Fortnite: Auch 2. Turnier hat Probleme, diesmal soll der Gewinner ein Cheater sein

Bei Fortnite gab’s am Freitag ein großes Turnier, wo es wieder um mehr als 100.000$ ging. Dem Gewinner, einem bekannten Destiny-Spieler, wird vorgeworfen, auf PS4 mit Maus und Tastatur unterwegs gewesen zu sein. Außerdem soll er an den Matches noch rumgepfuscht haben: Er soll ein Cheater sein.

Was war das für ein Event? Am Freitag fand das nächste eSport-Event von Fortnite statt: die zweite Woche der Summer Skirmish Series, einem 8-Millionen-Dollar-Turnier. Das Event fand am Freitag und Samstag statt. Insgesamt ging es am Wochenende um 500.000$.

eSport mit zufällig zusammengewürfelten Lobbies

So ungewöhnlich wurde gespielt: Zum Event wurden ausgewählte Spieler eingeladen. Die spielten aber nicht gegeneinander, sondern sie nahmen an Matches mit zufällig ausgewählten, „normalen“ Spielern teil. Bei Epic führte man dann Buch und wertete jeweils die 10 ersten Matches der eingeladen Spieler aus.

Neues Format nach Flop des ersten Turniers: Die Woche lief also komplett anders ab als das Turnier in der letzten Woche. Da hatten 98 Profis noch gegeneinander gespielt. Durch Lags und die defensive Spielweise war das erste Turnier aber katastrophal gescheitert und musste nach nur 4 von 10 Spielen abgebrochen werden.

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Neue Regeln belohnen dominante Spielweise

Wie waren die Regeln? Nachdem das letzte Event so lahm war, gab es diesmal vor allem Belohnungen für Kills. Spieler mussten möglichst viele Punkte sammeln:

  • Für einen epischen Sieg gab es 5 Punkte
  • pro Eliminierung gab es einen Punkt
  • Wer 20 Eliminierungen in einem Spiel schaffte: Bekam 10 Punkte und 10.000$ obendrauf.

Es war daher für jeden Spieler am wichtigsten, ein Match möglichst zu dominieren und idealerweise mindestens 20 der „normalen“ Spieler zu killen und dann den Sieg einzufahren.

Fortnite-Oblivion-Titel

Vorwürfe gegen den Gewinner des Freitags, einen PS4-Spieler

Unbekannter PS4-Spieler gewinnt Freitag: Den Freitag gewann mit 184 Punkten der PS4-Spieler iDroPz-BoDiEs. Der ist in der Fortnite-Community ein Unbekannter, eigentlich ist er ein Destiny-Spieler. Doch er verwies bekannte eSport-Spieler von „Faze“ oder „TSM“ auf die hinteren Plätze.

FN-Sieger

Was wird ihm genau vorgeworfen? Auf reddit gab’s einen großen Thread mit fast 40.000 Upvotes. Dort wurde dem Spieler vorgeworfen, betrogen zu haben. Er habe:

  • Als PS4-Spieler mit Maus und Tastatur gespielt und sich dadurch erhebliche Vorteile erschlichen
  • Matches so manipuliert, dass er mit Freunden in eine Partie kam, die er dann für „Free-Kills“ abschoss
  • Matches vorzeitig verlassen – angeblich immer dann, wenn nicht genug seiner „Freunde“ ins Match gelangen konnten
  • schon vorher geschummelt – Ohnehin sei es zweifelhaft, warum er überhaupt eingeladen wurde. Der hätte sich durch einen Ingame-Modus qualifiziert, der Cheat-verseucht gewesen sei.
  • seinen Twitch-Account gelöscht: Als die Anschuldigungen hochkommt, sei plötzlich sein Kanal gelöscht worden, mit all den Clips, die beweisen, dass er ein Betrüger sei

fortnite-ritterEpic sagt: Das war sauber

Das sagt Epic: Die Betreiber von Fortnite haben den Beschuldigten in einem eigenen Post freigesprochen (via Reddit). Man habe das alles analysiert. Die 129 Kills des Spielers seien alle an verschiedenen Spielern gewesen. Es gebe keine Hinweise, dass er Maus und Tastatur nutzt. Noch wiesen die Daten daraufhin, dass er irgendwas anderes Verbotenes gemacht habe.

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PS4-Spieler haben keinen unfairen Vorteil: Als man das letzte Mal PC und Konsolen-Spieler gleichzeitig antreten ließ, habe sich gezeigt, dass es keine großen Unterschiede zwischen den Spielern auf den Plattform gab, sagt Epic weiter. Auch in diesem Event sei das so gewesen. Man hätte in 11 Matches mehr als 20 Kills gesehen: 8 davon auf dem PC, 3 auf den Konsolen.

Das sagt der Spieler selbst: Der vermeintliche Cheater sagt gegenüber Kotaku, dass man wohl keinen Erfolg haben kann, ohne all den Hass. Aber er sei nicht alleine gewesen. Er hatte die Destiny-Community an seiner Seite. Er spielt übrigens mit einem Cinch-Controller (via Kotaku). Sein Twitch Account sei wegen „Hateful Content“ gelöscht worden, er werde aber seine Matches auf YouTube hochladen als Beweis seiner Unschuld.

Fortnite-Absturz

Auch dieses Format ist schwierig: Trennt PS4 von PC

Wieder Kritik an Format: Nach der Aktion taucht erneut Kritik am Format auf, in dem Fortnite seinen eSport durchführt. Wenn man ein kompetitives Match in einer zufällig zusammengestellten Lobby stattfinden lasse, käme es eben zu solchen Problemen. Man müsse zudem unbedingt PS4-Spieler von PC-Spielern trennen, damit es nicht zu den Problemen mit Maus und Tastatur kommt, heißt es in dem viel beachteten Reddit-Post, nach der Antwort von Epic.

Bei Epic läuft schon ein 8 Millionen Turnier, aber man hat offenbar noch kein funktionierendes Format gefunden:

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Autor(in)
Quelle(n): Kotaku
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