10 nervige oder liebenswerte Typen, die es in jeder MMO-Gilde gibt
Ihr kennt sie, ihr liebst sie und ihr hasst sie!

Wer länger Zeit in einer Gilde eines MMORPGs verbracht hat, wird sie kennen: Die nervigen, die lustigen und die einfach nur bekloppten Gildenmitglieder! Wir stellen euch hier die zehn Typen vor, die man in jeder Gilde antrifft – ob man will oder nicht!

Gildenmitglieder kommen und gehen und im Laufe der Zeit wird man mit unglaublich vielen verschiedenen Typen von Gildenmitgliedern konfrontiert. Während die einen angenehme Zeitgenossen sind, können die anderen aber auch ganz schön nerven. Bühne frei für die zehn Zeitgenossen, die auch mich bereits den ein oder anderen Nerv gekostet haben! Obacht: Kann Spuren von Klischee und Ironie enthalten.

Der Nestbauer

Einer der angenehmsten Gildenmitglieder und gleichzeitig der, der am häufigsten ausgenutzt wird. Er würde alles für seine Gilde tun, die er im Geheimen liebevoll „Familie“ nennt. In mühevoller Kleinarbeit farmt er Ressourcen, stellt Rüstungen und Tränke her und legt am Ende des Tages alles feinsäuberlich in der Gildenbank ab – samt des Goldes, das er dabei zusammensammeln konnte.

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Stets darum besorgt, dass es seiner Familie an nichts mangelt, opfert er Zeit und Geld. Wenn möglich, häkelt er auch noch warme Socken, damit niemandem im Winter beim Zocken die Zehen abfrieren müssen!

Typisches Zitat: „Ich habe gerade ein paar legendäre, nur schwer zu farmende Gänseblümchen gesammelt. Habe sie in die Bank gelegt, nehmt euch einfach, was ihr braucht. 🙂 „

Das Pärchen

Das Pärchen besteht nicht aus zwei Individuen – es ist das Individuum. Ist ein Teil des Pärchens im Raid eingeteilt, wird es der andere zwangsläufig auch bald sein. Spätestens nach einem ernsten Gespräch mit dem Raidleiter, in dem „Bessere Hälfte A“ erklärt, dass er nur zusammen mit „Besserer Hälfte B“ spielen kann, da ihre verliebten Herzen sonst elendig eingehen würden.

Gaming Pärchen

Oftmals ist der eine Part dabei ein Hardcore-Gamer, während sich der andere eher ziehen lässt, um bei seinem „Schnurzi“ zu sein – und der restlichen Gilde dabei den letzten Nerv raubt.

Typisches Zitat: „Klar ich komme gerne mit! Aber Halt! Darf mein Freund mit? Er hat zwar noch nicht das richtige Equip, aber wir ziehen ihn schon durch, oder?“

Die Begehrenswerte

In von Männern dominierten Gilden fallen sie verstärkt auf: Die weiblichen Spieler. Dabei ist es fast egal, wie „die Begehrenswerte“ aussieht; nach dem ersten zaghaften – und definitiv weiblichen – „Hallo“ im TeamSpeak hat sie bereits ihren ersten Fanclub. Der folgt ihr mehr oder weniger auffällig überall hin und hilft ihr, wo er nur kann. Ob Items, Raidplätze oder ein nettes Wort: Der Begehrenswerten mangelt es an nichts!

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Spielerisch treibt es die Begehrenswerte gerne auf die Spitze, indem sie immer wieder kleine Leckerbissen in Form von Photos, Stöhnen im TS („Ich habe mich nur gestreckt!“) oder Flirtereien vor die Füße der Meute wirft. Kritisch wird es erst, wenn eine zweite Frau die Bühne betritt. Schnell werden die Krallen ausgefahren, um sicherzustellen, dass sie und nur sie das Recht auf den Mittelpunkt hat!

Typisches Zitat: „Upsi. Mir ist gerade der Lolli in den Ausschnitt gefallen, kurz afk!“

Der Achievement-Fan

Der Fan von Achievements jeglicher Art setzt alles daran, diese auch zu erreichen. Das leidige daran: Er lässt es auch alle wissen und will alle mit reinziehen. Das ist eigentlich nett von ihm, will er die anderen doch einfach nur an dem Spaß teilhaben lassen. Leider schießt er damit über das Ziel hinaus.

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Kein Erfolg ist ihm zu blöd, kein Erfolg zu unerreichbar! Der Gildenchat ist voll von seiner Aufforderung, mit ihm gemeinsam vier Tage durchzufischen, um endlich das „MMO sucht den Superangler“-Achievement zu erhalten.

Typisches Zitat: „Jemand jetzt endlich Lust auf das Hüpf-Achievement? Man muss nur 10 Tausend Mal hintereinander ohne Pause hüpfen. Achja, frohe Weihnachten btw.“

„Das Mädchen“

Das Mädchen spricht im TS nicht. Das Mädchen zeigt nie Fotos von sich. Allerdings ist es immer nett, freundlich und dass sie ein Mädchen ist, lässt sie auch niemanden vergessen. Ihre ausschweifenden Geschichten über sich selbst erzählen von einem Mädchen, das sich vor Flirtanfragen kaum retten kann, das außerdem das Zimmer rosa eingerichtet und eine Armada an Katzen hat.

