentiert, das hab ich bei anderen wichtigen Themen etwas vermisst. Es ist schon ziemlich spät an einem Freitag Abend aber ihr nehmt euch trotzdem Zeit auf verschiedene Kommentare einzugehen, Hut ab dafür.

Zum eigentlichen Artikel:

Mein persönliche Meinung, ich denke, dass da sehr viele Streamer, Influencer oder Youtuber sehr früh angefangen haben und das ohne jegliche Kenntnisse von diesem Genre.

Da waren einige noch sehr jung, wenn man sich diese Lochies oder wie die heißen ansieht.

Es gibt für Youtube Twitch und Co, keine Ausbildung die einem diese Dinge beibringt. Das ist, wenn man sich das Video anschaut, All-In in sehr jungen Jahren.

Ich meine kein Streamer ist mit 1 Mio oder mehr Follower gestartet, die haben sich das alle nach und nach erarbeitet. In so jungen Jahren und ohne Kenntnisse von Krankenversicherung, Sozialabgaben, Steuern etc. ist das in meinen Augen eine sehr ordentliche Leistung.

Gerade als es mit Youtube und Co angefangen hat, ging es über viele Jahre wie folgt, „Bring Content und zwar konstant und konsequent oder du bist irrelevant“. Dieser enorme Druck der von Anfang an da war, da wundert es mich kaum, dass man dabei relativ schnell an seine Grenzen kommt.

Ich denke es muss hier eine Zeit für Veränderungen kommen, Auszeiten müssen berücksichtigt werden, diesen Druck hält man sonst kaum aus.

Ich bin auch Selbstständig, aber ich hab dazu eine Ausbildung gemacht, bedeutet, ich wusste von anfang an grob was auf mich zu kommt. Das weiß man in der Unterhaltungsbranche aber nicht nicht.

Ich hab die ersten Monate ziemlich schwitzen müssen, da sind 12 bis 15 Stunden Tage keine Seltenheit und trotzdem kommt nicht viel dabei rum, man hat Angestellte und viel Verantwortung, ich musste die ersten 9 Monate knapp 40.000 Euro monatlich von meiner Kappe aufbringen, bis es sich selbst getragen hat, wenn du dann auf dein Konto schaust und ein Minus von über 350.000 Euro aufm Konto stehen hast, dann schläft man nicht besonders gut.

Ich kann jetzt beruhigter schlafen, da es alles sehr gut läuft, aber ich hätte mir nicht vorstellen können das mit 15, 16, 17 oder auch 25 Jahren zu tun.

Was man auch nicht vergessen darf, die Zeit, wenn man sehr viel arbeitet, vergeht wie im Flug, ich glaub die ersten 2 Jahre gingen so schnell rum, das ist gar nicht mehr greifbar.

Man arbeitet, isst was und schläft…die Zeit geht einfach zu schnell an einem vorbei. Wenn man so noch nicht gearbeitet hat, weiß man nicht wovon ich rede.

Es ist immer zu sagen, mach doch einfach Urlaub, nimm dir Zeit für dich. Man darf nicht vergessen, dass man unter einem enormen Druck steht und unter Umständen viel Verantwortung hat, wenn ich Urlaub mache, verdiene ich nichts, wenn ich krank bin verdiene ich nichts. Wenn ich Urlaub mache oder Krank bin und es gibt ein Problem in der Firma muss ich liefern, ob ich kann oder nicht.

Klar man sucht sich das in gewisser Weise selbst aus, aber es entsteht auch eine gewisse Sucht, man verdient ab einem Gewissen Punkt sehr viel Geld, 4.000 pro Monat, 8.000 pro Monat, 16.000 pro Monat usw. Wenn sich das am Anfang konstant steigert, ist man sehr enttäuscht wenn man „nur“ 14.000 pro Monat verdient hat und im Monat davor 20.000, diese Sucht kann ganz schnell dazu führen, dass man sich selbst verliert.

Die Leute die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, wissen wovon ich rede, die Leute die diese Erfahrung noch nicht gemacht haben, werden es wohl nie verstehen können.

Zum Abschluss, ich kann die Streamer verstehen und hoffe das ein Weg gefunden wird um bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Cortyn

Von einem Großteil der Kommentare hier bin ich wirklich enttäuscht und entsetzt.
Nicht nur, dass Arbeit herabgewürdigt wird, die Zehntausende oder Hunderttausenden als Unterhaltung dient („sollen die sich einen echten Job suchen“, „das ist ja gar keine echte Arbeit“), da sind leidende Menschen und die Reaktion ist: Stellt Euch halt nicht so an, muss man vorher wissen.

Erschreckend wenig Empathie und ungeheuer viel Neid.

Hauhart

Das ist aber auch dein „Problem“! Dein Problem ist die Erwartungshaltung. Hier sind sehr viele Kinder unterwegs, die selber im Leben noch nicht ein Cent verdient haben und generell auch keine Lebenserfahrung haben. Dazu kommt, dass gerade in Deutschland Neid ein riesen Problem ist. Merk ich selber als Privatier 😉

Ich verfolge Hänno, Gnu, Kalle, Sterzik und andere schon eine Weile und muss ehrlich sagen -> „puh mit denen möchte ich nicht tauschen“!

Jeder kennt dich (sehe ich als Nachteil) und dann auch noch 10h im Schnitt vor dem Monitor hocken und Spiele zocken, die ich ggf. gar nicht mag. Dazu immer noch ein 24/7 Lächeln aufsetzen und Werbung für Saftläden wie Sparkasse und Co. machen damit der Rubel rollt.
Ich bin Zocker und Tryharder durch und durch, aber darauf hätte ich keine Lust und das Tag für Tag.

Ich hatte auch schon mal ein Burnout und das kann auch was positives sein, denn dadurch habe ich kennengelernt, was mit im Leben wirklich wichtig ist. Geld, Fame, Style und Anerkennung ist es für mich jeden falls nicht mehr! Man ist nur einmal auf der Welt und mich machen Familie, Freunde und Freiheit am glücklichsten. Die drei goldenen „F“s 😉
Und gerade die Streamer machen für mich nicht gerade den Eindruck „frei“ zu sein.

Don77

Neid ist völlig normal und angebracht, ohne Neid würden die Löhne zwischen normalos und so Promis noch weiter steigern und die Ungerechtigkeit die sowieso schon extrem ist noch extremer werden.

Cortyn

Dass Neid in gewisser Weise normal ist, würde ich noch einsehen. Dass Neid dabei hilft, die Löhne irgendwie anzupassen, halte ich für ein Gerücht. Denn wenn Neid zu gleichem Lohn führen würde, dann wäre Deutschland wohl das Land mit den ausgeglichensten Löhnen auf der ganzen Welt.

Charmin Flaschet

Die Geister, die ich rief…

Cortyn

Na, ich hab die sicher nicht gerufen.

Dexter Ward

Erschreckend wenig Empathie und ungeheuer viel Neid.

Ich verstehe diese kurze Denkweise nicht. Leute äußern sich kritisch, negativ zu Streamern/Influencern also müssen sie einfach jedes Mal neidisch sein. Glaube nicht, dass es bei den meisten wirklich Neid ist aber das lässt sich eben immer am einfachsten sagen.

Ich mag viele Streamer/Influencer auch nicht. Das liegt aber an der Art wie diese sich geben und als Nabel der Welt darstellen. Das hat aber rein gar nichts mit Neid sondern einfach nur mit Antipathie zu tun.

Tarek Zehrer

Also was ich hier häufig lese, ist keine „kritische Auseinandersetzung“, sondern reine Abneigung bis Verachtung.

Coreleon

Also auch wenn man deren Content nicht mag wird da zu gern drauf gedroschen das es ja „kein richtiger Job“ sei und zu viel verdienen.

Nunja wenn das alle so einfach ist frage ich mich wieso die Kritiker das nicht auch tun? Ist doch ziemlich easy, lade ein paar Bilder hoch und fasel was in die Kamera und dann fließen die Millionen von allein. ^^

Aber als moralische Instanz verbietet sich die Idee ja direkt und man arbeitet aus Prinzip für den Mindestlohn, ist ja auch mehr Berufung als Beruf!

Jetzt mal ehrlich als ob… 🙄

Da werden Leute als Maßstab genommen mit Millionen Subs, das mag ja einigen nicht klar sein aber die breite Masse kommt da nicht mal in die Nähe.

Generell kann man aber sagen, dass man pro 1.000 Klicks rund 1 Euro verdient. Das heißt, dass erfolgreiche Youtube-Kanäle mit 10 Millionen Views rund 10.000 Euro verdienen.

Lefloid hat nun z.B. 732.378.663 Views,
das wären 732.378,66€.
Der Channel existiert seit dem 14.10.2007, also rund 14,33 Jahre
Macht ein Jahresgehalt von 51.215,29€ p.a.
Kommt noch durch Werbe Deals etwas drauf aber das klingt jetzt nicht so wirklich nach Ferrari für nichts.

Davon zahlt man dann noch ggf. einen Cutter, Ausrüstung etc. also wenn mir die Pfleger Kommentare ansehe und das z.B. in relation setze…
Kamil Albrecht lag wohl so als Intensivpfleger bei 61.200€ p.a. (ja viele liegen weit darunter ist nur Zahlen werfen) also tatsächlich käme er bei einem Berufswechsel besser weg, wenn man auf die Zahlen schaut.^^

ImInHornyJail

Macht Social Media krank?

Ja.

BlackStarNero

Ich finde es gut, dass man auch mal die Schattenseiten solcher „Berufe“ auf den Grund geht.
Leider sehen viele nicht, dass auch diese Arbeit seine Risiken mit sich bringen, da wird lieber so getan, als wäre es kein richtiger Beruf oder dass es doch eh alles nur gespielt ist, um Likes zu bekommen. (damit meine ich schon Leute, die auch wirklich was produzieren und nicht nur geklautes Material von anderen benutzen, um Klicks zu bekommen)

Wenn man sich so ein Beruf auswählt, sollte man auch dafür geeignet sein, jemand der nicht Reif genug ist oder so einen Druck nicht standhält, der sollte sich vielleicht etwas anderes suchen.

Bodicore

Geteiltes Leid bringt doppelt Likes.

Melchner

Ach Herrje, die armen armen Leute, die sich für einen Hungerlohn täglich kaputt schufften… also sorry aber das sind wohl mal mit Abstand die Letzten mit denen ich Mitleid habe…

L4ch3s1s

Also mal ehrlich soll man da Mitleid haben oder soll das mehr Klicks produzieren um die „armen“ Schlucker zu pushen? Dann mal auf in nem Pflegeberuf mit den Kollegen ;-). Kein Mitleid von meiner Seite

Zuletzt bearbeitet vor 3 Monaten von L4ch3s1s
Skyzi

Jeder ist nun mal ein Mensch wie man sieht. 😉

Tarek Zehrer

Und mich wundert nicht, dass so viele Leute sich zu solchen Themen nicht äußern, wenn die Reaktionen so ausfallen, wie in vielen Kommentaren hier.

Whataboutism an allen Ecken. Denen geht’s schlecht? Hier guck mal die Kinder in Afrika! (bewusst überspitzt aber wird hoffentlich deutlich, was ich meine.

Nico

Naja, klar ist halt ein job wie jeder andere, aber Sehr viele berufsgruppen haben auch ihre negativen seiten, die viele nicht kennen. Und da wird auch nix gesagt. Dieses ganze mimimi ist halt kein thema was mal alle jubel jahre kommt sondern regelmäßig 2-3 pro monat von dem ein oder anderen.

Gerade bei den ganzen Influencern kann ich genau das gegenteil schreiben von dem was du schreibst. da gibts nen paar dutzend Idioten die halt hass nachrichten etc schreiben, lassen sie sich runterziehen? anstatt von den 100x mehreren Positiven Nachrichten die sie auch bekommen sich dann mal sagen „scheiß auf die paar Deppen“

Alexander Leitsch

aber Sehr viele berufsgruppen haben auch ihre negativen seiten, die viele nicht kennen. Und da wird auch nix gesagt. 

Aber ist das nicht das Problem? Dass in den anderen Berufen genau darüber nicht gesprochen wird? Also, so viele Menschen leiden unter psychischen Problemen, Suizide sind nicht ungewöhnlich. Warum sollte also geschwiegen werden?

Threepwood

Beachtet man die Zielgruppe vom funk Netzwerk, ist das schon fast wieder mehr Marketing für die Darsteller („Ooh wie real, jetzt erst recht supporten!!11“ etc.), als Aufklärung oder gar Realitätsabgleich für die Kids mit dem Wunsch „fleischgewordener Otto-Katalog für…ach völlig egal!“.
Mal ehrlich, wer auf diesen Plattformen größtenteils mit Kindern, Jugendlichen und/ oder oft geistig Verwirrten sein Geld verdient und parallel Konzernen in der Gunst hinterher jagen will(!), muss sein Gewissen irgendwann ersaufen/ weg 420en/ nach Dubai ziehen und sich psychisch in eine Scheinwelt abspalten.

Influenzer versuchen, in der Rolle einer Person des öffentlichen Lebens, sich eh schon nur die Rosinen rauszupicken.
Abseits seltener Ausnahmen gehts dabei rein um Geld, Materialismus & damit verbundenen Status, Ego und Narzissmus. Von Vorbildfunktionen, auf vielerlei Ebenen, für eine u.U. große Masse an stark beeinflussbaren Menschen will da kaum jemand was hören.
Mehrwert für die Gesellschaft? Klar. Ich bin schließlich Reaction-Artist, hier haste Rabbatcode!

Schuhmann

Dass man jetzt von einem 25-Jährigen, der die meiste Zeit seines Lebens vorm PC verbracht hat, erwartet, ein moralisches Vorbild zu sein, find ich aber auch krass.

Das waren doch Stars der Popkultur noch nie. Wir nimmt sich denn einen Musiker, Schriftsteller oder einen Schauspieler zum Vorbild? Da muss man doch irre sein. Das war doch auch schon immer so.

Politiker, geistige Führer, Aktivisten und Firmen-Chefs sollten moralische Vorbilder sein – jedenfalls in ihrem öffentlichen Auftreten. Künstler waren schon immer Hedonisten und Irre, die unverantwortlich gehandelt haben.

De Balzac hat sich mit Koffein zu Tode gesoffen, während er mit den reichen Frauen halb Frankreichs geschlafen hat. Mozart war offenbar völlig irre. Phillip Marlow bei irgendeinem besoffenen Kneipenstreit ums Leben gekommen. Janis Joplin mit Ende 20 totgesoffen – Hemingway, Kurt Cobain – alle Selbstmord.

Also … da zu sagen: „MontanaBlack muss jetzt aber gesellschaftliches Vorbild sein“ – seh ich nicht.

BlackStarNero

Sorry, aber wie Ekelhaft ist ihr Kommentar den bitte, ich bin gerade etwas schockiert.

Sie sagen also, man kann von einem 25-Jährigen nicht erwarten, dass er als Vorbild dient, weil er sein Leben vorm PC verbracht hat, anders ausgedrückt, sie sind der Meinung, dass ein Erwachsener nicht reif genug ist, weil er sein Leben am PC verbracht hat.
Erinnert mich an, dass Thema Killerspiele, wo auch gesagt wurde, dass Kinder die täglich Ballerspiele zocken selber gewalttätig sind und nicht in der Lage sind ein gesellschaftliches Leben zu führen.

Ja wer nehmt sich wohl so ein Internet Star als Vorbild, genau Kinder, ist das schlau, nein, ist das Anschauen und Vergöttern solcher Menschen schlau, wohl nicht, aber es wird getan.
Warum ganz einfach, weil die meisten Kinder damit täglich in Kontakt kommen, es werden Videos geschaut, Nachrichten von ihnen gelesen und auch so wird über sie geredet, da ist es doch klar, dass diese Person als Vorbild für viele dienen, sie wollen doch in den meisten Fällen genauso werden.

Auch schlimm finde ich, dass sie sagen, dass Star der Popkultur nie als Vorbild zählen können und dass Künstler ja eh alle moralische Krüppel sind, das ist Sarkasmus von ihnen, oder?

Was kommt als nächstes, Sexismus im Gaming gab es schon immer, also gehört das einfach dazu.

Sorry, aber jemand der Kinder unterhält sollte schon als Vorbild dienen und sich zu benehmen wissen.
Wenn man ihre Aussage ernst nehmen würde, dann könnte man im Fernsehen ja den Moderator einer Kindersendung ruhig mal ein Bier in der Hand drücken während der Sendung, soll er doch mal paar Beleidigungen heraushauen, während ihn 1000 zuschauen, ist doch witzig und fördernd.