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Ob es sich bei dem Mädchen tatsächlich um ein weibliches Wesen handelt ist allerdings nicht überliefert. Alte Gildenlegenden besagen, dass „Viola“ eigentlich „Horst“ heißt. Seit geraumer Zeit versucht man, „das Mädchen“ zum Gildenevent einzuladen, was diese aber „leider aus Geldgründen“ nicht wahrnehmen kann. Die Spendenaktion läuft bereits und wird auf RTL übertragen.

Typisches Zitat: „Mensch, warum sollte ich mir denn ein Mikro kaufen, wenn ich doch auch per Chat wunderbar kommunizieren kann?!“

Der Soziale

Raids und Level sind dem Sozialen eigentlich egal. Am liebsten treibt er sich im Gildenchat und im Gildenforum rum, um dort einfach nur zu quatschen. Schafft er es doch mal in eine Schlachtzugsgruppe, hört man im TS von ihm als Erstes das Zischen einer Bierdose. Zwar ist er am Erfolg des Raids nur mäßig beteiligt, doch schafft er es bei Wipes stets, die gute Laune des Teams aufrecht zu halten.

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Viel wichtiger als Raids sind ihm ohnehin die Gildentreffen im Real Life. Die organisiert er liebend gerne, stellt dafür seinen Partykeller zur Verfügung oder recherchiert nach den coolsten Locations des jeweiligen Ortes.

Typisches Zitat: „So, aber nach dem Raid stimmen wir endlich ab, wann das Gildentreffen ist, ok?!“

Der Inaktive

Früher noch einer der Gildengründer, hat er sich längst geistig verabschiedet. Noch immer hat er dabei jedoch den zweithöchsten Gildenrang inne, was neuen Mitgliedern unbekannterweise Respekt einflößt. Kommt er alle paar Wochen mal online, geht sofort ein Raunen durch die Gilde, er wird mit Konfetti beworfen und man liegt sich virtuell in den Armen, um den verloren geglaubten Sohn gebührend zu empfangen.

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Dann verspricht er hoch und heilig, ab sofort regelmäßig online zu kommen und auch die Raids zu unterstützen. Feierlich und unter den Argusaugen der treuen Gilde trägt er sich dann in das Line-Up ein – und taucht dann doch nicht auf. Stattdessen verschwindet er wieder wochen- wenn nicht monatelang in der Versenkung.

Typisches Zitat: „Hi! Wow sind wir mittlerweile viele, die Hälfte kenne ich gar nicht! Lasst uns morgen mal alle im TS treffen, habe nämlich voll Bock mit euch was zu machen!“

Der Hilflose

Der arme Tropf liegt immer ein Stück zurück. Sei es, weil ihm sein Brotjob keine Zeit für’s Farmen lässt oder er einfach langsam spielt, er kommt einfach nicht hinterher! Verzweifelt hängt er sich an die Rockzipfel der anderen Gildenmitglieder, um sich durch Instanzen ziehen zu lassen und doch noch das ein oder andere epische Item abzustauben.

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Sein Problem: Er klingt dabei leider auch überaus bedürftig. Anstatt die Sache selbst in die Hand zu nehmen, fragt er lieber stundenlang nach Hilfe, bleibt ansonsten jedoch tatenlos.

Typisches Zitat: „Öhm, ich will euch ja nicht nerven, aber ich möchte halt auch mal mitraiden. 🙁 Kann mich jemand mal eben schnell durch Raid 1-10 ziehen und mir danach noch bei der ewig langen Klassenquest helfen? Pleeeeeease!“

Der Pro

Der Pro kann alles, weiß alles und hat alles. Also, im Kopf. Und in Form von Muskeln auf den Armen. Und überhaupt. Er kennt das MMO wie seine Westentasche und wenn man ihm Glauben schenken darf, hat er es bereits vor der Beta und sogar noch vor den Entwicklern selbst gespielt, sodass er alles besser weiß.

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Immerhin: Er liest sich tatsächlich jeden Guide durch und verinnerlicht ihn, sodass in Raids auf ihn immer Verlass ist. Wenn nur nicht seine Art wäre, allen bei jeder sich bietenden Gelegenheit unter die Nase zu reiben, dass er so wahnsinnig toll ist …

Typisches Zitat: „Jetzt hört aber mal auf mit dem Smalltalk hier! Lasst uns lieber nochmal die Taktik für den morgigen Raid durchgehen!“ 

Der Dieb

Der Dieb ist ein nicht allzu geselliges, aber auch nicht auffällig stilles Mitglied der Gemeinschaft. Manchmal questet er mit, wirft ab und an mal ein paar Sätze in den Gildenchat, fällt weder positiv, noch negativ auf. Seine Stunde kommt aber auch erst später. Dann, wenn er das Vertrauen der Gilde gewonnen hat und alle Rechte erhält. Auch die für die Gildenbank.

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Im Schutze der Nacht loggt er sich dann ein, schleicht in die Bank und raubt alles, was er kriegen kann, in seine extra dafür angefertigten Taschen. Kurz darauf verlässt er wortlos die Gilde und wart nie mehr gesehen.

Typisches Zitat: „Hi. (…) Cu.“


Findet ihr euch selbst in einem dieser Typen wieder? Welche beherrschen eure derzeitige Gilde? Und welche Varianten kennt ihr noch? Schreibt es uns doch in die Kommentare!

Welche allgemeinen Gamer-Typen regen euch am meisten auf?

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