Also ganz klar kann man verlangen das sich ein MontanaBlack während er Menschen unterhält, sich moralisch korrekt verhält, alles andere wäre völlig daneben.

Wenn man nicht in der Lage ist, moralisch korrekt zu streamen, dann sollte man vielleicht so einem Menschen keine Bühne geben.
Damit will ich jetzt nicht sagen, dass diese Menschen perfekt sein müssen oder dass sie privat Vorbilder sein müssen, aber während sie auf Sendung sind, sollte dies schon der Fall sein.

Aber ich hoffe immer noch, dass ihr Kommentar einfach nur Satire ist und ich das nur nicht merk.

Envy

Streamer sind keine Angestellten von einem TV Sender. Es sind freie Künstler, aus diesem Grund kann und muss man nicht erwarten, dass sie moralische Vorbilder sind. Wenn ein Streamer sich vorbildlich verhält, ist das schön, jedoch kann sowas keinesfalls die Erwartungshaltung sein.

Im Gegensatz zum Beispiel von Moderatoren einer Kindersendung, wenn ich als Elternteil weiß das da jetzt eine Kindersendung läuft, dann kann ich von bestimmten Dingen ausgehen, genauso wie ich es bei Filmen kann wenn ich die FSK mir anschaue.

Da gibt es Regulierungen, bei freien Künstlern gibt es diese nicht. Da bin ich als Elternteil dafür verantwortlich.

Nehmen wir eine andere Sparte von Künstlern, sagen wir Musiker, geht man bei einem Bushido davon aus, dass er sich vorbildlich verhält und man von ihm eine Vorbildfunktion erwarten kann? Nein!

Es sind freie Künstler, die diesen Regulierungen nur zu einem kleinen Teil unterworfen sind, aber bei weitem keine Vorbildfunktion im Vordergrund steht.

BlackStarNero

Dann darf also ein freier Künstler machen, was er möchte.

Ich kann übrigens wohl von einer Erwartungshaltung ausgehen, dass man sich in der Öffentlichkeit zu benehmen hat, zumindest habe ich diese Werte noch als Kind beigebracht bekommen.
Dass dies nicht immer eingehalten wird, sollte ganz klar sein, was aber nicht gleich heißt, dass man es für gut empfinden muss oder schon zu Normalität zählen sollte.

Sie können mir aber auch gerne einen Grund nennen, warum ein freier Künstler zu sowas nicht in der Lage ist.

Wenn so ein benehmen Teil der „Show“ sein soll, dann sollte man es zumindest Kennzeichen müssen.

Dieses „so ist es nun mal, die sind ja nicht dazu verpflichtet sich zu benehmen oder auch da sollen die Eltern mal drauf aufpassen“ ist doch schrecklich.

Hier wird ständig drüber diskutiert, wie toxisch manche Communitys doch sind oder wie sexistisch viele Gamer sind, würdet ihr das auch gutheißen, weil keiner dieser Personen dazu verpflichtet ist, sich zu benehmen?

Vermutlich bin ich hier auch falsch und Beleidigungen, schlechtes benehmen und so gehört hier zum guten Ton.

Schuhmann

Dann darf also ein freier Künstler machen, was er möchte.

Ja, darf er. Dafür gibt es sogar einen Begriff „Kunstfreiheit“.

Kunst darf nicht staatlich reguliert werden. Das ist eine Reaktion auf die NS-Zeit, wo dann Bücher verbrannt wurden, die als moralisch falsch galten. Und wo manche Kunst plötzlich „entartet“ war.

Das steht im Grundgesetz.

Hier wird ständig drüber diskutiert, wie toxisch manche Communitys doch sind oder wie sexistisch viele Gamer sind, würdet ihr das auch gutheißen, weil keiner dieser Personen dazu verpflichtet ist, sich zu benehmen?

Sexismus ist z.b. in den Regeln von Twitch verboten.

Aber „Sexismus ist verboten“ ist etwas anderes als „Du musst ein moralisches Vorbild sein.“

BlackStarNero

Da ich das hier eh nicht mehr ernst nehmen kann, hier mal ein kleiner Widerspruch in ihrer Aussage.

Klar darf der Künstler alles machen, was er möchte.
Paar Sätze weiter Sexismus ist auf Twitch verboten.
Aber Herr Schuhmann sie sagten doch gerade noch ein Künstler darf machen was er will, warum muss er sich an Regeln halten, damit wird er doch in seiner „Freiheit“ beschränkt.

Dass meine Frage einfach mal ausgewichen wurde, nehm ich einfach mal so hin.

Schuhmann

Klar darf der Künstler alles machen, was er möchte.
Paar Sätze weiter Sexismus ist auf Twitch verboten.

Ja, das ist kein Widerspruch. Der Künstler ist in seiner Kunst frei. Auf der Plattform Twitch gelten aber eigene Regeln, die setzt ja nicht der Staat durch, sondern Twitch. Und der Künstler entscheidet sich völlig frei, diese Plattform zu nutzen und dann diese Regeln zu befolgen. Er muss aber nicht auf Twitch sein – dazu gibt es auch Alternativen.

Wenn Twitch ein Monopol wäre und es die einzige Art wäre, eine Kunst auszuüben, dann wäre das auch problematisch.

Hinter sowas wie einem Verbot oder einem Gebot, wie man sich verhalten muss, steckt ja verdammt viel. Ein Vertrag zwischen Gesellschaft und Individuum. Wenn man rumläuft und sagt: „Ein Künstler muss aber so und so sein – das erwarte ich von dem“ … das ist einfach total krass. Das ist dir offenbar gar nicht bewusst, wie weit du da in Freiheitsrechte reingrätscht, die so im Grundgesetz stehen.

Ich frag mich wirklich, wo diese Idee herkommt.

Wer sollte dafür Verantwortlich sein, einen Künstler „moralisch verantwortlich“ zu halten? Wer ist dafür zuständig? Die Polizei? Die Medien? Die Politik? Die Gesellschaft? Die Verlage?

In Diktaturen gibt es tatsächlich Behörden, die dann losziehen, und solche Künstler, die sich nicht so verhalten, wie sie sich verhalten sollen, einfangen, verschleppen, bestrafen. In China passiert das wirklich. In anderen Ländern auch. Aber in Deutschland wäre das völlig undenkbar.

Ich glaube wirklich, dass ist dir gar nicht klar, um was es da geht.

BlackStarNero

Ich hoffe einfach, sie verstehen nur nicht, was ich eigentlich verlange, hab ich weiter unten erklärt.

Warum wird dann bitte Sexismus und Rassismus verboten, aber andere Leute zu beleidigen wird gutgeheißen?

Zuletzt bearbeitet vor 3 Monaten von BlackStarNero
Schuhmann

Es heißt niemand gut, wenn andere Leute beleidigt oder verletzt werden. Und es gibt auf Twitch und auch hier auf MeinMMO Regeln und Richtlinien, die das unterbinden – ja, ganz richtig.

Es geht hier einfach darum, dass Künstler keine moralischen Vorbilder sind und noch nie waren.
Man kann sich ja wünschen, das es sie sind. Aber man kann es ihnen nicht vorschreiben, weil das ausdrücklich nicht deren Job ist.

Künstler müssen frei und unreguliert sein. Das ist ihre Aufgabe. Das sieht das Grundgesetz so vor.

Das heißt nicht:“ Jeder Künstler soll sich wie ein Arsch verhalten“ – niemand findet das toll. Aber es darf niemand kommen und ihm sagen: „Du darfst jetzt kein Künstler mehr sein, weil du unanständig warst“ – weil man da eine Tür aufmacht, die man nicht mehr zubekommt.

Wer legt da die Grenzen fest, was okay ist und was nicht?

Darf man mit verschiedenen Partnern schlafen, ohne mit ihnen verheiratet zu sein? Darf man Partnern sagen, man liebt sie und dann ist es gar nicht so? Darf man in der Öffentlichkeit rauchen, trinken und zu Drogenkonsum stehen? Darf man ausfallend werden und Leute beleidigen, die einen selbst angreifen? Darf man Schimpfwörter verwenden? Darf man faul sein? Darf man sagen, dass einem die ganze Politik nicht passt und alle Politiker korrupt sind? Darf man sagen, dass man Polizisten doof findet? Darf man in der Nase popeln, rülpsen und furzen? Darf man richtig schlechte Witze machen? Darf man etwas machen, von dem man weiß, dass es die Gefühle anderer verletzen wird? Darf man was machen, von dem man weiß, dass es die religiösen Gefühle verletzt? Darf man was unanständiges machen?

Welche Konsequenzen hat das alles? Wer legt das fest? Das ist ein ewig weites Feld. Genau darum ging es z.b. bei dem Böhmermann-Erdogan-Skandal. Oder bei „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“ neulich.

Es gibt Gesetze, die für jeden gelten. Und dann gibt es sowas wie „moralische Richtlinien“ oder den „Anstand“ – für den gibt’s kein System.

Wenn man dann sagt: „Wenn MontanaBlack kein gutes Vorbild ist, sollte der nicht streamen dürfen“ -> Das ist so einfach gesagt. aber da macht man ein Riesen-Fass auf.

BlackStarNero

Ich gehe einfach nochmal darauf ein.

Sie sagen, andere Leute beleidigen und verletzten wird nicht gut empfunden und werden durch Regeln und Richtlinien unterbunden, so soll es sein.

Man sollte also zumindest so viel erwarten dürfen, dass sich diese Personen auch dran halten, wer dies nicht kann, sollte nun mal nicht auf so einer Plattform streamen dürfen.

Wenn man also in seinen Streams, ständig seine Zuschauer beleidigt, aggressives Verhalten zeigt und ständig in Skandale verwickelt ist und ständig gebannt wird, das würde mir zumindest zeigen, dass diese Person nicht geeignet für diesen Beruf ist.

Wenn ich dann hier lese, dass man als Künstler machen darf was man will, dass so ein Verhalten ganz normal sein soll.

Um es mal ganz einfach auszudrücken, ein Streamer sollte zumindest so viel Vorbild sein, dass dieser sich an die Regeln und Richtlinien hält und sich nicht wie ein Gott verhält, der über alles steht.

Auf ihre Fragen hin, wer entscheidet oder legt fest, was die „moralischen Richtlinien“ sind oder was Anstand ist, würde ich einfach mal als Antwort geben, die Gesellschaft.
Die Gesellschaft gibt vor, was richtig und was falsch ist, anders als gesetzliche Normen werden diese nicht sträflich verfolgt.

Als Beispiel: Du sollst nicht im Kino laut reden, es gibt kein Gesetz, das mir dies verbietet, es wird aber von der Gesellschaft (Mitmenschen) nicht gern gesehen und wird von genau diesen sanktioniert, vermutlich durch Hinweisen auf mein Fehlverhalten oder auch schlimmeres.

Ich möchte auch gar nicht weiter ins Detail gehen, nur so viel ist gesagt, es gibt durchaus ein System, sonst würde ein miteinander Leben nicht klappen.

Wenn sie also immer noch sagen, dass wiederholte Vergehen gegen die Richtlinien von Twitch kein Grund ist, jemanden auszuschließen, man dies mit chinesischer Zensur vergleicht, dann weiß ich auch nicht mehr weiter.

Envy

Dann darf also ein freier Künstler machen, was er möchte.

Kurz und knapp, ja. Es gibt gewisse Regularien aber keines dieser Regularien beinhaltet, dass ein Künstler ein moralisches Vorbild sein muss.

Es heißt nicht das ich das gut heiße, aber es ist nun mal so.

Möchte ich als Elternteil nicht, das mein 14 Jähriger Sohn Gangster Rap hört, dann liegt das in meiner Verantwortung, unterbinden kann man es leider auch nur begrenzt, weil man nicht 24/7 kontrollieren kann.

Aber ich kann nicht erwarten das der Rapper ein moralisches Vorbild ist, das war noch nie so und wird nie so sein.

Diese Leute bedienen eine Rolle, sie spielen diese Rolle für den Erfolg, es heißt auch nicht das diese Leute im privaten Leben genauso sind.

Ein Bushido als Künstler, rappt von: Ich f**** Deine Mutter und sie b**** meinen Sch***.

Ein Bushido als Familienvater von mittlerweile 5 oder 6 Kindern, würde das wohl nie zu seiner Frau sagen oder so vor seinen Kindern reden.

Fazit:

Künstler haben gewisse Freiheiten und nutzen diese beruflich für den Erfolg aus. Moralische Vorbilder waren sie nie und man kann es auch nicht erwarten.

Schuhmann

Sie sagen also, man kann von einem 25-Jährigen nicht erwarten, dass er als Vorbild dient, weil er sein Leben vorm PC verbracht hat, anders ausgedrückt, sie sind der Meinung, dass ein Erwachsener nicht reif genug ist, weil er sein Leben am PC verbracht hat.
—-
Ich sage man kann von keinem 25jährigen erwarten ein Vorbild zu sein.
Und von einem, der beruflich seit Jahren alleine vor seinem PC sitzt und Videospiele spielt, schon mal gar nicht.

Ich beschäftige mich ziemlich viel mit Twitch-Streamern. Leute wie xQc, Tfue oder so – die wirklich „an der Spitze des Streamings stehen“ – sind Vollzeitzocker mit relativ geringer schulischer Ausbildung, die nicht gerade moralisch gefestigt sind.

Fairerweise muss man sagen, dass einige Streamer dann wirklich diese moralische Verantwortung spüren und von sich selbst aus erwachsener werden – aber viele tun das überhaupt nicht, sondern machen das genaue Gegenteil davon.

Ich behaupte: Ein 25-jähriger, der sein Abi gemacht, danach 3 Jahre eine Ausbildung absolviert hat und 3 Jahre in einem Betrieb arbeitet, hat eine deutlich höhere Reife als jemand, der nie richtig in der Schule war und seit er 16 ist YouTube-Videos macht und mal 2 Jahre in einem Gamer-Haus gewohnt hat. Und ich halte das auch für völlig nachvollziehbar.

Auch schlimm finde ich, dass sie sagen, dass Star der Popkultur nie als Vorbild zählen können und dass Künstler ja eh alle moralische Krüppel sind, das ist Sarkasmus von ihnen, oder?

Das sind nicht „alles moralische Kruüüel“ – aber Stars der Popukultur haben noch nie von der Gesellschaft eine Vorbild-Rolle verpasst bekommen.

Vor den Alben von Rappern wurde jahrelang gewarnt, die haben sich ja einen Gag daraus gemacht, das Gangster-Image zu pfelegen und ausdrücklich kein Vorbild zu sein.

Wenn man ihre Aussage ernst nehmen würde, dann könnte man im Fernsehen ja den Moderator einer Kindersendung ruhig mal ein Bier in der Hand drücken während der Sendung, soll er doch mal paar Beleidigungen heraushauen, während ihn 1000 zuschauen, ist doch witzig und fördernd.

Nein, weil der eine Person es öffentlichen Lebens und kein Künstler ist, sondern ein Angestellter? Jemand, der im ZDF Logo moderiert, ist kein Künstler – der muss natürlich eine Vorbild-Funktion erfüllen. Jan Böhmermann, der sich selbst als Satiriker sieht, muss das aber nicht. Sonst wäre er nach der Erdogan-Sache nämlich hochkant rausgeflogen. Das ist er aber nicht.

Ich glaube, der Begrif „Künstler“ ist dir gar nichtg klar.

Also ganz klar kann man verlangen das sich ein MontanaBlack während er Menschen unterhält, sich moralisch korrekt verhält, alles andere wäre völlig daneben.

Wenn man nicht in der Lage ist, moralisch korrekt zu streamen, dann sollte man vielleicht so einem Menschen keine Bühne gebe

Das ist wirklich ein völlig falsches Bild, was du da hast. Ein Künstler ist nicht dafür da, sich „moralisch korrekt“ zu verhalten und ein „Vorbild“ zu sein.

Das ist eine absurde Idee, dass MontanaBlack in irgendeiner Form eine pädagogische Aufgabe erfüllen sollte. Wer sollte die durchsetzen? Willst du eine Moralpolizei haben, die LEuten die Plattform wegnimmt, weil sie irgendwelche moralischen Standards nicht entspricht? Wie stellst du dir das vor? Soll Twitch in die Regeln schreiben, dass nur „nette, aufrichtige Bürger“ streamen dürfen oder was?

„Der Kommentar ist Satire“

Ich find deinen Kommentar erschreckend naiv.

Also ich bin da wirklich erschrocken. Wenn einer von xQc erwartet, der müsste sich „moralisch korrekt“ verhalten, damit er als Vorbild dienen kann – das ist total realitätsfern.

Lichtschwertfisch

Asozialster Kommentar, der hier je geschrieben wurde, das ist schon ein starkes Stück für einen, der hier Chefredakteur ist.

Grad Künstler sollten uns als Vorbild dienen, dazu müssen die diese Rolle natürlich auch ausfüllen. Und in welcher Welt lebst du denn, dass du annimmst, man könnte sich Politiker oder Firmen-Chefs zum Vorbild nehmen?

Schuhmann

Grad Künstler sollten uns als Vorbild dienen, dazu müssen die diese Rolle natürlich auch ausfüllen.

Also war Michael Jackson ein Vorbild? Oder Roman Polanski? Oder Kurt Cobain? Oder Hemingway?
Oder sind das etwa keine künstler?

Bert Brecht ist einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller aller Zeiten. Hat reihenweise die Frauen in einem Leben ausgenutzt und für sich schuften lassen, nach dem, was wir wissen.

Wer ist denn für dich Künstler? Helene Fischer oder wer? Ich bin da echt erschrocken.


Und in welcher Welt lebst du denn, dass du annimmst, man könnte sich Politiker oder Firmen-Chefs zum Vorbild nehmen?

Politiker werden nach diesen Maßstäben beurteilt. Christoph Wulff politisch tot, weil er angeblich ein Bobby-Car als Bestechungs-Geld angenommen hat. Gutenberg politisch tot, weil er bei der Doktorarbeit gemogelt hat. Maskenaffäre -> Alle mussten zurücktreten.
Hier am Dorf kannst es vergessen, Bürgermeister zu werden, wenn du geschieden bist oder aus der Kirche austrittst.

AN diese Leute werden moralische Maßstäbe angelegt.

Auch von Firmen-Chefs wird erwartet, dass sie sich seriös verhalten, sonst sinkt der Börsenwert – allerdings nicht in dem Rahmen, wie an Politiker. Das stimmt.

Sorry, aber „das ist ein starkes Stück für einen Chefredakteur ist“ -> Ja, am besten ich tret zurück … also wirklich.

Lest euch doch mal die Biographien von bedeutenden Künstlern durch. Also ernsthaft. Die haben schon immer für Skandale und Aufruhr gesorgt, zu jeder Zeit. Das ist eine wichtige Aufgabe der Künstler, geltende Moralvorstellungen zu hinterfragen und Grenzübertretungen zu wagen. Das ist nicht deren Job, „anständig“ zu sein – das ist vielleicht in der Volksmusik so.

Azurael

Interessant das mit den Politiker. Da frage ich mich wie ein Olaf Scholz Kanzler werden kann wenn sie doch so sehr an Maßstäben gemesse werden. Man denke nur an das Thema Cum Ex, Berechmitteleinsatz und Wirecard. Anscheinend werden die Maßstäbe nur dann angelegt wenn es gerade am besten passt

Zuletzt bearbeitet vor 3 Monaten von Azurael
Schuhmann

Das ist wieder eine andere Ebene. Das sind ja Sachen, wo er die übergeordnete Verantwortung für Dinge hatte, die schief gelaufen sind.

Das war ja nicht so, dass er am Tisch von Wirecard saß und da einen Geldkoffer erhalten hat.

Wenn man da mal genau schaut, konnte man Scholz aus den Sachen politisch keinen Strick drehen, weil das zu weit von ihm weg war und auch andere mit drinhingen.

Wirecard war z.b. ein Prestige-Projekt der bayrischen CSU. Wenn die da mit dem Finger auf Scholz zeigen, zeigen 5 Finger zurück.

Da muss man auch mal hingucken.

Azurael

Also das Gesetz welches den Einsatz von Brechmitteln erlaubt um Beweismaterial von Drogendealern zu sammel die diese geschluckt haben hat er verabschiedet als er noch Bürgermeister in Hamburg war.
Genauso hat er bei dem G20 Gipfel 2017 jegliche Warnung vom Geheimdienst und Sicherheitsexperten ignoriert und diesen trotzdem gehalten. Was daraus wurde hat man ja gesehen.

Bei Cum Ex hat er auch direkt Kontakt zu den Eignern von M. M. Warburg.
So distanziert ist er davon sicher nicht wenn er zu einem Untersuchungsausschuss geladen wurde zu Cum Ex und Wirecard.

Beim Wirecard Untersuchungsausschuss hat das Finanzministerium die Aufklärung behindert weil es die geforderten Unterlagen zu spät zur Verfügung gestellt hat.

Es ist schon vieles passiert wofür anderen schon 10 mal zurücktreten müssten daher finde ich das ganze mit Politiker als Vorbild nicht unbedingt der Realität entpsprechend

Zuletzt bearbeitet vor 3 Monaten von Azurael
Schuhmann

So distanziert ist er davon sicher nicht wenn er zu einem Untersuchungsausschuss geladen wurde zu Cum Ex und Wirecard.

Wenn das echt eine klare nachweisbare moralische Verfehlung gewesen wäre, die auch als solche erkannt worden wäre, dann wäre Scholz nicht Kanzler geworden.

Das Gegenbeispiel sehen wir doch direkt daneben:

Laschet hat einmal im falschen Moment gelacht – und war politisch tot.
Bärbock hat einige Schnitzer gehabt bei Plagiaten, Lebenslauf und Steuern – ist politisch stark angeschlagen.
Martin Schulz hat einmal in hohem Fieber und völlig übermüdet gesagt, er würde nicht in ein Kabinett Merkel eintreten, hat das Minister-Amt dann doch angenommen – politisch tot.

Wenn den Leuten „Moral“ bei Politikern egal wäre, dann wär das alles anders gelaufen. Die Leute sind nicht perfekt, es ist nicht alles Schwarz-Weiß, aber das spielt schon eine Rolle.

BlackStarNero

Es soll auch Künstler geben, die nicht nur Skandale verbocken, sondern es gibt auch welche, die was geleistet haben, die wirklich Vorbilder sind, nur weil manche Künstler durch Skandale auffallen, sollte dies nicht als Norm gezählt werden.

Schuhmann

Ich glaube dir ist nicht klar, was du da für Türen aufmachst, wenn du sagst: „Künstler müssen sich moralisch korrekt verhalten, sonst muss man denen die Plattform wegnehmen.“

Das ist Nordkorea – das ist China. Das ist eine Dystopie.

Wenn wer bestimmt, was gesagt werden darf und was nicht. Wenn wer bestimmt, wer Künstler sein darf und wer nicht. Das ist ein ganz wichtiger Bestandteil der westlichen Demokratien, dass es diese Freiheiten für die Kunst gibt.

BlackStarNero

Moralisch korrekt, sollte zumindest so weit gehen, dass man die gesellschaftlichen Normen einhält, genau wie es eine Selbstverständlichkeit sein sollte, dass man nicht rassistisch oder sexistisch sein sollte, genau diese Regeln hat auch Twitch und das ist auch gut so, warum sollte dies nicht auch auf Beleidigungen und co zutreffen?

Auf dieser Plattform wird doch auch nicht gern gesehen, wenn jemand andere beleidigt und wenn es öfters vorkommt, wird er doch wohl auch gebannt oder nicht?

Wenn Leute beleidigen hier geduldet wird, bitte direkt sagen.

Als moralisch vorbildlich würde ich schon jemanden nennen, der sich nicht wie der letzte Mensch auf Erden verhält, also jetzt auf diesen Bereich bezogen, versteht sich.

Ich meine nicht so Sachen wie, dass man nicht über Alkohol, Drogen oder sonst was reden darf, dass man kein Glücksspiel zeigen darf, dass man keine Satire machen soll oder halt solche Sachen.

Mir geht es mehr darum das man sich zumindest Respektvoll gegenüber andere Menschen verhalten sollte, das wäre ja wohl das mindeste, was man erwarten kann, von jemanden der Öffentlich tätig ist.

Wenn sie aber der Meinung sind, dass ein freier Künstler, sich in der Öffentlichkeit schlecht benehmen darf, Leute auf der Straße beleidigen und so und dies dann mit einem Like belohnen, weil ja eine tolle Aktion ist, dann ja, dann passt es alles zusammen.

Dexter Ward

Ich glaube dir ist nicht klar, was du da für Türen aufmachst, wenn du sagst: “Künstler müssen sich moralisch korrekt verhalten, sonst muss man denen die Plattform wegnehmen.”

Das ist Nordkorea – das ist China. Das ist eine Dystopie.

Wenn wer bestimmt, was gesagt werden darf und was nicht. Wenn wer bestimmt, wer Künstler sein darf und wer nicht. Das ist ein ganz wichtiger Bestandteil der westlichen Demokratien, dass es diese Freiheiten für die Kunst gibt.

Das bedeutet dann also wenn ich meinen Account hier als Kunstfigur deklariere und mich somit selbst als Künstler darstelle darf ich alles äußern was ich möchte?!
Darf demnach auch mal etwas direkter und anmaßender gegenüber den Redakteuren und deren Arbeit kommentieren ohne dass man einen Bann fürchten muss ?!
Weil ansonsten würdet ihr ja bestimmen „wer was sagen darf und was nicht“ und würdet euch damit als regulierende Instanz darstellen.

Sorry, aber “das ist ein starkes Stück für einen Chefredakteur ist” -> Ja, am besten ich tret zurück … also wirklich.

Bitte keine falsche Hoffnung machen. 😀

Threepwood

Moin Schuhmann,

ich kann die Verteidungshaltung von dir und euch als Redaktion verstehen, sie gehört in der Auseinandersetzung ebenfalls dazu. Ob diese so bedingungslos sein muss….mmh keine Ahnung, müsst ihr mit euch selbst ausmachen. Ich versuche mal darauf einzugehen und Perspektiven aus einer anderen Bubble aufzuzeigen.

Zuerst müsste man eigentlich Kunst diskutieren. Es gibt zig Definitionen darüber. Ob jemand, der mit der Kunst anderer (Spiele, Musik, mittlerweile ja sogar stumpf Film und Serie laufen lassen, Reaktion auf Inhalt X) sein Brot verdient, selbst Künstler ist, darf zumindest scharf diskutiert und auch bezweifelt werden. Die Anbindung an Künstlerkassen etc. wird dann gern als Gegenargument genommen. Dies beschreibt lediglich die rechtliche Seite.
Streamer ähneln doch eher TV Moderatoren, die etwas präsentieren. Eben in erster Linie sich + X als inhaltliche Brücke. Je nach Status.
Da du ja selbst einige der Künstler unserer Geschichte erwähnst, frag dich mal, ob das bzw. die vergleichbar sind, um bedingungslose Narrenfreiheit zu gewähren.
Ja, die haben Künstler oft. Genie und Wahnsinn eben. Wird dort übrigens ebenfalls verurteilt und kritisiert. Je nach Mehrwert durch die Kunst selbst aber toleriert.

Natürlich sind Künstler, Stars und öffentliche Personen Vorbilder und haben diese Funktion inne. Das mag für dich selbst (für mich übrigens auch) abstrakt erscheinen, lässt sich aber nicht wegdenken. Nicht ohne Grund achten Managements z.B. in der Musikbranche darauf, was ihre jungen Stars in der Öffentlichkeit von sich geben, wie Jugendmagazine diese präsentieren, um in der Zielgruppe der stark Beeinflussbaren gewisse Grenzen, Moral und Ethik zu vermitteln. Funktioniert natürlich nicht immer, schon klar. Aber die sind sich ihrer Rolle wenigstens bewusst und wissen, dass jemand, der sich aufgrund seiner (geistigen) Reife nicht selbst regulieren kann, dabei Unterstützung benötigt. Auch im Sinne der Gesellschaft. Auch im Sinne von Kinder-/ Jugendschutz.
Der Unterschied zu Kurt Cobain, Mozart und Co ist abseits von tatsächlicher Kunst, die selbst in 100 Jahren (okay falls die Erde noch läuft) noch Leute berühren wird, zudem die Präsenz.
Streamer sind täglich so pseudo nah, wie Vorbilder es bisher nie waren. Omnipräsent und komplett ungefiltert. Allein aufgrund der schieren Überpräsenz können die ihre eigene Persönlichkeit gar nicht mehr Öffentlichkeitstauglich machen, sollte es dort hapern. Wer z.B. innerlich Sexist ist, kann das auf Dauer somit nicht verstecken. Videoboarden sich junge Menschen ganz freiwillig selbst lang genug ist das Ergebnis vorhersehbar.

In der sozialen Arbeit mit Kindern, primär aber Jugendlichen und Menschen bis Ende 20 sind die (Aus)Wirkungen u.a. von Streamern allgegenwärtig. Beginnt beim Sprachgebrauch, Umgangsformen, Lebenszielen, Hobbies/ Leidenschaften/ Freizeitgestaltung und vielem mehr.
Im Deutschrap gibts ähnliche Diskussionen. Aktuell möchte sich dort auch ein großer Teil der Szene nicht seines Einflusses und Vorbildfunktion auf Kinder und Jugendliche bewusst sein, möchte aber trotzdem massiv daran verdienen.
Und dennoch sind sie es (leider). Vorbilder. Drogen- und Medikamentenkonsum steigt je nach gehypten Songs, IG Postings und TikTok Schwachsinn maßgeblich. Sexismus, Gewalt, Anti Staat/ Integration, Materialismus etc….es gibt viele Themen und viele sind sehr ähnlich zu Influenzern. Überschneidet sich natürlich auch oft, weil Marketing können dann doch einige.
Der Unterschied hier ist dann tatsächlich, dass zumindest bei all dem Autotune versucht wird, die Kunstform Musik als Grundlage zu haben. Und zwar nicht im Sinne von einem Video, wo jemand „Play“ bei Spotify drückt und sich dann als Künstler bezeichnen will. Okay das gibts bestimmt auch, das Internet hat alles. Aber ich denke du verstehst das Beispiel.

Klar, man kann nun sagen, ist halt so. Mir egal, ist nur Internets. Unter anderem die (private und berufliche) Pädagogik muss halt das Schlimmste versuchen auszubügeln. Ist dann halt nicht so geil.
Reichweite hat seinen Preis auf beiden Seiten der Internetleitung und bringt Verantwortung mit sich, ob diejenigen sich das eingestehen wollen und können oder eben nicht. LeFloid ist ja tatsächlich ein positives Beispiel und zugleich eine absolute Ausnahme in dieser Szene.

Damit bin ich dann auch raus aus dem Thema. Ich bin da beruflich seit Jahren zu sehr in der Schadensbegrenzung tätig und jaaa, es ist nur ein Teil der Gesamtproblematik. Aber ein fcking wichtiger.

Zuletzt bearbeitet vor 3 Monaten von Threepwood
Sveasy

Ich behaupte mal, auch andere Leute haben dank ihres Jobs Stress, Burnout, fangen das Saufen an oder werden depressiv…. Nur mit dem kleinen Unterschied dass die keine drölfzigtausend in der Woche verdienen, Millionen auf dem Konto haben und/oder sich die Sonne Madeiras auf den Arsch scheinen lassen können.
Du bist mit deinem Job unzufrieden? Änder was…. Oder geht’s da schlicht bei manchen um ein unbedientes Aufmerksamkeitsdefizit und Mitleidsspenden der Fans?

Zuletzt bearbeitet vor 3 Monaten von Sveasy
Timeless

Absolut null Mitleid. Wer mit der Öffentlichkeit und seinem Gesicht sein Lebensunterhalt erstreitet, sollte vorher wissen was auf ihn/sie zukommt. Gibt in den letzten Jahrzehnten genug Beispiele 😉

Es gibt genug Leute die mit ihrem miesen Jobs, teils weil sie einfach keine andere Möglichkeiten haben, nicht wissen wie sie sich den Monat über Wasser halten können und es sind sehr viele
mehr durch die aktuellen Umstände geworden.
Die haben nicht die Möglichkeiten sich bei ihren Fans auszuheulen.

Die Influenzer haben die Mittel für professionelle Hilfe und können sichs auch Leisten oder im schlimmsten Fall such euch nen normalen Job wie der Großteil der Bevölkerung oder geht in rente…

Chris

Will jetzt echt nicht wie ein Arsch aus der letzten Ecke Deutschlands dastehen allerdings einen auf Tränendrüse machen bringt sie auch nicht weiter. Hab selbst 7 Jahre erfolglos in einem IT Logistik Unternehmen gearbeitet nachdem ich die Reißleine gezogen und mit der Agentur für Arbeit geredet hab. Lieber etwas unternehmen statt zu jammern oder auf Tränendrüse drücken.

Zuletzt bearbeitet vor 3 Monaten von Chris
Alexander Leitsch

Aber ist dieses „Jammern“ nicht genau „etwas unternehmen“? Öffentlichkeit schaffen, weil so oft vergessen wird, dass hinter den Menschen in der Öffentlichkeit auch private Probleme stehen? Die Jugend davor warnen, dass dieser Job nicht so leicht ist, wie alle denken? Also für mich, sorry, klingst du genau so, wie du nicht klingen möchtest.

Wolve In The Wall

Ich denke in der heutigen Gesellschaft (Digitalisierung, Leistungsdruck usw) fallen immer mehr Menschen Burnout, Suchtproblemen usw zum Opfer – egal ob Promis, Influencer oder eben „Ottonormalverbraucher“.
Erstere zwei können aber immerhin selbst frei entscheiden, sich für eine bestimmte Zeit oder für immer zurückzuziehen, wann sie in Rente gehen usw. Das ist unterm Strich mehr Luxus als den meisten Menschen vergönnt ist.

Zuletzt bearbeitet vor 3 Monaten von Wolve In The Wall
Charmin Flaschet

Du überschätzt das Einkommen der meisten „Influencer“, die nur sich selbst verkaufen können. Ein minimaler Teil verdient extrem gut – und die meisten eher auf 1k – 2k netto Niveau. Und das nicht einmal fest, sondern jeden Monat wird auf’s Neue gewürfelt.

Nico

Natürlich hat die masse keine großen Summen, aber in dem video da oben gehts halt nicht um normalo Influencern. Den Influencern gehts halt nicht anders als jeder andere der sich Selbstständig macht, die fangen da auch nicht mit großen gewinnen an etc, eher oft im Gegenteil…..

Charmin Flaschet

Wie gesagt, Du/Ihr überschätzt deren Einkommen. Wir durften ja schon die ein oder andere Koop einfädeln und… Wenn man alle Kosten abzieht, bleibt da nicht so viel übrig. Gerade Influencer die nur ihre Reichweite vermarkten können, ohne Provisionen, bekommen meist nur ’ne WKZ, also einmalige, fest definierte Summen. Kasse machen eigentlich nur die, die regelmäßig und erfolgreich Promos fahren können.

Und… Das sind ironischerweise selten die „Großen“, weil die eben, plump gesagt, nur Clowns ohne Credibility sind.

Nico

Und ich sags nochmal das ist nichts anderes als jeder andere der sich selbsständig macht, oder in Berufen arbeitet wo es schwupdiwups schlechter läuft und ne Kündigin hat. Influencer sind nicht die einzigen mit Existenzängsten…. Nur tun die immer so als treffe es sie besonders hart…

Und ich glaube du und ich haben eine andere Definition von „Groß“

Kat4343

Ich meine das jetzt nicht aus der üblichen, toxischen Perspektive sondern als Erwachsene im Arbeitsleben: Buhu, das Leben ist kein Ponyhof. Das kann ja nun wirklich jeden treffen, Alkoholsucht, Burnout und Co…Tatsächlich gibt es überall fehlenden Nachwuchs (Pflege, Krankenhaus, Kita Handwerk), lernt doch einfach was anderes oder lebt von eurem Geld in den Tag hinein. Aber ups, dann wird man ja gar nicht mehr gefeiert und versinkt in der Vergessenheit? 😋

Schuhmann

Ich denke das auch, dass dieses Phänomen nicht auf Influencer begrenzt ist.

Es gibt eine sehr gute Doku über einen Investment-Banker, der in Frankfurt gearbeit hat: „Der Banker – Master of the Universe“ – das ist ein Workaholic durch und durch. Das ist halt einfach krass, wenn der aus seinem Leben erzählt, weil das überhaupt nichts mit der Arbeitsweltr von 99% der anderen zu tun hat.

Und Banker zählt ja als „richtige Arbeit“.

Das ist nicht so, als hätten nur Influencer Probleme mit der Work-Life-Balance.

Zuletzt bearbeitet vor 3 Monaten von Schuhmann
K

Das hängt halt Stark wie du schon sagst von der Arbeit ab. Gibt halt Berufe da kein man kein Feierabend machen wenn man will.
Streamer können immer Streamen, kein Stream = mögliche verpasste Gelegenheit.
Da wird man schon unter Druck gesetzt und muss sich selber gut kennen damit man weiß wie viel Arbeit gesund ist und wann Mal ne Pause gut ist.

Ich selber arbeite im mittleren Management und könnte auch immer arbeiten. 24/7. Genug Arbeit ist immer da und kommt auch immer neu. Da muss man echt aufpassen daß man nicht sich selber kaputt Arbeitet. Weil stoppen tut dich keiner sobald man nicht mehr stempelt und außer tariflich angestellt ist.

Also kann ich verstehen den Druck, die Angst und die Belastung. Weiß aber auch keine Lösung für die Jungs im Bereich Streamer/ influencer.

Schuhmann

Weiß aber auch keine Lösung für die Jungs im Bereich Streamer/ influencer.

Die Lösung ist, dass du dir feste Arbeitszeiten gibt und feste Urlaubszeiten und dich strikt daran hältst.

Das ist eigentlich für jeden Selbstständigen die Lösung, wenn du Selbstausbeutung verhindern willst.

Aber das ist halt leichter gesagt als getan. Gerade in dieser Phase, wo du pro Stunde so wenig verdienst, dass du eigentlich 80 Stunden die Woche arbeiten muss, um ein „normales Gehalt“ zu haben.

Ich glaube gerade so „eher kleiner Streamer, aber wachsend“ ist so die bescheuertste Situation, in der du sein kannst, weil das echt dazu einlädt, extrem viele Stunden reinzustecken, die aber noch nicht so viel bringen.

tom

Mir Blutet das Herz willkommen im Arbeitsleben den meisten gehts nicht anders

Charmin Flaschet

Mal von der Agenturseite aus gesehen: Das (der algorithmische Druck) betrifft vor allem sogenannte Corporate Gamer/Streamer die in erster Linie vom Hype um X leben und denen ’ne echte Kernmarke bzw Kernkompetenz fehlt. Oder buzzwordig: Die haben keine brand.

Diese werden eben von irgendwelchen Marketingdeppen nach der erzielten Reichweite bewertet, nicht nach der effektiven Reichweite. Erstere ist eigentlich (aus Monetarisierungssicht) völlig wertlos, aber sei’s drum.

Der Unterschied ist kurz gesagt: Die effektive Reichweite ist jene, die die „Stammkundschaft“ definiert. Das sind vereinfacht gesagt „true fans“ mit hoher Bonität, die alles mitmachen, solange der Content gut ist. Denen ist es egal, ob ein Video zwei Minuten oder zwei Stunden lang ist und denen die Meinung ihres „Influencers“ wichtig ist. Hier steht die Expertise des Creators absolut im Vordergrund und er kann auf den Algo schei*** weil in jedem Contentpiece zu dem Thema irgendwie auf ihn referenziert wird.
Nicht ohne Grund mit am schwersten aufzubauen, denn das geht im Grunde nur über echte Kompetenz in dem was man präsentiert. Und selten hat man hier mehr als wenige tausend, wenn überhaupt, Follower & Co.

Die 08/15 Reichweite von – ich nenne sie mal – „anderen“ ist halt wertlos. Das sind vereinfacht gesagt zu großen Teilen eine heterogene Masse, die sich nicht monetarisieren lassen. Die können 10.000 Mal den Rabattcode spammen, er wird kaum genutzt. Weil diese „Influencer“ im Grunde komplett unglaubwürdig sind für das was sie stehen, ihre Follower/Viewer sie nur zum Entertainment sehen – nicht weil sie wirklich etwas auf deren Meinung geben.
Hier ist das Ziel einfach nur Reichweite um jeden Preis aufzubauen – viele Follower/Views – um diese dann an irgendwelche Marketingdeppen die den Job seit zwei Tagen machen zu verkaufen und WKZ abzugreifen. Weil diese denken, Follower/Viewerzahlen wären relevant.
Clickbait von Onlineangeboten basiert auf dem gleichen Müll.😉

Diese Angebote haben natürlich einen extrem hohen Druck, immer den Algo zu bedienen, immer dem nächsten Hype hinterherzurennen, damit ihre Zahlen nicht sinken. Und damit eigentlich nie eine Kompetenz oder Glaubwürdigkeit zu haben. Gleichzeitig haben sie nicht die Freiheit das zu sagen und zu tun, was sie möchten, da sie NUR am WKZ-Tropf hängen. Deswegen hört man von bestimmten Creatorn auch nur SEHR verhalten Kritik an Produkt X. Die Hand die einen füttert…

Beispiel aus der Praxis: Handwerker Tom mit 12.000 Followern und 400 Viewern macht seit Jahren Streams und Videos zu Do-It-Yourself-Themen – wenn der am Montag ein Video/’ne Story raushaut, wo er sagt dass der Makita Bohrhammer X perfekt ist für den Trockenausbau bis 400 qm und Angebot Y top – dann sind am Dienstag 600 Stück direkt verkauft, über die Woche noch ein paar mehr. Dann hat der mit „einem“ Video locker einen Umsatz von 100.000 EUR generiert (wovon er in der Regel 8 – 12 % bekommt).
Wenn Bonnie Tyler von irgendeinem Marketingdeppen für die nächste Baumarkteröffnung gebucht wird, da 3.000 Leute zur Autogrammstunde kommen und sie alle darauf hinweist, dass der Makita Bohrhammer heute im Angebot ist, ist zwar ordentlich was los… aber umsatztechnisch passiert so gut wie gar nichts.

Oder im Gamingbereich: Langjähriger Creator X mit 2k Followern sagt seinen Fans: „Leute, Angebot X ist unschlagbar, ich zeige Euch warum!“ -> 200+ Sales. Irgendein Trendhopper mit 200k der sagt: „Hammerangebot, geht über meinen Link…“ Da wird’s selten dreistellig.
Und deswegen bleibt von solchen „Hypern“ auch nie was hängen. Das beste wofür solche Typen taugen ist im Grunde einen massiven Hate (auf sie) auszulösen, der dann den Algo ordentlich (sind halt Reactions) anfeuert. Und… davon leben sie dann wieder, weil eben: Reichweite. Das Produkt nimmt meist davon Schaden. Und man selbst bekommt davon eben irgendwann auch einen psychischen Knacks – Handwerker Tom mit seinem DIY Stream… nicht.

Zuletzt bearbeitet vor 3 Monaten von Charmin Flaschet
Mr.Tarnigel

Habe das Video nicht geguckt (mach ich noch),kann nur davon reden was hier steht und da bekomme ich den Eindruck das sie eigentlich garkeine lust haben das zu machen und das anscheinend auch kein spaß macht. Einige bekommen Angstzustände oder verfallen den Alkohol.
So da muss ich mich fragen warum hören sie nicht einfach auf und gehen einer anderen Arbeit nach? Klar man kann rum Jammern um aufmerksamkeit zu bekommen. Dadurch ändert sich aber nicht. Sorry aber wenn ich irgendwas arbeiten müsste was mich auf Dauer so schädigt höre ich damit auf. Deshalb kann ich das null ernstnehmen.
Deshalb gibt es für mich nur zwei Möglichkeiten das zu bewerten. Entweder ist man extrem dumm oder es wird einfach übertrieben um Aufmerksamkeit zu bekommen. Es wird gesagt wie schlimm und stressig es ist Video zu produzieren um dann darüber ein Video zu machen? Die logic verstehe ich nicht.
Bin aber nur ein Igel 🦔 was weiß ich schon.

🦔

Ben

Ich stimme dir voll und ganz zu. Ich denke mir das auch die ganze Zeit seitdem ich den Artikel nun gelesen habe. Warum machen die sich denn den ganzen Stress um ganz oben mitzuspielen.

Wenn mich mein Job kaputt machen, dann such ich mir einen anderen wo es mir besser geht. Am lustigsten finde ich auch die Aussage, dass die Influencer sich einig sind, das Youtube etwas machen muss. Warum sollte Youtube sie in Zwangsurlaub stecken. Youtube ist ja nicht deren Arbeitgeber. Sie können selbst wann sie wollen Urlaub machen. Sie müssen es halt nur wollen.

Und auch das man sich Gedanken machen soll über die Person und den Job. Ja, ich kann mir vorstellen das es stressig ist. Aber jeder Selbstständige arbeitet 24/7 und kann sich nicht ausruhen. Die müssen sich auch um ihre Arbeiter kümmern, Versicherungen und was noch so alles ansteht. Und viele die ich kenne machen die Selbstständigkeit mit nur einem Bruchteil von dem was die Influencer verdienen.

Also ich kann dieses rumgejammere auch schon lange nicht mehr ernst nehmen.

voxaN

Bullshit. wenn du argumentierst, dann doch bitte sachlich. (24/7 arbeiten…)
Leider ist die menschliche psyche alles andere als einfach. Es hat einen Grund, warum es in Deutschland pflichturlaub als Arbeitnehmer gibt.
Gibt genug, die sich nicht frei nehmen würden, obwohl es ihnen gut täte. Menschen wissen leider selten, was ihnen wirklich gut tut.

lIIIllIIlllIIlII

Ist ja wohl nun kein seltenes Phänomen.

Stars die durchdrehen, Drogenprobleme entwickeln und total versacken oder Selbstmord begehen. White collar worker die zu Workaholics werden, ihr komplettes Sozialleben vernachlässigen, ihre Familie verlieren – oder nie bekommen und im schlimmsten Fall krank werden. Ärzte die im Krankenhaus mehrere Schichten hintereinander schieben und total ausbrennen.

Die sind ja nicht einfach alle dumm. Es scheint ein menschliches Phänomen zu sein, hinter dem sicherlich mehr steckt als: dann sind sie halt dumm oder wollen Aufmerksamkeit.

voxaN

Schön gesagt.

Schuhmann

Das ist ein Mechanismus, den du überall siehst. Dinge ziehen dich rein, du gerätst in einen Sog und kommst nicht mehr raus.

Das ist ein UR-menschliches Verhaltensmuster. So funktioniert unheimlich viel. Hobbys … Liebesbeziehungen … Süchte … Karriere.

Wenn man dann immer sagen würde: „Okay, hier ist grade was, das nicht gut für mich ist, ich hör sofort damit auf – dann gäbe es nicht in jeder Buchhandlung regalweise Bücher über Selbsthilfe. 🙂

Dieses Bewusstsein, dass man sich selbst regulieren muss, kommt im Gaming aber die letzten Jahre stärker auf. Einige E-Sportler und Content-Creator geben sich jetzt selbst „Mental Health“-Pausen, machen mal ein Jahr oder mehrere Monate frei.

Das passiert jetzt gerade. Ich denke, das wird in den nächsten Jahren immer weiter zunehmen. Das ist ja auch generell ein Phänomen in der Gesellschaft und der Arbeitswelt, dass alle sensibler für Burnout und mentale Gesundheit werden.

Tarek Zehrer

Also ich habe dafür Verständnis. Der Job hat sicherlich nicht so angefangen, war oft ein Hobby und dann wird es größer und größer. Je größer man wird, desto mehr Geld bringt das, klar. Aber desto mehr steckst du dann eben auch im Hamsterrad.

Dann hast du durch deinen Verdienst vielleicht nen höheren Lebensstandard, der muss dann aber auch gehalten werden. Dahinter stehen dann Familie, Freunde, evtl. Mitarbeiter und ganze Teams.

Und dann sollst du einfach sagen: Ich kann nicht mehr, ich höre auf? Das wäre zwar der sinnvolle Schritt, aber kannst du dir nicht vorstellen, dass man das nicht mal eben von heute bis morgen macht, oft Monate vorher noch nicht mal realisiert, was eigentlich das genaue Problem ist und unbewusst kompensiert?

Das trifft mit ganz großer Sicherheit nicht nur auf die Leute in der Doku zu, sondern auch auf verdammt viele andere Berufszweige. Dennoch finde ich es gut, Problematiken der Branche anzusprechen und die Tücken zu zeigen.

„Entweder ist man extrem dumm oder es wird einfach übertrieben um Aufmerksamkeit zu bekommen“

Die Leute dann als „dumm“ oder wie auch immer zu bezeichnen, finde ich dann schon ein starkes Stück. Das lässt sich von außen immer ganz leicht be/verurteilen.

Edit: interessanter finde ich die Rolle des Algorithmus und der Plattform YouTube an sich. Also ja, angucken lohnt sich.

Zuletzt bearbeitet vor 3 Monaten von Tarek Zehrer
tom

Einfache Antwort Geld.

Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.